Wolfgang Fiedler: Das Piano Buch Basics: sinnvolle Ergänzung zu klassischen Musikschulen?

Dieses Thema im Forum "Klaviernoten, -CDs, -Bücher, -Software" wurde erstellt von brennbaer, 13. März 2018.

  1. brennbaer
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    brennbaer

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    Hi Leute,
    nach einem sehr kurzen, ca. 3-4 wöchigen Irrweg vor ein paar Monaten bin ich von Heumanns „Klavierspielen mein liebstes Hobby“ seit einiger Zeit wieder zurück zur Russischen Klavierschule als Hauptlernliteratur.
    Diese kombiniere ich frei mit Infos aus dem Internet (Foren (hallo Clavio :super:) und YouTube) sowie einzelnen Auszügen aus unterschiedlichen Klavierschulen und Notensammlungen.
    Bisher (außer dem kurzen Heumann-Abstecher) ausschließlich auf klassischen Pfaden.
    Allerdings merke ich immer mehr, dass mich die klassische Musik im Allgemeinen nicht immer so richtig packt. Natürlich sind da Stücke dabei, die ich "gänsehautschön" finde und es gibt mit Sicherheit deutlich mehr mir unbekannte Sachen, für deren Anhören alleine mein restliches Leben nicht ausreichen würde, geschweige denn, diese zu erlernen, selbst wenn ich das Niveau eines Konzertpianisten hätte.
    Trotzdem habe ich das das Gefühl, dass mir beim Lernen auf der Klassikschiene irgendwas fehlt.
    Deshalb möchte ich parallel dazu meinen musikalischen Horizont erweitern und in die Welt der Improvisation und des Pop/Rockpianos hineinschnuppern.
    Habe mir dafür „Das Pianobuch - Basics“ von Wolfgang Fiedler aus der Bibliothek mitgenommen.
    Der Anspruch des Buches ist, harmonisches Verständnis sowie die Fähigkeit, zu improvisieren und nach Leadsheets zu spielen, zu vermitteln.
    Dabei scheint mir der Titel „Basics“ etwas unglücklich gewählt, weil das Buch, zumindest aus meiner Laiensicht, doch recht in die Tiefe geht.
    Ich habe damit auch ein bißchen angefangen und meine Übezeit zwischen den beiden Bereichen aufgeteilt

    Dabei fällt mir doch recht erschreckend auf, dass ich, zumindest momentan, doch ziemliche Schwierigkeiten habe, selbst bei den einfacheren Playalongs sauber mitzuspielen.
    Für jemanden, der sowas nicht gewohnt ist, keine ganz leichte Aufgabe.
    Das ist halt doch etwas anderes, als als Solist "im eigenen Saft zu schmoren".
    Wobei mir seltsamerweise das Mitspielen der vierhändigen Stücke aus der Russischen Klavierschule (habe die CD-Version) nicht so schwer fällt.
    Dennoch merke ich schon, dass durch das Üben das Mitspielen zu den Piano Basic-Playalongs besser wird.
    Von daher bin ich eigentlich guter Dinge, dass sich im Laufe der Zeit immer mehr Sicherheit und die Fähigkeit, auch zu den komplexeren Playalongs mitzuspielen, einstellen wird.

    Langer Rede kurzer Sinn:
    meine Frage wäre, ob Eurer Meinung nach dieses Buch eine sinnvolle Ergänzung zur Russischen Klavierschule, bzw. klassischen Klavierschulen im Allgemeinen ist, oder ob Ihr mir da etwas besseres/sinnvolleres empfehlen könnt.

    Danke schon mal :)
     
  2. mberghoefer
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    mberghoefer

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    Hallo, ich bin selbst Anfänger, kann deshalb keinen Rat geben, bloß meinen Eindruck schildern. Ich lerne mit Klavierlehrerin mit der Emonts-Schule, und bislang (6 Unterrichtsstunden) werden da nur Stücke gespielt, aber es passiert nichts zu Musiktheorie, Harmonielehre usw. Fiedlers Piano Basics hatte ich mir vor Ewigkeiten mal gekauft, um am Keyboard auf eigene Faust Klavierspiel zu lernen, das funktionierte überhaupt nicht. Jetzt aber lese ich das nebenbei, und finde die oft sehr trockenen Erklärungen zu Subdominanten-Moll-Parallele usw geradezu erfrischend. Und das kommt ja schon nach ein paar Seiten ganz am Anfang. Ich glaube, eigentlich ist das Buch gedacht, um abwechslungsreiche Begleitungen anhand von Leadsheets improvisieren zu können. Das ist m.E. etwas anderes als Klavierspielen zu lernen. Macht aber auch Spaß. von dieser Sorte Bücher gibt es sicher einige, von denen, die ich über die Jahre (hatte vor 45 Jahren ein bisschen georgelt, aber eben nie Klavier gelernt) gekauft und angeschaut hab, ist der Fiedler der trockenste, vielleicht aber eben auch der genaueste und/oder vollständigste. Wirklich übel finde ich aber die "Griffbilder", bei denen man nicht auf Anhieb erkennt, wo auf der Tastatur man ist.
     
  3. Holger
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    Holger

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