Fingersatz Alberti-Bass Mozart Sonate KV 310

S

speedy71

Dabei seit
19. Nov. 2014
Beiträge
38
Reaktionen
13
Hi Leute,

mit welchem Fingersatz spielt ihr den Alberti-Bass in der A-Moll Mozart-Sonate KV 310, in der Überleitung nach dem Hauptthema, Takt 16ff?

ich meine die oberen Noten, in der Peters-Ausgabe in IMSLP steht nur die 1 beim Es: http://imslp.org/wiki/Special:ImagefromIndex/70206

Von C-Es auf D-F jeweils mit 2-1 / 2-1 ist fies, weil man mit 2 über das Des steigen müsste.
Wenn man 3-1 / 2-1 spielt ist es trotzdem schwer, die Lautstärke im schnellen Spiel zu kontrollieren, da es schon ein deutlicher Griff-Wechsel von schwarz auf weiß ist.

Intuitiv ergibt sich für mich eher C-Es auf D-F mit 3-2 / 2-1, scheint mir aber eher arg unkonventionell, obwohl es sich anfangs so recht gut spielt. Die Schwierigkeit hier ist es, gleichmäßig+schnell zu spielen.

Es gibt auf Youtube leider kaum Material, wo man Pianisten auf die linke Hand schauen kann :-(

Eure Meinung, was steht in andren Ausgaben für ein Fingersatz?

Grüße Speedy
 
rolf

rolf

Dabei seit
18. Feb. 2008
Beiträge
28.120
Reaktionen
18.258
meinst du diesen Takt?
KV310.png

das ist ein G-Dur Dreiklang - 5-1-3-1
und ein c-Moll Quartsextakkord - 5-1-2-1
einfach so spielen, wie man die Akkorde am bequemsten greifen würde
 
S

speedy71

Dabei seit
19. Nov. 2014
Beiträge
38
Reaktionen
13
genau den mein ich..
Mich stört aber die 1 beim C-Moll, da man hinterher den "G7", also D-F, nur unbequem erreicht.
Vor allem ist 5-1-2-1 sehr unbequem, weil man mit 2 über das Des "steigen" muss. 5-1-3-1 wär ein wenig besser.

Hab eben bei Youtube Sviatoslav Richter gesehen wie er das Es immer mit 2 spielt.
Also C-Moll mit 5-2-3-2 und dann den G7 mit 5-1-2-1

Kann man das machen? ist für mich viel bequemer so
 
Steinbock44

Steinbock44

Dabei seit
15. Sep. 2013
Beiträge
1.725
Reaktionen
1.137
Ein Akkord für sich isoliert bequem greifen ist nicht immer ideal, wenn man die nachfolgenden Akkorde, Noten, Läufe nicht beachtet bzw. nicht einbezieht.
 
S

speedy71

Dabei seit
19. Nov. 2014
Beiträge
38
Reaktionen
13
Ein Akkord für sich isoliert bequem greifen ist nicht immer ideal, wenn man die nachfolgenden Akkorde, Noten, Läufe nicht beachtet bzw. nicht einbezieht.
natürlich,
aber genau darum gehts mir hier ja! der "Lauf" der linken Hand soll ja schnell und vor allem sehr gleichmäßig sein, und es geht gerade um den Fingersatz beim Wechsel der Akkorde. Wenn der Wechsel unbequem ist, wirkt sich das auf die Gleichmäßigkeit aus.
 
rolf

rolf

Dabei seit
18. Feb. 2008
Beiträge
28.120
Reaktionen
18.258
Ein Akkord für sich isoliert bequem greifen ist nicht immer ideal, wenn man die nachfolgenden Akkorde, Noten, Läufe nicht beachtet bzw. nicht einbezieht.
das ist nicht so, denn ein bequemer Akkord bleibt immer bequem, egal was danach kommt - zudem hat man immer genügend Zeit für Griffwechsel bzw. deren (gedankliche) Vorbereitung.

@speedy71
klar geht auch 5-2-3-2 für Albertifiguren -- wenn man Albertifiguren blitzschnell schon ausführen kann (!)
Fingersätze für Dreiklangbrechungen sollten eigentlich schon bekannt sein, wenn man diese schwierige (!) Sonate spielt (ghd 531 hdg 531 dgh 521 sowie cesg 531 esgc 531 cges 521)
 
Steinbock44

Steinbock44

Dabei seit
15. Sep. 2013
Beiträge
1.725
Reaktionen
1.137
Einverstanden, nur manchmal muss man ein Dreiklang halten und dann mit den restlichen Fingern weitermachen. Da ist u.U. die bequeme Akkord-Grundstellung im Weg. Dies bezieht sich nicht auf das hier einfache Beispiel.
 
Zuletzt bearbeitet:
rolf

rolf

Dabei seit
18. Feb. 2008
Beiträge
28.120
Reaktionen
18.258
Einverstanden, nur manchmal muss man ein Dreiklang halten und dann mit den restlichen Fingern weitermachen.
in diesem Fall besteht der Griff (statisch oder in Bewegung) allerdings nicht allein aus dem Dreiklang, das ist also was anderes.
___________________

hier geht es um die simple Dreiklangfolge ghd - gces - gdf (jeweils als Albertifigur), also G-c-G7
- 5323-5323-5121 ist für sehr trainierte Hände ok (der 2. ersetzt den 1. in der Spielfigur, das muss man können)
- ansonsten 5121 für alle drei (was hier das angebliche Problem des 2.Fingers betrifft, so ist zu bemerken, dass a) eine schwarze Taste keine unüberwindliche chinesische Mauer ist und dass b) zum präzisen greifen auch das treffen zwischen schwarzen Tasten zählt!

(wenn allerdings an dieser spieltechnisch völlig harmlosen Stelle schon Probleme auftauchen, dann möchte ich nicht wissen, wie das mit dem Kopfsatz weiter gehen soll...)
 
A

ag2410

Guest
Hallo!

Kann man das machen? ist für mich viel bequemer so

Natürlich kann "man" das so machen, wenn es bequemer ist, aber nicht auf Kosten des Spiel-Tempos geht.

Ich spiele es so:
G-Dur 5131 - C-Moll 5121 - G7 5121

Wir treffen uns hier wieder, wenn der Teil in E-Dur, A-Moll und E7 wiederholt wird. Wobei es bis dahin noch ein, zwei (hust) knifflige Stellen gibt...
;-)

LG Antje
 
S

speedy71

Dabei seit
19. Nov. 2014
Beiträge
38
Reaktionen
13
(wenn allerdings an dieser spieltechnisch völlig harmlosen Stelle schon Probleme auftauchen, dann möchte ich nicht wissen, wie das mit dem Kopfsatz weiter gehen soll...)

Hallo Rolf,

ich bin grad mal am 2. Tag an dem Stück ;-) ein Problem ist die Stelle nicht, nur will ich mir nichts falsches angewöhnen, und hab deshalb mal in die Runde gefragt, welcher Fingersatz im allgemeinen gespielt wird, da für mich intuitiv die 5232 am besten "läuft", aber eine 1 im Text steht...

Bin selbst gespannt, wie es weiter geht, da mir bewusst ist, dass es ein schwieriges Stück ist. Ich werde auch die nötige Sorgfalt walten lassen, meinen Piano-Coach seh ich aber erst wieder in 2 Wochen.

musikalische Grüße,
Speedy
 

C

cheitler

Dabei seit
13. Mai 2015
Beiträge
5
Reaktionen
2
Hi Speedy!
Vertraue Deiner Intuition (wenn Du so Riesenpranken wie Richter hast ;)
Die gedruckten FS sind oft gut, noch häufiger aber leider grottenschlecht...
 
 

Top Bottom