Übe-Tipps für Schuberts Sonate Op. 143

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Hallo liebe Schubert-Fans,

zur Zeit übe ich an Schuberts a-moll Sonate Op.143 und komme mit den gekennzeichneten Tremolo-Oktaven nicht zurecht. Meine beiden Hände sind dankenswerterweise spiegelbildlich, die blöden Tremolo-Oktaven aber nicht.

Unisoso-Triller können mit Übergreifen in der einen Hand überlistet werden, diese Oktaven aber nicht.

Natürlich funktioniert das langsam, auch habe ich probiert, in der linken Hand nur die untere Note mitzuspielen, die ersten vier Schläge mit "4" und die zweite Serie mit "5" in der linken Hand, aber als automatisiertes Tremolo im Tempo? - Auch immer als Viererpack mit Absetzen geübt - nur ein mäßiger Erfolg!

Die nächste Stelle mit den Tremolos im Viererpack mit der Melodieführung gehen wieder!
Ich bin dankbar für einen zielführenden Tipp?

Übende Grüße

Walter
 

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Sowas funktioniert manchmal besser, wenn man links und rechts unterschiedliche Bewegungsmuster etabliert. Also beispielsweise links deutliche Unterarmrotation mit mehr oder weniger fixierten Fingern, rechts kaum Rotation und dafür aktive Finger. Und wenn es dann trotzdem nicht ganz zusammen geht, ist das auch nicht allzu tragisch. Wenn die Rechte (die man wegen der Diskantorientierung unseres Ohres klarer hört) rhythmisch exakt spielt, darf die Linke etwas ungenau sein, ohne dass es stört. Es soll ja klingen wie ein orchestrales Streicher-Tremolo, und das hat in der Gruppe auch immer eine gewisse Unschärfe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine beiden Hände sind dankenswerterweise spiegelbildlich, die blöden Tremolo-Oktaven aber nicht.
Und das ist der Kern deines Problems mit diesen parallelen Oktavtremolos. Du musst wegkommen vom quasi instinktiven/automatischen gespiegelten anfassen (dasselbe passiert auch gerne, wenn man parallele Triller rechts 2-3 und links 3-2 spielt)
Vielleicht helfen dir längerfristig drei Übemuster, die einfach nur vom automatischen 5 will mit 5 und 1 will mit 1 zusammenfallen ablenken bzw es wegblenden können:
1. (könnte sich exotisch bis idiotisch anfühlen, hilft aber) ohne Klavier parallele Unterarm"wippen" und nur auf die parallele Unterarmrollung achten (wir müssen übrigens beide Arme nicht immer gespiegelt bewegen wie beim brustschwimmen, spätestens am Fahradlenker wird das klar) :-) Und dieses parallele wippen bis in "zitter-Tempo" steigern.
2. Je zwei Vierergruppen abwechselnd links und rechts mit starkem Anfangsakzent (beide Hände ohne Pause abwechselnd auf derselben Oktave!!) beide sollen/wollen absolut gleich klingen - Steuerung übers Hören (und motorische Automatisierung durch den Initialakzent)
3. dumpfsinnige Sturheit (kein Witz) beide Hände gleichzeitig forte, rechts jeden Daumen, links jeden 5. Finger doppelt anschlagen.

1 und 2 lenken von den Fingern ab und konzentrieren auf Bewegung und Klang, 3 dient dazu, den oft zu sehr im Vordergrund der Aufmerksamkeit befindlichen Fingern das völlig banale 5 mit 1 und 1 mit 5 "einzubläuen".

Kann längerfristig helfen - hängt natürlich davon ab, wie sehr Gewohnheiten schon verfestigt sind.
 
Vielen Dank Mick und Rolf.

Rolfs Tipp Nr. 2 habe ich schon gepflegt - die Tremoli ähnlich wie die vier Takte später folgende Melodieführung mit den Tremolooktaven zu nehmen, mit der Variante, in der linken Hand immer nur den 5. Finger anzuschlagen, also Achtelschläge links und rechts normal.
Oder wieder die 4er Päckchen mit absetzen üben.

Tipp Nr. 3 werde ich auch ausprobieren. Mir ist keine Aktion zu blöd oder zu stumpfsinnig, wenn sie zum richtigen Ergebnis führt!

Tipp Nr. 1 wäre was gewesen für die länglichen Lehrerkonferenzen - aber im Ruhestand muss ich mir eine andere Gelegenheit suchen! ;-)

Liebe Grüße aus dem aktiven Ruhestand

Walter
 
Sarc-modus an: Bahn "fahren" - was ist das? Sarc-modus aus.

... wir sehen vom Wohnzimmer auf den zum Haltepunkt degenerierten Bahnhof unserer kleinsten Metropole der Welt.
Da fahren wirklich Züge, die bewegen sich tatsächlich, Leute steigen ein und aus wie im richtigen Leben!
 

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