D oder C?


A
Amfortas
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Wie im titel bereits geschrieben geht es mir hier um die Frage ob D- oder C-Ausbildung.
Ich befinde mich momentan (pianistisch gesehn) bei den 3stimmigen Inventionen und bei einer leichteren Chopin Mazurka (und spiel gerade an der 2. Etüde von Cramer, die erste hab ich schon durch)
Orgelmäßig noch keine Erfahrung.

Welchen Kurs würden mir die Orgelspielenden hier empfehlen?


Liebe Grüße und Danke im voraus für die Antworten
oli

P.S.: Ich habe in Harmonielehre eund Gehörbildung schon Erfahrung, zwar kein profi aber ein wenig was kann ich. (Melodiediktat geht einstimmig solang nicht allzu atonal ist ganz gut)
P.S.2: Ein nachteil beim C-Kurs wäre, dass ich entweder nach Bamberg fahren müsste (was recht weit ist) oder warten müsste bis der Nächste in nürnberg losgeht.
 
A
Amfortas
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Danke, kenn ich schon.
Aber da es eine Prüfungsordnung ist, sagt es nichts über die Anforderungen am Anfang aus. Ich lern ja schließlich (hoffentlich) etwas in der Aubsildungszeit.

oli
 
Mindenblues
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Amfortas, bei unserem C-Kurs waren die Aufnahmebedingungen sehr moderat. Wer noch keine Orgelvorkenntnisse hatte, konnte auch Klavier spielen. Eine 3-stimmige Invention von Bach wäre da genau das richtige.

Kenne nicht den D-Kurs noch deren Bedingungen, beim C-Kurs musst du wählen, ob du nur Orgel- oder nur Chorleitung oder beides machst. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass du mit deinem Saxophon eine Zusatzausbildung machen kannst, ich habe so einen Passus gelesen bzgl. weiteres Zweitinstrument.

Bei uns kommt nur alle 2 Jahre ein C-Kurs zustande. Der jetzige neue hat gerade angefangen, Start-Zeitpunkt ist immer so August/September.

PS: was soll dein merkwürdiger Zusatz, bzgl. liebreizender Kollegin, und dass du in der Blüte deines Lebens sterben willst? Ich hoffe, du änderst deine Meinung, wenn du in der Blüte deines Lebens angelangt bist!
 
violapiano
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oh!

Hallo zusammen
also, ich bin doch sehr veblüfft, das keine Orgelvorkenntnisse verlangt werden?!
Wie lange dauert denn der Kurs?

Ich kann mich an Prüfungen bei uns erinnern, die spielten aber alle sehr passabel Orgel, verstanden was von Registrieren und Literatur... Konnten dirigieren und Singen, Einstudieren eines mehrstimmigen Chorsatzes, Orgel stimmen, so weit möglich von Hand als Nichtorgelbauer.
Sie wussten über die jeweilige Liturgie Bescheid, den Ablauf des Gottesdienstes, die Auswahl der Stücke zum jeweiligen Abschnitt des Gottesdienstes.

Wie lange dauert denn der c-Kurs? Wenn Du Orgel spielen willst, dann musst Du doch auch mit dem Pedal klarkommen.....:confused: Fußsätze machen können und vor allem Hände und Füße parallel spielen können.
Meinst Du nicht, Du musst erstmal Orgelunterricht nehmen?

LG
violapiano
 
Mindenblues
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Hallo zusammen
also, ich bin doch sehr veblüfft, das keine Orgelvorkenntnisse verlangt werden?!
Wie lange dauert denn der Kurs?

Ja, die meisten von uns hatten mit dem C-Kurs erst mit Orgelspiel angefangen. Der Kurs dauert 2 Jahre, mit wöchentlichem Einzel-Orgel- und Gesangsunterricht. Auch ich hatte erst mit dem C-Kurs mit Orgel angefangen, genauer gesagt, ein paar Monate vorher (und dann ein einfaches Orgel-P&F von den "8 kleinen P&Fs" von Bach zur Aufnahmeprüfung gespielt. Hatte mir die Fantaisie Impromptus von Chopin zurechtgelegt, falls ich auch noch was auf dem Klavier vorspielen sollte, wollten sie aber leider nicht hören).

Ich kann mich an Prüfungen bei uns erinnern, die spielten aber alle sehr passabel Orgel, verstanden was von Registrieren und Literatur... Konnten dirigieren und Singen, Einstudieren eines mehrstimmigen Chorsatzes, Orgel stimmen, so weit möglich von Hand als Nichtorgelbauer.
Sie wussten über die jeweilige Liturgie Bescheid, den Ablauf des Gottesdienstes, die Auswahl der Stücke zum jeweiligen Abschnitt des Gottesdienstes.

Ja, das sollte man alles können - zum Schluss, NACH der Ausbildung, aber doch nicht vorher. Das sind doch gerade die Dinge, die man in der Ausbildung lernt.

Wenn Du Orgel spielen willst, dann musst Du doch auch mit dem Pedal klarkommen.....:confused: Fußsätze machen können und vor allem Hände und Füße parallel spielen können.
Meinst Du nicht, Du musst erstmal Orgelunterricht nehmen?

Lernst du alles, aber man sollte mehrere Tage in der Woche Orgel üben, die kompletten 2 Jahre durch. Klaviervorkenntnisse sollte man schon haben, wie gesagt, so eine 3-stimmige Invention wäre gut geeignet als Vorpiel zur Aufnahmeprüfung.
 
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violapiano
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na, wenn der Kurs zwei Jahre dauert, dann hat ne Chance.
Ich denke, man darf das Orgeln nicht unterschätzen. Die ganze Artikulation ist doch auch anders als beim Klavier.

Unsere C-Kandidaten hatten mehrere Jahre Orgel gelernt. Deshalb staunte ich so.
Und sie spielten schon größere Orgelstücke, zwar nicht gerade Poulenc Orgelkonzert....
Und üben muss man regelmäßig, ja.Der Organist muss ich ja auch mit fremden Orgeln zurechtfinden, gerade als Nebenamtler.
 
A
Amfortas
Guest
Also ich würde mindestens 2-3 mal pro Woche an eine Orgel komme (theoretisch auch öfter--kommt auf die Sachen an die sonst anstehen in der Woche)
Das dann für mehrere Stunden.
Langt das?

Ich könnte auch an mehreren orgeln üben um verschiedene kennen zu lernen, da die gemeinde wo ich das machen würde aus drei kirchen besteht, zwei davon mit passablen Orgeln, die letzte mit einer alten nicht ganz so guten (wenn man auf der was zustande bringt, dann kann man an jede alte Dorforgel gehn)

Chorleitung dazu zu machen wäre kein Problem, da bin ich aus mehrerenLehrgängen und praktischer Erfahrung schon recht weit (auch auf dem besten Weg zur staatlichen Anerkennung als Chorleiter)

Bei mir hier würde eben der C-Kurs jetzt anfangen (wäre kein problem noch reinzukommen, außer ich warte noch nen monat)
Der nächste in einem Jahr, aber in einer Stadt die ein bisschen weiter entfernt ist und dann in 2 Jahren wieder hier.


Nebenbei: Ich hab von mehreren leuten gehört, dass der Klavier-Anschlag durchs Orgel spielen versaut wird. Stimmt das?

Liebe Grüße
oli

P.S.: Den kleinen Zusatz den musst du nicht verstehen ;)
 
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Also ich würde mindestens 2-3 mal pro Woche an eine Orgel komme (theoretisch auch öfter--kommt auf die Sachen an die sonst anstehen in der Woche)
Das dann für mehrere Stunden.
Langt das?

Da würdest du schon mehr üben als die meisten in unserem C-Kurs, denke ich. Klar sollte das reichen.

Chorleitung dazu zu machen wäre kein Problem, da bin ich aus mehrerenLehrgängen und praktischer Erfahrung schon recht weit (auch auf dem besten Weg zur staatlichen Anerkennung als Chorleiter)

Man muss die gesamte C-Kurszeit auch in einem Chor mitsingen, der mehrere öffentliche Konzerte während dieser Zeit gibt, für Chorleitung. Tolle Stimme braucht man nicht, sonst hätte man mich nicht akzeptiert bei der Aufnahmeprüfung. :D

Nebenbei: Ich hab von mehreren leuten gehört, dass der Klavier-Anschlag durchs Orgel spielen versaut wird. Stimmt das?

Solange ich strikt trenne - Klavierstücke nur auf Klavier, Orgelstücke nur auf Orgel üben - sehe ich keine entsprechende negative Tendenz bei mir. Im Gegenteil, das Ohr wird auch für das Klavierspiel geschärft, barocke Stück gut artikuliert zu spielen, und nicht nur ständig das Pedal zu "latschen".

Orgel und Klavier sind ziemlich verschiedene Instrumente bzgl. Spielweise, ich denke, das kann man gut trennen.

P.S.: Den kleinen Zusatz den musst du nicht verstehen ;)

So einen Zusatz liest aber jeder. Lass lieber solchen Mist, gerade du als Moderator solltest eine gewisse Vorbildwirkung walten lassen, und nicht solchen Schrott schreiben, wenn du möchtest, dass andere nicht ähnlichen Unsinn schreiben. :rolleyes:
 
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Amfortas
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Da würdest du schon mehr üben als die meisten in unserem C-Kurs, denke ich. Klar sollte das reichen.
Jetzt bin ich aber ein wenig enttäuscht von den C-Kurslern....
Ich dachte das wär wenig bei mir



Man muss die gesamte C-Kurszeit auch in einem Chor mitsingen, der mehrere öffentliche Konzerte während dieser Zeit gibt, für Chorleitung. Tolle Stimme braucht man nicht, sonst hätte man mich nicht akzeptiert bei der Aufnahmeprüfung. :D
Tolle Stimme hab ich nicht, aber sie ist gut trainiert durch viel gesang 8vorallem in Chören)


Solange ich strikt trenne - Klavierstücke nur auf Klavier, Orgelstücke nur auf Orgel üben - sehe ich keine entsprechende negative Tendenz bei mir. Im Gegenteil, das Ohr wird auch für das Klavierspiel geschärft, barocke Stück gut artikuliert zu spielen, und nicht nur ständig das Pedal zu "latschen".
Und wenn ich durch das Orgelüben den Orgel-Anschlag aufs Klavier übertrage?(Was ja sicherlich passieren kann, ganz ausversehn)


So einen Zusatz liest aber jeder. Lass lieber solchen Mist, gerade du als Moderator solltest eine gewisse Vorbildwirkung walten lassen, und nicht solchen Schrott schreiben, wenn du möchtest, dass andere nicht ähnlichen Unsinn schreiben. :rolleyes:
Ich verkriech mich jetzt und nehm den zusatz da und lass einen anderen dafür zurück.

Liebe Grüße und Danke für die Antworten

oli
 
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Ich verkriech mich jetzt und nehm den zusatz da und lass einen anderen dafür zurück.

Oli, nachdem ich etwas über den Sinn deines ursprünglichen Zusatzes gegrübelt habe, glaube ich ihn auch verstanden zu haben, insbesondere im Zusammenhang mit dem Forennamen deiner Kollegin.

Ich bin wie z.B. fisherman gegen jede unnötige Zensur. Meine aber, dass zum einen dein ursprünglicher Zusatz sehr missverstanden werden konnte und dass zum anderen der Inhalt doch wohl eher sehr privater Natur war, statt öffentlich ausgebreitet werden zu müssen, oder?
 

violapiano
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Hi Oli,

dann viel Spaß beim Orgeln.. Wenn Du Übe-Gelegenheiten hast, dann ist es ja gut.:p

@mindenblues:
Hast du denn eine Stelle, wo du regelmäßig spielst? Würd mich mal interessieren!
LG
violapiano
 
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@mindenblues:
Hast du denn eine Stelle, wo du regelmäßig spielst? Würd mich mal interessieren!

Meinst du Gottesdienste spielen oder üben?
Wenn mal will, würde man in unserem Umkreis mehrere Stellen finden für eine feste C-Stelle. Will ich aber nicht, mir reicht es, alle ca. 6 Wochen eine Vertretung zu machen in meiner Gemeinde. Grund: die Choräle brauchen bei mir noch viel "Zuwendung", viel Zeit zum Einüben. Ich könnte versuchen, sie mit Standardkadenzen "runterzuspielen", aber es ist auch ein gewisser Anspruch da, mein bestes zu geben.

Außerdem ist für mich der Gottesdienst die Plattform, um neue Repertoirestücke (vor allem von Bach) als Eingangs- und Ausgangsstück unter die Leute zu bringen. Und für ein oder zwei neue Stücke brauche ich schon die Zeit von ca. 6 Wochen. Zum Beispiel, nach den C-Kurs-Abschlussprüfungen (die übermorgen anfangen, und zwar mit der Orgelprüfung - bitte Daumen drücken!), die sich jetzt über 2 Wochen hinstrecken, möchte ich die neu gefundene Choralfantasie von Bach (siehe anderer Faden) mir einstudieren. Braucht Zeit, Zeit, Zeit bei mir.
 
A
Amfortas
Guest
Meine eigentliche Frage wurde leider noch nicht wirklich beantwortet.
Gibt es hier jemanden der sich auch mit der D-Ausbildung auskennt/sie gemacht hat und etwas darüber erzählen kann, ob es lohnenswert ist sie zu erst zu machen (dann wär man schließlich bestens auf C vorbereitet)

@Mindenblues: Warum spielst du nicht einfach einfachere Orgelliteratur? Dann könntest du öfter spielen was der Erfahrung sicher gut tut.

oli

P.S.: Hast scho recht wegen der Signatur, jetzt ist sie ja weg.
 
Mindenblues
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Gibt es hier jemanden der sich auch mit der D-Ausbildung auskennt/sie gemacht hat und etwas darüber erzählen kann, ob es lohnenswert ist sie zu erst zu machen (dann wär man schließlich bestens auf C vorbereitet)

Wie gesagt, du brauchst eigentlich keine Vorbereitung auf den C-Kurs, von daher würde ich einen vorherigen D-Kurs (ohne dessen Inhalte zu kennen) für Zeitverschwendung halten. Deine Invention von Bach auf dem Klavier, ein kleines vorbereitetes Lied singen, Dur von Moll-Akkorden unterscheiden können, und schon bist du dabei, so im großen ganzen. Es mag regional unterschiedlich zu sein, aber die Aufnahmebedingungen sind wirklich rel. gering. Viel wichtiger: es kommt vor allem drauf an, innerhalb der 2 Jahre am Ball zu bleiben, viel zu üben, auch hin und wieder die ungeliebteren Dinge, wie Partiturspiel aus einem Notensystem mit 4 Akkoladen, mit oktaviertem Violinschlüssel für die Tenorstimme, und so was zu üben, beim Tonsatzunterricht nicht den Anschluss zu verlieren usw.

@Mindenblues: Warum spielst du nicht einfach einfachere Orgelliteratur? Dann könntest du öfter spielen was der Erfahrung sicher gut tut.

Weil es mir eben Spass macht, grössere und schwierigere Nüsse zu knacken. Meine Wunschliste der zu spielenden Orgelliteratur ist riesig, und ich möchte schon gerne die eine odere andere amtliche Bach-Fuge, oder Passacaglia, oder, oder, oder, lernen. Es kommt mir nicht auf die 35 oder 40 Euro an, die ich für einen Orgeldienst bekomme, noch darauf an, möglichst oft im Gottesdienst zu spielen. Sondern, wenn die Zeit für ein Stück reif ist, meine Wunschmusik unter die Leute bringen zu können. Das dafür die Liturgie und Choräle zu spielen sind, ist eher notwendiges Beiwerk (und wie gesagt, z.Zt. bzgl. Choräle auch noch übeintensiv) - so sieht es bei mir aus.
 
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Amfortas
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An sich hast du recht. 3 Jahre D sind dann anscheinend schon Zeitverschwendung.
Ich hab nur eben ein wenig Angst bei C, dass ich nicht am Ball bleib aus irgendwelchen Gründen.

oli
 
Mindenblues
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Ich hab nur eben ein wenig Angst bei C, dass ich nicht am Ball bleib aus irgendwelchen Gründen.

Wenn man die ganze Zeit nicht am Ball bleiben sollte, kann man ja aussteigen - die gesammelten Erfahrungen bleiben einem ja. D.h., es ist eigentlich kein Risiko drin, und was man bzgl. Tonsatz usw. lernt, hilft einem auch sonst. Von daher meine Empfehlung: Anfangen mit C-Kurs. Ist in keinem Fall verlorene Zeit bzgl. Musik, da bin ich mir ganz sicher.

Übrigens sind die meisten in unserem C-Kurs in deiner Altersgruppe, haben mit ca. 16-18 Jahren angefangen, und währenddessen oder am Schluss das Abi gemeistert. Ich bin da der älteste Sack im Kurs, aber die Jugendlichen haben mir nie das Gefühl gegeben, ein Außenseiter zu sein wegen meines Alters. Im Gegenteil, es hat mir Spaß gemacht, unter Jugendlichen sowas mitzumachen.
 
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Atra
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Also mal aus der Praxis (westfälische Landeskirche).
Früher (zumindest vor 8 Jahren noch) war es so, dass die Schüler grundsätzlich alle schon etwas oder auch ganz gut Orgelspielen konnten. Wer nur wenig konnte, hat einen D-Schein gemacht (wenn überhaupt), und hat dann angefangen Gottesdienste zu begleiten.
Wer schon recht passabel Orgel spielen konnte, auch schon GoDi-Erfahrung hatte, ging zum C-Kurs. Als ich C-Kurs vor eingien Jahren machte, war es z.B. Teil der Aufnahmeprüfung: Orgelstück mit Pedal, ein Choralsatz mit Pedal, ausserdem eine Bach Invention und noch zwei freie Klavierstücke aus unterschiedlichen Epochen in etwa vom Niveau der Wiener Sonatinen z.B. .

Die Zeiten haben sich geändert. Kaum jemand, der einfach irgendwo Orgelstunden nimmt und dann vom Lehrer zum C-Kurs geschickt wird.
Am Samstag war hier Aufnahmeprüfung zum C-Kurs. Es wurde nur eine Klavieraufnahmeprüfung verlangt, weil nur wenige überhaupt schon Orgelunterricht hatten (die durften natürlich auch auf der Orgel vorspielen). Auch die Klavierkenntnisse waren teilweise sehr unterschiedlich. Also dein Repertoire hätte locker ausgereicht dafür.
Ausserdem halt Gehörbildung (wobei da die Ansprüche auch nicht so hoch waren) und Gesang (vortragen eines Textes und vorsingen zweier Choräle, einer modern einer alt).

So wie ich es mitkriege, werden die Aufnahmeprüfungen vor Ort immer sehr individuell gestaltet. Das hängt wirklich davon ab, wie groß die Nachfrage ist. Hier herrscht absoluter Mangel an Vertretungskräften, Nachwuchs praktisch nicht vorhanden. Das senkt natürlich die Aufnahmeschwelle und es wird alles daran gesetzt, die Leute in den C-Kurs zu kriegen.

Ich würde mich beim Kreiskantor vor Ort einfach mal erkundigen. Vielleicht kann man bei dem direkt vorspielen, der kann das dann einschätzen, ob eher D oder C, je nach dem wie dass vor Ort gehandhabt wird.

LG Atra
 
Axel
Axel
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Hallo Amfortas,

so wie du deine Aktivitäten schilderst, würde ich doch zum C-Kurs raten. Wir haben immer gelästert, für D braucht man nur zu wissen, wie man die Orgel einschaltet. Das sind meistens ganz einfache Verhältnisse. Es ist eben nicht so, dass man die Scheine sukzessiv absolvieren muss.

Es ist soweit zur Vorsicht zu raten, da die Bedingungen sehr unterschiedlich sein können. Die Bistümer und Landeskirchen legen die Prüfungsordnungen selbst fest. D gibt es nicht überall, machmal gibt es auch eine Trennung bei D in Orgel und Chor, so dass man die Qualifikationen unabhängig voneinander erwerben kann. Wie es bei dir in der Region ist, kann dir am besten das Kirchenmusikamt im Bistum/Landeskirche oder ein Regional-/Bezirkskantor in der Nähe sagen.

Viele Grüße
Axel
 
A
Amfortas
Guest
Und 1-3 mal üben pro Woche (je nach Zeit, wegen Schulaufgaben, Projekten, Konzerten) langt wirklich?

oli
 
 

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