Worauf sollte man beim Kauf von neuen Kopfhörern achten (Fürs Digipiano)

S

Soeren

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Hallo zusammen,

ich habe mir kürzlich das Kawai CN 34 gekauft. Es steht zwar noch nicht hier, aber wird Anfang Februar geliefert. Nun benötige ich Kopfhörer und ich weiß nicht so recht, worauf ich beim Kauf achten soll.

Mal abgesehen vom Tragekomfort:

- Einfach zum Elektronikstore meines Vertrauens gehen und durchprobieren?
- Oder muss man auf spezielle Dinge achten, wenn es bei dem Kopfhörer primär darum geht, am Digitalpiano genutzt zu werden?

Ich hab keine Ahnung, ob diverse Studiokopfhörer o.ä. besser geeignet sind, oder ob es die 0815 Dinger von Saturn auch tun. Was natürlich klar ist, dass ich keine 10 Euro Kopfhörer nutzen möchte.


Ich hatte mir überlegt, dass ich so im Preissegment ab 50 Euro anfange zu suchen. Realistisch?

Erzählt doch einfach mal eure Erfahrungen, das würde mir eventuell helfen. Wie teuer sollen sie sein? Worauf muss man achten? Bevorzugt ihr bestimmte Marken? Was euch so einfällt.

Beste Grüße,

Sören
 
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Tastist

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Es gibt bereits massemhaft Kaufberatungen für Kopfhörer.

Da kann man Dir am ehesten empfehlen, einfach mal in ein Hifi-Forum zu gehen KLICK, und da die zig Kaufberatungen zu lesen.

Achten muss man grundsätzlich auf die Art des KH, ob er also geschlossen (= abeschottet nach innen und außen für laute oder geräuschempfindliche Umgebungen) oder offen (= geräuschdurchlässig nach innen und außen) konstruiert ist.

Es gibt sie mit abnehmbaren Kabeln, mit austauschbaren Polstern, auch für den mobilen Einsatz und den Heimgebrauch. Manche sind mehr für Klassik geeignet, andere für rockigen (Piano-) Sound usw.

Ein weites Thema, wo Dir spezielle Erfahrungen wenig nützen. Deshalb: schau Dir am besten die Einsteiger-Beratungen im Link an, da gibt es exzellent durchstrukturierte Infos in den angepinnten Threads ...
 
S

Soeren

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Jau Danke. Sollen auf jeden Fall Halbgeschlossene oder offene sein. Ich benötige sie halt nur für mein Zimmer zum üben. Brauche also keine "abschottung" nach außen. Ich hab mir schon relativ viele Threads zum Thema durchgelesen.

Dachte nur, ich frag nochmal hier im Klavierforum nach. Es ging mir in erster Linie darum, ob es Besonderheiten gibt, wenn man die KOpfhörer ausschließlich zum Klavier spielen nutzen möchte. Besondere Werte (Ohm) oder ähnliches ;) Darum hier der extra Thread.
 
Klassikfreund2

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Du solltest trotzdem mal in den Blöd Markt gehen und dort verschiedene Modelle Probe hören und tragen. Da gibt es selbst im hochpreisigen Segment derartige Unterschiede im Klang, dass das meiner Meinung nach schon kriminell ist. Wo HiFi draufsteht, sollte auch HiFi drinstecken! Ist aber nicht so. Den größten Ausrutscher produzierte in meinen Ohren Bose.
 
fisherman

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ICH würde lieber mal in einen gutsortierten Musikstore gehen und dort testen und mich beraten lassen. Die großen Versender beraten auch am Telefon und wenns nicht gefällt, kann mans zurückschicken. Ich denke, es hat einen Grund, dass in den Musikerläden eben NICHT die ganz normale HiFi-Palette angeboten wird. Insofern hast Du m.E. mit Deiner Frage völlig recht. Es gab hier aber schon entsprechende Fäden, wo genau dieses Thema sehr erschöpfend behandelt wurde. Das Budget solltest Du schon ein wenig aufstocken >>> 100-150,-
 
Tastist

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Auch wenn das etwas gegen die normalen beratungen geht, hier mal meine Meinung:

Ob 30.- oder 150.- Euro - der Unterschied ist beim Klavier meiner Meinung nach gar nicht mal so riesig. Mein günstiger alter KH ist gegenüber meinem teuren Beyerdynamik zwar etwas muffiger im Klang und weniger auflösend, aber sooo gravierend ist das auch nicht. Eher ein bisschen Luxus, den man im direkten Unterschied zwar natürlich merkt, aber man muss wahrscheinlich ohrentechnisch ein musikalischer Weinkenner sein, um den Unterschied ab 50.- aufwärts zu erkennen ...

Bei geschlossenen oder offenen KH wird nach meiner Erfahrung viel zu viel Kamelle um das Thema gemacht. Ich dachte auch erst bei der Bestellung meines offen KH, dass ich da nach außen schallen würde, dass es im Nebenzimmer noch scheppert. Aber nichts da - beim Klavier ist da kein Unterschied zu hören. Wenn man evtl. volle Pulle Discomucke dröhnen lässt, ist das vielleicht ein Unterschied. Aber beim Piano? Nein, kann ich nicht so sagen.

Einseitig geführte Kopfhörerkabel werden immer als toll und technisch hochwertig angegeben. Ist der KH-Ausgang am Piano aber rechts oder links am Gerät, ist das sogar noch derbe kontraproduktiv, denn das Kabel hängt dann dauernd vor den Händen rum. Ganz zu schweigen von diesen Spiralkabeln. Da ist das billige Teil mit den zwei dünnen Käbelchen sogar besser, die in der Mitte an der Gürtelschnalle runtergehen ...

Teurer ist natürlich wie immer irgendwo besser, keine Frage. Haltbarer, besserer und luftigerer Sound, besserer Tragekomfort usw. usw. Aber vom Gejubel über teure KH von weit über 100.- nicht bekloppt machen lassen.
 
Peter

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Bechsteinfan
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Sehe ich ähnlich. Ich nutze seit Jahrzehnten (?) irgend welche geschlossenen Phillips-Kopfhörer, die damals so um die 60-70 DM gekostet haben. Klanglich bin ich voll zufrieden, aber was gerade beim Klavierspiel für mich wichtig ist, ist der Tragekomfort.
Da das Kabel wirklich störend sein kann (bei mir, wenn ich es in die Monitore anstatt Digi stöpsel), könnte man sich kabellose Kopfhörer überlegen (werde so was demnächst selbst mal Probetragen/hören).
 
dilettant

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Ob 30.- oder 150.- Euro - der Unterschied ist beim Klavier meiner Meinung nach gar nicht mal so riesig.
Um zur Verwirrung beizutragen:

1. Was Du sagst, klingt plausibel. Eigentlich sollte Klaviersound aus'm Digi nicht soooo furchtbar anspruchsvoll sein. Einen vernünftigen Frequenzgang kriegt heute vermutlich jeder KH hin, Unterschiede hast Du vielleicht im Timing und im Ansprechverhalten, was für die räumliche Ortung von Instrumenten nötig ist. Aber Du hast ja eh nur ein Instrument. Außerdem ist akustische Musik generell und sicher auch Klavier doch eher mittenbetont, sprich, ein Übetragungsbereicht bis in die allerhöchsten Frequenzen ist evtl. im direkten Vergleich (und mit jungen Ohren) wahrnehmbar, aber für den Gesamteindruck nicht so entscheidend.

2. All das schreibt jemand, der normalerweise mit einem AKG K-701 sein Digi betreibt, der heutzutage immer noch 200 Euro kostet. Ist aber historisch gewachsen, das Ding hatte ich schon vor dem Digi und aus anderen Gründen. Will damit sagen, Punkt 1 hab ich mir theoretisch überlegt und nicht verifiziert :-)

3. Noch besser (oder schlimmer, wie Du willst): Ich habe mir jetzt noch einen AKG K-271 Mk II geholt. Ohne Probehören, einfach weil es auch ein AKG ist und die Kritiken gut waren und ich einen geschlossenen wollte. Weil, wenn jemand im Zimmer fernsieht, kannst Du mit dem 701 nicht mehr spielen. Ja, und was soll ich sagen, das Ding klingt mitnichten neutral, ich finde, der klingt recht harsch. Vielleicht habe ich ein schlechtes Exemplar gekriegt, keine Ahnung. Jedenfalls von dieser geringen Grundgesamtheit könnte man auch schlussfolgern, dass die 50 Euro Unterschied 'ne Menge ausmachen ...

Bei geschlossenen oder offenen KH wird nach meiner Erfahrung viel zu viel Kamelle um das Thema gemacht. Ich dachte auch erst bei der Bestellung meines offen KH, dass ich da nach außen schallen würde, dass es im Nebenzimmer noch scheppert.
Das Problem ist eher das, was von außen reinschallt. Auch ein geschlossener kann nicht zaubern, aber es macht schon einen Unterschied.

Ciao
- Karsten
 
Tastist

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Jedenfalls von dieser geringen Grundgesamtheit könnte man auch schlussfolgern, dass die 50 Euro Unterschied 'ne Menge ausmachen ...

Die Frage ist, welchen Umfang diese Menge hat. Ich finde das toll, welche Unterschiede manche Tester aus den Kopfhörern so heraushören können, oder es zumindest meinen. Kann ich so nicht, wie vermutlich die meisten Leute auch nicht. Vielleicht, und das ist der Knackpunkt, im DIREKTEN Vergleich.

Interessanterweise war ich nach nur wenigen Minuten Probehören von jedem KH ab 100.- Euro angetan. Erst wenn man den nächstteureren aufsetzte, merkte man da irgendwelche Unterschiede, die aber schon nach wenigen Sekunden nicht mehr so recht ausgedrückt werden konnten. Das ging dann im Laden eher so "ähm, ja, der andere war jetzt so irgendwie ... wissen Sie ... kann ich den anderen noch mal haben?" usw.

Deshalb der Tipp, sich nicht bekloppt zu machen, auch wenn aicher mit jeder Preisstufe die Qualität ansteigt.

Das Problem ist eher das, was von außen reinschallt. Auch ein geschlossener kann nicht zaubern, aber es macht schon einen Unterschied.

Sehe ich auch keinen signifikanten Unterschied drin. Ob geschlossen oder offen - wenn der Fernseher neben dem Piano läuft, ist mit beiden Arten eine Störung vorprogrammiert. Selbst wenn es einen Unterschied gäbe, so wäre es zu überlegen, ob man diese Störtöne nicht sogar haben will. Wenn man so lang übt, dass der Partner nicht mal solange auf den Fernseher verzichten mag, überhört man auch den Paketboten, das Telefon oder sonstwas.

Diese Horrormärchen über sich über den offenen KH beschwerende Nachbarn oder Partner zwei Zimmer weiter, sehe ich mittlerweile mit dann doch sehr anderen Augen. Was das in den entsprechenden Hifi-Foren soll, weiß ich nicht. Vielleicht bekriegen sich da aus Prinzip irgendwelche Liebhaber der offenen oder geschlossenen Systeme.

Aber das kann jeder selber ausprobieren. Im Laden die gewünschte Lieblingslautstärke einstellen, und den KH über das Bein stülpen beim Spielen. Da merkt man schnell, dass angebliche Störungen anderer durch das Klavierspiel ziemlicher Kappes sind. Da macht eine geschlossene Zimmertür für das stören anderer und das Hören von fremden Geräuschquellen extrem mehr aus als die Bauart des Kopfhörers ...
 
kreisleriana

kreisleriana

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persönlich bin ich ein "GRADO" Fan und habe meine seit vielen Jahren,kommen einem echten Flügel Klang unglaublich nahe,fangen bei ca 125,- an
 
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Magi

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Probehören und Vergleichen muss man einfach. Ich habe Kopfhörer für nur 30 €, verglichen mit anderen 30 € Hörern die ich getestet habe war das aber ein Unterschied wie Tag und Nacht im Klang. Der Klang über die Lautsprecher der doch recht guten Stereoanlage meines Freundes ist viel schlechter. Da ich nicht so gerne mit Kopfhören spiele wenn es sich vermeiden lässt haben wir nun Yamaha HS 80 M Monitore gekauft, der Klang uber die Monitore ist jetzt natürlich schon (sehr) gut und natürlich besser besser als die der 30€ Kopfhöhrer. Aber im Verhältnis muss ich sagen das ich bei den Kopfhörern schon sehr viel Klang für die 30 € bekommen habe, und da ich sie nicht so oft nutze auch nicht das Bedürfnis habe in absehbarer Zeit noch mal in bessere zu investieren.
Ich würde an deiner Stelle in einen Musikladen gehn wo Du die Hörer an (deinem) einem Digi testen kannst und auch gezielt tiefe mittlere und hohe Töne anspielen und vergleichen.
 
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T

trigger

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Hallo,
Also ich habe seit vielen Jahren einen Sony MDR-V300 Im Einsatz.
Für die Stereoanlage, für diverse MP3 Player und auch für das Smartphone zum Musik hören.
Ich bin damit sehr zufrieden.
Es ist zwar ein 'fast' geschlossenes System aber da er auf dem Ohr aufliegt bekommt man dennoch noch etwas von der Umwelt mit.
Und fürs Klavier mit Adapter ist der ebenfalls gut geeignet.
Für den Preis (ca. 30 Euro) ist der echt gut und ich kann den nur empfehlen.
Das sehen übrigens auch viele Käufer bei Amazon so.
Vielleicht mal dort die Rezesionen dazu durchlesen.
Ich habe mitlerweile schon den zweiten weil nichts hält ewig.
Achja auch das Kabel ist mit ca. 3 Meter Länge ausreichend lang dimesioniert.
------------------
Also Probehören auch von verschiedenen anderen Kopfhörern ist auf jeden Fall angesagt und am sinnvollsten jeweils mit dem
gleichen Lied an der gleichen Anlage sofern das möglich ist.
Einfach das Lied (kann natürlich auch ein eigenes am Klavier aufgenommenes sein) auf einem USB Stick oder MP3 Player
mitnehmen und den Verkäufer darauf ansprechen.
 
G

guido48

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Hallo und guten Abend zusammen,

meine Frage zu diesem Thema liegt mehr in der Ohmzahl bei Kopfhörern begründet, die da wäre:

ist es besser z. Bspl. einen Beyerdynamic Dt 770 pro in der 80 ohm oder her in der 250 ohm version am Digitalpiano zu betreiben.

Wenn ich es richtig verstehe kommt es da immer auch auf die Leistung des Gerätes an, an dem die Kopfhörer betrieben werden.

Ich spiele ein Roland RP 101 mit 2 x 20 Watt Leistung und merke bei der 250 ohm version, dass ich den Lautstärkeregler fast ganz aufdrehen muss um eine akzeptable Lautstärke zu bekommen. Bei der 80 ohm version, nur gerade mal etwas weniger als die halbe Lautstärke. Dafür soll aber der Klang bei den 250 ohm Hörern weicher und angenehmer sein , nicht so direkt und spitz.



Was wäre Eure Empfehlung bezüglich der ohmzahl?


LIebe Grüsse

Guido
 
Tastist

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Die Empfehlung kann eigentlich ganz profan nur lauten, dass Du einen Kopfhörer mit weniger Widerstand brauchst, wenn es Dir zu leise ist.

Was Dein Piano für eine Ausgangsleistung hat, ist eigentlich egal, denn der Kopfhörerausgang hat einen eigenen Mini-Verstärker. Die Frage ist da eher, ob das hohe Aufdrehen den Verstärker zu sehr belastet. Dürfte aber nicht das Problem sein. Das sind dermaßen kleine Verstärkerleistungen, dass da keine besonderen Ströme fließen.

Persönlich würde ich sagen, dass die Lautstärke mit 250 Ohm doch eigentlich ausreichen dürfte, oder?
 
T

trigger

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Hallo,
also bei neueren Geräten sollte die Ohmzahl der Kopfhörer (KH) keine große Rolle mehr spielen.Wenn überhaupt.
Selbst die kleinen MP3 Player kommen mitlerweile sowohl auch mit hochohmigen als auch niederohmigen KH oder Ohrhörern ganz gut zurecht.
Der Verstärker ( oder die Endstufe ) muss eigentlich nur die Leistung aufbringen um den KH zu betreiben.
Das führt eher bei niederohmigen Kopfhörern zu Problemen da dann mehr Strom für die gleiche Leistung geliefert werden muss.
( P= I*I * R entspricht Leistung = Strom * Strom * Widerstand - Ohmsches Gesetz )
Das spielt daher eher für ein batteriebetriebenes Gerät eine Rolle da sich die Batterien bei niederohmigen Kopfhörern schneller entladen.
Wenn das Erhöhen der Lautstärke zu Problemen führt liegt es dann unter Umständen daran dass der Kopfhörer zu wenig Widerstand hat oder
das Gerät kann nicht genug Leistung für den KH liefern.( siehe Ohmsches Gesetz )
Daher also auch mit anderen KH (oder auch Ohrhörern) vergleichen
Dennoch ist die aufzubringende Leistung des Verstärkers für einen KH deutlich niedriger als beispielsweise für eingebaute Boxen.
Als Beispiel:
Leistung der Boxen für ein Klavier : 12 Watt Nennbelastbarkeit ( beispielsweise an 4 Ohm, 8 Ohm oder auch 32 Ohm )
Leistung eines KH ( als Beispiel Sony MDR-V300 s.o) : 500 Milliwatt Nennbelastbarkeit ( an 24 Ohm )
 
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B

buschinski

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Die Empfehlung kann eigentlich ganz profan nur lauten, dass Du einen Kopfhörer mit weniger Widerstand brauchst, wenn es Dir zu leise ist.


Das ist leider überhaupt nicht richtig.

Wie laut ein Kopfhörer empfunden wird, richtet sich ausschliesslich nach dem Schalldruck, der an einer bestimmten Referenzleistung poduziert wird. Gemessen wird hier konkret in dB SPL / mW. Ohne jetzt in Formeln einzusteigen, kannst Du mir glauben, daß ein hochohmiger Hörer "lauter" sein kann als ein niederohmiger Hörer.

Die Gründe für die unterschiedlichen Impedanzen liegen in der Art der Zuspieler. Die kleinen batteriebetriebenen Pods/Walkmans etc. können nicht so viel Spannung machen, um hochohmige Hörer anzutreiben, deswegen nimmt man die niederohmigen Varianten. Auch ist die Qualität hier oft nicht so wichtig, Hauptsache Lautstärke.

Ganz anders verhält es sich bei Studiohardware. Das bessere und audiophilere Klangbild haben aber immer die hochohmigen Hörer. Das liegt an der Mechanik / Massen und diversen anderen Parametern. Also - immer auf die Empfindlichkeit achten, nicht auf die Impedanz, wenn es um Lautstärke geht. Und wenn keine Empfindlichkeit angegeben ist - gar nicht erst kaufen.

Ps: und für ein gutes DP kommt nach meiner Meinung nur ein sehr guter Studiohörer in Frage. Klavier ist sehr anspruchsvoll in der Reproduktion. Und die Sounderzeugung eines guten DP ist absolut ernst zu nehmen und produziert ein Signal, dass nur von sehr guten Schallwandlern adäquat wiedergegeben werden kann. Mann kann es auch weniger geschwollen sagen - ein Studiohörer toppt bei einem DP im Hörerlebnis fast jeden Lautsprecher.
 
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Tastist

Tastist

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Hört sich nachvollziehbar an. Bezogen ist meine Aussage aber auch die unterschiedlichen Ausführungen des gleichen Modells. Dass die diverse Modelle diverser Hersteller nebeneinander nicht 1:1 nur an der Ohmzahl klassifizierbar sind, ist mir durchaus bewusst ...
 
 

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