alla breve

F

feingeist1

Dabei seit
28. Dez. 2009
Beiträge
96
Reaktionen
0
Wie ist dieser Takt zu zählen ? Ala breve impromptu ges dur Schubert?

Danke!:rolleyes:
 
.marcus.

.marcus.

Dabei seit
11. Apr. 2007
Beiträge
3.745
Reaktionen
1.191
1 - 2 - 3 - 4 ;)

Als Grundwert halbe Noten.

lg marcus
 
.marcus.

.marcus.

Dabei seit
11. Apr. 2007
Beiträge
3.745
Reaktionen
1.191
Ich hab unten ein Notenbeispiel angehängt. Rolf, vielleicht hast du ein anderes Druckbild ? Zwei halbe Noten pro Takt zu zählen, leuchtet mir zumindest bei dem unten angehängten Druckbild nicht ein.

Die Halbe fließen dann entsprechend Andante und die sanfte Triolenbewegung fließt nebenbei ;)

Sehr schöne Aufnahme von Brendel:
http://www.youtube.com/watch?v=GkX4MyDeIqI

lg marcus
 

Anhänge

  • Schubert op.90,3.JPG
    Schubert op.90,3.JPG
    18,6 KB · Aufrufe: 104
rolf

rolf

Dabei seit
18. Feb. 2008
Beiträge
28.473
Reaktionen
18.652
Ich hab unten ein Notenbeispiel angehängt.

hallo,

da (Notenbild) finden sich vier Halbe je Takt, am Anfang iat das alla Breve Zeichen ja auch doppelt. Ich hatte die Überschrift "ala breve" allgemein auf den alla Breve Takt verstanden und mich folglich gewundert.

Ulkig ist die angehängte G-Dur Fassung :) , bei imslp gefunden

In Schuberst originaler Fassung von op.90 Nr.3 ist natürlich Ges-Dur die richtige Tonart, und der Takt ist zweimal alla breve. Das Druckbild wird übersichtlicher, wenn man Achtelsextolen sieht.

Gruß, Rolf
 

Anhänge

  • ulkige G-Dur Version alla breve.jpg
    ulkige G-Dur Version alla breve.jpg
    65 KB · Aufrufe: 92
P

pianowolfi

Dabei seit
14. Okt. 2006
Beiträge
16
Reaktionen
0
Die Frage ist ob es nicht besser wäre zwei ganze Noten zu denken....
 
F

Flyinggreg

Dabei seit
21. Feb. 2010
Beiträge
29
Reaktionen
0
2x Ganze zählen

Die Ges-Dur Originalausgabe denkt man in 2 Halben. 1.Ganze schwer, 2. leicht. Ist ein daktylischer rhythmus - da-di-di.
Die G-Dur ist lesbarer notiert - in meinem alten schuber-sammelband steht: populär-volkstümliche Variante - angeblich von Schubert autorisiert bzw. vom Verleger eingerichtet.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
.marcus.

.marcus.

Dabei seit
11. Apr. 2007
Beiträge
3.745
Reaktionen
1.191
Die Ges-Dur Originalausgabe denkt man in 2 Halben. 1.Ganze schwer, 2. leicht. Ist ein daktylischer rhythmus - da-di-di.
Die G-Dur ist lesbarer notiert - in meinem alten schuber-sammelband steht: populär-volkstümliche Variante - angeblich von Schubert autorisiert bzw. vom Verleger eingerichtet.
Meinst du oben "in 2 Ganzen" ?

Probier mal das Impromptu in G-Dur zu spielen ;) Wenn volkstümlich bedeutet, unheimlich ärgerlich, weil es sich viel weniger leicht weichspülen lässt als in Ges-Dur, dann stimme ich mit dir überein.
Der letzte Satz "von Schubert autorisiert bzw. vom Verleger eingerichtet" ist klasse :D

lg marcus
 
F

Flyinggreg

Dabei seit
21. Feb. 2010
Beiträge
29
Reaktionen
0
ah - ich hab mich vertan! 2 Ganze natürlich!
Und wenn man die halbe in Tempo 60 spielt, dann ist es für mein Empfinden ein ganz beschwingtes andante....
Schließlich muss man auch bedenken, dass der jeweils 2. Takt als ganzes immer leicht ist - so ergibt sich metrisch gesehen ein ganz anderes stück, als wenn man es bequemer 4/4 alla breve notiert... (wie in der volkstümlichen fassung ;-))
Das mit dem autorisiert war auch ;-) gemeint... i mein der schubert wollt wahrscheinlich auch, dass die leut die noten kaufen [der verleger wollt das vielleicht noch mehr], und ges dur war sicher für viele abschreckend (die vielen b und dann noch die seltsamen noten...) -
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hasenbein

hasenbein

Dabei seit
13. Mai 2010
Beiträge
8.867
Reaktionen
7.972
Es sollte vielleicht noch erwähnt werden, daß "alla breve" ausschließlich ein Notationsaspekt ist, aber kein reales Phänomen der Musik. D.h., für jemanden, der ohne Noten spielt, existiert so etwas wie alla breve nicht.

Alla breve zu notieren ist lediglich eine Option für den Komponisten, wenn er will, daß die Noten übersichtlicher aussehen (weil ja alle Notenwerte verdoppelt werden können und so weniger Fähnchen und Balken nötig sind).

Wird also vor allem dann angewendet, wenn die dem Grundpuls entsprechende Notenlänge (also im Schubert-Impromptu die Halbe, sonst meist die Viertel) in viele Untereinheiten eingeteilt wird (z.B. im Impromptu in der Begleitung).

Es ist schon richtig, wie Rolf sagt, daß alla breve oft (nicht immer!) ein recht schnelles Tempo anzeigt, aber es wäre stets möglich, dasselbe auch als Nicht-alla-breve mit halbierten Notenwerten aufzuschreiben (und daß das Ganze schnell sein soll, kann man schließlich drüberschreiben). Reine Ermessenssache.

LG,
Hasenbein
 
F

Flyinggreg

Dabei seit
21. Feb. 2010
Beiträge
29
Reaktionen
0
Es sollte vielleicht noch erwähnt werden, daß "alla breve" ausschließlich ein Notationsaspekt ist, aber kein reales Phänomen der Musik. D.h., für jemanden, der ohne Noten spielt, existiert so etwas wie alla breve nicht.

Alla breve zu notieren ist lediglich eine Option für den Komponisten, wenn er will, daß die Noten übersichtlicher aussehen (weil ja alle Notenwerte verdoppelt werden können und so weniger Fähnchen und Balken nötig sind).
ist schon richtig - ABER: die takteinteilung hat reale auswirkungen - auf die metrik. Takte sind als ganzes schwer und leicht - der atem der musik. und da ist es nicht ganz gleichgültig wieviel noten imtakt stehen. Deshalb find ich beim schubert-impromptu die taktverdopplung problematisch, weil die metrik durcheinander kommt (der leichte takt im original ist im g-dur plötzlich schwer...)
 
hasenbein

hasenbein

Dabei seit
13. Mai 2010
Beiträge
8.867
Reaktionen
7.972
Ja, Flyinggreg, das ist klar.

Wir wissen hier sicherlich alle, daß ein Unterschied zwischen 4/4 und 2/4 (oder 4/2 und 2/2 wie in den 2 Versionen des Impromptus) besteht und worin der besteht.

Davon sprach ich aber nicht.

LG,
Hasenbein
 
F

Flyinggreg

Dabei seit
21. Feb. 2010
Beiträge
29
Reaktionen
0
Ja, Flyinggreg, das ist klar.

Wir wissen hier sicherlich alle, daß ein Unterschied zwischen 4/4 und 2/4 (oder 4/2 und 2/2 wie in den 2 Versionen des Impromptus) besteht und worin der besteht.

hä? das hätt ich sagen wollen?? Du musst mich falsch verstanden haben...
du behauptest, dass komponisten (z.b. beethoven in der pathetique erster satz allegro con brio) das alla breve aus bequemlichkeit so notieren.... na das is ein ziemlich abwegiger gedanke....
 
M

Manha

Guest
Zitat von flyinggreg:
Schließlich muss man auch bedenken, dass der jeweils 2. Takt als ganzes immer leicht ist -

ist schon richtig - ABER: die takteinteilung hat reale auswirkungen - auf die metrik. Takte sind als ganzes schwer und leicht - der atem der musik. und da ist es nicht ganz gleichgültig wieviel noten imtakt stehen. Deshalb find ich beim schubert-impromptu die taktverdopplung problematisch, weil die metrik durcheinander kommt (der leichte takt im original ist im g-dur plötzlich schwer...)

Hallo zusammen,

ein etwas älterer Faden, sorry fürs hervorkramen, aber ich lese hier zum ersten Mal, das ganze Takte schwerer oder leicher sind - ich kannte das bisher nur von den Noten innerhalb eines Taktes, nicht von einem ganzen Takt an sich.

Die Vorstellung finde ich verwirrend, ich kann damit nicht so viel anfangen.

Gibt es tatsächlich Regeln für schwere und leichte Takte als Ganzes?

Bisher dachte ich eigentlich, der Melodieverlauf eines Stückes bestimmt über die Takte hinweg das Betonungsmuster von Takten.

Viele Grüße an Alle,
Manha
 
P

PianoPuppy

Dabei seit
24. Okt. 2010
Beiträge
2.317
Reaktionen
13
Gibt es tatsächlich Regeln für schwere und leichte Takte als Ganzes?

Liebe Manha,

Wofür es nicht alles Regeln gibt! :D

Vielleicht bist du inzwischen schon fündig geworden, wenn nicht - such' mal unter Riemann.

Singen und Musik im allgemeinen haben ja viel mit Sprache zu tun - bzw. ist es ja eine Art von Sprache. Vielleicht kann dir das weiterhelfen.

Hier mal ein Lied, das wohl jeder kennt:

kommt_ein_vogel_geflogen.gif



Wenn du den Text liest, ergibt sich eine bestimmte Sprachrhythmik und ein Betonungsmuster. Einige Wörter werden stärker betont (fett und unterstrichen) andere schwächer (unterstrichen) - die Betonung der einzelnen Silben geht dadurch natürlich nicht verloren.

Kommt ein Vogel geflogen,
setzt sich nieder auf mein' Fuß,
hat ein' Zettel im Schnabel,
von der Mutter ein' Gruß.

Wenn du den Text singst, so wirst du merken, daß sich dieses Muster auch in der Musik widerspiegelt - es gibt sozusagen Haupt- und Nebenakzente, nicht nur innerhalb des Taktes, sondern auch in der Periode.

Dieses Betonungsmuster findet man nicht nur in Liedern sondern auch in Stücken ohne Text. Kannst ja mal etwas in deinem Repertoire stöbern und die Stücke unter diesem Gesichtspunkt nochmal durchspielen. Vielleicht auch ein bisserl Bartók reaktivieren - bei ihm findet man ja äußerst selten regelmäßige Perioden - da wird das auffinden der Akzente dann auch etwas spannender. :razz:

Wenn du noch Fragen zu dem Thema hast - am Freitag habe ich wieder Unterricht, da kann ich meinen KL ein bisserl damit sekkieren, falls sich nicht vorher schon Antworten ergeben. ;)

Herzlichen Gruß, PP
 
M

Manha

Guest
Hallo PP :)

Singen und Musik im allgemeinen haben ja viel mit Sprache zu tun - bzw. ist es ja eine Art von Sprache.

Ja klar, aber gerade deswegen (!) finde ich eine starre Vorgabe, wie "jeder zweite Takt ist unbetont" doch recht seltsam :confused:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das grundsätzlich für Stücke gilt, vielleicht aber eher grundsätzlich für alla breve?
Keine Ahnung :D

In deinem Beispiel würde ich den "Fuß" Takt auch durchaus als betont ansehen, eben
durch die ganze Viertel auf dem "Fuß" mit zusätzlicher Achtelpause danach, welche beim sprechen ja das "Komma", kennzeichnen würde, aber für mich gleichzeitig auch noch das "Fuß" hervorhebt da sie Zeit zum realisieren verschafft, das der Vogel sich eben ungewöhnlicherweise auf den "Fuß" setzt.
Aber vielleicht spreche/singe ich das Ganze auch einfach seltsam, das will ich nicht ausschließen :D


Aber nach Riemann werde ich mal schauen, danke für den Tipp!!!

Herzliche Grüße,
Manha
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
F

feingeist1

Dabei seit
28. Dez. 2009
Beiträge
96
Reaktionen
0
es Akkord in ges Dur

Hi,
schön, dass der Faden noch mal aufgegriffen wird. Möchte mich in die erneute
Diskussion nicht einmischen. Kurze Frage an alle Anfänger zwischendurch:
Wie ist der es Akkord in der Ges Dur Tonleiter aufgebaut?
Macht es Sinn das Stück hinsichtlich der Akkorde zu zerlegen? Bringt es etwas?

Danke!:lol:
 
P

PianoPuppy

Dabei seit
24. Okt. 2010
Beiträge
2.317
Reaktionen
13
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das grundsätzlich für Stücke gilt, [...]

Bevor ich meinen Beitrag geschrieben habe, bin ich einige Lieder aus den unterschiedlichsten Genres im Kopf durchgegangen - ich habe in der Schnelle keine Ausnahme gefunden - die wird es aber sicher geben und hängt wohl mit der Zusammensetzung der Perioden zusammen. Daher auch mein kleiner Hinweis auf Bartók. ;)

In deinem Beispiel würde ich den "Fuß" Takt auch durchaus als betont ansehen, eben
durch die ganze Viertel auf dem "Fuß" mit zusätzlicher Achtelpause danach, welche beim sprechen ja das "Komma", kennzeichnen würde, aber für mich gleichzeitig auch noch das "Fuß" hervorhebt da sie Zeit zum realisieren verschafft, das der Vogel sich eben ungewöhnlicherweise auf den "Fuß" setzt.
Aber vielleicht spreche/singe ich das Ganze auch einfach seltsam, das will ich nicht ausschließen

Aber Manha, du wirst doch hier nicht das Ende der musikalischen Phrase betonen wollen. :o :razz:

Ich finde es im Kontext des Liedes nicht so ungewöhnlich, daß sich der Vogel auf den Fuß setzt - immerhin ist er ja Bote der Mutter, da ist wohl so ein Vertrauensbeweis gerechtfertigt.

Und bezüglich der Viertelnote und Pause und so, du betonst doch auch nicht Takt 16 in Schumanns "Erstem Verlust", oder? ;)

Herzlichen Gruß, PP
 
 

Top Bottom