Wie spielt die linke Hand im folgenden Beispiel

L

leo

Dabei seit
Jan. 2007
Beiträge
29
Reaktionen
0
Hallo,

ich versuche seit einigen Tagen die angehängten 2 Takte (linke Hand) zu spielen. Die Noten müssen relativ schnell und stotterfrei zusammenhängend gespielt werden. Ich probierte zuerst Note für Note zu spielen, dann mit starren Fingern aus dem Handgelenk mittels Rollbewegungen. Die letzte Variante hat mir gut gefallen, doch kriege ich die Übergänge von Triole 3 auf Triole 4 bzw. 6 und 7 etc. nicht stotterfrei hin. Außerdem habe ich Probleme beim Sychronisieren mit der rechten Hand.

Wie macht man es richtig?

Gruß leo
 

Anhänge

klavigen

klavigen

Dabei seit
Sep. 2007
Beiträge
2.503
Reaktionen
4
stotterfrei

@Leo,

ist das aus der Orchesterbegleitung 2. Satz a-dur Klavierkonzert Mozart ?

Oben spielt die Melodie, das ist das Wichtigste und muss hervorgehoben sein, die Begleitung der linken Hand muss völlig unauffällig und leise sein.

Die hier richtigen Schwünge sind kleine ellipsen des Handgelenkes, wobei vom kleinen Finger der linken Hand in Richtung Daumen , also wie an anfang - e,a,cis,e - der obere teil der gedachten ellipse durchlaufen wird und auf dem rückweg, also Richtung kleiner finger, der untere teil. Nun gibt es in der 3. gruppe eine Figur: e,a,cis und dann gleich wieder zurück zum kleinen e. Hier muss der Schwung so gestaltet werden, dass der Schwung nach oben langsamer und der Schwung zurück schneller geht.

Wer genau das ein für allemal üben will, sollte sich die Fifur in dei rechte Hand spiegelen und das sozusgen symmetrisch üben, wobei die rechte Hand dann die firgur c-moll spielen würde (wegen der richtigen Spiegelachsen auf d oder as) das kling zwar seltsam aber so funktionieren die beiden Hände jeweils als Klavierlehrer der anderen Hand. Eine kann es nämlich immer besser und die andere Hand lernt von ihr über die Gehiernbrücke unserer 2 Hemisphären in diesem Organ.

Sollte der Rytmus 3 gegen 4 noch ein Problem machen, empfehle ich meine Übungen dazu, die ich in einem anderen Faden bereits aufgezeigt habe.
 
Guendola

Guendola

Dabei seit
Juli 2007
Beiträge
4.408
Reaktionen
6
Manchmal hilft es, in größeren Maßstäben als Noten zu denken, dann geht es "unten oben unten unten oben unten" etc., wobei das zweite "unten" weniger betont ist als das erste.

Vielleicht hilft es, die Triolen als "lang lang kurazund" zu zählen, wobei "kurazund" natürlich die Triolenversion von "kurz und" ist und auch eine Triole dauert. Das "und" sollte einen zur nächsten Triolengruppe ziehen. Wenn das für dich keinen Sinn macht, vergiß es einfach wieder ;)

Ich übe solche Figuren auch als Akkorde, wenn es möglich ist. Zum einen lernt man schnell die Noten und zum anderen werden die Bewegungen deutlicher. Ich würde hier natürlich Akkorde in Vierteln - also über die Dauer einer Triole spielen. Das wirkt nur indirekt gegen das Stottern, die Triolen in sich müssen natürlich genauso gleichmäßig sein, wie untereinander. Mit akkordischer Begleitung kannst du die rechte Hand erstmal timen, bevor du sie mit den Triolen zusammensetzt.
 
L

leo

Dabei seit
Jan. 2007
Beiträge
29
Reaktionen
0
Vielen Dank.

@klavigen: ich hatte es absichtlich nicht erwähnt, um es interessanter zu machen, darauf zu antworten, aber du hast recht. Es ist aber nicht die Orchesterbegleitung, sondern tatsächlich der dritte Klavierpart. Es hört sich bei Horowitz wie ein wellenartiges Rollen an, aber lauter als sonst die linke Hand, fast ebenbürtig zur Melodie. Ich liebe das Stück, ist nur an manchen Stellen blöd ohne Orchester. Dafür fehlt mir der Platz zuhause!

@Guendola: ich glaube verstanden zu haben, muss mir aber noch überlegen, was es bedeutet! Aber in größeren Einheiten zu denken, werde ich beherzigen. Was ich nicht verstehe, wie man durch Akkordspielen das Stottern in den Griff kriegt. Ich hätte spontan gemeint, das fördert das Stottern zwischen den Akkorden. Jeder Ton sollte doch vom vorhergehenden gleich lang entfernt sein.

Danke.

P.S.: Würdet ihr den dritten Finger ebenfalls von a auf cis wechseln, wie in der Paritur vorgeschlagen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Guendola

Guendola

Dabei seit
Juli 2007
Beiträge
4.408
Reaktionen
6
Was ich nicht verstehe, wie man durch Akkordspielen das Stottern in den Griff kriegt.
In diesem Falle nur zur Verdeutlichung der Gesamtbewegung. Wenn du erstmal denkst "von e hoch zu e, wieder zurück und dann noch einmal hoch zu zu Cis bzw. H und dann neu ansetzen", ist es leichter, das Timing zu fühlen und zu kontrollieren. Wenn ich dann noch wackle, liegt das an Unsicherheiten in einer von beiden Händen. die andere kann ja auch noch stören.

Da fällt mir noch etwas ein - aber vermutlich hier nicht so nützlich: In Ultrazeitlupe spielen und ganz bewußt darauf achten, wo beide Hände zusammenspielen und wo sie sich z.B. ergänzen. Dann langsam Tempo steigern. Man kann sogar erstmal alle Töne weglassen, die nicht gemeinsam gespielt werden und nach und nach wieder einfügen.

Was den Fingersatz betrifft, verstehe ich die Frage nicht, da steht nichts in der Graphik. Die Triolen würde ich ganz einfach mit 5 3 2 1 spielen. In Fingersatzfragen bin ich allerdings keine Autorität.
 
L

leo

Dabei seit
Jan. 2007
Beiträge
29
Reaktionen
0
@Guendola: ich habe die 3 markiert. Ich spiele 5-3-2-1 und lasse bei der zweiten Triole die Finger weiterhin auf den Tasten. In der Partitur wird vorgeschlagen, die zweite Triole 1-3-4 zu spielen. So verstehe ich es. Kommt mir ungewöhnlich vor, hat aber sicherlich einen Sinn.

Gruß leo
 

Anhänge

Guendola

Guendola

Dabei seit
Juli 2007
Beiträge
4.408
Reaktionen
6
@Guendola: ich habe die 3 markiert. Ich spiele 5-3-2-1 und lasse bei der zweiten Triole die Finger weiterhin auf den Tasten. In der Partitur wird vorgeschlagen, die zweite Triole 1-3-4 zu spielen. So verstehe ich es. Kommt mir ungewöhnlich vor, hat aber sicherlich einen Sinn.

Gruß leo
Die 3 steht für "Triole", hat nichts mit Fingersatz zu tun.
 
L

leo

Dabei seit
Jan. 2007
Beiträge
29
Reaktionen
0
ohje, peinlich...
Zum Glück habe ich den vermeintlichen Fingersatz gleich aufgegeben!
 
R

rappy

Dabei seit
Juli 2007
Beiträge
881
Reaktionen
136
Wie wärs denn einfach mit einem kleinen Pedal?

(ich weiß, ich werde jetzt geschlagen :D )
 
R

rappy

Dabei seit
Juli 2007
Beiträge
881
Reaktionen
136
Das stimmt, der Rhythmus muss stimmen. Ich hatte das jetzt so verstanden, dass sie abgehakt (also vom Klang her) gespielt werden.
 

Guendola

Guendola

Dabei seit
Juli 2007
Beiträge
4.408
Reaktionen
6
Das stimmt, der Rhythmus muss stimmen. Ich hatte das jetzt so verstanden, dass sie abgehakt (also vom Klang her) gespielt werden.
Ich würde eher sagen in Wellenbewegungen, klanglich so ähnlich wie es in den Noten steht, also eine fließende Bewegung. Ich glaube, wenn du einfach mal nur die Oktaven spielst |: e E' e e E' e :| (alles Viertel) und dann die anderen Töne einfügst, wird es klarer.
 
G

ganymed

Guest
@Leo,

ist das aus der Orchesterbegleitung 2. Satz a-dur Klavierkonzert Mozart ?

Oben spielt die Melodie, das ist das Wichtigste und muss hervorgehoben sein, die Begleitung der linken Hand muss völlig unauffällig und leise sein.

Die hier richtigen Schwünge sind kleine ellipsen des Handgelenkes, wobei vom kleinen Finger der linken Hand in Richtung Daumen , also wie an anfang - e,a,cis,e - der obere teil der gedachten ellipse durchlaufen wird und auf dem rückweg, also Richtung kleiner finger, der untere teil. Nun gibt es in der 3. gruppe eine Figur: e,a,cis und dann gleich wieder zurück zum kleinen e. Hier muss der Schwung so gestaltet werden, dass der Schwung nach oben langsamer und der Schwung zurück schneller geht.

Wer genau das ein für allemal üben will, sollte sich die Fifur in dei rechte Hand spiegelen und das sozusgen symmetrisch üben, wobei die rechte Hand dann die firgur c-moll spielen würde (wegen der richtigen Spiegelachsen auf d oder as) das kling zwar seltsam aber so funktionieren die beiden Hände jeweils als Klavierlehrer der anderen Hand. Eine kann es nämlich immer besser und die andere Hand lernt von ihr über die Gehiernbrücke unserer 2 Hemisphären in diesem Organ.

Sollte der Rytmus 3 gegen 4 noch ein Problem machen, empfehle ich meine Übungen dazu, die ich in einem anderen Faden bereits aufgezeigt habe.
hallo klavigen! d

Bezüglich deines letzten Satzes!

Ich bin beim Klavier üben gerade krass am verzweifeln. Spiele seit 2 jahren klavier und mein neuer Lehrer hat mir die Mozartsonate K330 zum üben aufgegeben. Davor hatte ich viele bach inventionen gespielt. Mal davon abgesehen, dass ich kein Mozartlegato hinkriege, habe ich Schwierigkeiten bei
dem Rhythmus 4 gegen 3. Mein Lehrer sagt, ich soll beide Hände perfekt schnell spielen und dann die Hände zusammenführen.
Kannst du mir mal den Link gegen zu deinem Faden.
Ich muss die Stelle unbedingt üben.

dankeschön!!
 
Guendola

Guendola

Dabei seit
Juli 2007
Beiträge
4.408
Reaktionen
6
Ich weiß nicht, ob das Klavigens Prinzip entspricht, aber folgendermaßen kann man sich 3 gegen 4 klarmachen:

- Umweg über 2 gegen 3
Sechs Schläge zählen (wir gehen erstmal von Viertelnoten für die 2 aus)
|X_X_X_| (einmal leer zählen)
|Y__Y__| (zweimal leer zählen)
Y kommt also einmal genau zwischen X und einmal genau mit X zusammen. Wenn du Y triolisch zählst, hast du X erst auf 1, dann nochmal auf 2 und dann wieder auf 1

- Jetzt zweimal spielen (12 Schläge)
|X_X_X_X_X_X_|
|Y__Y__Y__Y__|
|1-+2+-3-+4+-| (achtung, auf 1 und drei sind ja auch Triolen)

- Jetzt jedes zweite X (3) weglassen
|X___X___X___| (dreimal leer zählen)
|Y__Y__Y__Y__| (zweimal leer zählen)
Die Y aus 2 gegen 3 bleiben, ein Y kommt kurz vor X und eins kurz nach X.

Wieder triolisch für Y zählen, wenn das der "echte" Taktbezug ist.
X also auf 1, auf 2 und auf drei und einmal garnicht.
|1--2+-3-+4--| (jetzt ist nur noch auf 1 eine triole, die wir nicht zählen können)
Bei Achteln im Viervierteltakt wird es natürlich
|1--und+-2-+und--3--und+-vier-+und--|.

Dann gibt es natürlich noch Duolen, also 2 Töne gegen "Dreierfeeling". Das kann man genauso aufdröseln, muß da natürlich die andere Seite zählen.

Die Zählerei dient aber nur dem Entwickeln des Gefühls. Danach solltest du es so üben könne, wie dein Lehrer sagte.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
klavigen

klavigen

Dabei seit
Sep. 2007
Beiträge
2.503
Reaktionen
4
3 gegen 4 und andere

hallo klavigen! d

Kannst du mir mal den Link gegen zu deinem Faden.
Ich muss die Stelle unbedingt üben.

dankeschön!!
Es ist der Faden Fingersatz in chopins 1, Ballade, da geben sowohl thepianist73 als auch ich ausführliche Tips, die man sich genau durchlesen kann und auch gerne noch mal nachfragen.

P.S. Ich sollte mal hier können, wie man beiträge aus alten Fäden in einen aktuellen verlinkt.

Kann mir das einer mal ganz deutlich erklären

danke Klavigen
 
Guendola

Guendola

Dabei seit
Juli 2007
Beiträge
4.408
Reaktionen
6
Es ist der Faden Fingersatz in chopins 1, Ballade, da geben sowohl thepianist73 als auch ich ausführliche Tips, die man sich genau durchlesen kann und auch gerne noch mal nachfragen.

P.S. Ich sollte mal hier können, wie man beiträge aus alten Fäden in einen aktuellen verlinkt.

Kann mir das einer mal ganz deutlich erklären

danke Klavigen
Alten Faden aufrufen, rechtsklick in die Adresszeile vom Browser, "kopieren" auswählen. Dann neuen Beitrag schreiben und an passender Stelle strg+v drücken, um den Link einzufügen. Das wird automatisch in das richtige Format gebracht, wenn du den Beitrag absendest.

PS: Irgendwelche Einwände gegen mein Klarmachungskonzept 4 gegen 3?
 
 

Top Bottom