61 Tasten für Pop, Rock und Jazz ausreichend?

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pppfff

Guest
Hallo,
ich bin derzeit auf der Suche nach einem transportablen Keyboard, das nicht viel wiegen soll. Ich habe zuhause ein Digitalpiano mit 88 Tasten stehen. Nun ist mir bewusst, dass 88 Tasten für klassische Stücke im Normalfall unentbehrlich sind. Ich habe aber auch mehrfach im Internet gelesen, dass für Klavierbegleitung im Pop, Rock oder Jazz durchaus 61 Tasten ausreichen würden. Ich kann mir allerdings nicht erklären, warum in den o.g. Musikstilen die tiefste und die höchste Oktave fehlen können? Dort gibt es doch auch Bässe in der linken Hand. "Dürfen" die im Rock, Pop und Jazz höher klingen? ;->
Könnt ihr Praktiker das so bestätigen? Gibt es Musiker unter euch, die in einer Band spielen und bestätigen können, dass 61 Tasten für die üblichen Zwecke auf der Bühne ausreichen?
Sorry, dass das hier so naiv klingt, aber die Frage beschäftigt mich schon länger.
 
cwtoons

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Die Antwort ist einfach: 88 Tasten sind natürlich optimal, vor allem, wenn der Sound der obersten und untersten Oktave gut klingend auf der Bühne und im Proberaum verstärkt werden können.

In einer Amateurband reichen aber auch durchaus 61 Tasten. Es kommt halt eher darauf an, was man damit macht.

Die Organisten hatten sowieso immer nur fünf Oktaven.

CW
 
SingSangSung

SingSangSung

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Gerade für klassische Stücke braucht es keine 88 Tasten, sonst hätten die Komponisten dieser Musik ihre eigenen Stücke ja nicht spielen können.

Jetzt ernsthaft: Für eine Klavierballade wäre das schon doof, für den typischen Popsong kommt man sicher meist mit 61 Tasten aus.
 
Rheinkultur

Rheinkultur

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In einer Amateurband reichen aber auch durchaus 61 Tasten. Es kommt halt eher darauf an, was man damit macht.

Die Organisten hatten sowieso immer nur fünf Oktaven.
Unsere Organisten erweitern den Tonvorrat durch 16'-Register und dergleichen nach unten und durch 4'-Register und dergleichen nach oben und haben mit der Pedalklaviatur zusätzlichen Tonraum zur Verfügung. In einer Band deckt der Keyboarder ebenfalls nicht den ganzen Tonvorrat ab - wozu gibt es sonst den E-Bass oder Akustischen Bass? Da die Einsatzmöglichkeiten der Tasteninstrumente jeweils dem Genre entsprechend anders gelagert sind, lassen sich keine Vergleiche anstellen. Dazu ersetzt der Keyboarder mit den Begleitfunktionen teilweise oder komplett Funktionen der Bandpartner und kann somit solistisch agieren ("Alleinunterhalter" mit oder ohne Gesang). Da die Einsatzmöglichkeiten für den Tastenspieler auch innerhalb eines Programms variieren können, ist der Einsatz von Keyboards plus Stage Piano mit Volltastatur (88 Töne) sehr häufig.

LG von Rheinkultur
 
Shigeru

Shigeru

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61 Tasten können aber müssen nicht ausreichen. Ich habe seit über 35 Jahren eine 61er und eine 88er Tastatur dabei. Die 61er Tastatur ist für mich nur als Zweitkeyboard ausreichend
 
Musicanne

Musicanne

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Schau dir mal dies an. Es hat 64 Tasten und sogar Hammermechanik, was ein Keyboard nicht hat. Die Tastatur meines Keyboards finde ich nu einfach schrecklich. Wenn es doch ein Keyboard werden soll, spiele es auf jeden Fall vorher an, um zu testen wie du mit der Tastatur klarkommst.
 
Boogieoma

Boogieoma

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Hallo pppfff,
Als Alternative würde ich ein Stage-Piano mit 73 Tasten empfehlen. Ich spiele zwar in keiner Band, aber ich spiele viele Stücke im Rock-Pop-Jazz-Boogie-Bereich. Ich hatte zuerst als Zweitgerät (für abends und im Urlaub) ein Keyboard mit 61 Tasten, wo mir vor allem im Bass-Bereich immer die entsprechnden Tasten fehlten. Schau Dir mal die 73 Tasten-Geräte an , das ist m. E. eine gute Alternative.
 
P

pppfff

Guest
Fantastisch, das waren viele Argumente in kurzer Zeit. Und ich habe viel gelernt. Jetzt muss ich nur noch abwägen. Danke für eure Einschätzungen.
 
 

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