Akademie "Deutsche Pop" - Musik und Medien

  • Ersteller des Themas Chaosqueen
  • Erstellungsdatum
Chaosqueen

Chaosqueen

Dabei seit
Apr. 2016
Beiträge
20
Reaktionen
56
Hallo ihr lieben,

Nach langen überlegen habe ich den Entschluss gefasst ein Kompositionsstudium zu beginnen. Über das suchen habe ich diese Akademie entdeckt:

Die Deutsche Pop Akademie (Standort Köln). Mit Ausbildungs und Studienmöglichkeiten in den Gebieten:

- Music & Sound
- Marketing & Management
- Voice & Communication
- Design, Film & Photographie
- Fashion, Dance & Make-Up

Nach einem Beratungstelefonat, stellte sich heraus das ich von einem Dozenten geprüft werde der dann Voraussichtlich feststellt ob ich ein ganzes Jahr im Studiengang "Komposition" Überspringen kann.

Stellt sich mir die Frage: Was genau lohnt es sich nun alles zu Üben? Musiktheorie? Harmonielehre? Gehörbildung?

Nach einem Abgeschlossen Studium, wäre es sinnvoll noch "klassische" Komposition an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln zu Studieren?

Weitere Möglichkeiten wären ein Masterstudiengang nach Vollendung meines Bachelors an der Pop Akademie in der University of London. Dann wäre das ganze "International" anerkannt. So Berichtete man mir dies am Telefon.

Da nicht explizit ein "Filmkompositions" Studiengang in meiner nähe zu Verfügung steht sind das nunmal alle Alternativen die ich habe, und die mir in dieser Branche weiterhelfen würden.

Hoffe ihr habt gute Ratschläge für mich. Erfahrungsberichte wären auch immer schön. :-)

Liebe Grüße,

Chaosqueen
 
Stilblüte

Stilblüte

Super-Moderator
Mod
Dabei seit
Jan. 2007
Beiträge
10.230
Reaktionen
13.497
Ich würde mich sehr, sehr genau informieren, was das für eine Akademie ist. Eben hab ich kurz versucht, ein paar Infos da herauszubekommen - drei Semester Kompositionsausbildung bieten sie an, über die Studiengebühren steht dort nichts, über staatliche Anerkennung hab ich auch nichts gefunden. In drei Semester kann man m.E. nur absolute Grundlagen vermitteln.
Wenn es nicht allzu teuer ist, wäre das möglicherweise ein guter Einstieg - lerne aber dann unbedingt vorher die Dozenten kennen, bei denen du deine wichtigsten Fächer hättest. Informiere dich über deren Qualifikation und Schwerpunkte, um zu sehen, ob das zu dir passt.

Wie du dich auf das Studium dort vorbereiten könntest / solltest, sollte man dir ausführlich mitteilen können. London würde ich erstmal vergessen, es sei denn, du hast einen Millionär in der Familie.

Sorry, wenn das nicht so positiv klingt, aber ich wäre immer zuerst skeptisch.
 
Ludwig

Ludwig

Dabei seit
Jan. 2015
Beiträge
1.565
Reaktionen
2.011
Nach einem Abgeschlossen Studium, wäre es sinnvoll noch "klassische" Komposition an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln zu Studieren?
Ich kenne die Anforderungen für klassische Komposition an den Hochschulen und die sind zum Teil sehr hoch, wenn auch nicht so hoch wie bei einem Dirigenten:

Gehörbildung: Hier solltest Du sehr sicher atonal und tonal einstimmig hören können - und natürlich entsprechend auch mit Rhythmen sehr sehr gut vertraut sein - übergebundene und Punktierte Noten sowie Triolen sind Minimum.
Auch zweistimmiges und dreistimmiges Hören wird gefordert, aber glücklicherweise ist das meist nicht so schwer wie das einstimmige Melodiediktat.
Kadenzen solltest Du auf jeden Fall auch sehr sicher beherrschen sowie gängige Stückdetails heraushören: Tonart, Epoche, Taktart, Form.

Musiktheorie: Hier musst Du ebenfalls sehr fitt sein, ich persönlich finde das aber am leichtesten und man kann es auch sehr gut üben: Der vierstimmige Satz muss aus dem FF gehen, Grundlagen zum Generalbass sollten da sein, auch Kontrapunkt, Modulationen, etc.

Instrumental: Manche Hochschulen fordern hier eine Variation/Improvisation eines vorgegebenen Themas. Hauptfach mittelschwere Stücke aus unterschiedlichen Epochen, Nebenfach (2. Instrument): leichte Stücke.

Arbeit: Man muss Stücke einreichen, die man selbst komponiert hat - ich bin mir recht sicher, dass man hier am besten auch etwas einreicht, was nicht nur für Klavier komponiert wurde. Dementsprechend muss man die Instrumentation in Grundzügen beherrschen.

Eignungsgespräch: Was immer da genau gefragt wird, aber wies aussieht wird man befragt, warum man Komposition studieren will und wie man sich den Beruf vorstellt.

Viel Glück bei der Auswahl wünscht
Ludwig
 
Zuletzt bearbeitet:
K

Kuckident

Dabei seit
Mai 2016
Beiträge
2
Reaktionen
4
- Music & Sound
- Marketing & Management
- Voice & Communication
- Design, Film & Photographie
- Fashion, Dance & Make-Up
Wenn dir bei dieser hippen Aufzählung nichts auffällt, ist dir wohl nicht mehr zu helfen. Diese "Akademie" hat hier überall in den U- und S-Bahnen ihre Plakate kleben. Das ist DSDS-Niveau. Da werden möchtegern-Stars, die schon immer mal "was mit Medien" machen wollten, ganz gehörig abgezockt. Wenn du zu viel Geld hast, geh hin. Oder überweise es mir. Der Effekt für dich ist dabei gleich.
 
Chaosqueen

Chaosqueen

Dabei seit
Apr. 2016
Beiträge
20
Reaktionen
56
Erfahrungsberichte sind nicht das wahre von dieser Schule. Und kein anerkannter staatlicher Hochschulabschluss. Dazu kostet es eine Menge Geld, das wäre dann wohl eher sowas wie Zeitverschwendung. Da bereite ich mich wohl lieber auf eine Prüfung an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln vor.

Danke für eure Antworten! :-)
 
Rheinkultur

Rheinkultur

Super-Moderator
Mod
Dabei seit
Apr. 2012
Beiträge
9.281
Reaktionen
8.236
Wenn dir bei dieser hippen Aufzählung nichts auffällt, ist dir wohl nicht mehr zu helfen.
Aus meiner Sicht auffällig ist das lange und vergebliche Suchen nach dem, was ein solches Studium voraussetzt und vermittelt. An Ausbildungsstätten für Musikberufe in der Hand von Bund und Ländern empfinde ich die Selbstdarstellung als transparenter - kein wirklich günstiger Einstieg in ein fundiertes Studium mit anerkannten Abschlüssen, zumal es Ausbildungsangebote in den Bereichen Jazz und Popularmusik an den Musikhochschulen in NRW und außerhalb längst gibt:
https://www.hfmt-koeln.de/de/studiengaenge/bmus/jazz-pop.html

Und da genügen wenige Sekunden, um die gewünschten Informationen auf der Webseite zu finden. Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, oder nicht?

LG von Rheinkultur
 
E

EMoll

Dabei seit
Apr. 2015
Beiträge
263
Reaktionen
249
Noch ein Beispiel zur Warnung: Wir hatten mal eine Studentin im Unternehmen, die auch an einer privaten Akademie studiert hatte, nannte sich 'Sound Engineering' oder sowas, auch ohne staatlich anerkanntem Abschluss. Damit gab es weder die Möglichkeit, einen Master zu machen noch wollte irgendein Unternehmen den Abschluss anerkennen. Das Ende vom Lied war, dass sie nochmal ein komplettes Bachelor-Studium, dann aber an einer öffentlichen Hochschule absolviert hat.
 
 

Top Bottom