Relevanz des Abschlusses Diplom-Klavierlehrer(in) für guten Anfängerunterricht

Schlüsselloch-Zeh
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Das ist natürlich Pech. Offenbar sind die Regelungen so, dass sie sehr weit auslegbar sind (s. Beitrag von Demian). Eigentlich sollte die Musikschule aus eigenem Interesse Qualität anbieten. Sonst einfach bei der Anmeldung auf einem qualifizierten Lehrer bestehen.
Guter Tipp, ich hoffe, dass das - gerade als Anfänger - hoffentlich nicht als arrogant interpretiert wird.
Ich nehme mal an, dass meine Klavierlehrerin einfach nur Glück hatte, weil der Einstieg damals einfacher war als heute. Nun ist sie ja mit ihrem Altvertrag und als Angestellte in einer Position, wo die Frage nach Qualifikationen und Urkunden eh keine Rolle mehr spielt.
 
J. S. Schwach
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Kann es sein, dass Klavierlehrer(innen), die in erster Linie Klassik unterrichten, eine höhere Qualität der Ausbildung anbieten als bspw. Pädagogen, die Jazz, Rock oder Pop als Schwerpunkt haben?

Ich habe vor beidem großen Respekt, halte aber gerade Jazz für pädagogisch anspruchsvoll. Man muss den Leuten schließlich beibringen, mit Leadsheets umzugehen. Generell sehe ich den Blues neben und nicht nach der Klassik.
 
Stilblüte
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So unterschiedlich sind die Wege doch auch nicht. Die Grundzüge der westlichen Musik und die grundlegende Spieltechnik ist ja die gleiche.
 
Demian
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Die grundlegende Spieltechnik ist ähnlich, aber im klassischen Klavierspiel geht es um die Auslegung, Interpretation, stil- und werktreue und gleichzeitig innerhalb dieses Rahmens individuelle Verwirklichung eines geschriebenen Notentextes, während es in der Jazz- und Popularmusik (u.a.) um die stiltreue und gleichzeitig individuelle Erschaffung eines improvisierten Ad-Hoc-Arrangements auf der Basis eines Leadsheets geht. Das sind doch schon sehr unterschiedliche Herangehensweisen, beide auf ihre Art sehr anspruchsvoll. Keith Jarrett hat mal sinngemäß gesagt, er würde innerhalb eines Konzerts nicht beides machen können, weil sein Gehirn den Umstellungsvorgang zwischen beiden Arten Klavier zu spielen nicht bewältigen könne. Es gibt ja ohnehin nur sehr wenige Pianisten, die beides auf hohem Niveau können (bzw. an die Öffentlichkeit bringen).
 

 

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