Tipps für repetierte Akkorde etc.

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Alexalamander

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Liebes Forum!

Ich spiele Klavier in einer Comedian Harmonists-Coverpartie, schon seit 20 Jahren; und obwohl Begleitung, sind einige der Passagen echt nicht ohne. Vor allem geht es um repetierte Staccato-Akkorde in der rechten Hand; bzw. Akkorde, die mit der Melodie im höchsten Ton ziemlich wild hin- und herspringen; dazwischen sind dann wieder einzelne Noten eingeflochten... also generell körperlich und technisch ziemlich anspruchsvolle Passagen, die mich beim Üben schon mal halb zur Verzweiflung bringen. Hier hab ich ein (noch verhältnismäßig leichtes) Beispiel aus "Ein Freund, ein guter Freund" dazu eingescannt:


Freund.jpg

Ich könnte die Passagen natürlich auch vereinfacht spielen, aber dann fehlt halt irgendwie was. Daher meine Frage: Habt ihr dazu Tipps aus der Etüdenliteratur? Bei Czerny, Chopin, Moszkowski etc. finde ich dazu wenig, und im klassischen Klavierrepertoire, mit dem ich aufgewachsen bin, ist irgendwie auch alles viel "melodischer" orientiert... Was auch viel mehr meinen spielerischen Vorlieben entspricht, denn ich bin absolut nicht der Typ für Staccato und schwierige Akkordpassagen in der rechten Hand. :-)

Vielen Dank für eure Tipps!
Alex
 

Jaaa, vielen Dank. Genau darum geht es!
 
Mehr Etüden werden Dir nichts bringen.
Denn Du machst irgendwas technisch grundlegend falsch, und deswegen findest Du das so schwierig.
Obiges Beispiel sollte nicht nur "noch verhältnismäßig leicht" sein, sondern für jeden mittel-befähigten Pianisten, auch Nichtprofi, ein Klacks, über den man kein Wort verliert.
Mein dringender Rat: Nimm ein paar Stunden bei einem klassischen Klavierlehrer, der sich mit Bewegungstechnik echt auskennt und das auch sehr gut vermitteln kann. Die Klassikpianisten hier können Dir bestimmt Tipps aus Deiner Region geben, wer dafür in Frage kommt.
Vielleicht wird er Dir zusätzlich die eine oder andere Etüde geben, aber im Prinzip kann man das an den Stücken, die Du spielst, üben (bzw. aus Stellen aus diesen Stücken eigene Übungen basteln).
 
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Wichtig ist, auf dem Impuls zu reiten, also den Schwung für der ersten Akkord zu nehmen und die anderen wie einen titschenden Ball einfach geschehen lassen. Das fühlt sich gut an, lässt Dich locker bleiben.
Nichts ist schlimmer, als sich festzuziehen, und jedem Akkord eine eigene Bedeutung verleihen zu wollen.
 
Hasenbein hat schon recht, die subtile Kontrolle der Spielbewegungen lässt sich schwer - oder garnicht befriedigt! - verschriftlichen.
Dennoch ein Hinweis:
Die Triolen lassen sich mit einer Bewegung (am Beginn Handgelenk tief, während der Triolen hebt sich das Handgelenk, nicht drei Impulse - das kostet Kraft und Zeit - sondern ein Impuls) zusammen fassen.
Klassisches Standardbeispiel: Erlkönig!
 
Danke an alle für eure ausführlichen Tipps!

Ja, das ist natürlich richtig: Es gibt so viele Feinheiten, was die Bewegungsabläufe betrifft, die man nicht verschriftlichen kann. Während meiner Kindheit/Jugend hat mir meine Lehrerin eingebläut, jeden Akkord vor dem Anschlag vorzubereiten - ein späterer Privatlehrer hat dann mokiert, dass man sich damit (zumindest im schnellen Tempo) eigentlich unnötige Zusatzbewegungen aufhalst.

Da lässt sich sicher mit Privatstunden einiges machen, was ich ohnehin vorhabe.
 

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