Fingersatz 2-5 verkrampft - Stück wechseln? Op 39 no 15 Brahms

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Pianessa

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Hallo zusammen,
ich arbeite gerade an Brahms op. 39 Nr. 15. Meine Hand ist klein und dabei sehr verkrampft bei dem Fingersatz 2–5 in der rechten Hand. Das Stück sollte m. E. locker gespielt werden mit Fokus auf die Melodietöne. Die Finger sind maximal gespannt. Dadurch kommt die Verkrampfung. Die Sehnen schmerzen hinterher...
(Vorher habe ich Chopins Nocturne op. 20 cis-Moll gespielt. Eine Stelle mit dem Fingersatz 2-5 ging erst nicht und nach dem Üben etwas besser, aber bis heute nicht perfekt.)
Würdet ihr in so einem Fall das Stück von Brahms wechseln, einen anderen Fingersatz ausprobieren oder den Fingersatz beibehalten und darauf vertrauen, dass es mit der Zeit lockerer wird? Mein Lehrer sagte, die Abstände 2-5 (Sexten) sind wichtig, kommen häufig vor und müssen wir weiter üben. Ich würde gerne eure Meinung dazu hören.
Vielen Dank!
 

Die Sext mit 2 und 5 ist schon ganz praktisch. Aber erzwingen kann man es nicht. Schmerzen und Verkrampfung solltest du weder bei noch nach dem Üben haben. Ich würde sagen, immer wieder mal üben, aber sofort Pause machen, wenn es zur Verkrampung kommt. Mit Geduld wird das mit der Zeit wohl irgendwann funktionieren.

Wie geht es dir dann in Takt 14?
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(Anmerkung: Das Stück hat 4 b)

Dein KL sollte dir zeigen, wie du das Stück schmerzfrei spielen kannst, oder dir ein anderes geben.
 
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Sofort wechseln! Von der fetten As-Dur Variante nach A-Dur! Einfachere 2-händige Fassung von Brahms höchstselbst. Und natürlich FS 13 15! (Oder 14 15)
Oder Partner suchen und original vierhändig spielen!
 
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Einfach Chopins Sextenetüde als Vorübung für den Walzer einstudieren. Wenn die gut klappt, wird der Walzer keine Schwierigkeiten mehr machen. :-D
 
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Einfach Chopins Sextenetüde als Vorübung für den Walzer einstudieren. Wenn die gut klappt, wird der Walzer keine Schwierigkeiten mehr machen. :-D
Und wer die Doppelgriffe in der Amelie nicht hinkriegt, muss halt einfach erst Feux Follets gespielt haben 🤣
 
Wie geht es dir dann in Takt 14?
Bei mir kriegt der Daumen einfach die untersten zwei Töne, und der Rest ist dann kein Problem mehr.

Die Sexten mit 2-5 haben bei mir auch etwas Spannung, die aber danach gleich wieder weg ist.
Zum Glück muss man die ja nicht lange halten.

@Pianessa
Versuch doch die Bewegungen so langsam zu machen, dass du zwischen jedem Anschlag die Hand bewusst entspannen kannst (sozusagen "auf dem Weg zum nächsten Griff").
Und wer die Doppelgriffe in der Amelie
Autsch ... ich kann mich noch gut erinnern, als ich die entdeckt habe ... eigentlich seltsam, da man diese Stimme doch recht gut hört, wenn sie gespielt wird. Aber ohne ist es soo viel einfacher.
 
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  • #10
Bei mir kriegt der Daumen einfach die untersten zwei Töne, und der Rest ist dann kein Problem mehr.
Das ist schön für dich, aber hier geht es um die Hände von Pianessa. Auch mit Daumen auf 2 schwarzen Tasten (was mir persönlich nicht so gefällt) bleibt noch die Sext d-b mit 2 und 5, gleichzeitig die None as-b mit 1 und 5.
 
  • #11
Um den Bogen mal bisschen weiter zu spannen:
Op. 39 von Brahms existiert in 3 Fassungen, die alle von Brahms stammen:
Original 4-Händig
2-händig schwer
2-händig 'erleichtert'

Es wäre eine große Dissertation wert, diese Fassungen kompetent zu vergleichen!
 
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  • #12
Auch mit Daumen auf 2 schwarzen Tasten (was mir persönlich nicht so gefällt) bleibt noch die Sext d-b mit 2 und 5, gleichzeitig die None as-b mit 1 und 5.
Nimmt der Daumen nur das as, hast du mit 2-5 eine Oktave ... und das ist ganz sicher nicht einfacher, als eine kl. Sexte mit 2-5 zu greifen.
 
  • #13
Auch mit Daumen auf 2 schwarzen Tasten (was mir persönlich nicht so gefällt)
Das ist gängige Praxis und wird sehr oft gemacht. Ebenso wie Daumen auf zwei weißen Tasten oder Daumen auf schwarzer und weißer Taste (z.B. Rachmaninow op. 23/4). Ob dir das persönlich gefällt, war den Komponisten offensichtlich egal.
 
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  • #14
Ich kenne das konkrete Stück nicht, aber bei Handschmerzen/Sehnenschmerzen/Verkrampfungen bei kleinen Händen wegen Über-/Fehlbelastung bitte ich dich ganz vorsichtig zu sein! Dann lieber andere Sachen spielen.
Wenn es schon soweit ist, dass es weh tut, ist vorher schon viel falsches passiert. Das ist eigentlich nur die Spitze vom Eisberg. Der Körper schafft es falsche Bewegungen lange irgendwie anders auszugleichen, bis es dann nach längerer Zeit auch weh tut. Dann unbedingt damit aufhören und mit Geduld warten, bis es wieder ok ist.
Bitte pass da gut auf dich (und deine Hände) auf.
 
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  • #15
C-Dur Sextakkord mit 125, das dürfte selbst für die meisten 5-jährigen kein Problem sein! Ist vielleicht 235 gemeint?
 
  • #16
Bei der A-Dur Variante kann der Daumen leicht und entspannt von cis nach e gleiten! In As-Dur muss er von c nach es steigen, das ist wesentlich unhandlicher. Ob mit oder ohne Pedal!
 
  • #17
Ob dir das persönlich gefällt, war den Komponisten offensichtlich egal.
...weshalb so mancher Komponist auch dringend zum Gespräch gebeten werden sollte...
Daumen auf zwei Schwarzen geht bei mir auch gar nicht.
 
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  • #18
...weshalb so mancher Komponist auch dringend zum Gespräch gebeten werden sollte...
Daumen auf zwei Schwarzen geht bei mir auch gar nicht.
Zwei benachbarte schwarze Tasten mit dem Daumen zu greifen (selbst ais und cis wie im A-Dur Präludium von Chopin) ist doch so viel bequemer als die Kombination schwarze und weiße Taste... :denken:
 
  • #19
Nimmt der Daumen nur das as, hast du mit 2-5 eine Oktave ... und das ist ganz sicher nicht einfacher, als eine kl. Sexte mit 2-5 zu greifen.
Ja, mit meinen Postings gibt's bei dir öfter Missverständnisse...
Nein, ich schlage hier natürlich nicht jemandem vor, der Probleme mit einer 2-5 Sext hat, eine Oktave mit 2-5 zu greifen! Ich wollte nur ausdrücken, dass ich es unangenehm finde, mit dem Daumen zwei schwarze Tasten zu drücken und dass diese Stelle ZUSÄTZLICH zur Sext mit 2-5 noch andere Schwierigkeiten hat.
 
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  • #20
Ich wollte nur ausdrücken, dass ich es unangenehm finde, mit dem Daumen zwei schwarze Tasten zu drücken und dass diese Stelle ZUSÄTZLICH zur Sext mit 2-5 noch andere Schwierigkeiten hat.
Die gr. None als Spannweite ist mit kleinen Händen natürlich ganz allgemein problematisch bzw. einfach nicht angenehm zu greifen.
Dem Daumen dann zwei Töne eines solchen Akkordes zu geben, erleichtert die Sache aber ungemein (zumindest für mich ... ich finde das ja nicht unangenehm ... eigentlich sogar ganz natürlich).

Ich hatte fälschlich angenommen, du seiest der Meinung "5 Finger - 5 Töne ... da kriegt dann jeder Finger einen Ton". Schon die Vorstellung bereitete mir bei diesem Akkord Schmerzen ... aber so war es wohl nicht gemeint.

Wie würdest du diesen Akkord denn greifen?
 

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