Bitte um Rat bei einem Hohner Klavierkauf!

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Alicia

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Hallo zusammen!

Ich spiele seit etwa neun Jahren Klavier und das immer noch auf meinem ersten Kronbach Klavier (ist kein qualitativ gutes Klavier muss ich sagen).


Nun ist es echt mal an der Zeit ein anderes Klavier zu kaufen. Mein Budget liegt bei ca. vier Tausend Euro.
Es gibt bei uns in der Nähe hier, Raum Bremen, einen super Klavierbauer, der auch immer mein Klavier stimmt.
Er hat zur Zeit ein Hohner Klavier zu verkaufen. Baujahr 1995, technisch soll es in einem einwandfreien Zustand sein, 128 cm Höhe, in schwarz. In den letzten Jahren wurde es kaum bespielt.
Ich habe auch schon darauf gespielt und muss sagen dass mir der Klang sehr gut gefallen hat.

Die Frage ist nur, ist der preis das Ganze wert, 4200€?!
Das wären halt meine ganzen Ersparnisse und ich will nichts falsch machen.

Hat irgendjemand vielleicht Erfahrungen mit einem Hohner Klavier oder kann mir andere Tipps und Ratschläge geben?
Das Hohner Klavier ist bis zum 30.6 noch für mich reserviert.

Ich bedanke mich herzlich im Voraus für eure Anworten.
Alicia
 
K

Klavierbauermeister

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Die super Verbesserung zu Deinem jetzigen Klavier wirst Du mit dem Umstieg auf ein Hohner-Klavier wohl nicht erreichen. Und der Preis ist mehr als stolz, das hat ja damals neu keine 8.000,-- DM gekostet.
 
hasenbein

hasenbein

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Für 4200 Ocken bekommst Du auch ein gebrauchtes Klavier von einem richtig guten Hersteller!

Finger weg also!

Du bist ja von Deinem alten Klavier gar keinen richtig guten Klang und keine richtig gute Spielbarkeit gewöhnt, deshalb kommt Dir die Hohner-Kiste gleich "sehr gut" vor. Reine Relativitätstheorie! :D

Ich nehme mal an, der Klavierbauer hat gemerkt, daß Du nicht sooo den Plan von Klavieren hast, und versucht Dir jetzt diesen Ladenhüter anzudrehen.

Neenee, bei 4200 Euro Budget würde ich mich nochmal ganz in Ruhe umschauen nach Gebrauchtklavieren von Schimmel, Bechstein, Yamaha o.ä.

LG,
Hasenbein
 
hasenbein

hasenbein

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Klavierbauermeister, bist Du Dir mit dem Neupreis von 8000 DM in 1995 sicher?

Dann wäre der Preis von 4200 € für diese Gurke ja geradezu unverschämter Wucher!

LG,
Hasenbein
 
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Ambros_Langleb

Ambros_Langleb

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Das Thema hatten wir vor kurzen schon:

https://www.clavio.de/forum/klavier...en/10602-hohner-hp-120-versus-ravenstein.html

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Und wiederholen: die Musikpädagogen hier an der Uni haben im Übungskeller einen ganze Kollektion von ca. dreißig Jahre alten Klavieren (Euterpe, Ferich, Grotrian, Ibach...), darunter ein Hohner. Alle sind gleichmäßig bespielt, beansprucht, ramponiert. Und da fällt auch einem Laien der Befund leicht: das H. ist das mit Abstand schlechteste Klavier im Bestand (Laß Dich von dem Namen nicht täuschen - die Dinger kamen schon damals aus Asien).
 
PianoCandle

PianoCandle

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Hallo Alicia.

Vor 2 Jahren überarbeitete ich in Hamburg ein Astor-Klavier mit ca. 120 cm Höhe, das wahrscheinlich produktionsmäßig aus dem gleichen Stall kam wie dein avisiertes Hohner, nämlich von YoungChang in Korea, und auch altersmäßig ähnlich war. Dessen Anschaffungspreis lag bei gut der Hälfte, erworben in einem großen Geschäft in Norddeutschland.

Das Klavier war und ist substanziell sehr ordentlich und ließ sich klanglich wie technisch mit entsprechneder Sorgfalt zu was richtig Gutem machen - abgesehen von einem unveränderlichen Merkmal, nämlich dass es für ein Klavier dieser Größe recht kurze Tastenhebel hat.

Sofern dein avisiertes Klavier baulich aus dem selben Stall (mit anderem Label) kommt, ist klanglich-technisch genug Potenzial zum ggf. "Wachrütteln" vorhanden. Wenn es allerdings, bei 128 cm Höhe, auch eher kurze Tastenhebel hat, wäre aus Gründen der Unabänderlichkeit davon abzuraten.

Die Tastenhebellänge lässt sich ungefähr erkennen, wenn die obere Vorderwand ("Oberrahmen") und die Tastenklappe herausgenommen sind: Vom hinteren Ende eines schwarzen Tastenbelags bis zum dazugehörigen Waagebalkenstift sollte eine Distanz von 8 cm oder mehr sein, als absolutes Minimum wären auch 7 cm noch vertretbar.

Wenn nach diesen Prüfungen die Voraussetzungen stimmen, kommt das Klavier durchaus in Frage. Für einen Preis, der 3000 Euro nicht überschreiten sollte. Weniger wäre besser - damit für feine Nacharbeiten ggf. noch Manövriermasse bleibt.

Gruß
Martin
PianoCandle


... und aus Krach wird Klang
 
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Alicia

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Ich bedanke mich herzlich für eure ausführlichen Anregungen und Ratschläge!
Ich hab mich auch nochmals im Internet erkundigt...also momentan spricht mehr gegen den Kauf als dafür. Zumal der Preis leider auch nicht mehr verhandelbar ist.

Das Problem ist, dass ich aber dennoch in den nächsten Monaten ein anderes Klavier kaufen muss. Das derzeitige Klavier lässt echt zu wünschen übrig. Für einen Anfänger ist das sicherlich ausreichend, aber ich muss mich nun echt nach etwas Besserem umsehen.
Habt ihr denn erfahrungsgemäß Tipps was man für 3000-4000 € kaufen könnte?

Ich spiele am liebsten Stücke von Debussy, Yann Tiersen, Alexandre Desplat usw. Also ich mag weiche Klänge :-)
Aber die Qualität ist mir halt auch sehr wichtig.

Danke nochmals für eure Hilfe.
Liebe Grüße
Alicia
 
hasenbein

hasenbein

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Alicia

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Uuups, jetzt hab ich mich wohl zum Buhmann gemacht :-/
Ist natürlich alles Geschmackssache.
Aber ich weiß dass Debussy natürlich schon eine andere Klasse ist.
Nicht übel nehmen. Und bitte nicht wie in dem Video schreiben vor Entsetzten wegen meiner Namensnennung :-)
 
klaviermacher

klaviermacher

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Liebes Hasenbein,

Dein Beitrag war irgendwie nicht besonders hilfreich, sorry.:rolleyes:
Ich finde Alicia hat richtig getan, die Stücke, die sie gerne spielt zu nennen.

Ich würde im übrigen nicht vorschnell nur nach der Marke urteilen, weil ein Klavier eben kein Standard-Walkman ist. Und obwohl Marken schon bestimmte Qualtiätsmerkmale haben, ist es nicht ausgeschlossen ein mieseres Klavier zu erhalten, dass eigentlich nur deshalb teurer bzw. um ähnlich viel (wenig) Geld angeboten wird, nur weil eine noblere oder bekanntere Marke drauf steht.

LG
Michael

P.S.: Vermutlich hat Alicia schon Angebote vom Kollegen erhalten. ;) Ich hätte da sicher auch etwas...
 
hasenbein

hasenbein

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War bloß ein doofer Gag, Alicia! Ich geb's ja zu!

Hier im Forum gibt es einen eingeschworenen Kreis von Tiersen-Hassern, und wenn das Wort fällt...nun ja...dann kann sich der eine oder andere eben nicht beherrschen! :D :D

LG,
Hasenbein
 

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Alicia

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Kein Problem :-) Bisschen Spass muss sein. Das nehm ich dir nicht übel Hasenbein. Aber trotzdem Danke für die Unterstützung Michael.

Also mir fällt es echt schwer mich für ein bestimmtes Klavier zu entscheiden. Konkrete Angebote liegen mir leider nicht vor. Ich hab schon ein paar Klaviere besichtigt aber entweder gefiel mir der Klang nicht, z. B. Kawai, oder aber die waren zu teuer und gleichzeitig seeehr alt beispielsweise Yamaha U-Serie.
Und Schimmel oder Bechstein Klaviere finde ich einfach nicht bis 4000 Euro.

Habt ihr da sonst noch konkrete Tipps oder Vorschläge?
Ich danke euch jetzt schon für die Hilfe.

Liebe Grüße und euch noch einen schönen Abend
Alicia
 
S

schmickus

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Hi Alicia,

guterhaltene Klaviere aus den goldenen 30er-Jahren sind auch fein. Zum Beispiel
Pfeiffer, Rönisch, Schwechten, Zeitter-Winkelmann. Natürlich gut gepflegt und auf jeden Fall mit Unterdämpfungsmechanik (ist der heutige Stand der Technik). Von privat kaufen kann sich lohnen, aber engagiere AUF JEDEN FALL einen sachverständigen Klaviertechniker zum Begutachten.

Viel Freude bei der Suche!
Und nichts übereilen! ;)
 
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Alicia

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Hallo Schmickus,

danke... Ich werde mir diesen Ratschlag zu Herzen nehmen und auch ältere Klaviere in Betracht ziehen.
Wer weiß, vielleicht ist ein älteres gebrauchtes Klavier auch gut. Ich hatte mich da irgendwie so auf das Baujahr ab 1995 fixiert, damit das Klavier nicht zuuu alt ist.
Möglicherweise hatte ich meine Suche bzw Kriterien zu sehr eingeschränkt...
 
fisherman

fisherman

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Wer weiß, vielleicht ist ein älteres gebrauchtes Klavier auch gut. Ich hatte mich da irgendwie so auf das Baujahr ab 1995 fixiert, damit das Klavier nicht zuuu alt ist.
Hallo Alicia, SOLANGE DU vor dem Kauf einen Techniker zur technischen (!) Überprüfung hinzuziehst, kannst Du weit in die Vergangenheit reisen. Durchaus auch zu Klavieren der 1500-2000 Euro-Klasse (mit gutem Namen) und 2.000-2.500 für fachgerechte Überarbeitung investieren. Da gibt es Schätze zu heben!

Lass Dir Zeit!

PS. Klaviermacher hat Dir doch was angeboten - falls nicht, schreib ihm ne PN - der ist zu dezent :D
 
 

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