Anschlaghärte beim Pianos normal?


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agerer
Guest
Hallo,

ich hatte bis April 2009 ein Klavier (ca. 132 cm hoch) von der Fa. Willis aus Landshut. Es war > 70 Jahre alt.

Dieses hatte einen ziemlich weichen Anschlag.

Danach kaufte ich mir eine SEILER 116 Primus Duo, das um einiges härter anzuschlagen ist. Der Verkäufer sagte mir "das sei normal, weil das alte Klavier im Grunde schon schlecht war".

Frage: Ist das wirklich normal, dass der Anschlag der neuen Klaviere härter ist oder ist das eine Eigenart von SEILER? :confused:

Seither hab ich nämlich etwas Probleme beim Speilen von "p" und "pp".

Gruß Sebastian
 
klaviermacher
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Hallo Sebastian,

Wenn Du Probleme mit dem Anschlag bei pp und p hast, dann ist das Klavier nicht richtig eingestellt. Vermutlich sind die Dämpferfedern zu stark gespannt und/oder das Auslösen vor der Saite zu wenig Nahe eingestellt. Bei einem Silent-System kann man zwar nicht so Nahe einstellen, als bei einem Klavier ohne Silent, aber vielleicht lässt sich das doch noch etwas präziser justieren.

Du könntest Dich auch für meine Tour im Herbst anmelden, wenn es Dir sonst niemand in Ordnung bringt.

LG
Michael
 
Mindenblues
Mindenblues
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Also mein Eindruck ist sowieso, dass der Anschlag bei modernen Klavieren und Flügeln eher ziemlich brilliant ist und die Tastatur rel. schwergängig ist, im Vergleich zu "Vintage"-Instrumenten. Mein Klavierstimmer sagte mir, dass z.B. die Hämmer mit der Zeit immer größer und schwerer geworden sind, um einen tragenderen ff-Sound erzeugen zu können.

Für meinem Flügel habe ich im Zuge der Restaurierung extra Hammerfilze machen lassen, wie sie original 1935 bei diesem Flügel verwendet wurden, etwas kleinere als heutige. Mir gefällt das besser, insbesondere wo ich weiß, dass der Flügel nicht in einem Konzertsaal, sondern in einem Wohnzimmer steht.
 
 

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