Fingersatz 2-5 verkrampft - StĂŒck wechseln? Op 39 no 15 Brahms

  • Ersteller Ersteller Pianessa
  • Erstellt am Erstellt am

  • #41
Ausschnitt im Bild. Presto...😇

Habs nochmal ausprobiert und interessanterweise festgestellt, daß ich links mehr Spannweite fĂŒr 24 gab als rechts. Trotzdem nicht genug fĂŒr eine Sexte.
 

AnhÀnge

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  • #43
Bevor ich da lange rumphilosophieren wĂŒrde, wĂŒrde ich einfach das untere Es weglassen. Bei presto hört den Unterschied kaum jemand.
 
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  • #44
Deutlich riskanter wÀre der Akkord fis a e gis mit 145, da braucht man das Daumengrundgelenk!
DafĂŒr ist mein Daumen nicht lang genug (keine Chance ... am Grundgelenk ist er zu massv, um nur eine Taste zu drĂŒcken).
Es gibt auf derTastatur nur zwei kleine Terzen, die ich mit dem Daumen alleine spielen könnte ... dis-fis und ais-cis.

Ich habe auch keinen "SĂ€beldaumen", aber meine Daumen sind mit Abstand die flexibelsten Finger an meinen HĂ€nden.

Scheinbar hing das Unbehagen ja auch an einem vorstehenden Daumengelenk ... und das kann ich gut verstehen. Wenn bei mir ein solcher Knöchel dann auf eine Taste treffen wĂŒrde, dann wĂŒrde ich das wohl auch lieber lassen.

Oder liegt das vielleicht an der TĂ€tigkeit als Bassist?
Der Daumen der Zupfhand eines slappenden Bassisten ist ja einiges gewöhnt.
 
  • #46
@DerOlf Das ist echt spannend, was du ĂŒber den Daumen beim Bassspielen sagst. Ich frage mich, ob du nicht durch das ganze Slappen eine Art "Knochenkallus" oder eine muskulĂ€re Steifheit entwickelt hast. Ein Kumpel von mir hatte genau das gleiche Problem: Er hat so viel an seinen Oktaven auf dem Bass gearbeitet, dass sein Daumen zwar extrem krĂ€ftig wurde, aber er diese feine seitliche MikromobilitĂ€t verloren hat, die man braucht, um am Klavier zwischen zwei Tasten zu gleiten. TatsĂ€chlich wird das Sattelgelenk durch die stĂ€ndige Belastung beim Bass extrem stabil, aber es "blockiert" dann ein bisschen, wenn es um die feine Dehnung fĂŒr einen gespannten Sept- oder Nonenakkord geht. Wenn man am Klavier einen etwas krĂ€ftigeren Daumen hat, bleibt man stĂ€ndig an den Kanten der schwarzen Tasten hĂ€ngen, das ist echt nervig fĂŒr die PrĂ€zision.
 
  • #47
@Gunther30
Ich spiele Bass in einer Band mit Stilrichtung Punk, Metal, Rock mit EinflĂŒssen aus Hip-Hop und Jazz (wurde mir gesagt ... ich tue mich schwer damit, unsere Musik stilistisch einzutĂŒten).
Slap/Pop-Techniken sind in dem Bereich nicht wirklich oft zu sehen ... also setze ich diese Techniken auch relativ sparsam ein ... ich wechsele zwischen Plektrumspiel und Fingerstyle ... und wenn ich die Fingerchen benutze, dann gibts passagenweise auch mal einige Pops und Slaps.

Ich setze mich auch nicht wochenlang zuhause hin, und ĂŒbe "meine Oktaven" mit Slap/Pop-Technik. Das ist nur eine unter vielen zu ĂŒbenden Techniken.
Meine Lieblingstechnik ist das auch nicht ... ich "laufe" lieber (normaler Fingerstyle mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger).

Mit der FlexibilitĂ€t meines rechten Daumens habe ich keine Probleme und ich bleibe damit auch nicht regelmĂ€ĂŸig an schwarzen Tasten hĂ€ngen.
Vielleicht liegts daran, dass der Bass erst recht spÀt dazu kam ... ich war erst Gitarrist, habe dann mit Klavier begonnen ... erst Jahre spÀter kamen die Viersaiter dazu (E-Bass und Cavaquinho).
 
  • #48
Spannend, was du zum Wechsel zwischen Plektrum und Fingerstyle sagst – das erklĂ€rt wahrscheinlich echt viel. Gerade wenn man spĂ€ter zum Klavier kommt, bringt man ja schon gewisse Bewegungsmuster mit, die dann entweder helfen oder eher „im Weg stehen“.

Was mir dazu noch einfĂ€llt: Es kann auch helfen, den Daumen bewusst mal „zu entkoppeln“, also gezielt Übungen zu machen, wo er nur locker aufliegt und gar nicht aktiv arbeitet. Viele verspannen sich nĂ€mlich genau dann, wenn sie versuchen, zu viel Kontrolle reinzubringen. Gerade bei solchen Stellen wie in Brahms, wo die Spreizung eh schon am Limit ist, macht ein minimal entspannterer Ansatz oft mehr aus als reines Dehnen.

Am Ende ist es irgendwie immer ein Zusammenspiel aus Technik, Gewohnheit und GefĂŒhl – ein bisschen wie bei solchen kleinen Abstimmungen im Alltag, wo es auch mehr auf Harmonie als auf Perfektion ankommt, Ă€hnlich wie bei Partner-ArmbĂ€ndern fĂŒr Paare.
 
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