14-taegiger klavierunterricht

Nee, keiner erklärt das so gut und verständlich und nimmt mir damit die Schmerzen wie Ambros.
 
Denkst Du, mit 'ner Erklärung wäre es weniger schmerzhaft? Oder nur für Dich?
 
Habe auch nie darüber nachgedacht und einfach übernommen, was man so liest und hört. Aber es ist ja tatsächlich so: 2-tägiger Workshop geht eben über zwei Tage, 3-tägige Reise dauert 3 Tage usw.
Hmm, wieder was gelernt. Aber mir geht es wie Peter: es beißt sich irgendwie. Wenn ich „14-täglich“ lese, ist die spontane Wahrnehmung: 14 Mal am Tag:-D.
Naja, bin ja keine Muttersprachlerin, vielleicht liegt es daran...
 
Ich kenne auch keinen der "zweiwöchentlich" oder "dreimonatlich" oder "fünfjährlich" sagt.
Ich sage schon manchmal "zweiwöchentlich" :030: Finde ich auch irgendwie leichter verständlich als 14-täglich oder 14-tägig.
Über den 14-tägigen Unterricht im Titel des Fadens bin ich aber auch ziemlich gestolpert, dachte zuerst, es geht um einen Meisterkurs oder so:004:
 
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Mir geht es nicht darum zu erfahren was richtig und was falsch ist sondern warum das viele so falsch sagen und das Richtige sich "falsch anfühlt".

Ich finde, dass es uns interessieren sollte was richtig und falsch ist. Sonst verlottert unsere Sprache immer mehr. Denn viele machen sich nicht die Mühe richtig zu sprechen, wer den Konjunktiv verwendet wird oft verwundert gemustert. Und wie oft ist der Dativ dem Genitiv sein Tod - sogar in Zeitungen. Im Krimi wird dann einer wegen Mord angeklagt. Das tut weh und wenn ich für eine Tageszeitung 2,10 pro Ausgabe bezahlen muss erwarte ich, dass der Genitiv verwendet wird. Vieles hat sich leider umgangssprachlich eingebürgert und kaum einer denkt darüber nach. Das gleiche gilt für die vielen englischen Wörter die Einzug in unsere Sprache gehalten haben. Da ist der Airport noch immer nicht fertig, eine Task Force wurde eingerichtet oder Tom Cook ist der CEO von Apple.
 
Da fällt mir die "Feuerzangenbowle" ein....
"Es heißt 'wegen des Schildes!'":010:
Das Problem ist aber noch oft (aber nicht ausschließlich) vom Dialekt abhängig... Hier ist aber keine Sinnverwirrung gegeben wie bei o.G.
 
Mensch Leute geht doch in ein Forum für Deutschunterricht. Muss denn Alles ins Oberlehrerhafte abgleiten.
 

Geht doch in ein Politikforum.
 
Ich finde, dass es uns interessieren sollte was richtig und falsch ist.
Da haste mich falsch verstanden.
Was hier richtig und was falsch ist ist ja klar; von daher schnell abgehakt und relativ uninteressant.
Viel interessanter ist der Sprachwandel (das, was Du als Verlotterung bezeichnest) und da habe ich mir Erhellung durch Ambros erhofft.

Bissel was habe ich hier gefunden. Demnach waren alle möglichen Varianten schon mal gebräuchlich.
 
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Die Überschrift klingt, als hätte jemand 14 Tage durchgehend Unterricht. Zweifel an der sinngemäßen "Falschheit" kamen erst, als man anfing zu jammern...
Wenn alle etwas falsch machen, ist es dann dadurch richtig?
 
Nicht jeder.
Wenn man in einem Schigebiet aufwächst erspart man sich dieses Theater und lernt es einfach im Laufe der Jahre.
natuerlich dann zum halben preis aber das ist ja auch in ordnung.
Was machst Du wenn alle Schüler Unterricht zum halben Preis wollen?

(Sieht das so aus? Stundensatz 60,- Euro bei wöchentlichem Unterricht, Stundensatz 30,- Euro bei Unterricht alle 14 Tage.) :-)
 
Wenn alle etwas falsch machen, ist es dann dadurch richtig?

Ja. In der Linguistik schon. "Richtig" bzw. "falsch" ist eine weitgehend statistische Bewertung.

Falls nicht staatlich bestellte Pfuscher von außen in die Sprache hineinregieren mit "Rechtschreibreform", Reform der "Reform" etc., entwickelt Sprache sich organisch von innen heraus. Erst recht bei der Integration fremdsprachlicher Begriffe, die nicht als Bereicherung des Wortschatzes anzusehen beckmesserischer als Hans Lick ist.

Die oktroyierte Rechtschreibreform führte vor allem zu vollständiger Normunsicherheit ("Man kann so oder auch so, entscheide selbst, beides ist richtig - Du bekommst selbstverständlich Deine Eins") und war in ihrer Gesamtheit die übelste aller denkbaren Schwachsinnsaktionen.

Rede doch mal jemand mit Lehrern, die heutzutage im Fronteinsatz tätig sind. Die kreischen vor Wonne angesichts köstlicher Feinheiten wie "x-tägig" bzw. "x-täglich". Im Vergleich zu dem Wahnsinn, der z. B. in den Lehrerblogs von Spiegel-online und Bild-online zutage tritt, fällt ein heutiger Lehrer auf die Knie und bekreuzigt sich vor Dankbarkeit, dass überhaupt jemand einen Unterschied erkennt.
 

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