Trotzdem! Freude an 'schlechten Stücken'

  • Ersteller des Themas Alter Tastendrücker
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Ein aktueller Nachtrag zum Thema:
Ich übe gerade mit großem Vergnügen das Hexameron von Liszt ed alii und kann wirklich nicht verstehen, warum dieses vielfältige Werk - eben NICHT (nur) von Liszt! - einen derart schlechten Ruf genießt. Einige wenige Stellen habe ich im Stil Busonis bearbeitet und ein Zwischenspiel gekürzt. Daneben erlaube ich mir die Freiheit einige ff-Stellen ins mf umzubiegen. Die Interpretation von Herrn Wunder kenne ich nicht, aber nach seinen abschätzigen Worten zum Komponisten, die ich in einem Interview hören musste, würde ich ihn eher nicht für die Idealbesetzung für Liszt halten.
Gerade der etwas freiere Umgang mit dem Werk macht viel Spaß und ich glaube auch, dass es den Zuhörern Spaß bringen kann.
Tief ist das Werk wirklich nicht, aber ist Campanella tief (Mal abgesehen vom vorwiegend im Diskant klingenden Glöckchen)?
 
Ich übe gerade mit großem Vergnügen das Hexameron von Liszt ed alii und kann wirklich nicht verstehen, warum dieses vielfältige Werk - eben NICHT (nur) von Liszt! - einen derart schlechten Ruf genießt.

Das Bessere ist der Feind des Guten, würde ich sagen. Wenn man die Wahl zwischen vielen Stücken hat, welches nimmt man dann? Das Stück geht für meinen Geschmack schon wenig reizvoll los... sehr lange weiter zuhören mochte ich dann auch nicht mehr.

Tief ist das Werk wirklich nicht, aber ist Campanella tief (Mal abgesehen vom vorwiegend im Diskant klingenden Glöckchen)?

Die Campanella bietet mehr an musikalischem Schaffen und Ideen und Kontrasten, als es vielleicht den Anschein hat, schon auf der ersten Seite. Vor allem: Klangeffekte mit sehr hoher Originalität und und eine Melodie mit hohem Wiedererkennungswert. Dann noch eine konsequente Steigerung bis in die Virtuosität ganz am Ende, und nichts (oder nur wenig), was nicht gefällig wäre.
 

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