Gebrauchte Hybrid-Pianos? Was kann schief gehen?

  • Ersteller Ersteller butterkeks
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  • #21
Die Frage ist also, ein günstiges Einsteiger Silent (B1, K15) vs. ein hochwertiges E-Piano / Hybrid.
Auf jeden Fall ist ein günstiges Einsteiger Silent einem hochwertigen E-Piano vorzuziehen.
 
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  • #22
das Casio GP510 wird offiziell als Hybrid verkauft. Die Mechanik hat Hämmer, die auf einen Tonerzeuger kloppen.
Bei Roland ist das die PHA-100 mit langen Holztasten, die als "hybrid Grand" verkauft wird, auch da klopfen Hämmer auf einen Sensor.
Sag ich doch: Plastikgebastel. Muss nicht schlecht sein. Aber im Vergleich zu einer echten Klavier/Flügelmechanik halt Plastikgebastel. Dass das Casio und das Roland als Hybrid verkauft werden, hat halt Marketinggründe. Muss man nicht alles glauben. Jahrelang war auf jeder Musikmesse immer das Neueste vom Neuen zu sehen. Und immer mit dem Versprechen: jetzt endlich ist der Durchbruch gelungen, der Klang und der Anschlag sind jetzt genau so wie beim Flügel/Klavier. Aber jedes Mal war ich enttäuscht von dem Versprechen. Wobei man zugeben muss, dass die Digitalen Instrumente tatsächlich immer besser geworden sind und immer näher an das Original heran rücken. Aber es bleibt eine Simulation. Wenn auch eine gute.
 
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  • #23
Ich würde auch ein günstiges Einsteiger-Klavier Silent jedem Digitalpiano (auch meinem Kawai Novus 5 Hybriden, den ich hatte) vorziehen.
Aber es kommt da auch auf die Bedürfnisse an.
Dein Sohn geht ab dem Wintersemester studieren, schreibst du in einem anderen Faden. Das birgt einen potentiellen Umzug und Einzug ins Wohnheim oder WG mit sich, wo so ein Klavier allein schon wegen des Transports und die Bedürfnisse der Mitbewohner schwieriger sein könnte. Ich nehme an, er wird das Piano zum Studium mitnehmen wollen.
Da würde ich fürs Studium tatsächlich dann doch eher zu einem Digi tendieren, umzugs- und wg-freundlicher. Auch ein Hybrid spielt sich im Silent-Modus sehr laut, mein Novus hat ordentlich Geräusche beim Anschlag verursacht durch den Anschlag der Hämmer auf die Sensorik. Da kann man schnell mal in Streit mit den Mietern der Wohnung darunter kommen.
Auch den Aufstellort bei dir zu Hause stellst du so dar, dass er nicht die besten Bedingungen für ein Klavier liefert.

Schwierig :D

Ich bin immer pro Klavier, aber als Student stell ichs mir schwierig vor. Es sei denn natürlich, man hat das Geld für den Klaviertransport übrig, vllt auch mehrfach, falls der Sohn während des Studiums die WG wechselt, und die WG fein mit einem Klavier ist.
 
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  • #24
Da bietet Yamaha mit der Yus Serie einen entscheidenden Vorteil gegenüber akustisch mit Silent .
Holztastatur und echte Klaviermechanik Kopfhörer, Lautstärkeregelung bei normalem spielen auf der Tastatur, Klangerzeugung mit Transducer und Lautsprecher , vom Gewicht her nur ein Bruchteil eines herkömmlichen Klaviers viel leichter zu transportieren.
Muss allerdings gestimmt werden
 
  • #25
Da bietet Yamaha mit der Yus Serie einen entscheidenden Vorteil gegenüber akustisch mit Silent .
Ähm, die YUS Serie ist ein ganz normales akustisches Klavier. Erhältlich mit oder ohne Silent.
Holztastatur und echte Klaviermechanik Kopfhörer, Lautstärkeregelung bei normalem spielen auf der Tastatur, Klangerzeugung mit Transducer und Lautsprecher ,
Du redest von der TA Option. TA steht für Transakustik. Das bedeutet, in ein normales Klavier wird eine normale Silenteinheit eingebaut. Und zusätzlich dann Transducer auf den Resonanzboden, so dass dieser letztlich als Lautsprecher Membran funktioniert.
vom Gewicht her nur ein Bruchteil eines herkömmlichen Klaviers viel leichter zu transportieren.
So ein Unsinn. Wo sollte das geringere Gewicht denn herkommen? Die Gussplatte und all das, was ein akustisches Klavier sonst noch so hat, hat ein Transakustik auch. Und sogar noch ein paar Gramm mehr durch Silent und Transducer.
Muss allerdings gestimmt werden
Ganz genau. Also ein ganz normales akustisches Klavier plus Silent plus Transducer.


Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Leute das Konzept von Transakustik falsch verstehen. Oder auch das von Digitalpianos versus Hybrid.
 
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  • #27
Knackpunkt bei einem "großen" wird der Aufstellort sein. Direkt neben der Balkontüre, auf Fußbodenheizung an einer Außenwand. Und 2m davon entfernt der Kaminofen.
"Für ein Klavier suboptimal" wäre beschönigend und ich weiß micht, ob und wie ein Hybrid auf sowas reagieren wird.
Einem Digi macht so ein Standort aber nicht viel aus.

Das Beste wird wohl sein, durch einschlägige Geschäfte zu tingeln, und alles anspielen zu lassen, was kein "nicht berühren"-Schild hat. Ich würde erstmal nicht auf die Preisschilder achten, sondern deinem Sohn die Möglichkeit geben, sich zu entscheiden, was er am liebsten hätte ...
... danach könnt ihr dann diskutieren, warum das nicht geht und gemeinsam nach einem vernünftigen Kompromiß suchen.

Falls du dann so ein Instrument gebraucht angeboten bekommst, dann fahrt gemeinsam hin, und testet es ausgiebig (auch wenn ihr nicht wisst, was ihr da tut, dürft ihr ruhig mal an allen Reglern drehen, die ihr so findet ... die sollten alle "etwas" tun).
Allerdings ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass ihr aktuelle Instrumente gebraucht weit unterm Neupreis finden werdet.
Ein aktuell beliebtes Instrument wird auch gebraucht nicht billig sein.
 
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  • #28
Da bietet Yamaha mit der Yus Serie einen entscheidenden Vorteil gegenüber akustisch mit Silent .
Holztastatur und echte Klaviermechanik Kopfhörer, Lautstärkeregelung bei normalem spielen auf der Tastatur, Klangerzeugung mit Transducer und Lautsprecher , vom Gewicht her nur ein Bruchteil eines herkömmlichen Klaviers viel leichter zu transportieren.
Muss allerdings gestimmt werden
Das nennt sich bei Yamaha TransAcoustic und gibt es auch als b1/b2/b3/U1/U3/YUS1/YUS3/YUS55 und bei Flügel.
 
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  • #29
Direkt neben der Balkontüre, auf Fußbodenheizung an einer Außenwand. Und 2m davon entfernt der Kaminofen.
Einem "Hybrid" macht das gar nix aus.
Ein herkömmliches Klavier darf vom Klavierstimmer in so einer Umgebung recht häufig besucht werden.
 
  • #30
Einem "Hybrid" macht das gar nix aus.
Ein herkömmliches Klavier darf vom Klavierstimmer in so einer Umgebung recht häufig besucht werden.

Quatsch, seit 50 Jahren gibt es überwiegend Fußbodenheizung, Außenwand spielt auch schon lange keine Rolle mehr und Tür oder Fenster gibt es in jedem Raum . Gibt Fabrikate wie z.B. Yamaha und Kawai welche alles locker wegstecken.
 
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  • #31
gibts da einen Haken? Ist das wie beim Autoleasing, dass da manche Händler dann jede normale Gebrauchsspur berechnen?
Ich kenne nur das Angebot des Händlers unseres geringsten Misstrauens hier in Wien. Und das war so fair, dass ich mich selber wunderte. 3 Monate mieten, dann Kaufentscheidung unter voller Anrechnung der bis dahin bezahlten Miete auf zuvor ausgehandelten, rabattierten Kaufpreis. Nach den 3 Monaten waren wir unsicher und "eierten" herum und er schlug von sich aus vor, das Procedere um weitere 3 Monate zu verlängern. — Besser geht es doch nicht.

Wenn man mit einem Instrument ordentlich umgeht muss der Vermieter mit einen gebrauchsüblichen Verschleiß hinnehmen. Eine kleine abgeschlagene Ecke nach einem Jahr wird wohl kein Problem darstellen, wenn der Kasten aussieht als wäre er 100 Jahre alt, dann wohl schon. Das muss man eben besprechen und vielleicht auch schriftlich festhalten.


Da bietet Yamaha mit der Yus Serie einen entscheidenden Vorteil gegenüber akustisch mit Silent .
Hier steht ein YUS5 und das ist groß, schwer, eher schon etwas teurer und ziemlich gut — akustisch wie digital. Es muss deiner Beschreibung nach wohl eine Verwechslung vorliegen.


Dein Sohn geht ab dem Wintersemester studieren, schreibst du in einem anderen Faden. Das birgt einen potentiellen Umzug und Einzug ins Wohnheim oder WG mit sich, wo so ein Klavier allein schon wegen des Transports und die Bedürfnisse der Mitbewohner schwieriger sein könnte.
Das ist meiner Meinung nach sehr wesentlich. Lieber ein guter Kompromiss als in diesem Alter und diesen Lebensumständen ein Klotz am Bein.
 
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  • #32
Quatsch, seit 50 Jahren gibt es überwiegend Fußbodenheizung, Außenwand spielt auch schon lange keine Rolle mehr und Tür oder Fenster gibt es in jedem Raum . Gibt Fabrikate wie z.B. Yamaha und Kawai welche alles locker wegstecken.
Meine größte Sorge in der beschriebenen Situation wäre der Kaminofen.
 
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  • #33
Das ist meiner Meinung nach sehr wesentlich. Lieber ein guter Kompromiss als in diesem Alter und diesen Lebensumständen ein Klotz am Bein.
ja, Alternative wäre eine Miete und dann Rückgabe wenn sich die Umstände ändern.

Nächste Woche schauen wir uns mal das Kawai CA901 bei einem Händler in der Nähe an, leider hat Piano Fischer hier vor kurzem seine Niederlassung geschlossen und ein Vakuum hinterlassen.
 
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  • #34
@butterkeks
Gute Entscheidung.
Der Unterschied mit Resonanzboden ist auf alle Fälle spürbar , gegenüber dem 701.
Nur der neue Klang Compétition Grand gefällt mir persönlich gar nicht.
Der Ex-Concert Grand ist mein Favorit.
 
  • #35
In der Nähe steht ein Yamaha U10 gebraucht zum Verkauf von privat, mit eingebautem SIlent System.
Das Klavier ist Ende 80er, angeblich Top-Zustand.
Während man das Klavier ja mechanisch und klanglich prüfen kann (soweit von einem Laien möglich), geht das beim Silent System nicht wirklich. Wie anfällig und reparabel sind denn diese alten Systeme? Taugen die was im Vergleich zu neuen Systemen? Gibts überhaupt noch Ersatzteile oder müsste sowas komplett gegen ein modernes Silent System ersetzt werden wenn da was kaputt geht?
 
  • #36
Eine kurze Google-Suche ergab, dass (bitte korrigiert mich, wenn ich mich irre) Yamaha erst ab 1993 erste Modelle mit Silent herausbrachte. Das würde bedeuten, bei dem Klavier, das du im Auge hast, wird es irgendwann nachgerüstet worden sein, die Frage wäre dann, wann es nachträglich eingebaut wurde.
 
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  • #37
Die Ersatzteilversorgung ist das Kernproblem. Kaputtgehen kann immer etwas und Neuteile werden nur beschränkte Zeit vorgehalten. Diese müssten ja — um neu zu sein — auch irgendwann mal frisch nachproduziert werden, das wird außer bei Massenartikeln wie zB beim PKW nicht gemacht.

Beim akustischen Instrument kann man hingegen doch so gut wie alles irgendwie flicken.

Ein so altes Silentsystem würde ich auch gar nicht haben wollen, da hat sich doch sehr viel getan.
 
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  • #38
In der Nähe steht ein Yamaha U10 gebraucht zum Verkauf von privat, mit eingebautem SIlent System.
Das Klavier ist Ende 80er, angeblich Top-Zustand.
Während man das Klavier ja mechanisch und klanglich prüfen kann (soweit von einem Laien möglich), geht das beim Silent System nicht wirklich. Wie anfällig und reparabel sind denn diese alten Systeme? Taugen die was im Vergleich zu neuen Systemen? Gibts überhaupt noch Ersatzteile oder müsste sowas komplett gegen ein modernes Silent System ersetzt werden wenn da was kaputt geht?
Ein U10 gab es in Deutschland offiziell nie im Verkauf und das Silent-System ist bestimmt auch kein original Yamaha-System das man updaten könnte.
 
  • #39
Ein U10 gab es in Deutschland offiziell nie im Verkauf und das Silent-System ist bestimmt auch kein original Yamaha-System das man updaten könnte.
Ich bekomme vom Verkäufer leider nicht mehr Infos. Ist seit 6 Jahren im Besitz und sie haben es so gekauft.
Es ist ein "U10BI". Für mehr Infos müsste ich hinfahren und mir anschauen.
 
  • #40
Ich bekomme vom Verkäufer leider nicht mehr Infos. Ist seit 6 Jahren im Besitz und sie haben es so gekauft.
Es ist ein "U10BI". Für mehr Infos müsste ich hinfahren und mir anschauen.
Dabei dürfte es sich um dieses hier handeln:


Das Silentsystem ist vermutlich ein Genio oder Feurich.
 

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