3 Klaviere mit Kniehöhe 69cm, hat jemand Erfahrungen?


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Kiesi
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Hallo liebe Forumgemeinde,
nach ca. 2 Jahren Klavierunterricht auf einem E-Piano, plane ich Anfang 2022 die Anschaffung eines akustischen Klaviers.
Da ich sehr lange Beine habe, benötige ich eine Mindestkniehöhe (Fußboden - UK Klaviatur) von 68-69cm.
Leider ist die Auswahl an Instrumenten mit dieser Anforderung sehr begrenzt. Ich habe 3 Instrumente, die ich hinsichtlich Hersteller/Modellreihe, Größe, Qualität, Preis mit meinem Anfängerwissen einigermaßen für vergleichbar halte (ob's auch wirklich so ist ? ), anvisiert.
- Schimmel: Classic 121 Tradition 68cm
- Wilh. Steinberg: Signature S125 70cm
- Seiler: 122 Konsole 69cm
Hat vielleicht jemand im Forum Erfahrungen mit diesen Instrumenten? Wenn ja, wäre es schön, wenn jemand dazu etwas veröffentlichen würde. Positives, negatives, pers. Meinungen zum Instrument/Hersteller usw.
Da ich selbst keinerlei Erfahrungen mit akustischen Klavieren habe, würde es mir bei der Auswahl helfen.
 
Tastenscherge
Tastenscherge
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Wenn du nicht so viel ausgeben willst, dann schau dir auch mal das Seiler Ritmo 122 an. Auch ein sehr gutes Klavier, allerdings nicht mit Rennermechanik. Dafür aber ist die Mechanik leichtgängiger als bei den anderen Seiler Modellen. Hat ebenfalls Kniehöhe 69 cm.
 
OE1FEU
OE1FEU
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Bevor ich mich wg. der Kniehöhe auf ein Modell festlege, würde ich entsprechende Untersetzer verwenden. 2-3cm geändeter Winkel beim Pedal wären für mich deutlich akzeptabler, als auf das Instrument zu verzichten, das großartig ist, aber nur 67cm Kniehöhe hat.
 
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Kiesi
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Hallo zusammen und danke für die bisherigen Reaktionen,

habe die 3 Instrumente jetzt mal anspielen können. Leider alle an unterschiedlichen Orten. Daher ist der Vergleich nicht wirklich realistisch. Es bleibt bestenfalls mein subjektives Empfinden.

Beim Schimmel Classic 121 Tradition empfand ich den Klang nicht ganz so voll und warm wie bei den beiden anderen Modellen, alles Sonstige ist wohl gleichauf mit den Mitbewerbern.

Wilh. Steinberg Signature S125 und Seiler 122 Konsole nahm ich beide als sehr angenehm, sowohl im Klang als auch vom Spielgefühl her, wahr. Hier kann ich bei keinem dieser Instrumente einen Vor- oder Nachteil gegenüber dem anderen sehen. Ob es noch irgendwo technischen Detailvorteile oder Fertigungs-/Qualitätsvorteile von einem Instrument gibt, weiß ich nicht. Die wirkliche Preisdifferenz ist nicht erwähnenswert.

Vielleicht kann jemand aus dem Forum dazu eventuell etwas sagen?
 
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Kiesi
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Habe Ende 2021 das Wilh. Steinberg Signature S125 gekauft. Ist vom Klang und Spielgefühl recht angenehm. Vor der 1. Stimmung hatte ich den Eindruck, dass das kleine f/fis etwas dumpf klingen (als wenn ein Kind mit einem Holzlöffel auf einen Kochtopf haut). Habe die Frequenz gemessen, war i. O. Auch passte der Klang in den Tonleiterklangverlauf. Vielleicht empfinde nur ich den Ton als nicht angenehm oder ich habe ietwas auf den Ohren?
Der Klavierstimmer hat diesen Effekt etwas minimiert. Er hat aber keine mögliche Ursache genannt. Werde bei der nächsten Stimmung nochmal um Nachbesserung bitten. Vielleicht lässt sich dann auch eine Ursache ausmachen.
 
O
oktopode
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Tja- ich kämpfe auch mit der "Bassspreize". Also den ersten drei Tönen (F, Fis, G) nach den kupferumwickelten Basssaiten. Bis dato konnten drei Klavierstimmer das nicht wirklich beheben. Ich bekomme demnächst hoffentlich Besuch von einem Experten, der das richtig intonieren kann...
 
Tastenscherge
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Ich bekomme demnächst hoffentlich Besuch von einem Experten, der das richtig intonieren kann...
Das glaube ich kaum. Vermutlich lässt sich da nichts machen. Aus 2 Gründen klingen die Übergangstöne oft komisch:

1. Ende des Stegs. Das Ende des Stegs verhält sich anders als die Mitte des Stegs. Es herrschen dort unterschiedliche Schwingungsverhältnisse. Das führt zu Klangunterschieden. Und die problematischen Töne sitzen ja genau am Ende des Stegs.

2. Mensur: je tiefer die Tonhöhe, desto länger werden die Saiten. Sollen sie jedenfalls. Das erreicht man einerseits dadurch, dass oben die Silie nach oben wandert, je tiefer die Tonhöhe wird. Andererseits erreicht man größere Saitenlänge dadurch, dass der lange Steg für die tieferen Töne immer weiter nach unten Richtung Bodenlager wandert. Aber das ganze System soll ja auch noch schwingen können. Deswegen darf der Steg nicht zu nahe am Bodenlager sein. Das führt dazu, dass man die Saiten kürzer machen muss, als der eigentliche Verlauf der Saitenverlängerung erfordern würde. Man hat also eine Unterbrechung der kontinuierlichen Mensur.

Kann natürlich sein, dass bei einem konkreten Instrument tatsächlich ein Intonationsproblem zufällig an der Stelle auftritt. Aber für gewöhnlich kann man da nichts machen. Haben ja bei dir auch schon 3 Kollegen erfolglos versucht. Da wird dann gestochen oder getränkt wie bekloppt, aber es hilft nix. Macht es eher noch schlimmer.
 
K
Kiesi
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Danke für Eure Beiträge zum Problem dumpfe Übergangstöne.
Scheint mir fast so, als bleibt nur, sich mit dieser Situation abzufinden. Die technische Erklärung von Tastenscherge leuchtet ein. Leider fehlt mir das technische Wissen so eine Situation selbst zu erkennen.
Heißt wohl auch, hätte ich ein Produkt von Seiler oder Schimmel genommen, wäre die Sache nicht unbedingt besser, oder? Wären vielleicht nur ein paar andere Töne, je nachdem wo der Übergang der beiden Segmente liegt, oder?

Dennoch meine Bitte an oktopode: Gib bitte Rückmeldung zum Ergebnis nach dem Besuch des Intonier-Experten.
 
Tastenscherge
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Heißt wohl auch, hätte ich ein Produkt von Seiler oder Schimmel genommen, wäre die Sache nicht unbedingt besser, oder?
Auch bei einem anderen Klavier deines Herstellers kann der Effekt weniger ausgeprägt sein. Kommt auf das Modell und auch auf das Exemplar an. Bei manchen ist es schlimmer, bei anderen kaum wahrnehmbar. Es gibt verschiedene Ansätze, das Problem zu lösen und die Hersteller sind unterschiedlich erfolgreich damit. Man kann an der Mensur etwas verändern. Man kann mehr Tasten auf dem Basssteg unterbringen, so dann die tiefste Taste des Langstegs weit vom Bodenlager entfernt über diesen Langsteg läuft. Man kann auf der Rückseite einen Kontersteg anbringen. Man kann den Steg um ein "Blindstück" verlängern, ohne dass Saiten darüber laufen. Man kann an der Schwingungsfähigkeit des Resonanzbodens in der Nähe des Bodenlagers tricksen...........
 
 

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