Eigene finanzielle Verluste durch Corontäne

  • Ersteller des Themas Bernhard Hiller
  • Erstellungsdatum

Welche finanziellen Verluste habt / erwartet ihr durch die Corontäne

  • Im Gegenteil - ich gewinne sogar etwas

    Stimmen: 1 2,3%
  • Ungefähr null

    Stimmen: 19 44,2%
  • Gering, kann ich problemlos wegstecken

    Stimmen: 12 27,9%
  • Schmerzhaft, ich werde mich finanziell einschränken müssen

    Stimmen: 11 25,6%
  • Existenzgefährdend

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    43
(…) irgendeine der x-beliebigen schwarzen Wochentagen an den Börsen (…).
Da wurde nur virtuelles Geld vernichtet und kurz danach ging alles wieder von Vorne los.

Wieso redest du immer wieder von virtuellem Geld? Die Leute haben ihre Aktien und ETFs von harter Währung gekauft.

Andererseits könnte das durchaus die Chance für einen Systemwechsel sein.

Das sehe ich auch so.
 
Die Leute haben ihre Aktien und ETFs von harter Währung gekauft.

Das bezweifel ich. Selbst die Aktien sind kein hartes Geld. Dein neues Haus - so lange es abbezahlt ist - und deine zwei Flügel sind Wertgegenstände. Ich hoffe für dich, dass dein neues Haus das ist, denn das war sicherlich teuer. Aber wer sich sowas baut kann es sich in der Regel auch leisten.

Der Systemwechsel wird aber auch nicht passieren, denke ich. Weil die Dinge, die diese Krise ausgelöst haben - also die wirtschaftliche - selber erzeugt wurde. Es gab keinen natürlichen Auslöser. Wenn man in 2 - 4 Wochen die meisten Betriebe wieder öffnen dürfen wird, dann wird sich das vermutlich relativ schnell wieder erholen. Manche bleiben pleite, ja - dafür werden andere ihren Platz einnehmen. So war es schon immer.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Sie wurden irgendwann bezahlt. Aber Du meinst vermutlich, dass die Werte nur auf dem Papier stehen. Und, dass man nichts verloren hat, wenn man genug Zeit hat, auf das Steigen der Kurse zu warten. Einen satten Verluste macht, wer jetzt in Panik verkauft oder dies bereits gemacht hat.

Aber wer sich sowas baut kann es sich in der Regel auch leisten.

Die Leistung haben hauptsächlich meine Eltern erbracht, denn der Verkauf meines Elternhauses hat mir mein neues Haus ermöglicht. Und dafür bin ich ihnen sehr dankbar.
 
Sie wurden irgendwann bezahlt. Aber Du meinst vermutlich, dass die Werte nur auf dem Papier stehen. Und, dass man nichts verloren hat, wenn man genug Zeit hat, auf das Steigen der Kurse zu warten. Einen satten Verluste macht, wer jetzt in Panik verkauft oder dies bereits gemacht hat.
Richtig, Marlene! Hier irrt Curby! Der Verlust ist virtuell, solange Du nicht mit Verlust verkaufst. Genauso, wie Dein Haus nur virtuell an Wert verliert, wenn die Hauspreise zwar fallen, Du aber weiter darinnen wohnst.

Curby gebe ich in einem recht: DAS ist keine wirkliche Katastrophe! Ich hoffe sehr, dass wir nicht in einigen Jahren an diese Zeit denken und uns fragen, wieso es anscheinend niemandem aufgefallen ist, dass die Böden im April (!!!) aussehen wie im heißesten Hochsommer...

Was aber (für mich) eine Katastrophe ist: Wenn ich mitbekomme, dass sich Leute fast um Klopapier prügeln. Was passiert dann in einer echten Krise? Ich fürchte, ich muss dem Schützenverein beitreten.
Gar nicht lustig.
 
Richtig, Marlene! Hier irrt Curby! Der Verlust ist virtuell, solange Du nicht mit Verlust verkaufst. Genauso, wie Dein Haus nur virtuell an Wert verliert, wenn die Hauspreise zwar fallen, Du aber weiter darinnen wohnst.

Wenn morgen das Brot 500€ kostet ist dein Geld nichts mehr wert. In deinem Haus kannst du aber trotzdem noch weiterhin wohnen.

Was passiert in so einem Fall eigentlich mit Mietern? Es werden wohl kaum alle Mieter auf die Straße gesetzt wenn die ihre Mieten nicht mehr zahlen können, denn dafür ist ja gar nicht die Executive vorhanden.
 
Einen satten Verluste macht, wer jetzt in Panik verkauft oder
verkaufen muß, weil die Sicherheiten für den Überziehungs- oder Kreditrahmen nicht mehr ausreichen. Andererseits sind nicht alle Aktien gefallen, bzw. nennenswert gefallen.
Corona ist nicht die Krise, es ist für manche Blase der Stachel der sie zum Platzen bringt. :-)
Ein sattes Minus kann noch schneller gefährlich werden. ;-)
 
Hat es sowenig geregnet die letzten Wochen?
Zumindest hier ist vor Allem der Winter ausgefallen. Schneeschmelze? Hier gab es keine.

Damals mussten die Menschen arbeiten um ihren Wohlstand aufzubauen.
Autsch! :lol:

Ich kenne keine Zeit, in der mal jemand eigenen Wohlstand durch eigene Arbeit aufgebaut hätte. Der wurde immer durch andere aufgebaut. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Dimensionen sind ein wenig anders geworden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hoffe sehr, dass wir nicht in einigen Jahren an diese Zeit denken und uns fragen, wieso es anscheinend niemandem aufgefallen ist, dass die Böden im April (!!!) aussehen wie im heißesten Hochsommer...
Stimmt. Auffällig ist auch, dass die Corona-Krise die Menschen in viel größeren Aufruhr versetzt als die Klimakrise. Die meisten Menschen denken eben finanziell nur von einem Monat zum nächsten. Dass die Klimakrise erst in einigen Jahren zu einem Verfall der Volks- und Privatwirtschaft führen wird, sehen viele (noch) nicht.

Aber vielleicht hat der lock-down ja auch den positiven Effekt, dass nun erstmal tabula rasa ist und man sich neu überlegen kann, was, zueinander ins Verhältnis gesetzt, eigentlich wirklich wichtig ist. Flugreisen, vor allem innerdeutsche, gehören schon mal nicht dazu. Und überhaupt werden klimafeindliche Flugreisen nach dieser Krise sicherlich entweder deutlich teurer und für viele überhaupt nicht mehr bezahlbar sein, oder die Kaufkraft schwindet so sehr dahin, dass Flugreisen auch ohne Teuerung kaum noch bezahlbar sind. Und das weltweit...

Das wäre ein Erfolg fürs Klima, oder?
 
Ich kenne keine Zeit, in der mal jemand eigenen Wohlstand durch eigene Arbeit aufgebaut hätte. Der wurde immer durch andere aufgebaut. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Dimensionen sind ein wenig anders geworden.

Das sehe ich etwas anders. Die Wohnung in der du wohnst gehört zwar nicht dir, aber du wohnst da drin und sie wird nicht über Nacht sich in Luft auflösen, solltest du deine Miete nicht mehr zahlen. Und niemand muss in diesem Land ohne Wohnung leben. der gesamte materielle Kram ist da und würde sich ebenfalls nicht über Nacht auflösen wenn wir aufhören zu arbeiten - das merkt man auch in Zeiten wie diesen.

Dennoch waren (bis vor wenigen Wochen) noch nie so viele Meschen in diesem Land arbeiten wie jemals zuvor.

Auf den ersten Blick besteht da naiv betrachtet kein Zusammenhang. Ich erkläre mir das so, dass durch all die weggefallenen Jobs (in den 70er brauchte man z.B. noch viel mehr Hilfsarbeiter auf den Feldern) bedingt durch Automatisierung und Sättigung die Leute dennoch weiterhin ihre Miete zahlen mussten. Also ploppen unsinnige Berrufsfelder aus dem Boden und die Wegwerfgesellschaft entsteht. Denn Verkäufer muss auch ständig neue Staubsauger verkaufen, obwohl alle schon einen haben, damit er selber auch seine Miete zahlen kann.

Was würde passieren, wenn man in kommunistischer Manier sagen würde: Ab sofort gehört jedem die Wohnung in der man gerade lebt? In Berlin habe ich pro Jahr 7200€ Miete gezahlt, bei 6 Parteien sind das 43.200€ Warmmiete pro Jahr. Das Geld fließt doch nur in die Verwaltung und nicht in die Haussubstanz, da wurde in all den Jahren nie etwas gemacht. Vielleicht alle 20 Jahre mal neu streichen und die Fenster austauschen (wenn überhaupt). Und ich weiß, was zumindest privat so ein Haus an kosten verursacht (also ohne Verwaltung).

Die Menschen in z.B. Rumänien (soweit ich mich recht erinner) haben bis zu 95% Wohneigentum. Die müssen ganz einfach gar nicht soviel arbeiten, um ihr Leben zu finanzieren. Ich denke, dass diese Menschen wesentlich entspannter leben, als wir. Entschleunigter.

Also der Besitz ist da, der gehört nur anderen Leuten. Das meine ich mit verwalten und das bedingt, dass die Leute immernoch arbeiten müssen.

Ich hoffe wirklich, dass ein ystemwechseln kommt. Precht (den kann man mgen oder nicht, ich so lala) sagte, dass man sich daran gewöhnen bzw. darauf einstellen muss, dass ein allgemein gültiger Beruf "Arbeitslos" sein wird.
 

Das Geld fließt doch nur in die Verwaltung und nicht in die Haussubstanz, da wurde in all den Jahren nie etwas gemacht. Vielleicht alle 20 Jahre mal neu streichen und die Fenster austauschen (wenn überhaupt). Und ich weiß, was zumindest privat so ein Haus an kosten verursacht (also ohne Verwaltung).
Soweit ich weiß, gehen 10% der Kaltmiete an Hausverwaltungen. Den Rest bekommt der Eigentümer. Leider ist die Gier bei sehr vielen sehr ausgeprägt, sodass nötige Investitionen auf der Strecke bleiben.
 
Komplexes Thema. Vermutlich gibt es bereits bei "Wohlstand" Missverständnisse.
 
Hier stimmte ich dir zu; aber es wird einige Jahre dauern. Und dann stehen die Wertpapierdepots erstmal auf dem Kaufpreis.
schaun mer mal

Wieso redest du immer wieder von virtuellem Geld? Die Leute haben ihre Aktien und ETFs von harter Währung gekauft.
Der Ausdruck wird häufig verwendet um dem gemeinen deutschen Kleinsparer wahlweise bewußt zu machen oder zu verschleiern, dass sein Geld bereits beim Kauf eines Sachwerts flöten gegangen ist. Die Beträge die einem die Broker in den Depots anzeigen sind eine sogenannte Geldillusion. Der Geldwert eines Sachwertes zeigt sich immer nur für einen wimpernschlag kurzen Moment, nämlich den des Verkaufs. Und da kommt eben hoffentlich reichlich frisches Geld rein. Oder die Dividende passt, und das möglichst lange. Das mit der harten Währung ist auch nur so eine Floskel für die Massen an Wählern. Entscheidend ist allein die Kaufkraft im Moment des Kaufs und Verkaufs. Stabile Währungen haben vor und Vorteile, schwankende und sinkende Währungen auch. Es ist die Frage ob man sie zu nutzen weiss und kann. Will mich da nicht als Superprofi oder Klugscheisser hinstellen. Aber auch hier gilt immer Cui Bono

...neues Haus ...Aber wer sich sowas baut kann es sich in der Regel auch leisten.
Da würde ich mich nicht für aus dem Fenster lehnen.

Wenn morgen das Brot 500€ kostet ist dein Geld nichts mehr wert. In deinem Haus kannst du aber trotzdem noch weiterhin wohnen.
... und verhungern. Meine Aktien werfen dann aber auch die 200 fache Dividende ab.

Ich kenne keine Zeit, in der mal jemand eigenen Wohlstand durch eigene Arbeit aufgebaut hätte. Der wurde immer durch andere aufgebaut. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Dimensionen sind ein wenig anders geworden.
interessant, muß ich mal drüber nachdenken
 
Unter welchen Nachteilen leidest Du denn sonst im öffentlichen Dienst?
  • weniger Honorar im Vergleich zur freien Wirtschaft in vergleichbarer Position
  • keine Nutzung der eigenen Infrastruktur im Vergleich zu ähnlichen Institutionen und der f.W.
  • keine vom Chef bezahlten Weihnachtsfeiern und Betriebsausflüge und andere Bonbönchen
  • keine Boni oder Gewinnbeteiligungen
  • keinen privat genutzten aber vom Chef gezahlten Dienstwagen
  • ...
  • Keine Dienstreisen mit dem Betriebsrat in den Puff nach Barcelona

Der Kaffee muss meistens selbst gekocht werden....:005:

  • und das auch noch ... :005: in einer Teeküche die keiner aufräumt :028:

es hat alles seinen Preis
 

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