Tonkontrolle

Gerd

Gerd

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Bei vielen Klavierspielern beobachte ich eine verstärkte Bewegung der Handgelenke nach oben und unten, während Andere diese Bewegungen nicht, oder nur minimal ausführen.

Ist das für mich als Anfänger (ein Jahr Klavierunterricht) schon jetzt wichtig, diese Technik zu üben?

Zum besseren Verständnis als Anlage ein Noten- und Text-Ausschnitt aus folgendem Notenbuch:
Carl Humphries, „Das Klavier Handbuch“, Seite 102

„Das Anheben des Handgelenks, wenn wir uns dem Ende einer Phrase nähern, macht den letzten Ton zugleich leichter und kürzer. Auf der anderen Seite setzt das Fallenlassen des Handgelenks, während wir einen Ton spielen, einen Akzent, der die starken Taktschläge eines Taktes betonen kann.
Duolen bilden die einfachste Form dieser Übung. Die rste Note in jedem Paar ist betont und wird glatt mit der zweiten gebunde. As Handgelenk ist tief und locker. Wenn wie aber den zweiten Ton spielen, hebt sich allmählich das Handgelenk, was den zweiten Ton abschwächt (leiser macht) und uns die Taste eher loslassen lässt.



Legende zum Notenbild: Pfeil nach unten: Das Handgelenk gleitet nach unten, auf den Körper zu
Pfeil nach oben: Das Handgelenk gleitet nach oben, vom Körper weg


 

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Haydnspaß

Haydnspaß

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Ich hab das mit dem Fallenlassen des Handgelenks bei Betonungen und Hochheben des Handgelenks bei leisen Schlußnoten ("Auflösungen") auch mal gelernt. Es ist etwas Wahres dran: wenn man betonte Noten spielt, sollte man sie mit Armschwung spielen, wenn man leise Noten spielt, sollte man das Gewicht abziehen. Daß dieses eine Aktivität des Handgelenks sei ist aber ein Irrtum. Das Handgelenk kann gerade bleiben (natürlich locker und fexibel), aber die Bewegung sollte vom Unterarm ausgehen.
 
K

koelnklavier

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Nur zur Ergänzung (da Haydnspaß schon alles Wesentliche gesagt hat):

Ich beobachte bei Schülern, die diesen Bewegungsablauf praktizieren, häufig, daß sie das Handgelenk nicht ab-lösen, sondern eher hektisch hochreißen. Das bedeutet aber für den entsprechenden Finger, daß er sehr schnell die Taste herunterdrücken muß, weil er sonst den Tastenkontakt verliert. Mit dem Ergebnis, daß die Endung erst recht laut und betont klingt. Ich empfehle deswegen, das Handgelenk einfach entspannt zu lassen und keinen wilden Aktionismus zu verbreiten. Stattdessen einfach nur das Druckgewicht aus den Fingern nehmen, so daß die Taste den Finger hochtragen kann. Der inger hat bie diesem Ablauf immer Tastenkontakt.
 
 

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