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Grieg Hun Danser

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DoctorGradus

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Hallo,

ich erarbeite mir gerade ein neues Stück (zumindest hoffe ich dass ich ihm gewachsen bin). "Hun danser" also "Sie tanzt" von Edvard Grieg, op 53 Nr 5.

Ich merke nun, dass ich direkt am Anfang ein Problem in der Rechten hand habe. Und zwar die Folge ab Takt 2 in der auf Daumen Mittelfinger, ring und kleiner Finger spielen.

Das Problem ist, dass ich mit der Reihenfolge meiner Finger durcheinanderbringe, also die Koordination zu wünschen übrig lässt. gerne setzt der kleine Finger mit den anderen auf, außerdem könnte man glaub einigermaßen daumen und Mittelfinger liegen lassen wenn sich Zeige und kleiner finger senken, aber ob das nun beim Spiel der Stelle hilft weiß ich nicht.

Ich hoffe ihr versteht mein Problem und präsentiert lösungen ;-)
 

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ubik

ubik

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Ich verstehe nicht genau, was du meinst :).

Bei der linken Hand würde ich einen anderen Fingersatz bei der großen Sekunde (dem c1 und d1) nehmen, nämlich 21. Ist viel einfacher. Weil du ja das Pedal nimmst, ist das auch durchaus machbar.

Bei der rechten Hand stellst du dir die Bewegung der Sechzehntel folgendermaßen vor. Bei dem f1 und dem c2 fällt die Hand auf die Klaviatur. Aber nicht von ganz weit oben, sondern von einer angemessenen Höhe, sodass du noch diese Tasten triffst. Bei dem a1 und e2 stoßt du deine Hand von der Klaviatur ab.

Wenn es nicht auf Anhieb klappen sollte, dann spielst du erst die linke Hand und gleichzeitig nur die oberen Töne einzeln, also das c2 und e2. Dabei denkst du auch an die oben genannte Bewegung. Wenn das klappt, dann das gleiche nochmal mit den beiden unteren Tönen, also f1 und a1.

Das Prinzip ist einfach. Fallen mit 1-3 und abstoßen mit 2-5. Und nicht das Binden der Noten vergessen. :)
 
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DoctorGradus

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Dafür dass du meinst mich nicht verstanden zu haben, ist das eine sehr hilfreiche Antwort. Werde ich morgen direkt mal ausprobieren.

Danke!
 
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DoctorGradus

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Hey,

ich bin erst heute dazugekommen deine Tipps auszuprobieren. Die Begleitung hab ich übrigens mit 1-3 gespielt bisher. 1-2 geht aber auch.

Erster Eindruck bei der rechten Hand: ich habs verstanden. Nun tänzeln meine Hände etwas mehr über die Klaviatur, als nur auf ihr zu liegen. Natürlich nicht übermäßig, ich hebe nur die Hand leicht ab bevor ich die Quint f-c Spiele.

Zweiter Eindruck: mein Arm wird dabei etwas lahm. Ich habe ein paar Wochen kein klavier mehr gespielt, aber ich denke daran sollte es nicht liegen, weil meine Repertoirestücke ohne Ermüdung gehen. Entweder mangelt es ein bisschen an Kraft, und es kommt mit dem Stück, oder bin ich etwas zu "tänzelnd"? Dazu bemerkt noch: Mein Epiano hat keine so stark nach oben federnden Tasten, das macht sich auch bei anderen Stücken wie dem Griegschen Elfentanz bemerkbar.
 
ubik

ubik

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Beim Klavier spielen braucht man auch keine Kraft. Man muss nur die richtige Bewegung ausführen.

Es ist schwer zu sagen, wie du es besser machen kannst, weil ich es nicht sehe. Falls du die Möglichkeit hast, deine Hand zu filmen, würde es mich freuen, wenn du das machen könntest.

Aber ich vermute, ich weiß, woran es liegt. Versuch mal dein Handgelenk etwas zu rotieren, wenn du diese Figur f-c a-d spielst. Und zwar gegen den Uhrzeigersinn. Die linke Hand rotierst du dagegen im Uhrzeigersinn. Aber die Bewegung ist sehr leicht, nicht übertrieben.
 
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DoctorGradus

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Ich weiß nicht ob ich mit dem Spielen des Stückes warm werde. Ich kann gerade wenig Zeit investieren, finde es aber sehr schön, weil so viel in ihm zusammenkommt, Tanz, Klare Harmonien, aber auch filigranes (wie eben die für mich problematischen 16tel Wechsel). Sie wollen sich einfach nicht so sanft greifen lassen wie ich das gerne hätte.

Ich hatte auf den ersten Blick nicht den Eindruck dass das Stück für mich zu anspruchsvoll ist, mittlerweile komme ich ins grübeln. Es wird vermutlich mein letztes Stück vor einer längeren Klavierpause werden (Studium im Ausland). Wie geht ihr denn an so Stellen ran die nicht so filigran gelingen wollen wie es sein soll? Erst gröber spielen und immer mehr verfeinern?

Ich kann leider keine Videos meiner Hand aufnehmen.
 
klavigen

klavigen

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Aber ich vermute, ich weiß, woran es liegt. Versuch mal dein Handgelenk etwas zu rotieren, wenn du diese Figur f-c a-d spielst. Und zwar gegen den Uhrzeigersinn. Die linke Hand rotierst du dagegen im Uhrzeigersinn. Aber die Bewegung ist sehr leicht, nicht übertrieben.

Ich wollte mal bestätigen, dass du das genau richtig beschrieben hast mit der Rotation (Schleifen, wie sie Rolf gerne nennt)

Und die andere hand gegen den Uhrzeigersinn. Wahrscheinlich sagte es dir dann auch etwas, dass man bei bestimmten Spielfiguren diese Rotationen zwischen linker und rechter Hand mit verschobenen Phasen spielen muss ?
 
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DoctorGradus

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Hallo,

Ich habe etwas über die Handgelenkdrehung nachgedacht. Am Anfang erschien es mir unsinnig, geradezu zur Bewegung Tonaufwärts widersinng das Hangelenk der rechten Hand gegen den Uhrzeigersinn (also Tonabwärts) zu drehen, aber ich glaube nun hab ich verstanden was gemeint ist.

Die Rotation des Handgelenks muss mit einer Translation verbunden werden. Somit liegt das a,e Intervall zentriert in der Hand und die Finger können den Ton "von Oben herab" greifen anstatt seitlich reinzugreifen.

Hab ichs verstanden?
 
ubik

ubik

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Ja, aber in erster Linie hat das mit Klangerzeugung zu tun. Wenn du die Tasten "drückst" hört es sich ganz anders an, als wenn du in sie hereinfällst. Die Armbewegung hat einen sehr großen Einfluss auf den Klang und es gilt die bestmöglichste Bewegung herauszufinden, um den Klang am Schönsten hinzubekommen. Wenn der Arm frei und losgelöst ist, behindert er nicht die Klangerzeugung.
 
 

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