Problem mit der Gleichmäßigkeit schnellerer kurzer Phrasen (Burgmüller)

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Anticlock

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Hallo,

ein Anfängerproblem, bei dem ich um Rat oder gar Übungsliteartur bitten möchte:
Es geht insbesondere um die Burgmüller-Stücke 02 (Arabesque) und 20 (Tarantelle).
Ich habe große Probleme, die jeweiligen Linien ab einer gewissen Geschwindigkeit gleichmäßig und "rund"/"locker" zu spielen und stoße hier an eine Grenze, die ich auch nach längerem langsamen/schnellen/rhythmisch unterschiedlichem Üben nicht überwinden kann.
Arabesque: z.B. Takte 3-6 - hier verreiße ich die 16tel-Linien teilweise bis zu einem sehr schnellen Shuffle-Rhythmus, teilweise auch Mittel-/Ringfinger zu schnell folgend.
Tarantelle: z.B. Takte 9-10 - das Gleiche mit den 8tel-Dreiergruppen, manchmal insgesamt zu schnell ohne "Triolen"-Gefühl.

Ich hoff, ich drücke mich hier einigermaßen klar aus. Wie gesagt würde ich mich über Ratschläge freuen. Oder gibt es evtl gar spezielle sinnvolle Übeliteratur?

Gruß,
Sven
 
C

chiarina

Guest
Lieber Anticlock,

da hilft in erster Linie nur ein guter Klavierlehrer, der mit dir gezielt arbeiten kann.

In zweiter Linie könnte helfen:

- langsam üben und zwar so lange, bis es in einem langsam gewählten Tempo wirklich "sitzt". Jeden Ton der angesprochenen Figuren bewusst hören und wahrnehmen (das kann absolute Zeitlupe erfordern). Erst dann das Tempo ein kleines bisschen anziehen und weiter so vorgehen.

- langsam staccato spielen, dann etwas schneller (nicht im Originaltempo): dadurch werden die einzelnen Töne einer Figur spürbar. Das staccato bitte an der Taste spielen mit elastischem Handgelenk und weichem Arm, dabei zupfen die Finger quasi die Taste ab wie bei einer Gitarre. Der Arm führt aber dabei trotzdem.

- rhythmisieren: punktierte Rhythmen .... bei der Arabesque statt der gleichmäßigen Sechzehntel können ebenfalls helfen. Der Sinn ist, dass man kleine Gruppen (beim punktierten Rhythmus erst mal zwei) bereits im Tempo spielt, dann aber auf dem langen Ton Zeit hat, zu entspannen und sich auf die folgenden zwei Töne zu konzentrieren

- Lautstärken variieren

- die Figuren auch mal, gerade bei der Arabesque, in anderen Tonarten spielen, also transponieren

Insgesamt ist es so, dass der Arm die Figuren als eine Einheit und eine Bewegung in Ellipsen u.ä. führt und die Fingerendglieder dabei die Taste quasi abzupfen (Hand leicht machen).

Viel Erfolg und liebe Grüße

chiarina
 
A

Anticlock

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Danke für die Antworten!
 
 

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