Altes Thürmer Klavier - Resonanzboden

Wenn es nur leicht verstimmt ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Stimmstock bzw. die Wirbelfestigkeit in Ordnung sind und es keinen Gussplattenriss hat. Es sei denn, der Verkäufer hat es direkt vorher gestimmt.
 
Wenn es nur leicht verstimmt ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Stimmstock bzw. die Wirbelfestigkeit in Ordnung sind und es keinen Gussplattenriss hat. Es sei denn, der Verkäufer hat es direkt vorher gestimmt.
"leicht verstimmt" ist zumeist ein subjektiver Eindruck.

Auch ein Instrument was gut eine Terz zu tief ist, kann für den einen oder anderen als "leicht verstimmt" betrachtet werden.
 
Ich habe es am Sonntag kurz angespielt (ich war eigentlich auf den Klavierhocker aus) und es hat sich wenig verstimmt angehört.
Ich bin allerdings Laie und interpretiere da nicht viel hinein.

Danke für alle Hinweise. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Mit meinem Flügel wurde ich hier auch sehr gut beraten. Kaufentscheidung wurde durch Clavio-Schwarmwissen gefällt.
 
Pass auf, dass dir die Saiten nicht reißen. Es wäre doch blöd, wenn du das Instrument bei der Begutachtung, vor dem Kauf beschädigst. Die Festigkeit der Wirbel zu überprüfen überlasse ich lieber einem Fachmann.

Wenn das ganze Instrument gleichmäßig zu tief ist, spricht das für gute Wirbel, oder?
Wenn einzelne Stimmwirbel lose sind, dann sind entsprechend auch einzelne Saiten verstimmt, also einzelne Chöre unrein.
 
Ein Instrument kann zu tief sein wenn es lange nicht gestimmt wurde, es kann aber auch wesentlich tiefer gestimmt worden sein, weil die Wirbel eine Tonhöhe ab 432 Hz nicht mehr halten kann oder die Gußplatte geborsten ist.

Wenn du nicht am Gesäß der Welt wohnen würdest würde ich den Auftrag der Restauration gern an dich vergeben. Kann mir vorstellen, dass du das gut hinbekommen würdest.
 
es kann aber auch wesentlich tiefer gestimmt worden sein, weil die Wirbel eine Tonhöhe ab 432 Hz nicht mehr halten kann oder die Gußplatte geborsten ist.
Eher nicht. Wenn die Gussplatte gebrochen ist, dann hört man einen krassen Sprung in der Tonhöhe und es ist dann total verstimmt. Und wenn Wirbel locker sind, dann ist es auch egal ob es 100 Cent zu tief steht oder nicht: die halten in keinem Fall. Und dann hört man die Ausreißer.
 
Auch das eher nicht. Wenn die Platte gebrochen ist (und nicht nur einen kleinen Haarriss irgendwo hat) dann kann man auch nicht mehr eine Terz tiefer stimmen, sondern gar nicht.

Es ist natürlich wenig sinnvoll so ein Ding noch zu stimmen, zumal es eine Terz tiefer richtig sch**** klingt.

Aber generell machbar ist des schon, da die wesentlich geringere Spannung durchaus noch die Raste halten kann.

Hab in meiner Kundschaft so ein Fall - absolutes Schrottklavier, durchgehender Plattenbruch in der mittleren Längststrebe aber es soll immer noch jährlich gestimmt werden, auch wenn es ne Terz tiefer ist.
 

Ich habe nun Abstand genommen von diesem Instrument.
In der kurzen Zeit einer Zweitbesichtigung habe ich ein bisschen recherchiert und viele andere sehr gute Angebote entdeckt. Im Moment habe ich sogar ein Angebot (Geschenk) eines sehr gut erhaltenen und gepflegten Zeitter Winkelmann Klavier bekommen.
Zu einem kleinen Preis wurde es dann ein kleines Schimmelklavier. Das hat für seine Größe (102cm) einen ausreichenden Klang, die Mechanik ist in Ordnung und es sieht hübsch und gepflegt aus. Es passt hervorragend an meinen Arbeitsplatz und motiviert mich in kleinen Arbeitspausen zu üben, besser als das alte Digitalpiano, welches da vorher stand.
 

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