Das "V-Piano" - es schreiben Besitzer und Tester

ich würde mich lieber an einen 300 Euro Kasten setzen, ein wenig nach stimmen und darauf dann Musik machen.
Ähm ;-) zum guten Musizieren braucht es immer auch ein gutes Instrument. Mit einer "Gurke" geht das nicht, mit einem Schrottinstrument auch nicht. Je besser das Instrument, desto besser.

"Gutes Instrument" gliedert sich in:
a) Klang
b) Bespielbarkeit
Der Klang, der mir hier vom V-Piano geboten wird überzeugt mich nur darin, dass ich ihn nicht mag.
Von einem BMW-Verkäufer würde ich auch nicht erwarten, daß er Mercedes mag oder lobt ;-)

Davon abgesehen, ist Klang aber - wie bei jedem Instrumentenkauf - immer auch Geschmackssache. Ich spiele am V-Piano immer "All Silver 1" - der Klang ist so nahe an einem guten Konzertflügel (etwa Steinway-D), daß mich die Abstriche beim Spielen/Üben nicht stören, oder unangenehm auffallen.
 
Lieber jeone, Jemanden bezeichnen als Inkompetent, keine Ahnung haben, soll man lieber Klappe halten etc...... finde ich mehr als beleidigend. Die Bezeichnung Kracht bezieht sich auf Wahrnehmung der Komposition und nicht auf Menschen. Ich sehe nicht, er dich da beleidigt hat.

Kracht in der Musik bedeutet.
Zitat:
Krach‘, Lärm‘ bezeichnet ein Musik(sub)genre, das klassische Elemente der Musik wie den reinen Ton oder den Klang weitgehend bis vollständig durch Geräusche ersetzt. Damit einher geht meist der Verzicht auf Strukturen wie Melodien oder, je nach Interpret, mehr oder weniger auch auf Rhythmus.

Also was ist so schlimm daran !!!!!!
 
Genau das, was du schriebst!! Luigi Nono z. B. hat Eisenbahnschienen auf Fabrikgrund werfen lassen - aDAS ist Lärm in der Musik.

Ein polyphon durchkomponiertes, mit allen Formmitteln der letzten Jahrhunderte (3 × vierstimmige Fugenexposition z. B., inherend patterns, Themenverarbeitung im Klassischen Sinne etc.) als Lärm in der Musik zu hezeichnen schreit gerade von Inkompetenz. Wer diese Sachen nicht hört, ist entweder taub, absolut unmusikalisch, oder ignorant. Da führt kein Weg daran vorbei. Mein Stück ist streckenweise sogar richtig modal komponiert (gerade die Fugenexpositionen) - was bitteschön ist daran Lärm?! So redet mein Nachbar, mit der Kreissäge und dem klaffenden Hund. Halb taub - ihm stört kein Lärm, jedoch ALLES, was Musik ist. Bach also (wenn wir schon bei Fugen sind) ebenso. Dazu hat er Recht. Ist ja genauso ein Mensch wie ich! Aber - kompetent in Musikfragen? Neeee. Das nun wirklich nicht.

Aber was sucht so jemand in ein Klavierforum?!

Und noch dazu als Moderator?!

Entschuldige.... ich hin vielleicht wirklich am falschen Platz.

Freundliche Grüße :

Jeno Hajdu
 
Hallo Jenö,
please come down ;-) Anstatt Dich über Peters Meinung zu ärgern, solltest Du Dich über die positiven Meinungen lieber freuen. Wenn Du einen anderen Moderator willst, muß Du erst einen Ersatz finden (Peter schmeißt, soweit ich weiß, auch noch technische Dinge hier im Forum).

... auch wenns schwerfällt: aber die Aussage "Deine Musik = Krach" von Peter, sollten wir diskussionstechnisch jetzt wirklich mal erden ;-)

Es wurde alles nötige dazu gesagt.

Viele Grüße.
 
Hi Jenö,

kann mich 3Klang nur anschliessen, beruhige dich.
Ein Moderator eines Kl4forums muß nicht unbedingt ausgebildeter Komponist sein. Ganz im Gegenteil. Er muß mMn viel soziale Kompetenz und gesunden Menschenverstand haben. ;-)

Beethovens Musik wurde zu seiner Zeit von kompetenten Leute auch als Lärm bezeichnet. Also befindest du dich in guter Gesellschaft. ;-)

Gruß
 
@jenoe , was ist denn nur los mit Dir? :-)
Warum fühlst du Dich eigentlich angegriffen?
Ich habe doch versucht, zu moderieren, Dich zu beruhigen. Und zwar so, dass ich Dich dazu bewegen wollte, zu begreifen, dass Dich oder Deine Musik niemand angegriffen hat. Ich habe versucht, Dir einfach eine andere Sichtweise (z.B. die von Andrej oder mir) aufzuzeigen und zu relativieren. Und ich habe doch geschrieben, dass mein Empfinden als "Krach" unmittelbar mit meiner musikalischen Inkompetenz verknüpft ist (und das betrifft die meisten Menschen auf der Welt) und dass ich Dir die tolle Dynamik des Pianos glaubhaft abnehme. Wo ist eigentlich Dein Problem? Deine Aggressivität verstehe ich beim besten Willen nicht.

Also höre doch bitte auf Dich lautstark zu verteidigen, wo es gar keinen Angriff gibt.

Aber um noch schnell auf Deine Fragen einzugehen:
Aber was sucht so jemand in ein Klavierforum?!
Und noch dazu als Moderator?!
1: Weil ich hier viel über Musik und das Klavier lerne, kompetente Antworten auf meine inkompetenten Fragen bekomme und viele Leute persönlich kennen- und lieben gelernt habe.
2. Ich wollte hier niemals Mod werden und habe schon mehr als einmal überlegt, hinzuschmeißen. Ich wurde gebeten und mache das halt, auf eigenen Wunsch hin übrigens nicht alleine.

Was Du wissen solltest: Schreiben tue ich hier fast nie als "Mod" sondern als normaler User. Wenn ich als Mod schreibe, ist das eigentlich immer recht deutlich. Das wüsstest Du aber alles, wenn Du Dich wirklich für Dein Gegenüber interessieren würdest. Und dann würdest Du Dich auch gar nicht angegriffen fühlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Jenö,

ich würde es begrüßen, wenn du nun langsam das schreiben gegen Peter in dieser Form einstellen könntest und dem Teilsatz...

Das bedeutet aber nicht, dass Dein Spiel schlecht wäre oder die Musik...

...mehr Beachtung schenken würdest. Du wirst als Künstler nie jeden erreichen können. Es wird immer Leute geben, auch unter Freunden der Klaviermusik, denen diese Musik nicht gefällt. Das ist doch ganz normal. Der späte Skrjabin gefällt auch vielen nicht und Vers la Flamme würden ebenfalls viele als Krach bezeichnen. Na und? Mit so was muss man als Künstler umgehen können, wenn du von deiner Arbeit überzeugt bist.

Ich habe mir deine Stücke angehört und ich finde sie gut. Kennst du die erste Klaviersonate von Schostakowitsch, die Sonata Sauvage von Antheil, Ustvolskayas 6. Sonate, Rudepoema von Villa-Lobos oder die Stücke von Ornstein? Die Sachen übertreffen deine Stücke sowohl an Virtuosität, als auch an "Brutalität". Klar braucht man dafür ein vernünftiges Instrument, dass du mit deinen beiden hier gezeigten Stücken alle Nicht-Topinstrumente verstimmst oder zerstörst, wundert mich etwas. Vielleicht kommt das im Video aber auch nicht richtig rüber.

Naja... man muß schon - Entschuldigung für die offenen Worte - ziemlich blöd sein, wenn man sich in Zeiten des V-Pianos noch von irgendeinem KL oder Musikverkäufer ein mechanisches Instrument aufschwatzen läßt

Digitale Instrumente können zum Beispiel dazu verführen, sie nicht laut genug zu stellen. Gerade Anfänger sind dann gefährdet, sich den Anschlag zu versauen (so ist es mir ergangen), somit bietet das Lernen der Grundlagen auf einem vernünftigen, mechanischen Instrument sicher auch Vorteile. Dann hat das V-Piano leider das Problem der fehlenden Klangwiedergabe ohne Zubehör. Einen Boxen-Aufbau wie im Video zu sehen, kann ich mir unmöglich ins Wohnzimmer stellen. Ebenso habe ich keine Lust, ständig mit Kopfhörern zu spielen. Ansonsten glaube ich gerne, dass es sich um ein sehr gutes, digitales Instrument handelt.

Warum kann man aber nicht akzeptieren, dass manche Leute einfach kein digitales Instrument möchten? Warum muss man diese Leute auch noch als "blöd" bezeichnen?

Viele Grüße!
 
Ich habe den Eindruck, es ist hinlänglich deutlich geworden, dass ein V-Piano ein Anspielen auf jeden Fall wert ist für jemanden, der
1. gezielt ein Elektrogerät sucht und
2. gute Ware haben möchte und
3. bereit ist, dafür recht viel Geld auszugeben.
 
jedem Tierchen sein Pläsierchen.
Ich erinnere die Älteren unter uns an den Beginn des digitalen Musik-Zeitalters mittels cd in den frühen 80ern.
Da spielten sich heftigste Wettstreite ab, was nun "besser" sei: Vinyl oder cd.
Inzwischen hat die LP eine großartige Renaissance hingelegt und beide Welten leben friedlich miteinander.
Es gibt für jede Welt sowohl Vorteile, als auch Nachteile.
Wer schon mal einem Vinyl-Freak zugesehen hat, wie ehrfurchtsvoll und andächtig die Hardware angeworfen wird, der wird sicherlich davon beeindruckt sein. Diese Zeremonie hat etwas von Entschleunigung und entspannt bereits vor dem Hörgenuss.
Andererseits hat die digitale Welt immense Möglichkeiten der positiven Beeinflussung des Hörgenusses, was auch nicht von der Hand zu weisen ist.

Sind wir froh, dass es die Wahlmöglichkeit gibt.
 
Ich habe den Eindruck, es ist hinlänglich deutlich geworden, dass ein V-Piano ein Anspielen auf jeden Fall wert ist
Sag' ich doch... ;-)

@Troubadix:

Natürlich gehts hier um ewas anderes, als unfreundlichen Umgangston. Wie immer, haben andere Leute hier im Faden mit Zynismus, Sarkasmus und Diskriminierung angefangen.

Sachbezogene Diskussion ist mir, wie auch jeder weiß, viel lieber.

Deine Argumente ziehen allerdings nicht wirklich.

Bei der Bewertung eines Musikinstrumentes entfallen 40% auf Klang, und 40% auf Bespielbarkeit. Wartung, Qualität und ein paar andere Dinge teilen sich die weiteren Plätze. Optik ist da ziemlich ferner liefen, Musik ist ja auch keine optische Kunst.

Was Du als Nachteil siehst, ist in Wirklichkeit ein großer Vorteil (vielfache Einstellungsmöglichkeiten). Ich kann das V-Piano so einstellen, daß es ein "verzeihendes" Instrument wird, was z.B. den Anschlag angeht. Das ermöglicht jemandem mit noch nicht so guter Technik, schneller klanglich gute Resultate bei seinen Stücken zu erreichen. Ist die Spieltechnik dann fortgeschrittener, stellt man es weniger verzeihend ein, und nutzt die erweiterten Dynamikmöglichkeiten. So habe ich das z.B. getan.

Viele Grüße.
 

Deine Argumente ziehen allerdings nicht wirklich.

Du hast aber keines der beiden (und es gibt noch andere) widerlegt.

Bei der Bewertung eines Musikinstrumentes entfallen 40% auf Klang

Das ist das Problem. Dann würden bei mir diese 40% schon mal entfallen, weil ich wie gesagt mir weder ein Arsenal von Boxen ins Wohnzimmer stellen mag, so wie es Jeno gemacht hat, noch will ich mit Kopfhörern spielen, wenn es nicht unbedingt sein muss. Wenn das für andere in Ordnung ist, ist das ja gut so, nur für mich persönlich wäre das ein Ausschlussgrund.

Was Du als Nachteil siehst, ist in Wirklichkeit ein großer Vorteil

Du hast mich nicht verstanden. Es geht darum, dass man gerne dazu neigt, digitale Instrumente nicht genauso laut zu drehen, wie es ein mechanisches Instrument wäre, weil man Mutti schonen möchte oder die Nachbarn oder es nicht besser weiß oder warum auch immer. Das wiederum kann bei Unerfahrenen dazu führen, dass man anfängt mit einem Anschlag zu spielen, der für den normalen Dynamikbereich eines mechanischen Instrumentes zu laut ist. Wenn man dann an ein mechanisches Instrument geht wundert man sich, dass man auf einmal nicht richtig leise spielen kann. Ansonsten sind die Einstellmöglichkeiten natürlich ein super Spielzeug, wobei ich persönlich das meiste davon wohl nie nutzen würde.

Das soll auch nicht heißen, dass ich das V-Piano oder generell digitale Instrumente grundsätzlich ablehne. Gerade zum nächtlichen Üben bleibt ja vielen genau wie mir nichts anderes übrig und für das nächtliche Üben hätte ich nichts gegen ein V-Piano einzuwenden, wenn ich den Platz und das Geld hätte. Mir ging es lediglich um deine doch recht seltsame Aussage, dass jeder, der sich ein mechanisches Instrument kauft, ziemlich blöd sein muss.

Viele Grüße!
 
@jenoe, ich verfolge den Faden seit langem mit Interesse und ich finde es spannend, mit welcher Begeisterung, Du jeweils den Stand der Dinge mitteilst.

Das von @joeach beschriebene ist mir jedoch auch aufgefallen. Vor ein paar Monaten war das CA93 das Maß aller Dinge, dann hast Du das V-Piano lieben gelernt und es als Sound-Modul benutzt. Damals meintest Du zum V-Piano
die Tastatur ist für ernsthaftes Klavierspiel UNBRAUCHBAR!
Jetzt schreibst Du
2.) Klaviatur / Mechanik, Reaktion auf das Spiel: überragend! Ganz wenig Flügel, weit über 50.000,-€ Neupreis kamen in die Nähe, wenn es um das Verhalten und Reaktionsgenauigkeit der Klaviatur geht.
Nichts für Ungut, der Faden bleibt weiter interessant und spannend. Man sollte ihn aber nicht als objektive Aussagen von Bestand lesen, sondern als Blog einer persönlichen Entwicklung.
 
Du hast aber keines der beiden (und es gibt noch andere) widerlegt.
Hatte ich schon... Du kannst ein Musikinstrument eben nicht nach der Optik beurteilen (genauso wenig, wie einen Musiker). Aber Du kannst natürlich Deine persönlichen Präferenzen dorthin legen, wo Du möchtest.
Ich für meinen Teil bin froh, daß die Designer des V so gute Arbeit geleistet haben, mir gfällt's.

Du hast mich nicht verstanden. Es geht darum, dass man gerne dazu neigt, digitale Instrumente nicht genauso laut zu drehen, wie es ein mechanisches Instrument wäre
Ich hab' das schon verstanden - nur, ich hör' das zum erstenmal. Die meisten Leute stellen den Lautstärkeregler einfach auf Mittenstellung, und gut.

Übrigens, ich sehe die Dinge genau andersrum: durch mechanische Instrumente versaut man sich den Anschlag. Weil sie es einem gar nicht ermöglichen, eine wirklich feine Kontrolle über die Dynamik (und anderes) überhaupt erst zu entwickeln. Deswegen braucht es pianistische Weltklasse, damit man an einem mechanischen Flügel mal ein wirklich feines, sauberes, kontrolliertes ppp von jemandem zu hören bekommt.

Oder eben einen engagierten Hobbyspieler mit seinem V-Piano...
 
Ich fürchte aber, daß die Spritzgußplastik Tastatur und Mechanik deinen Belastungen auch nicht ewig standhalten wird und irgendwann aufgibt.
Das glaube ich nicht. Ich nehme das V-Piano noch härter ran, und das schon seit längerem. Die Klaviatur ist heute wie frisch aus der Fabrik. In dieser Zeit hätte ich schon drei Steinway-C verschlissen...
Das von @joeach beschriebene ist mir jedoch auch aufgefallen. Vor ein paar Monaten war das CA93 das Maß aller Dinge, dann hast Du das V-Piano lieben gelernt und es als Sound-Modul benutzt (...)
Es ist ganz normal, daß man sich ein Instrument erstmal "erspielt". Und erst wenn man das V spielen und nutzen gelernt hat, merkt man deutlich, wie schlecht andere Digis, und mechanische Instrumente allgemein, sind.

Und das hat nichts mit Gewöhnung oder so zu tun. Sondern damit, welche unvermeidlichen Toleranzen und bauartbedingte Schwächen mechanische Instrumente haben. Auch ein Steinway-D...

Das Tastengewicht des V ist im übrigen völlig in Ordnung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Um mein Wettern gegen mechanische Instrumente (mechanisch = schlecht) etwas zu relativieren: ich mag die "Mechanischen" durchaus... und solange es langsam und einfach bleibt, erreiche ich auch eine Kontrolle, so wie es mir vorschwebt (siehe etwa meine Improvisation).

Ansonsten genieße ich aber lieber die Vorzüge des V.


Auch ein Steinway (obwohl Mercedes unter den Konzertflügeln) ist nicht unkaputtbar. Wenn ich die Hälfte der Klanggewalt herausholen will, die ich vom V gewohnt bin, fängt der Resonanzboden an zu dröhnen.
Dann schaltet man besser einen Gang zurück.

Und nein: ich hab's bisher nicht ausprobiert, einen Steinway zu schrotten. Der jeweilige Besitzer würde mir das sicher übelnehmen :coolguy:
 

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