Fingerübungen?

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Tastenfreund

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Hallo Freunde...
Ich habe seit etwa 4 Wochen einen eigenen Schüler. Ist ein sehr netter Junge. Übt immer fleißig und hat Spaß am Klavier spielen.:)
Nun möchte ich ihm neben den Stücken auch kleine Fingerübungen mit auf den Weg geben.
Habt ihr ein paar Ideen für Übungen die man auch mal praktizieren kann, wenn gerade keine Klavier zur Verfügung steht.
Ich danke euch...:p
 
killmymatrix

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Ich zitiere mal aus meinem Beitrag hier

Du kannst versuchen, wirklich langsam und gezielt einzelne Finger zu bewegen. Du legst einfach alle fünf Finger auf die Tasten und entspannst völlig (ruhig eine flache Fingerhaltung). Dann arbeitest du dich durch die einzelnen Finger - jeden Fingern langsam, entspannt, kontrolliert nach unten bewegen, so langsam, dass der Reflex (?), die anderen Finger mitzubewegen, nicht auftritt. Es geht auch nicht darum, überhaupt einen Ton zu erzeugen - anfangs wird die Bewegung bei manchen Fingern tatsächlich so langsam sein, dass kein Ton kommt. Es geht nur darum, die Kontrolle über den Finger zu spüren und auszubauen.

Ebenfalls nützlich finde ich die Chang-Übung, alle 5 Finger (CDEFG) herunterzudrücken. Anschließend spielt nur ein einzelner Finger seinen Ton mehrfach wiederholt (also quasi wie oben, nur dass die anderen Finger bereits unten liegen und nicht hochgehen sollen, also auch hier so entspannt, dass kein Reflex auftritt).

Zudem (irgendwo steht das auch beim Chang) gibt's noch die Möglichkeit, die Hand flach auf den Tisch zu legen (muss nicht am Klavier sein) und jeden Fingern einzeln so hoch wie möglich (es darft nicht weh tun oder so!) zu heben und anschließend wieder zu senken. Wie hier im Youtube-Video. Letztendlich ist das wohl eine reine Muskel-Übung, aber ich schätze mal, dass es bei mir auch geholfen hat, denn irgendwo müssen ja vernünftige Muskeln vorhanden sein, um sie zu kontrollieren (wobei letzteres wieder eine Gehirn-Sache ist). Wie gesagt, ich denke, mir hat es geholfen.

Was die Entspannung der Finger angeht kenne ich noch eine Übung aus den Klavierübungen von Peter Feuchtwanger: Alle Finger flach auf die Tasten legen und völlig entspannen lassen. Die andere Hand spielt nun die Tasten unter den Fingern, während die ruhende Hand automatisch mitgehen sollte. Ohne jegliche Muskelaktivität der ruhenden Hand sollte die Taste wieder nach oben wandern - dann sind die Finger wirklich entspannt.

Bis auf die Feuchtwanger-Übung sollte man die Übungen auch auf die Arbeit ohne Klavier übertragen können. Einfach entspannt einzelne Finger bewegen und somit die bewusste Kontrolle darüber aufbauen -> Fingerunabhängigkeit.
 
fisherman

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folgende beidhändige fingerübung ist bei mir z.zt. standard (über alle tonarten als triolen gespielt):

RH: 123 - 234 - 345 - 432 - 543 - 432 - 321 - 232 :
LH: 543 - 432 - 321 - 234 - 123 - 234 - 345 - 434 :

ad infinitum!... :D
sollte auch auf einer tischplatte funktionieren.
 
ubik

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Hanon würde ich dir empfehlen. Allerdings weiß ich nicht, wie alt dein Schüler ist. Bei ganz jungen Schülern sind die Übungen noch zu schwer.
 
killmymatrix

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Vor allem muss man bei Hanon eben aufpassen, nicht endlos stupide zu wiederholen, sondern jederzeit konzentriert und aufmerksam zu spielen. Schließlich möchte man ja seine musikalische Gestaltungskraft entwickeln und nicht nur selbstlaufende Finger.

Wieso sind die Übungen für junge Kinder zu schwer? Das hängt doch eher mit dem Fortschritt zusammen, oder?
 
ubik

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Vor allem muss man bei Hanon eben aufpassen, nicht endlos stupide zu wiederholen, sondern jederzeit konzentriert und aufmerksam zu spielen. Schließlich möchte man ja seine musikalische Gestaltungskraft entwickeln und nicht nur selbstlaufende Finger.

Eigentlich sehe ich das als weniger wichtig bei den Hanonübungen. Wichtiger ist, dass beide Hände zusammenbleiben und man echte Sechszehntel mit möglichst gleichem Anschlag spielt. Diese Übungen sind ja eher für die Beweglichkeit der Finger zuständig. Aber musikalisch gestalten kann man sie ja trotzdem, solange man auf die anderen Aspekte (Zusammenspiel der Hände und echte Sechszehntel) achtet, die ja viel wichtiger sind.

Wieso sind die Übungen für junge Kinder zu schwer? Das hängt doch eher mit dem Fortschritt zusammen, oder?

Ja, auch. Ich weiß nicht, aber ich glaub nicht, dass ein 10-jähriger Schüler die Übungen mit dem Tempo Viertel = 120 sauber spielen kann. Das bezweifle ich.
 
T

Tastenfuchs

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Hallo Tastenfreund,

ich bin im Moment auch noch Anfänger und trainiere mich fliessig in Finger übungen um wieder etwas Geschmeidigkeit/Kontrolle in die Hände zu bekommen.

Ich benutze hierfür mit wachsender Begeisterung:
Fingerkraft Vorstufe von John W. Schaum.

Das sind imer recht knackig kurze Übungen, recht abwechslungsreich und man kann in 10 Minuten schon einiges machen.

Für den fortgeschritteneren SChüler gibt es auch noch weitere Hefte.
Das Heft geht mit langsamen Übungen erst 2finger, dann 3,4,5 über intervall Wechels, Laufwechsel,... und immer rechte und linke hand mal abwechselnd oder später auch zusammen.

Ich benutze sie immer morgens bevor ich zur Arbeit fahre.



http://www.amazon.de/Fingerkraft-Vo...bs_sr_4?ie=UTF8&s=books&qid=1208243237&sr=8-4


Viele Grüße

TastenFuchs.


p.s. Ich hoffe, wir kommen nicht durcheinander wegen den Tasten Füchsen und Freunden :D.
 
 

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