Die Geschlechter in Kunst und Musik

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[...] - - und wenn ausgerechnet beim Chopinwettbewerb noch dessen viereinhalb Kammermusiksachen (späte Cellosonate, frühes Klaviertrio & Variationen für Flöte und Klavier, paar kurze Lieder) permanent gespielt werden...[...]

Ich denke wirklich, man muss ja nicht Bibeltreu am Klavier festhalten, und könnte mir als schöne, geniale Auflockerung z.B. die Flötenvariationen auf so einem Wettbewerb vorstellen, vielleicht so:



Ich glaube, es gibt auch die op. 53 Polonaise arrangiert für die zu sehende Klampfe im Video - und man könnte ja dann einen SONDERPREIS anberaumen!!

Nicht?? :denken::-D...Ihr schaut schon wieder so grimmig....schnell => verschwind :-D

LG, Olli / LMG
 
Mich wuerde jetzt aber mehr interessieren: Findet der Chopin-Wettbewerb jetzt "virtuell" statt?

Nein, der ist erstmal auf den Herbst verschoben. Wie's dann weitergeht, wird die Zeit zeigen...

Da kommt meine naechste Frage: Sollte man bei den Wettbewerben nicht auch Kammermusik "abfragen"? Liedbegleitung waere doch eine Auflockerung.

Der Chopin-Wettbewerb* unterscheidet sich darin von anderen Wettbewerben, als dass er sich ausschliesslich auf die Werke eines Komponisten, nämlich Chopin, fokussiert. Und Chopin hat ausser reiner Klaviermusik nicht so fürchterlich viel geschrieben. Wie würden Dir erst die Ohren klingeln, wenn Du dutzende Male am Stück die gleiche Cellosonate hören müsstest?

*) damit meine ich den traditionellen Chopin Wettbewerb in Warschau. Der neu eingeführte Wettbewerb auf historischen Instrumenten weicht von diesem starren Schema ab. Dort sind inzwischen auch Werke anderer Komponisten erlaubt oder sogar Pflicht(?)
 
...Klavierklang bei Klavierwettbewerben (egal was man von Wettbewerben hält) wird sich wohl kaum vermeiden lassen @jannis - - und wenn ausgerechnet beim Chopinwettbewerb noch dessen viereinhalb Kammermusiksachen (späte Cellosonate, frühes Klaviertrio & Variationen für Flöte und Klavier, paar kurze Lieder) permanent gespielt werden...
bzgl. türkischer Sprache (die du für sprachlich prima hältst) und Koran: richtig, der Koran ist nicht in türkisch verfasst, aber dennoch gilt er den meisten Türken als heilige Schrift (mit allen Konsequenzen!)
Das hat rein linguistische Gruende, die ich hier nur kurz erlaeutern will. Natuerlich ist keine Sprache "besser" als eine andere, aber ich finde es faszinierend, wie kompakt man Dinge in agglutinierenden Sprachen ausdruecken kann, fuer die man in anderen wortreiche Nebensatzkonstruktionen oder Praepositionalausdruecke braucht. Auch chinesisch ist sehr faszinierend, da es keine Wortarten gibt. Mich faszniniert allgemein, wie vielfaeltig Sprachen sind und wie anders sie funktionieren koennen als die uns gelaeufigeren indo-europaeischen. Tuerkisch hat eine komplexe aber sehr regelmaeszige Wortbildung und eine zwar komplizierte aber sehr regelmaeszige Grammatik, die es erlaubt, mit wenigen Woertern viel Information zu transportieren. Es duerfte auf der Hand liegen, dasz ich tuerkischer Politik, tuerkischem Herrschaftsanspruch etc. sehr kritisch gegenueber stehe...
Jannis
 
Ja, sowas ist ärgerlich, aber es kommt nach meiner Erfahrung eher in der älteren Generation vor als in meiner.
Das stimmt allerdings, es besteht da Hoffnung. Aber wie Du schon angedeutet hast, gibt es auch eine "Gegenbewegung". Es gibt wieder genug junge Leute, die Frauen "an den Herd verbannt" wissen wollen. Wir hoffen und versuchen im Zweifel aufzuklaeren...
Jannis
 
Der Chopin-Wettbewerb* unterscheidet sich darin von anderen Wettbewerben, als dass er sich ausschliesslich auf die Werke eines Komponisten, nämlich Chopin, fokussiert. Und Chopin hat ausser reiner Klaviermusik nicht so fürchterlich viel geschrieben. Wie würden Dir erst die Ohren klingeln, wenn Du dutzende Male am Stück die gleiche Cellosonate hören müsstest?
Ja, das stimmt natuerlich, aber insgesamt finde ich es anstrengend, so viel Klaviermusik und so viele Leute hintereinander hoeren zu muessen. Es ist ja auch nicht so, dasz es bei allen ein Vergnuegen waere, zuzuhoeren. Beim ARD-Wettbewerb ist z.B. die Bachfuge oft eine Zitterpartie: So viele, die sie nicht ordentlich zu Ende bringen. Schlieszlich wurde sie von der zweiten auf die erste Runde vorverlegt, damit diese Leute "schon da ausgesiebt werden". Ein anderes Problem ist die Agogik: Es gibt genuegend selbst bei dem aeuszerst hohen Niveau, die einfach nicht atmen und bei denen sich Agogik falsch anfuehlt. Einmal war das dermaszen extrem, dasz das Publikum unruhig wurde. Alle im Saal waren froh, als die Person fertig war. Ich frage mich ja auch, ob das der Wettbewerbssituation geschuldet ist, oder ob die immer so spielen?
Trotzdem ist es natuerlich auch interessant, so viele verschiedene Interpretationen zu hoeren, keine Frage.
Jannis
 
Sag mal @jannis , ist deine Tastatur kaputt oder warum schreibst du so komisch? Total nervig zu lesen.
 
@schmickus Ich habe eine amerikanische Tastatur, will aber Busze und Busse unterscheiden, genauso das Ruszen der Kerze von den Russen... :004:, ist ja auch ein Ausspracheunterschied...
 

und denen gilt der Koran nicht als heilige Schrift? ...ja was denn dann??...

Doch klar. Aber diverse kulturelle Regeln, die damit nichts zu tun ben oder dem teils sogar widersprechen.
Dazu ist die Gesellschaft so gespalten wie sonst nirgends. Wenn du von der Meerpromebade in Izmir oder Bodrum in die Pampa fährst, ist es, als würdest du von Griechenland nach Afghanistan fahren.
 
@jannis , ohne all zu sehr rumnerven zu wollen: Die Tastatursorte kann man in den Systemeinstellungen (kurzfristig) umstellen. Die Leser werden es Dir danken.
 
ä.ö,ü,ß,y,z kann man sich doch wohl merken.
 
Das nützt aber nichts, wenn Du nicht die deutsche Tastaturbelegung memoriert hast oder die Tastatur selbst die geänderte Belegung auf jeder Taste anzeigen kann.
Genau so ist das. Ich schreibe mit zehn Fingern blind und da ist die Umstellung auf die deutsche Tastatur auch nervig. Aber wenn Ihr das unbedingt wollt, werde ich das in Zukunft so machen. Dann gibt es ab jetzt Rußen und Russen und Busse und Buße und auch die Umlaute. Ich bin ein bißchen (neu ja bisschen) erstaunt, dass (naja, ich schreibe ja noch "daß", weil ich das so gewohnt bin) euch das so extreme Schwierigkeiten beim Lesen bereitet...Hoffentlich vergesse ich es nicht, die Tastatur umzustellen. Die neue Scharfes-s-Regel ist zwar viel logischer als die alte, aber ich bin die alte noch gewohnt. Also nichts für ungut...:007::016:
 
@LeVolVik
Eine wortgewaltige Textwand, die allerdings einen Fehler aufweist: Bei dem verlinkten Tagesspiegel-Artikel geht es um das generische Maskulinum im Singular, das natürlich definitiv nicht die weiblichen Vertreter einbezieht. Ich jedoch sprach ausschließlich vom generischen Maskulinum im Plural. Ein feiner, vielleicht allzu leicht übersehbarer Unterschied.

Nein, kein Fehler, es geht in dem Artikel um das generische Maskulinum auch im Plural.
 
Hier ein aktueller Beitrag von heute im Spiegel: https://www.spiegel.de/panorama/gen...bhh4FMz855DJAkj0vTz5YwU6lSyTyzADemKzdgo6DDBu#

Man lese mal die Kommentare durch und merke, dass dieser Unsinn eigentlich niemanden interessiert und den meisten auf den Senkel geht. Aber vermutlich sind das alles entweder nur gekaufte Trolle aus Russland oder ungebildete Einfaltspinsel.

Gesucht: Senior*Inn_enbetreuer*Inn_enausbilder*Inn_en (m/w/d)
 
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