Thema Flügelkauf - Kawai, Yamaha, Wendl&Lung

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Schulmusiker Jan

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Liebe Leute,
ich bin immer noch auf der Suche nach einem Flügel und bin bereit
bis zu 20.000 € auszugeben. Mir gefallen die Japaner ja einfach außerordentlich, und ich würde zu gern Eure Meinungen und Erfahrungen kennenlernen bezüglich der etablierten Marken Yamaha und Kawai.
Frage 1: Ich bin unschlüssig zwischen dem C3 und dem RX3, überlege aber auch ob es nicht auch eine Größe kleiner sein darf! (also C2 oder RX-2). Wie steht Ihr zu dieser Frage?
Frage 2: Yamaha fand ich super im Spielgefühl und Klang, Kawai hab ich in Berlin viel weniger anspielen können, so dass ich jetzt wohl nach Krefeld ins Werk fahren werde. Kawai preist ja diese Carbon- und MilleniumIII-Geschichten so an. Sind das wirkliche Vorteile gegenüber anderen Herstellern oder einfach nur Verkaufstricks??
Frage 3: Zudem würde mich sehr interessieren, wie viel ich in Bezug auf den Neupreis handeln kann? Kann ich den RX-3 für glatte 20.000 bekommen? Bin Student und hab mir das Geld mühsam zusammengespart und bin besonders dankbar für jeden Euro den ich sparen kann, was mich zu meinem letzten Punkt führt:
Frage 4: Wendl & Lung. Scheint ja nicht irgendeine beliebige Chinamarke zu sein, sondern durchaus Qualität (jedenfalls zu dem Preis) zu bieten. Ich habe den 178er Flügel angespielt, und hätte man mir nicht erzählt welche Marke das ist, hätt ich auf ein Instrument aus einer ganz anderen Klasse getippt. Ich habe ein bißchen die Vermutung, das die Firma enorm bei den geringen Lohnkosten spart, nicht primär in der Verarbeitung, womit es sich bei einem Kauf also auch eher um eine moralische Frage handeln würde. Schwierig erscheint mir jedoch, dass es keine Erfahrungen zur Haltbarkeit auf lange Zeit gibt. Ich würde mich riesig über Meinungen freuen. In dem Forum scheint es nicht enorm viele Wendl&Lung Flügelbesitzer zu geben, aber vielleicht kennt jemand welche.

Tausend Dank für Anregungen und Meinungen aller Art.
Auch falls jemand ein Gebrauchtinstrument (max. 20 Jahre) in diesem Preissegment kennt, freut es mich davon zu hören. Ein tolles Gebrauchtinstrument wäre wahrscheinlich immer noch die beste Wahl, insbesondere was das Preis-Leistungsverhältnis betrifft.

Viele Grüße,
Jan Schröder*
 
K

Klavierbaumeister

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Frage 1: Ich bin unschlüssig zwischen dem C3 und dem RX3, überlege aber auch ob es nicht auch eine Größe kleiner sein darf! (also C2 oder RX-2). Wie steht Ihr zu dieser Frage?
Der C3 ist sehr gut, der C2 fällt da schon deutlich ab.
Den RX-2 kenne ich nicht gut genug.

Frage 2: Yamaha fand ich super im Spielgefühl und Klang, Kawai hab ich in Berlin viel weniger anspielen können, so dass ich jetzt wohl nach Krefeld ins Werk fahren werde. Kawai preist ja diese Carbon- und MilleniumIII-Geschichten so an. Sind das wirkliche Vorteile gegenüber anderen Herstellern oder einfach nur Verkaufstricks??
Das wurde in einem anderen Thread schon kontrovers diskutiert.
Auf jeden Fall setzt Kawai das Thema Kunststoffe in der Mechanik konsequenter um als Yamaha, die auch schon viele Holzteile durch Plastik ersetzt haben.

Frage 3: Zudem würde mich sehr interessieren, wie viel ich in Bezug auf den Neupreis handeln kann? Kann ich den RX-3 für glatte 20.000 bekommen?
Keine Ahnung, da ist jemand vom Verkauf gefragt.
Bestimmt bekommst Du bald ne PN mit ultimativen Yamaha-Preisen. :rolleyes:

Frage 4: Wendl & Lung. Scheint ja nicht irgendeine beliebige Chinamarke zu sein, sondern durchaus Qualität (jedenfalls zu dem Preis) zu bieten. Ich habe den 178er Flügel angespielt, und hätte man mir nicht erzählt welche Marke das ist, hätt ich auf ein Instrument aus einer ganz anderen Klasse getippt. Ich habe ein bißchen die Vermutung, das die Firma enorm bei den geringen Lohnkosten spart,
Naja, die sparen halt dadurch an den Lohnkosten, dass sie in China fertigen lassen, aber das ist ja bekannt.
Fairerweise werden die günstigen Produktionspreise auch weitergereicht und so sind diese Instrumente vom Preis-/Leistungsverhältniss schon sehr gut.

Wenn Du bis zu 20.000,- Euro ausgeben kannst, dann dürften sich dafür auch etlcihe hervorragende Deutsche Instrumente finden.
Du beziehst Dich in der Fragestellung aber ganz klar auf asiatische Instrumente und da will ich nicht veruschen, dich davon abzubringen.

Wenn es ein Yamaha werden soll, dann würde ICH mindestens den C3 nehmen.

Ein gebrauchter C3 dürfte aber selbst als Reimport aus einer Asiatischen Musikschule preislich noch über einem neuen W&L liegen. Also vielleicht doch einen neuen aber wenig prestigeträchtigen China-Flügel?
Vielleicht bringt der Besuch in Krefeld aber auch einen ganz neuen Favoriten hervor?

Ich glaube zu beobachten, dass das Thema asiatische Instrumente in den amerikanischen Foren etwas sachlicher und emotionsloser diskutiert wird, evtl. lohnt es sich, dort einzulesen.
 
V

veloce

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So nervig es ja sein kann, wenn man die Auswahl bei so einer schweren Entscheidung schon eingeschränkt hat und dann kommt wieder was neues dazu, muss ich trotzdem mal fragen: Wäre nicht auch ein restauriertes bzw. generalüberholtes Instrument interessant?

So wie ich den Überblick habe, bekommt man für 20.000 € da hervorragende Sachen, mit denen neue Instrumente kaum mithalten können.
 
B

benny07

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@ Mephisto: Was meinst du mit abgenudelt?

Der C3 ist ein schönes Instrument, kleiner würd ich nicht nehmen es sei denn du hast wenig platz und dir gehts um die Flügelmechanik...

Hab gerade gesehen dass es den W&L 218 für knapp 20t€ gibt, vllt wäre der was für dich?
Ich habe leider noch keinen W&L gespielt, jedoch könnte ich mir vorstellen dass der 218er allein durch seine Länge was rausholen kann. :)
 
 

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