Flügel oder Stage Piano??

Odi

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Flügel oder Stage Piano??:confused:

Übermorgn hab ich, oder besser wir (mit Band) ein ziemlich großes Konzert im Gemeindesaal. Das Probem ist, dass ich mir nicht sicher bin ob es besser ist mit Stage Piano, wegen der Klangkontrolle, oder Flügel wegen der Authenzität und Optik, zu spieln und zu begleiten. Ist es in diesem Fall sinvoller auf die Kontrolle Wert zu legen?

Ich hatte nämlich manchmal das gefühl dass sich akkustische Klaviere nicht so gut mit Gitarre und Schlagzeug ect decken, nur gefällt mir der richtige Klavierklang um Welten besser, was ja verständlich ist.
Weil ich auf diesem Gebiet aber nicht so erfahren bin hab ich einfach einmal ein Thema eröffnet.

Beim Flügel handelt es sich um einen der Marke YAMAHA mit schätzungsweise 170-200cm Länge. Das weiß ich nicht so genau.
Digatale Alternative wäre ein RD 700 von ROLAND. (Was haltet ihr davon?)

mfg Odi:D
 
Mindenblues

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Vielleicht ist die Technik heute besser bzgl. Feedback-Killer, aber ich erinnere mich mit Schrecken an lange zurückliegende Band-Auftritte, bei denen ich einfach den Flügel nicht laut genug verstärken konnte, um gegen den Radau der restlichen elektrifizierten Band ankommen zu können. Es gab Mikrofon-Rückkopplungen ohne Ende. Es hatte auch nichts geholfen, das Mikro in den Flügel zu legen und den Deckel zuzuklappen - im Gegenteil. Vielleicht mal testen, ob man das Mikro für die Abnahme unter dem Flügel plazieren kann, mit Richtung auf den Resonanzboden (weil der Klang auch stark nach unten abgestrahlt wird beim Flügel).

Oftmals kommt das Klavier bei einer Rockband besser durch, wenn der Klang etwas spitzer ist, was bei vielen Stage-Pianos der Fall ist oder zumindest einstellbar ist. Obwohl ich ein absoluter Verteidiger von akustischen Klavieren bin, würde ich wahrscheinlich in diesem Rahmen eher ein Stagepiano wählen aufgrund der Unwägbarkeiten bzgl. Rückkopplung und guter Tonabnahme.

Allerdings liegen meine paar Erfahrungen damit 30 Jahre zurück ...
 
Odi

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So laut spielen wir ja nicht. Es ist eher Klavierdominierte Musik. Das mit dem Mikrophon unter dem Flügel wer ich aber probiern.
 
Odi

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jetz haben wir beides genommen...
 
Guendola

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Wenn Gitarre oder Bass andere Instrumente zumatschen, muß man die Klangregelung benutzen. Es gibt eine simple Regel, die besagt, daß jedes Instrument seinen eigenen Klangbereich haben soll, wenn man Transparenz wünscht. Ob man da jetzt Stage Piano oder Flügel nimmt ist völlig egal.
 
mad83

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Wenn Gitarre oder Bass andere Instrumente zumatschen, muß man die Klangregelung benutzen. Es gibt eine simple Regel, die besagt, daß jedes Instrument seinen eigenen Klangbereich haben soll, wenn man Transparenz wünscht. Ob man da jetzt Stage Piano oder Flügel nimmt ist völlig egal.
In dem Fall hier ist glaube ich das Schlagzeug problematisch, da man es als einziges Instrument nicht leiser machen kann. Deswegen ist ein Stage Piano etwas flexibler, als ein Flügel, den man (vielleicht auch nur minimal) unter Umständen verstärken müsste.

Aber prinzipiell stimmt auf jeden Fall: nicht die Lautstärke, sondern das Verhältnis der Frequenzbereiche (weniger ist oft mehr) sorgt für Durchsetzungsvermögen... aber sag das mal einem Gitarristen ;)
 
Guendola

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... aber sag das mal einem Gitarristen ;)
Faule Ausrede! Man kann mit jedem halbwegs engagierten Gitarristen über sowas reden. Wenn man über einen gemeinsamen Klang nicht reden kann, dann taugt die Gruppe nichts, das liegt nicht an einem einzelnen Musiker.

Schlagzeuge kann man übrigens stimmen und dämpfen. Für das dämpfen gibt es zum einen eingebaute Dämpfer und zum anderen Tempos und Gaffa-Tape.

Und das sind alles "Profi-Tipps" à la Computerbild, also völlig simple Dinge, die jeder Amateur wissen sollte.
 
Mindenblues

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Es gibt eine simple Regel, die besagt, daß jedes Instrument seinen eigenen Klangbereich haben soll, wenn man Transparenz wünscht. Ob man da jetzt Stage Piano oder Flügel nimmt ist völlig egal.
Bei einem Flügel funktioniert das erstens nur dann, wenn der meiste Anteil der Lautstärke über die Mikroabnahme kommt. Und zweitens kann man z.B. aus einem eher weicheren, oder sogar dumpfen Flügel-Originalklang auch nur schwer einen spitzeren Klang bekommen (wie er in einer Bandsituation typischerweise gebraucht wird). so wie es hier dargestellt wurde, muss wohl nur wenig, wenn überhaupt, verstärkt werden.


Schlagzeuge kann man übrigens stimmen und dämpfen. Für das dämpfen gibt es zum einen eingebaute Dämpfer und zum anderen Tempos und Gaffa-Tape.
Toms, Basedrum, Snare kann man zwar dämpfen, aber dadurch wird vor allem die Nachschwingzeit des Klanges geändert. Zweitrangig wird es auch leiser, stimmt, aber vor allem ändert sich das Ausschwingverhalten, der Klang. Und was Becken und Hi-Hat angeht, wie kann man die überhaupt leiser machen kann, ohne das gewünschte Klangspektrum zu verändern? Klar kann man den Drummer bitten, leise zu spielen, das geht aber auch nur in Grenzen. Wirkungsvoll ist eine Plexiglaskabine für den Drummer, aber wer hat die schon.
Mein Sohn übt zu Hause Schlagzeug, von daher kenne ich die Problematik etwas :rolleyes:
 
Guendola

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Bei einem Flügel funktioniert das erstens nur dann, wenn der meiste Anteil der Lautstärke über die Mikroabnahme kommt.
Deswegen muß man ja an den anderen Instrumenten etwas ändern.



Toms, Basedrum, Snare kann man zwar dämpfen, aber dadurch wird vor allem die Nachschwingzeit des Klanges geändert. Zweitrangig wird es auch leiser, stimmt, aber vor allem ändert sich das Ausschwingverhalten, der Klang. Und was Becken und Hi-Hat angeht, wie kann man die überhaupt leiser machen kann, ohne das gewünschte Klangspektrum zu verändern?
Das Klangspektrum soll ja so verändert werden, daß auch der Flügel zur Geltung kommt.

Es gibt tatsächlich Leute die sagen "mein Instrument muß so klingen und nicht anders", was auch solo völlig legitim ist. Aber wenn man mit mehreren zusammenspielt, muß man einen gemeinsamen Klang finden und ein Flügel ist da der schlechteste Kandidat um etwas zu ändern. Aber deswegen muß man nicht gleich auf ein Stagepiano wechseln.
 
 

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