Größere Menge an Material erarbeiten (Klavierbegleitung)

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SingSangSung

SingSangSung

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Hi,

für eine Klavierbegleitung muss ich eine größere Menge Noten bewältigen. Es handelt sich um eine Prüfung, aber nicht ich, sondern der Solist wird geprüft.

Es geht also darum

- auf keinen Fall rauszufliegen
- musikalisch zu spielen
- im Tempo spielen

Es ist aber nicht erforderlich, dass ich genau das spiele, was dasteht, und kleinere Schnitzer sind auch kein Problem.

Die Stücke sind vom Schwierigkeitsgrad her so, dass ich sie langsam vom Blatt spielen kann. Wenn ich nur eine Hand spiele, kann ich auch im Tempo vom Blatt spielen.

Ich habe aber wegen der Menge der Noten nicht die Zeit, alles perfekt einzuüben (also komplett Fingersätze machen, Stellen üben usw, so wie ich das bei einem Solostück machen würde).

Ich frage jetzt nach Tipps, wie ihr das üben würdet:

- langsam durchspielen
- die Hände evtl. einzeln durchspielen
- eine Hand aufnehmen, die andere dann dazuspielen
- sonstiges

Ich bin leider relativ schlecht in solchen Dingen, hatte aber Lust auf den Job, weil es schöne Stücke sind.

Für Tipps bin ich dankbar

SingSangSung
 
mick

mick

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Meistens sind es ja nur ein paar Stellen, die im Tempo Schwierigkeiten machen. Die würde ich isolieren und langsam üben. Wenn man merkt, dass die Zeit nicht reicht, kann man sich auch ein paar Erleichterungen überlegen (Begleitfiguren vereinfachen, Oktaven weglassen etc.). Grundsätzlich ist es notwendig, die Stücke rhythmisch und harmonisch möglichst genau zu verstehen und zu kennen. Dann fliegt man nicht raus, egal, was passiert.
 
Stilblüte

Stilblüte

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Ich würde es ganz oft durchspielen, bis es flüssiger wird, und dann die Stellen angucken, an denen du immer rausfliegst. Da kannst du dann einen FS machen, etwas umlegen, Töne weglassen etc.
Und unbedingt mit dem Solisten proben!
 
SingSangSung

SingSangSung

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Ok, danke für die Tipps.

Rhythmisch-harmonisch verstehe ich Musik immer sehr schnell. Trotzdem spiele ich schlecht vom Blatt, das ist irgendwie seltsam.

Dann werde ich die Stücke mal möglichst jeden Tag langsam durchspielen, vereinfachen - und mit dem Solisten probe ich gleich morgen!
 
Fortepiano

Fortepiano

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Hey SingSangSung,

du hast ja schon einige gute Tipps bekommen.
Mir fällt noch ergänzend ein, dass du nur die Melodie einstudieren kannst und dir für dich einfache und passende Begleitung selbst erarbeiten kannst, wenn du in Harmonielehre fit bist. Je nach dem, was dir einfacher fällt, kannst du die Akkorde, Quinten oder sonstige Intervalle als solche oder gebrochen mit links zu der Melodie spielen. So geht mEn das sichere Erarbeiten der Begleitung von Songs schneller.

Ich drücke dir die Daumen für den Job!

LG

Fortepiano
 
SingSangSung

SingSangSung

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Naja, es sind keine Songs. Es sind (alles für Flöte + Klavier)

- Sonate in e-Moll C. P. E. Bach
- Sonate e-Moll J. S. Bach BWV 1034
- Konzert G-Dur von Quantz 1. Satz
- Fantasie Fauré op. 79

Bei dem Quantz geht das, was Du sagst, zum Teil. Beim Rest aber nicht, insbesondere beim Faure nicht.
 
Fortepiano

Fortepiano

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Oh je, bei der Literatur geht die von mir vorgeschalgene Methode natürlich schlecht. Um so mehr drücke ich die Daumen für den Job!
 
SingSangSung

SingSangSung

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Ich habe am Montag mit dem Solisten geprobt. Die Tempi sind äußerst flott. Und siehe da: Auch beim Fauree kann man nach der von Fortepiano vorgeschlagenen Methode ein paar Sachen vereinfachen: Drei Seiten vor Schluss gibt es einen Haufen 16tel-Akkordbrechungen mit einer Melodie in der rechten Hand. Wenn man einfach die Akkorde spielt, und sich nicht genau an die notierte Lage hält, kann man da ganz schön was vereinfachen.
 
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exe

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Ich würde es so machen, dass als erstes der Bass tadellos im Tempo und mit richtigen Noten durchläuft und rhythmisch korrekt ist. Das ist nämlich die Stimme, die beim Continuo als einzige vom Komponisten geschrieben wurde, alles andere hat der Cembalist selber ergänzt.
Das heißt, die Melodie, die in deinen Noten steht, ist ganz unwichtig, die kannst du so spielen, wie es dir geschickt ist. Ich kenne selber Continuo-Aussetzungen, die im Endtempo praktisch unspielbar sind, weil viel zu viel in den Noten steht. Die muss man vorher entrümpeln. Weglassen heißt hier die Devise.

Viel Glück :bye:
PS: das gilt natürlich nicht für Faure :)
 
 

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