Fünftonraum?

Flageolett

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Nun, das Wort ist ja eigentlich selbsterklärend, ich habs allerdings grad zum ersten Mal irgendwo hier im Forum gehört- pardon, gelesen.
Da hieß es, am Anfang sei das Spielen im fünftonraum über längere Zeit normal.
Stimmt das wirklich, auch für Klavieranfänger mit Vorerfahrung? Mein erstes Stückchen, das mein KL mir angedreht hat, war ein 16taktiges "Frühlingslied" in C-Dur, in der linken gebrochene Akkorde Tonumfang G- d´, in der rechten Hand g´-g´´. Ich hab etwa drei Wochen daran herumgetüftelt, bis ich auch mit der Dynamik usw. fürs erste zufrieden war... für mich war es ganz richtig so, denke ich.
Bleibt man im Fünftonraum denn dann erstmal auf den weißen Tasten, oder wie sieht das so aus? Ich nehme mal an, es geht um einen Ton pro Finger, Rh und LH, da wären wir doch aber schon bei max. 10 Tönen, nicht?
Gruß, flageolett
 
hasenbein

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"Normal" ist das Spielen im Fünftonraum über einen längeren Zeitraum durchaus, ja.

Aber deswegen noch lange nicht sinnvoll.

In gutem Klavierunterricht wird zwar der Fünftonraum auch zur Anwendung gebracht, aber es werden (nach Gehör) auch schon Lieder gespielt, die einen "freien" Tonraum haben. Und auch nicht nur mit den weißen Tasten, sondern von Anfang an auch mit den schwarzen.

Dein Stück war auf jeden Fall schon mal NICHT Fünftonraum; Fünftonraum bedeutet nämlich: fünf schrittweise nebeneinander liegende Tasten, z.B. C-D-E-F-G oder auch so was wie D-E-Fis-G-A werden ausschließlich benutzt, so daß jeder Finger genau eine Taste zugeordnet bekommt, die Hand sich nicht nach links oder rechts bewegt und kein Daumenuntersatz bzw. Handübersatz erforderlich ist.

LG,
Hasenbein
 
Flageolett

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Aha, danke Hasenbein.
Danke Fünftonraumgeschichte klingt für mich ziemlich langweilig. Aber für absolute beginners kann ich den Sinn schon nachvollziehen. Es ergeben sich so ja schnell erste Erfolge, oder? Wieso hältst du es nicht oder nicht unbedingt für sinnvoll?
 
P

PianoPuppy

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Aha, danke Hasenbein.
Danke Fünftonraumgeschichte klingt für mich ziemlich langweilig. Aber für absolute beginners kann ich den Sinn schon nachvollziehen. Es ergeben sich so ja schnell erste Erfolge, oder? Wieso hältst du es nicht oder nicht unbedingt für sinnvoll?
Also Bartóks Mikrokosmos ist weder langweilig noch lassen sich damit "schnelle" erste Erfolge erzielen. :D:D:D
 
Flageolett

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Den Mikrokosmos kenn ich nicht, aber ich werd allmählich neugierig, denn hier wird ja eine Menge davon erzählt.
Gruß, flageolett
 
NewOldie

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Den Mikrokosmos kenn ich nicht, aber ich werd allmählich neugierig, denn hier wird ja eine Menge davon erzählt.
Gruß, flageolett
Hallo Flageolett,

die Anschaffung lohnt sich.
Du musst nur lernen, genau hinzuhören.
Obwohl im 5-Fingerraum, testet er in den ersten Stücken schon Dur/Moll, lokrische und phrygische Skalen an. (Die erweiterten Tetrachorde..) Da gibt es immer wieder Neues zu entdecken.
Das ist eine grandiose impressionistische Essenz auf kleinstem (Ton)Raum.


Béla Bartók - Mikrokosmos, Volume I, 1-17 - YouTube

Lieber Gruß, NewOldie
 
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Flageolett

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Ich hab gerade mal online unsere Bücherei durchsucht, der Mikrokosmos ist ausleihbar in der Zentralbibliothek. Wie ärgerlich, dass ich dort gestern erst zwei Stunden verbracht hab auf der Suche nach Noten und Literatur über Kirchenmusik. Fast wäre ich noch länger geblieben, der Flügel dort war frei...Ich hab mal die ersten Bände reserviert. Und den Flügel werde ich Montag mal dazu buchen, das geht leider nicht per Internet.
Schönen Sonntag, flageolett
 
A

adatschio

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ob das soviel sinn macht?

besser wär man geht früh genug die ganze tastenpalette durch und sucht sich selber fünf vier oder drei töne raus und improvisiert damit ein bisschen.
das hat den vorteil dass man dadurch gleich das transponieren übt wenn man mal über melodien stolpert.
 
Flageolett

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Hallo pianopuppy,
also, die Sachen von Hindemith sind irgendwie nicht meins, Strawinsky schon eher.
Aber eigentlich möchte ich mir nur nebenbei den Mikrokosmos anschauen, mein KL deckt mich zur Genüge mit anderem Zeugs ein... und mich reizt zur Zeit v.a. Bach. Ich übe gerade eine einfache:rolleyes:Fughette. da fehlen mir im Moment ein paar Gehirnwindungen; wenn in einer Hand grad mal über drei Takte Sechzehntel dran sind, bleibt in der anderen das Thema auf der Strecke. *seufz Ich kanns einfach nicht ab, wenn ich mich so blöd anstelle. Ich übe es ja auch erst drei Wochen....
 

P

PianoPuppy

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Hallo pianopuppy,
also, die Sachen von Hindemith sind irgendwie nicht meins, Strawinsky schon eher.
Aber eigentlich möchte ich mir nur nebenbei den Mikrokosmos anschauen, mein KL deckt mich zur Genüge mit anderem Zeugs ein... und mich reizt zur Zeit v.a. Bach. Ich übe gerade eine einfache:rolleyes:Fughette. da fehlen mir im Moment ein paar Gehirnwindungen; wenn in einer Hand grad mal über drei Takte Sechzehntel dran sind, bleibt in der anderen das Thema auf der Strecke. *seufz Ich kanns einfach nicht ab, wenn ich mich so blöd anstelle. Ich übe es ja auch erst drei Wochen....
Hallo Flageolett,

Ich wollte ja nur noch mal untermauern, daß es im Fünftonraum durchaus interessante und musikalisch hochwertige Sachen gibt. ;) Der MK bereitet übrigens prächtig auf zweistimmiges Spiel und vor allem auch auf Kanon vor - bis jetzt ist mir auf meinem spieltechnischen Niveau noch nichts Barockes untergekommen, was auch nur annähernd so kniffelig ist, wie die kleinen Stückerln im MK.

Viel Spaß mit der Fughette! :D Welche ist es denn eigentlich?

LG, PP
 
Flageolett

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BWV 961 Fughetta in c-moll. Technisch bereitet mir nur Takt 24 Schwierigkeiten, in der RH von c zu es fällt mir schwer.
Mein größeres Problem ist, dass ich weiß, wie ichs gern spielen würde, aber eben ( noch ) nicht dahin komme, es so klingen zu lassen. Aber das wird schon, mich treibt ja nur mein eigener Ehrgeiz.
 
G

Gomez de Riquet

Guest
die Sachen von Hindemith sind irgendwie nicht meins
Nu - sind ja auch dem Hindemith seine.

Ansonsten kann man noch empfehlen:

Carl Nielsen: Kavermusik for Smaa og Store op.53,

besser bekannt als: Piano Music for Young and Old,

in zwei Heften bei Wilhelm Hansen erschienen,
eine Art "Wohltemperiertes Klavier" im Fünftonraum,
kleine Stücke in allen Dur- und Molltonarten.
 
Flageolett

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Danke Gomez,
ich habe mir Deine und die anderen Tipps mal aufgeschrieben. Band 3 vom Mikrokosmos habe ich mir ausgeliehen, aber bisher nur kurz reingeschaut. Die wenigen Sachen, die ich angespielt habe, fand ich eher leicht. Im Moment bin ich aber genügend eingedeckt von meinem KL. Wenn ich da bis nächste Woche was Vorzeigbares geschafft haben möchte, muss ich mich ein bisschen ranhalten....
Gruß, flageolett
 
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