Alte Flügel von 1900-1930: Vor- und Nachteile?

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Was ist grundsätzlich von Flügeln (160 -170 cm) älteren Baujahrs (1900-1930) zu halten?
Speziell:
  • Petrof
  • Bösendorfer
  • C. Bechstein
  • Ibach
  • Gebr. Niendorf
  • Aug. Förster

Ganz im Allgemeinen und im Vergleich z.B. zu Grotrian-Steinweg aus den 1960iger?
 
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Bei Instrumenten dieses Alter ist eine generelle Antwort schwierig. Mann kann sie natürlich nach dem Markenrenommee klassifizieren (etwa: Bösendorfer/Bechstein/Ibach > Förster/Petrof > Niendorf), aber das hilft wenig, wenn ein Instrument mit klangvollem Namen heruntergespielt ist und das weniger angesehene Jahrzehnte unbenuzt und daher leidlich erhalten in der Ecke stand. Was Bechstein betrifft, so kannst Du auf diesem Forum Hinweise darauf finden, dass bestimmte Modelle des Herstellers signifikant häufiger Plattenbrüche hatten als andere.

Generell würde ich eine Suche niemals auf diese paar Marken einschränken. Gibt es einen Grund, warum du z.B. Blüthner, Feurich, Pfeiffer, Rönisch, Schimmel, Seiler, Thürmer, Zeitter & Winkelmann, um mal das Alphabet ein wenig auszuschreiten, ausgeschlossen hast?
 
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Die Einen sagen so, die Anderen sagen so. Man muss der Gerät selbst gesehen und angespielt haben. Selbst der sogenannte Fachmann ist da nicht immer der Fachmann. Ich habe mittlerweile den Eindruck gewonnen, dass Alles nur noch auf Gewinn orientiert bewertet wird.

altersschwache Grüße :017:
 
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Generell würde ich eine Suche niemals auf diese paar Marken einschränken. Gibt es einen Grund, warum du z.B. Blüthner, Feurich, Pfeiffer, Rönisch, Schimmel, Seiler, Thürmer, Zeitter & Winkelmann, um mal das Alphabet ein wenig auszuschreiten, ausgeschlossen hast?
Keinen besonderen außer das u.a. diese bei den Händler wo ich mich umgesehen habe gerade angeboten werden.

Was ist mit den ganzen "untergegangenen" Namen aus den goldenen Gründerzeiten der Manufakturen Mitte des 19. Jhrd. die dann in den 1930/40iger Jahren verschwanden. Die zu ihrer Zeit oft "preisgekrönt" und z.B. "Hoflieferanten" waren.
Da werden ja immerwieder einzelne Instrumente angeboten, viele Wiener oder Berliner Provinienz der 1920/30iger Jahre (so um und bei für 3.000-6.000€), die augenscheinlich gut in Schuß sind, gereinigt sind, überholte Mechaniken etc. haben und gut klingen, die aber heute "keinen Namen" mehr haben und über die man keine oder so gut wie keine Infos mehr findet.
 
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Was ist mit den ganzen "untergegangenen" Namen aus den goldenen Gründerzeiten der Manufakturen Mitte des 19. Jhrd. die dann in den 1930/40iger Jahren verschwanden. Die zu ihrer Zeit oft "preisgekrönt" und z.B. "Hoflieferanten" waren.
Habe mal ein paar Probe gespielt. Waren allesamt nicht gerade eine Offenbarung. Ausnahmen gibt es bestimmt, die Mehrheit dürfte aber nicht mehr wert sein, als sie kostet. Liegt vielleicht nicht nur am Instrument, sondern auch daran, dass es sich wirtschaftlich weniger lohnt, die aufwändig aufzuarbeiten als bei einem Steinway oder Bösendorfer.
Für gewöhnlich habe ich jedenfalls den Eindruck, ein 1970er Grotrian Steinweg, August Förster, eventuell auch Seiler, Sauter etc. ist in Sachen Preis-Leistung meist die bessere Wahl als ein 1930er Steinway oder Bösendorfer.
 
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Also lieber 8.000 für nen kleinen 1960/70iger Grotrian ausgeben als 5.000 für nen kleinen 1920iger Bösendorfer/Bechstein oder 4-5.000 für einen 1950/70iger DDR Niendorf/Zimmermann/Hupfeld?
 
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In aller Regel ist ein Steinway aus den 30er-Jahren den Grotrians, Sauters, Seilers ... aus den 70ern deutlich vorzuziehen, wenn der Flügel nicht völlig ruiniert worden ist.
 

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Die größeren Bechsteins aus dem frühen 20. Jh. sind - sofern sie pfleglich behandelt worden sind - zumeist exzellente Instrumente, klanglich wie mechanisch. Ob man da pfennigfuchsend "Schnäppchen" machen kann, weiß ich nicht. Artur Rubinstein bevorzugte im gefragten Zeitraum die Flügel von Bechstein, später stieg er um auf Steinway (was wohl daran lag, dass Bechstein durch zwei Weltkriege und eine kurztausendjährige Anbiederung die frühere Qualität nicht halten konnte und zudem einen gehörigen Prestigeverlust einheimste...)
Wie dem auch sei: Die großen Flügel von ca 1900-1920 sind exzellent, sofern sie immerhin 100 Jahre lang gut gewartet worden sind.
 
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@rolf Definiere “die großen...“
Zur Rede stehen hier ja eher die “kompakteren" z.B. Bechstein 170 cm von 1920 (~ 7.000€) oder Bösendorfer ca. 160/165cm von 1900 (~5.000€) vs. Grotrian-Steinweg" 140cm aus den 1960iger (~8.500€).
 
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Irgendwo hier in den Weiten von Clavio hab ich durchaus Gutes über die kleinen Grotrians gelesen. Ich meine der Schreiber hatte den gegen seinen Blüthner Mod. 11 verglichen, der dagegen nicht mithalten konnte.
Vom Klang hat der Grotrian von geschulten Ohren schon eine "Freigabe" erhalten.

Grundsätzlich finde so alte "Hölzer" mit Historie ja extem charmant und beneide meine Freundin immer um ihre über 250 Jahre alte italienische Geige.
Von dem her fände einen 120 Jahre alten Bösendorfer mit etwas Patina eigentlich viel interessanter und charmanter als einen hochglänzenden "langweiligen" Grotrian.

@agraffentoni Danke für den Geheimtip. Aber von Optik geht der gar nicht. Diese Intarsien sehen aus wie so'n 1960iger Jahre Eichen-Stäbchenparkett :005:
Hihi... :003: lag ich ja genau richtig, denn der ist auch genau aus dieser Zeit (1962/63) wie die Seriennummer verrät, und nicht aus den 20/30igern wie im Inserat angegeben. Auf'm Fußboden, wo man Teppich drüber legen kann ok, aber in 1m Höhe mitten im Sichtfeld ein no-go :010:
 
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Größer ist halt auch eigentlich immer besser. Ist nur meiner Meinung nach halt eine Grundtendenz, dass für das gleiche Geld ein Name ohne den Blingblingfaktor (Steinway und Bösendorfer) im Mittel besser ist.
 
 

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