Ein paar Anfängerfragen nach 4 Monates des Spiels

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Martin
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ich habe mich gerade im vorstellungsbereich vorgestellt. ich habe ein paar Fragen und würde mich sehr über Antworten freuen.

Nochmal kurz zu mir:

- 28 Jahre
- spiele seit 4 Monaten
- Unterricht einmal die Woche
- spiele auf digitalpiano mit gewichteten tasten

Fragen:

1. Auch wenn ich das Stück kenne und sogar ohne Noten spielen kann, verspiel ich mich noch oft, rutsche von der taste ab oder treffe die nachbartaste. das passiert ständig. gerade spiele ich amazing grace in
den vereinfachten noten aber schon mit vorzeichnung # und handpositionswechsel usw und es ist mir nicht möglich dass stück
fehlerfrei durchzuspielen. irgendwo mach ich jedesmal einen fehler.

3. Notenlesen. Ich spiele ein Stück mehr aus dem Handgedächtnis heraus als mit den Noten. Klar, wenn ich das Stück einübe, dann brauch ich die Noten ja. Aber ich könnte es nicht flüssig von Blatt spielen, sondern muss es Takt für Takt üben. bis es in den fingern ist, sodass ich die noten gar nicht mehr brauche. meine klavierlehrerin hat gesagt, das handgedächtnis sei nicht
gut in diesem falle. weil ich kann dann bspw. nicht mitten im stück anfangen
oder bspw. nur mal eben die linke hand spielen ohne die rechte. es ist wie ein automatismus dieses handgedächtnis und ich sollte stärker nach noten spielen und nicht nach handgefühl. nur gelingt mir dass nicht denn ...

4. ... ich habe immer noch probleme mit dem notenlesen. oftmals muss ich wirklich überlegen (gerade wenn es über die 1. Oktave hinausgeht ) bzw. über die "normale Oktave" (Eingestrichene Oktave??) ... dann muss ich gucken
welche Note dass dann ist. Zum Teil muss ich noch linie für Linie abzählen
um zu gucken, was das dann für eine note ist. Besonders im Bass Bereich.

5. Takt. Nachdem ich Anfangs große Propleme mit dem Takt hatte, klappt
es jetzt halbwegs. ich nutze das Metronom mit 90 BPM (schläge pro minute)
im 4/4 takt. Das ist recht langsam aber doch einfacher.
jetzt mal eine grundsätzlich Taktfrage: Habe ich den Takt irgendwann "im Gefühl", sodass man sich nicht mehr so darauf konzentrieren muss?


Ich spiele jetzt seit 4 Monaten. das ist natürlich nicht lange, gemessen daran, wie lange es beispielsweise in einer anderen Sprache braucht um sie fließend zu sprechen. wenn man bswp. Englisch lernt, dann kann man nach 4 Monaten gerade mal die Grundbegriffe und etwas Grammatik. leichtere gesrpäche führen.
ich habe jedoch das gefühl, dass ich schon seit 4 monaten spiele und irgendwie nicht so weiter komme. was konntet ihr nach vier monaten?
was ist normal nach vier Monaten zu können? Allerdings habe ich ja auch erst mit 27 Jahre angefangen und ich hatte keine vorbildung (Noten, Musiktheorie, etc).

ok, bis hierhin. was denkt ihr zu meinen fragen? dankeschön.
 
killmymatrix
killmymatrix
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1. Auch wenn ich das Stück kenne und sogar ohne Noten spielen kann, verspiel ich mich noch oft, rutsche von der taste ab oder treffe die nachbartaste. das passiert ständig. gerade spiele ich amazing grace in
den vereinfachten noten aber schon mit vorzeichnung # und handpositionswechsel usw und es ist mir nicht möglich dass stück
fehlerfrei durchzuspielen. irgendwo mach ich jedesmal einen fehler.

Dieses Gefühl für die Tasten entwickelt sich noch, keine Sorge! Ich merke das z.B. daran, dass meine rechte Hand wesentlich besser im Blattspiel agieren kann als meine linke, sie findet die Tasten besser, fühlt sich besser zurecht. Das entwickelt sich mit der Zeit.

3. Notenlesen. Ich spiele ein Stück mehr aus dem Handgedächtnis heraus als mit den Noten. Klar, wenn ich das Stück einübe, dann brauch ich die Noten ja. Aber ich könnte es nicht flüssig von Blatt spielen, sondern muss es Takt für Takt üben. bis es in den fingern ist, sodass ich die noten gar nicht mehr brauche. meine klavierlehrerin hat gesagt, das handgedächtnis sei nicht
gut in diesem falle. weil ich kann dann bspw. nicht mitten im stück anfangen
oder bspw. nur mal eben die linke hand spielen ohne die rechte. es ist wie ein automatismus dieses handgedächtnis und ich sollte stärker nach noten spielen und nicht nach handgefühl. nur gelingt mir dass nicht denn ...

Nun ja, es kommt immer auf die Lernmethode an. Wenn du in Abschnitten von z.B. 2-3 Takten übst und probierst, an jedem dieser Abschnitte einzusetzen (also Fingersatz und Startnoten auswendig lernen), dann sollte das schon einiges an Sicherheit bringen.

Zudem: Ganz nach dem Handgedächtnis wird wohl kaum einer spielen, eher nach dem Tastaturgedächtnis (also mit dem Wissen, welche Tasten zu spielen sind).

Das reine Spiel mit Noten ist allerdings kein Ersatz für ein HS (getrennte Hände, also jede Hand einzeln) auswendig gelerntes Stück. Mit den Noten kann man vermutlich eher irgendwo einsetzen, aber für jedes Stück die Noten dabei zu haben, dürfte mit der Zeit eher lästig sein. Das Blattspiel verbessert sich mit ein wenig Üben übrigens ebenfalls, keine Sorge.

4. ... ich habe immer noch probleme mit dem notenlesen. oftmals muss ich wirklich überlegen (gerade wenn es über die 1. Oktave hinausgeht ) bzw. über die "normale Oktave" (Eingestrichene Oktave??) ... dann muss ich gucken
welche Note dass dann ist. Zum Teil muss ich noch linie für Linie abzählen
um zu gucken, was das dann für eine note ist. Besonders im Bass Bereich.

Das kommt mit der Zeit. Ich denke vor allem Blattspiel ist da hilfreich, da man sich wirklich im Fluss befindet und lernen muss, in kurzer Zeit die Noten zu erkennen.

Zur Frage mit dem Takt können dir andere sicher mehr sagen. Aber vielleicht hilft dir mein Geschreibsel bereits ein wenig. ;)
 
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Martin2
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Mein Account ist gesperrt worden? Wieso dass denn? Ich habe doch
nun wirklich nichts gemacht? Ich habe lediglich kritisiert, dass die Admins
den Trollen soviel Freiraum geben. Ist das verboten?
 
Haydnspaß
Haydnspaß
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Die Admins sind jetzt wahrscheinlich von den ganzen Trollen (ich hab ja eher das Gefühl, da handelt es sich nur um ganz wenige Leute mit multipler Persönlichkeit) so verwirrt, daß sie schon die falschen sperren...:rolleyes:

Das wird sich aber sicher noch klären.
 
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Martin2
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Ok, der Admin hat sich bei mir für die fehlerhafte Löschung entschuldigt und die Sperre aufgehoben. Trotzdem bleibe ich jetzt bei diesem Namen Martin2, weil die 2 ein Mahnmal für willkürliche Löschaktionen sein soll ;)
 
Peter
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Bechsteinfan
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Martin, ich möchte mich im Namen des gesamten Teams ganz herzlich bei Dir entschuldigen. Ja, wir waren ein wenig überfordert und eine kleine falsche Einstellung des Forums hat Trollen geradezu die Tür offen gehalten. Du bist versehentlich im Fahndungsraster hängengeblieben.
Also nochmal sorry!
 
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Martin2
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macht ja nix. kommt vor. :-)
nur müsst ihr nun wirklich etwas gegen das problem tun.
bestätigungsmails sind ja schon gut, aber ob das hilft.
vielleicht wäre eine Anmeldesperre für eine Woche erstmal hilfreich.
 
Guendola
Guendola
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1. Auch wenn ich das Stück kenne und sogar ohne Noten spielen kann, verspiel ich mich noch oft, rutsche von der taste ab oder treffe die nachbartaste.

Spielst du nicht die Taste, die du spielen willst oder entscheidest du dich für die falsche Taste? Auf jeden Fall hilft es, das Stück mal von vorne an bis zum ersten Fehler zu spielen und dort halt zu machen. Dann die letzten beiden Takte (den mit Fehler und den davor) vier oder fünfmal fehlerfrei so langsam zu spielen, daß dich dabei auch tatsächlich sicher fühlst, dann vorsichtig schneller werden. 5-10 Minuten höchstens, je nach Konzentration, dann einen Vermerk mit Bleistift in die Noten, damit du es am nächsten Tag nochmal wiederholst.

Dann spielst du von da aus weiter, bis zum nächsten Fehler, gleiche Behandlung wie zuvor, bis du durch bist. Dann fängst du von vorne an, bis alles sitzt. Und am besten für ein paar Tage keine Experimente machen, spiel das Stück erst wieder ganz, wenn du alle Fehler bearbeitet hast. Das macht zwar nicht so viel Spaß, hilft aber enorm. Die Zeit, die du dabei einsparst, kannst du bestimmt auch anders verwenden.

3. Notenlesen. Ich spiele ein Stück mehr aus dem Handgedächtnis heraus als mit den Noten...
Du könntest dir mal ein älteres Stück vornehmen und es bewußt nach Noten spielen, bzw. die Noten nach der Musik mitlesen. Fang am besten hinten an, dann kommt es dir nicht so bekannt vor (also Taktweise vorwärts spielen, nicht alles rückwärts). Es ist gut, daß deine Lehrerin dich auf die Angelegenheit mit dem Fingergedäcnis hinweist, aber beim Klavier dauern Lernprozesse zum Teil recht lange, behalte es einfach im Hinterkopf. Versuche, in den Noten mitzulesen aber erlaube dir auch, auswendig zu spielen, damit du auch mal voll loslegen kannst. Beides ist wichtig.

4. ... ich habe immer noch probleme mit dem notenlesen. oftmals muss ich wirklich überlegen (gerade wenn es über die 1. Oktave hinausgeht ) bzw. über die "normale Oktave" (Eingestrichene Oktave??) ...
Das ist einfach Gewohnheitsache. Je mehr Stücke du spielst, wo diese Noten vorkommen, desto bekannter werden sie auch.

5. Habe ich den Takt irgendwann "im Gefühl", sodass man sich nicht mehr so darauf konzentrieren muss?
Ja, keine Sorge ;)

Den Vergleich mit Sprachen Lernen finde ich nicht schlecht. Klavier ist auch eine langfristige Angelegenheit. Da kann man nicht mal eben ein paar Akkorde lernen und dann eine Band gründen (naja, manche machen es trotzdem aber so klingt es dann auch).

PS: Räumt den Trollen nicht so viel Platz ein, die (der, die beiden???) verschwinden auch wieder!
 
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Melodicus
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Hallo Martin2,

falls es dich tröstet: ich bin genauso ein Anfänger, bei mir sind es jetzt ca. 6 Monate, und ich hatte (bzw. habe teilweise) genau die gleichen Probleme. Ich kann aber inzwischen meinen Vorrednern zustimmen: das gibt sich. Zumindest sehe ich schon jetzt, also nach doch recht kurzer Zeit, wie sich etwas ändert, manches besser wird, wie ich "sicherer" werde. Man muß wohl wirklich einfach weitermachen, und auch wenn's schwer fällt Geduld aufbringen, aber es wird!
Das Mitlesen Forum hat mir dabei schon viel geholfen. Neulich gab es mal einen Thread zum Thema "Üben", muß Anfang Februar oder so gewesen sein. Ich glaube, es war unter anderem Walter, der dort eine ganze Sammlung von Tipps und Zitaten von Pianisten aufgelistet hat. Fand ich super! Besonders das mit dem GAAAANZ langsam einüben hat mir sofort was gebracht.
Grüße
Melodicus
 
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andris_k.
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Hi, Martin :) Ich bin glaube ich genau in der Situation, wie du auch, finde ich lustig. Der einzige Unterschied ist, dass ich 24 bin :) Benutzt du auch die Heumannschule?

Ich spiele auch 4 Monate und kann dir meinerseits auch kleine Ratschläge geben:
1. Für Notenlesen kann ich die die Piano-Sight-Reading Serie von John Kember sehr empfehlen, ich finde das Buch gut und mach daraus auch häufig paar Übungen es hilft für das vom Blatt-Spielen und um sich die Notenlängen, Rythmen, Tonarten usw. einzuprägen.

2. Ansonsten versuch doch vllt. mal so wie ich Aufnahmen zu machen und bei youtube z.B. einzustellen. Auf der einen Seite motiviert es dich noch zusätzlich, auf der anderen Seite zwingt es dich dazu, die Stücke halbwegs komplett und fehlerfrei zu erarbeiten.
Hier habe ich z.B. die "Für Elise" eingestellt: http://www.youtube.com/watch?v=01gLcwxbGxU

Viel Erfolg!
 
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