Erard

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Destenay

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...dass das Update nicht untergehe:

Artikel über den Harfen- und Klavierbauer Sebastien Érard und seine überaus verdienstreiche Comp.

Auch wenn darin Wahrheiten stecken - scharfe Schwerter, wie wir lernen - , die nicht jedem in den Zwirn passen mögen. Wenn denn manchen - ohne dass sie es sagen - recht sei, wenn die Welt sonst ca. von ihnen dächte, sie hätten damals ...

("A long, long time ago... I can still remember how That music used to make me smile.") ...

...so ungefähr die Flügel wohl erfunden. Wenn sich dort nun liest, dass es doch ein winzig wenig anders war.

So ca. war's:

Christofori, Silbermann, Stein, Streicher, Bösendorfer, woanders Tschudi, Broadwood, Pleyel, Erard, dann (Steinway & Blüthner & Bechstein, Annus Mirabilis 1853).

Wer weniger kennt, kennt zuwenig.

Dann Yamaha, Kawai, Fazioli.

Hailun? Paulello?
O Gott! :shock: etwas schwer zu verstehen :rolleyes:, könntest du dies ausnahmsweise ins Französisch übersetzen ? :D
 
fisherman

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Nö, DAS glaub ich nicht - eher das Gegenteil. Wenn Elefanten kämpfen, versteckt sich das Mauswiesel.
 
fisherman

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Da könnte man schwach werden, Jörg. Willst Du nochmals sündigen?
 
agraffentoni

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Destenay

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der genannte Preis währe angemessen, wenn dies ein Erard grand queue währe. Ich gab die genannte Serien Nummer ein und flugs kam ein Kommentar von mir :-D den ich über diesen Flügel vor einigen Jahren in Frankreich aufgeschrieben hatte. Ja so was macht spass, lieber Flohmarkt -Händler :D einem professionellem währe so was nicht passiert.:rolleyes:
 
Destenay

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Richtig, Drahti...

Bei der Ebay-Sache stimmen mehrere Punkte nachdenklich...

Die Herstellnummer datiert in einen anderen Zeitraum, nicht wie angegeben die 1870er Jahre, sondern den von 1825 bis 1850.



Wenn man den Verlauf der Seriennummern innerhalb dieser mager dokumentierten 25 Jahre mal als linear annähme, dann käme man mit der in der Auktionsbeschreibung angegebenen Herstellungsnummer und linearer Interpolation auf ein Herstellungsjahr um 1841/42.... Just die hohe Zeit Chopins.

Ich sehe kein Foto von den Hämmern. Ein Erard (oder Pleyel) aus jener Zeit be- oder entwertet sich m.E. neben dem technischen zustand (Gehäuse, Mechanik, Dämpfung, Resonanzboden) mit der Originalität der Hämmer- und Saitenausrüstung.

Zu letzteren könnte man einen tiefen Griff in neuerdings wieder verfügbare frz. Ware tun. Aber was machte man im nachteiligen Falle mit den Hämmern...?..Wenn die nicht original sind, wie wollte man sie wiederbeschaffen?

Es gibt wen, Patrice Desfougeres, der behauptet, er könne das, aber a- stimmt es? b- was kostet es?

Auch sei einem klar, dass das Arbeiten an der Mechanik dieser Hammerflügel nicht zu vergleichen ist mit dem an moderneren Flügeln. Z.B. sind die Mechaniken weitenteils saitenfeld-weise geachst... Dh. ist in der Mitte eines Saitenfeldes irgendein Draht neu zu machen, dann räumt man einen Hammersatz von z.B. 17 Noten ab und macht in dem Feld alles neu.... ausreiben, passend langen Draht korrekter Dicke... alles wieder auffädeln...

Teils sind die Hämmerstiele als "Leitern" ausgeführt. Solche Hammer"stiele" sind nirgendwo zu beschaffen, Man muss sich solche Hammerstiele aus Holztafeln selber in Kleinteile schneiden und sich neue "Leiter"-Hammerstiele zusammenleimen. Oder war das nicht Erard, sondern Pleyel, bis 1842?

Das sind Arbeiten, die um eine oder zwei Größenordnungen länger dauern dürften als bei modernen Flügeln. D.h. braucht wer sonst zwei Tage für solche Arbeiten bei einem modernen Flügel, dann baut er an solchen alten Spielzeugen zwei Wochen? Ich weiß es nicht, aber man sollte das nicht unterschätzen, wenn da an der Mechanik etwas dran ist...

Das erklärt mir auch, was mal Destenay sagte, dass man alte (überarbeitungsbedürftige) Erard und Pleyel für kleine Talers bekommen könne. Nun, wohl, weil es kaum Leute gibt, die mit den erforderlichen Arbeiten und v.a. der Teilebeschaffung korrekt umgehen können...?...

Aber was rede ich - Theorie. Angelesenes. Ich habe diese sagenhaften Biester nur abgebildet und in Museen herumstehen gesehen. Ich würde selber schon unglaublich gern mal in tief einen solchen Hammerflügel hineinlugen..

Vielleicht will mich wer mal als Praktikant? :D
Zitat Wiedereinausteiger: " nicht wie angegeben die 1870er Jahre, sondern den von 1825 bis 1850. "

da hast Du dich getäuscht ! Der Flügel auf Ebay wurde um 1880 gebaut. Die Daten von Dir betreffen die französichen Erard 1825 bis 1850, der Angegebene ist ein Erard aus London, darum stimmen meine Daten. Die Angabe von dem Ebay Verkäufer ist diesbezüglich auch nicht korrekt.
 
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