Tastatur/Spielgefühl Roland RD800 vs. VPC1

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Tastenjunkie

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Hallo liebe Clavioten!

Ich brauche ein platzsparendes Übe-Digi für zuhause und schwanke zw. Rd800 (habe dafür ein gutes Gebrauchtangebot) und VPC1 (würde ich neu kaufen). Beide würde ich nur als Masterkeyboard für Pianoteq verwenden. Das VPC1 konnte ich noch niht testen....

Deshalb die ganz konkrete Frage: Hat jemand Erfahung mit beiden o.g. Tastaturen (die internen Sounds des rd800 sind egal, es geht mir nur um die Tastatur)?

Roland ist bekanntlich Geschmacksache, und ich mag Roland, also bitte kein Roland-Bashing, das wäre Zeitverschwendung.

Vielen Dank für alle Tips!

LG

TJ
 
Tastenjunkie

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Ja, die haben das, aber ich komme da diese Woche nicht mehr hin...
 
Bassplayer

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Die VPC1 ist durch die langen Tasten auch weiter hinten in den Tasten sehr angenehm spielbar, aber ich empfinde die RD800 etwas "direkter" und präziser, straffer (nicht schwergängig) in der Tastenbewegung, auch wenn man mit der VPC1 sicher genauso genau und präzise ansteuern kann; ich bin aber auch jemand, der mit Roland bisher immer sehr gut zurecht kam.
 
Tastenjunkie

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Es geht ja nicht darum, dass ich Roland Fanboy bin, sondern, darum, dass mir deren Tastaturen einfach gut unter den Händen liegen.

Heute konnte ich spontan doch noch bei Session in Frankfurt das VPC1 anspielen, ich hatte auch meinen Laptop inkl. Editor mit der Kawai-seitig optimierten Velocity-Kurve dabei. Fazit: Ja, die Tastatur fühlt sich (etwas) hochwertiger und "flügeliger" an als beim rd800. Aber: Ich habe das deutliche Gefühl, dass das MIDI-Spektrum bzgl Dynamik vom rd800 differenzierter umgesetzt wird. Ich konnte das rd800 brsser steuern als das VPC und hatte mehr Spaß dabei. UND: Ich WOLLTE das VPC besser finden als das rd, der Bauch spricht aber für Roland.

Ist natürlich wie immer alles subjektiv... @Bassplayers Wortwahl trifft meinen Eindruck sehr gut! Es bleibt also dabei: Roland ist nicht Jedermanns Sache, aber meine schon ;-)

LG

Tj
 
Bassplayer

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Hallo Tj,
du hast doch auch das A-88 - bist du in einem bestimmten Bereich damit unzufrieden oder wolltest du generell eine andere Tastatur, die eine Klasse besser ist?
VG
Bp

PS: Du hast zwar nicht nach Alternativen gefragt, aber das Studiologic SL 88 GRAND könnte dir evtl. auch zusagen.
 
Tastenjunkie

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Hallo Tj,
du hast doch auch das A-88 - bist du in einem bestimmten Bereich damit unzufrieden oder wolltest du generell eine andere Tastatur, die eine Klasse besser ist?
Ich brauche ein zweites Masterkeyboard und habe mit der Zeit festgestellt, dass das A-88 einfach nicht ausreicht um darauf häufiger einigermaßen seriös zu üben. Die Tastatur fühlt sich sehr gut an, die Responsivität lässt aber doch zu wünschen übrig. Wahrscheinlich liegt es daran, dass nur eine Zweifach-Sensor-Abtastung drin ist. Mit 3 Sensoren wie im rd800 geht doch einiges mehr an Präzision. Das A-88 punktet bei Gewicht und Mobilität, was das angeht bin ich damit immer noch sehr zufrieden, es ist ein guter Kompromis, wenn man deutlich unter 20 kg bleiben will. Mein Wunsch wäre ein Controller mit mit der besten verfügbaren Roland-Tastatur. Einen solchen gibts nicht, aber da ich das rd800 gebraucht für den Neupreis des VPC1 bekommen kann, macht das Upgrade Sinn.

Du hast zwar nicht nach Alternativen gefragt, aber das Studiologic SL 88 GRAND könnte dir evtl. auch zusagen.
Ja, auf dem Papier wäre das ein Kandidat für mich, ich habe einiges darüber gelesen. Allerdings hatte ich noch NIE eine Fatar-Tastatur unter den Fingern (Nord, Döpfer, Numa Nero), die mir spontan gefallen hat, deshalb habe ich die Sache nicht weiter verfolgt. Bei Roland habe ich jetzt nach rd700gx und a-88 schon zum dritten mal spontan gedacht: Yes! Passt! Was will man mehr ;-)
 
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Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
LG
Bp
 
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Hallo nochmal!

Vielen Dank für Eure Antworten! Habe mich dann wie erwartet für das gebrauchte rd800 entschieden und bin soweit zufrieden damit.

Mein Fazit aus den Überlegungen ist: Kein Digital-Piano kommt auch nur in die Nähe eines guten akustischen Instruments, der Abstand zum "Real Thing" wird immer groß bleiben, auch wenn er mit jeder Neuentwicklung ein bisschen kleiner wird. In diesem Rahmen ist das rd800 in Kombination mit Pianoteq für mich ganz subjektiv momentan die befridigendste Lösung.

LG

TJ
 
Riesenpraline

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Kein Digital-Piano kommt auch nur in die Nähe eines guten akustischen Instruments, der Abstand zum "Real Thing" wird immer groß bleiben,
Halte ich nicht für schlimm.

Es gibt aufgrund der günstigen und kleinen Digitalpianos mittlerweile Leute, die deshalb überhaupt erst mit dem Klavierspielen anfangen in ihrer 50m² Mietwohnung.

Das wäre vor 20 Jahren aus räumlichen und geldlichen Gründen nicht möglich gewesen.

Für einen, der nie in seinem Leben auf einem Flügel/ Klavier gespielt hat, sind die Digitalpianos ein Segen (übrigens auch für Familien mit mehreren klavierspielenden KIndern. :-D )

Alle anderen, denen ein Digitalpiano nicht nah genug am Flügel/ Klavier ist, spielen halt weiter auf ihrem akustischen Klavier.
 
J

Jack Black

Guest
Kein Digital-Piano kommt auch nur in die Nähe eines guten akustischen Instruments, der Abstand zum "Real Thing" wird immer groß bleiben,

1) Finde ich nicht, es gibt heute bereits exzellente Digis, die auch den Vergleich mit akustischen Instrumenten bestehen. Eine ganz wesentliche Rolle spielt dabei auch die Aufstellung, ein und das gleiche Instrument klingt im Wohnzimmer mit Parkett um Welten besser als im Gästezimmer mit Teppich (habe ich aktuell zum Test). Das liegt so weit auseinander, dass man es für verschiedene Instrumente hält.

2) Akustische Instrumente sind sicherlich seid vielen Jahren ausgereizt, wo die Reise mit digitalen Instrumenten hingeht, das kann niemand wissen. Die Entwicklung der letzten Jahre macht aber durchaus Hoffnung, dass die Geräte immer besser werden. Ich habe neulich auf einem Casio GP-500 gespielt, der Klang war mir etwas zu dünn im Mittenbereich (allerdings stand das Gerät auch nur auf einem Teppich, das ist ganz schlecht wie ich inzwischen weiß), der Anschlag war absolute Spitzenklasse. In meinem Wohnzimmer wäre das sicher eine höchst attraktive Option.

Von "nicht annähernd" kann da keine Rede mehr sein und ein schlechtes akustisches Instrument (die es leider auch zur Genüge gibt) ist sowieso problemlos schlechter als ein sehr gutes digitales Instrument.
 

Tastenjunkie

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Ich rudere zurück!!!!

Dieses Fass wollte ich in diesem Faden definitiv nicht aufmachen. Ich habe nur meinen persönlichen Eindruck dargelegt, mehr nicht. Vielleiht hilft es jemandem bei der Entscheidung für oder gegen was auch immer...

Es führen viele Wege ins Klavier-Nirvana.
 
 

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