Brillanter vs. dumpfer Klang

G
Guido
Dabei seit
29. Juni 2013
Beiträge
13
Reaktionen
0
Hallo,

auf der Suche nach einem Klavier habe ich nun schon einige probegeklimpert (bin blutiger 6 Wochen Anfänger) und gefühlt. Dummerweise empfinde ich die meisten Klaviere als zu dumpf. Die Brillanz die mir zusagt finde ich noch am ehesten bei Yamaha oder auch Zimmermann. Heute auch bei einem Ibach, der aber wohl extrem intoniert wurde. Sauter, Sailer, Schimmel... Gerade ein Seiler Klavier klang verdammt voluminös, aber eben dumpf.

Wenn ich Musik höre, fällt mir dies nicht so sehr auf als wenn ich spiele. Oder besser gesagt: ich empfinde beim zuhören die Klaviere nicht so dumpf als wenn ich davor sitze.

Ist das normal? Kann ich mich nun sorgenfrei für eines der Klaviere entscheiden die mir zusagen oder muss ich damit rechnen, dass in ein paar Monaten mir die Brillanz auf den berühmten Senkel geht?

Grüße
Guido
 
G
Guido
Dabei seit
29. Juni 2013
Beiträge
13
Reaktionen
0
Ja, habe ich. Und dabei kam mir der Klang eben nicht ganz so dumpf vor als wenn ich selbst davor sitze. Der Unterschied zwischen den Klavieren hörte ich auch beim reinen Zuhören heraus, doch bei weitem nicht so sehr. Manchmal dachte ich schon der Moderater wäre eingerastet... (okay leicht übertrieben).
 
Jonathan
Jonathan
Dabei seit
13. Jan. 2013
Beiträge
219
Reaktionen
6
Standen die Klaviere an einer Wand? Wenn ja wie nahe? Oft kommt es vor, dass das Instrument zu nah an der Wand steht und der Klang den Spieler nicht voll erreicht.
 
G
Guido
Dabei seit
29. Juni 2013
Beiträge
13
Reaktionen
0
was bist du gewöhnt?
auf was spielst du aktuell/im Unterricht?
Im Unterricht (30 Min/Woche) ist es ein... Passe. Ist ein leicht verstimmtes Klavier, das ich auch nicht zu dumpf empfinde. Zu Hause spiele ich auf einem YDP 142 (Digi-Piano). Da ist es mir nicht so aufgefallen. Dafür klingt es mir aber zu künstlich. Deshalb auch die Suche nach einem Klavier.

Instrumente nie direkt vergleichen. ein "normales" Instrument klingt direkt hinter einem brillianten Klavier immer dumpfer als es ist. Gehör erholen lassen
Bin mir nach dem fünften Klavier auch vorgekommen wie in der Parfümerie, wenn man zuviel Düfte ausprobiert hat. Habe mir (und der Händler/Klavierbauer/Verkäufer hat sich auch !!!) aber locker drei Stunden Zeit genommen.

Soll ich noch eine Runde drehen?
 
G
Guido
Dabei seit
29. Juni 2013
Beiträge
13
Reaktionen
0
Lass das erstmal sacken und dann in Ruhe nochmal hingehen.
Ich denke darauf läuft es hinaus.

Hat der Händler was zu Deinen Bedenken gesagt?
Ja, er meinte dass das Ton-Empfinden sehr subjektiv sei. Hat mich keinesfalls unter Druck gesetzt, hat mir auch nicht versucht doch das etwas teurere Klavier "anzudrehen". Er meinte, dass er als "Romantiker" eher die anderen Klaviere bevorzugt.

Echt blöd. Im Moment wünsch ich mir so etwas wie einen "Paten" der mich an die Hand nimmt und mir dann sagt "Nimm den, Kleiner. Das passt schon". So wie die Fünftklässler eben die frisch an der Schule sind ;)

Okay. Ich werde mal darüber schlafen.:confused:
 
Jonathan
Jonathan
Dabei seit
13. Jan. 2013
Beiträge
219
Reaktionen
6
Der "Pate" wird dir leider nur zu einem Yamaha raten können, da der Klang nicht zu eigen und brilliant (bei den meisten) ist. Allerdings kaufst du dann absoluten Mainstream (was nichts Schlechtes heißen muss) und eventuell nicht "dein" Instrument. Eine Klaviersuche braucht viel Zeit und endet meist damit, dass ein Instrument "nimm mich" ruft, und nicht damit, dass du zu einem Klavier sagst "du kommst jetzt mit". ;)
Das Instrument muss dich also ansprechen, dann ist es richtig.

Liebe Grüße und viel Erfolg bei der Suche
Jonathan
 
J
jensen1
Dabei seit
28. Apr. 2009
Beiträge
613
Reaktionen
472
Ich befürchte, dass dir noch eine Lernkurve bevor steht, in der du die Vielschichtigkeit des Klavierklanges für dich entdeckst.

Brillianz ist zunächst erstmal eine Klangeigenschaft, die positiv wahrgenommen wird als erster Eindruck. Brilliant ist durchsetzungsfähig und es klingt frisch. Bei Lautsprechertests werden z.B. häufig auch brilliant klingende Lautsprecher positiv bewertet und erst nach einer Zeit merkt man dann, dass es unnatürlich klingt.

Meine Vermutung ist, dass weder eines dieser Klavier tatsächlich zu dumpf klang, noch dass etwas mit deinen Ohren nicht stimmt. Wenn man nur den Digital-Klang kennt, oder den Klang eines hart gespielten Schulklavieres, so klingt jedes gute Klavier im Vergleich erstmal "voluminös". Und statt die Tiefe im Klang wahrzunehmen, nimmt man zuerst das Fehlen der Brillianz war, denn man bewertet den neuen Klang nicht "für sich", sondern im Vergleich zum bisher bekannten.

Ich würde dir raten, spiele eine Menge Instrumente an, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Klangeigenschaften gute Klaviere haben.
 

Jonathan
Jonathan
Dabei seit
13. Jan. 2013
Beiträge
219
Reaktionen
6
mit 5000 € liegst du bei neuen Klavieren ganz aus Deutschland zu tief, die gehen so bei 8000 € los.
Bei Gebrauchten Deutschen bist du mit 5000 schon gut dabei.
 
H
h.h
Dabei seit
13. Apr. 2007
Beiträge
294
Reaktionen
19
Ja, er meinte dass das Ton-Empfinden sehr subjektiv sei. Hat mich keinesfalls unter Druck gesetzt, hat mir auch nicht versucht doch das etwas teurere Klavier "anzudrehen". Er meinte, dass er als "Romantiker" eher die anderen Klaviere bevorzugt.

scheint kein Verkäufer zu sein.:D
Verkäufer müssen sagen was der Kunde hören möchte.
Kunde findet Yamaha gut: Verkäufer findet auch Yamaha gut
Kunde findet weichen Klang gut: Verkäufer steht auch auf weichen Klang.

du findest brillianten Klang gut und verkäufer sagt: ich würde was anderes nehmen.
finde ich cool!
bei einem guten Verkäufer hättest du nach 30min das Yamaha gekauft.
3h mit einem Kunden verbracht und nichts verkauft gibt Ärger mit dem Chef.
 
G
Guido
Dabei seit
29. Juni 2013
Beiträge
13
Reaktionen
0
Ich befürchte, dass dir noch eine Lernkurve bevor steht, in der du die Vielschichtigkeit des Klavierklanges für dich entdeckst.
Da stimme ich Dir inzwischen zu.

Aber was tu ich in der Zwischenzeit? Das Digi bringt mich klanglich um. Soll ich das (günstige) Yamaha nehmen und warten ob sich mir in ein paar Jahren diese Vielschichtigkeit offenbart? Soll ich gleich mehr Geld in die Hand nehmen und ein Klavier kaufen dessen wirklichen Wert, abseits des Geldes ich nicht schätzen kann?

Ich würde dir raten, spiele eine Menge Instrumente an, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Klangeigenschaften gute Klaviere haben.
Vielleicht ist das ratsamer als zu versuchen schnell an "irgendein" Klavier im Budgetrahmen zu gelangen.

Leute, das macht mich fertig... ;)

Herzlichen Dank hier an Euch die mir dabei behilflich seid
Guido
 
Peter
Peter
Bechsteinfan
Mod
Dabei seit
19. März 2006
Beiträge
22.581
Reaktionen
21.978
Kauf Dir ein altes, preiswertes Klavier, "mit dem Du leben kannst" und wenn Du so weit bist, gehe in aller Ruhe auf Suche. 5000 würde ich für mein erstes Klavier auf keinen Fall ausgeben. Mein erstes hatte damals 600 DM gekostet, mir 4 Jahre Freude bereitet und ging auch für das gleiche Geld wieder weg. Mein Bruder bekam sein Klavier umsonst und das klingt auch toll.
 
P
Pianoservice
Dabei seit
25. Nov. 2007
Beiträge
254
Reaktionen
25
Wenn schon neue Seiler würde ich schon 8000 Euro zahlen, dann hast Du einen warmen aber nicht dumpfen Klang.

Die deutschen Seiler-Klaviere gehen erst ab 7500,- Euro los. Die sind nicht dumpf.
Wenn du günstigere (4-5000,- Euro) gespielt hast, dann waren das wohl die "Johannes Seiler" aus Korea(?).

Darunter hat man einfach das Gefühl, dass da zwar was rauskommen will, aber das das nicht raus schafft. Das ist irgendwo frustrierend.

Die Johannes Seiler habe ich noch nie gespielt.
 
G
Guido
Dabei seit
29. Juni 2013
Beiträge
13
Reaktionen
0
Die deutschen Seiler-Klaviere gehen erst ab 7500,- Euro los. Die sind nicht dumpf.
Wenn du günstigere (4-5000,- Euro) gespielt hast, dann waren das wohl die "Johannes Seiler" aus Korea(?).
Es waren schon die Ed.Seiler. Wie Du schon erwähnt hast fingen die bei Ende 7.000,- an, waren für mich aber zu dumpf. Aber keiner der gespielten hat über 10.000,- gekostet.
 
 

Top Bottom