Boesendorfer Imperial 290 & Werktreue

alibiphysiker

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Hi allerseits,

da ich armer Tor leider mit einem Yamaha Klavier vorlieb nehmen muss, und doch immer wieder von dem bespielen eines Flügels träume (auch deswegen ist mein Klavierunterricht immer ein allzweiwöchentlicher Höhepunkt), bedusel ich mich von Zeit zu Zeit mit dem Besuch der Internetseiten einiger Klavierbauer. Als ich vorhin die Seite von Boesendorfer besuchte, viel mir folgender Abschnitt auf:

Warum hat das Modell 290 Imperial so viele Tasten?
Einst auf Anregung des Komponisten Ferruccio Busoni gebaut, verfügt der Imperial über 97 Tasten, also über acht volle Oktaven. Dieser erweiterte Tastenumfang ermöglicht die werkgetreue Aufführung einiger Kompositionen von Bartók, Debussy, Ravel und nicht zuletzt Busoni.
(Quelle: http://www.boesendorfer.com/de/haeufig-gestellte-fragen.html )

Nunja, welche Werke meinen die hier genau? Weiß das jemand von euch? Ich glaube nahezu gesamte Klavierwerk von Ravel recht gut zu kennen, habe auch einiges davon schon angespielt, und kann mich nicht erinnern, jemals eine Taste gesehen zu haben, welche jenseits der Reichweite eines normalen Klavieres liegt.

(Die sonstigen Vorteile weiterer, tieferer Tasten sind mir durchaus bekannt, aber wenn jemand von euch dazu noch was sagen möchte, sei er dazu herzlich eingeladen).

Liebe Grüße,

euer Daniel
 
pianochris66

pianochris66

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Ich glaube nahezu gesamte Klavierwerk von Ravel recht gut zu kennen, habe auch einiges davon schon angespielt, und kann mich nicht erinnern, jemals eine Taste gesehen zu haben, welche jenseits der Reichweite eines normalen Klavieres liegt.

Hallo Daniel,

bei Ravel gibt es wohl eine Stelle in den Jeaux d´eau, bei der eigentlich ein Subkontra-Gis gespielt werden müsste.

LG
Christian
 
Klimperline

Klimperline

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Ich hatte es bei der Führung durch das Werk so verstanden, dass durch das Mitschwingen der zusätzlichen Saiten das Klangvolumen verbessert wird.
 
Gernot

Gernot

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Lieber Daniel

Unter: http://www.boesendorfer.com/de/modell-290-imperial.html
findest Du eine Aufstellung mit Werken.

Dort wird auch "Das Große Tor von Kiev" aus den Bildern einer Ausstellung genannt. Weiß nicht, ob Mussorgski da Töne vorgesehen hat, die außerhalb des gängigen Tonumfangs von Klavieren liegen, aber vom Imperial dazu inspieriert konnte er wohl nicht gewesen sein. ;-)

Liebe Grüße
Gernot
 
rolf

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Dort wird auch "Das Große Tor von Kiev" aus den Bildern einer Ausstellung genannt. Weiß nicht, ob Mussorgski da Töne vorgesehen hat, die außerhalb des gängigen Tonumfangs von Klavieren liegen, aber vom
molto misterioso
das Manuskript der Bilder einer Ausstellung hat keine Töne, die außerhalb der 88 geläufigen liegen (es gibt eine sehr schöne Faksimile Ausgabe des Manuskripts)
 
 

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