Niedrige Honorare an Musikschulen

Gubu (und andere Interessierte), guckt Euch einfach dieses Video an.

Er erklärt die Basis, auf der die ganze Misere beruht, in verständlichen Worten:

Wie funktioniert unser Wirtschaftssystem - Dirk Müller Mr. DAX 21.06.12 - die Bananenrepublik - YouTube

Und falls jetzt jemand sagt: Neiiin, das kann doch gar nicht sein, das ist mit Sicherheit ganz anders, und sowieso viiiiel komplexer - nein, es ist nicht ganz anders und viel komplexer, das Grundproblem ist tatsächlich so unsagbar simpel, trotzdem wissen die meisten nicht darüber Bescheid. Weil sie nicht Bescheid wissen sollen.

Henry Ford: "Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh."

LG,
Hasenbein
 
Glaubst Du wirklich, hasenbein, dass ich Aufklärung auf diesem Schwarz-Weiß-Level nötig habe ??? :)

Wer aus solchen Filmchen Nektar zieht, ist dem Alltagsgeschehen in der Wirtschaft recht fern....;)
 
OK, dann erkläre mir bitte (oder nenne mir Links), was an dem, was Dirk Müller über die Funktionsweise des Finanzsystems sagt, falsch ist.

Danke.
 
OK, dann erkläre mir bitte (oder nenne mir Links), was an dem, was Dirk Müller über die Funktionsweise des Finanzsystems sagt, falsch ist.

Danke.

Ich bin hier nicht der Erklärer. Geh in ein (seriöses + kritisches) Wirtschaftsforum, falls es Dich tatsächlich interessieren sollte.

Falsch ist die Simplifizierung, die in der Gesamtschau ein Schwarz-Weiß-Zerrbild ergibt.

Wer Moll und Dur erklärt und ein paar Kadenzen, wird nicht von sich behaupten können, die (gesamte) Harmonielehre erläutert zu haben. :p
 
Nein, aber Dur und Moll sind grundlegende Elemente, ohne die die europäische Harmonielehre nicht denkbar ist. Danke für den Vergleich :D

Genauso ist die momentane Problematik nicht ohne den von Müller geschilderten Grund-Finanzmechanismus denkbar, auch wenn das natürlich längst nicht jeden konkreten Vorgang erklärt.

LG,
Hasenbein
 
Gubu, bitte mal einfach 1 (!) Argument von Dir.

"Kleiner, wir Erwachsenen, die in der Wirtschaft tätig sind, wissen da nun mal Bescheid, und Du nicht" ist jedenfalls keines.

LG,
Hasenbein
 
Und wenn Dirk Müller so entsetzlich falsch läge, dann hätte er sich ja auch schon längst demontiert und bekäme im Fernsehen dauernd die harten Gegenargumente zu hören. Ist aber nicht so - die anderen Sendungs-Teilnehmer stimmen ihm oft zu bzw. sind erstaunlich kleinlaut, was seine Kernthesen betrifft.
 

Gubu, bitte mal einfach 1 (!) Argument von Dir.

"Kleiner, wir Erwachsenen, die in der Wirtschaft tätig sind, wissen da nun mal Bescheid, und Du nicht" ist jedenfalls keines.

LG,
Hasenbein

Stimmt. :p

Aber ich werde mich in diesem Forum aus ganz prinzipiellen und persönlichen Gründen nicht auf inhaltliche Debatten über Philosophie, Religion oder Wirtschaft (mit Dir) einlassen. Da kannst Du Leimruten legen, so viel Du willst. :D, und denken darüber was du willst. Peng, aus....
 
Dieser Film stimmt mit den Kernaussagen von Dirk Müller überein.

Es würde mich natürlich stark interessieren, was du als Kapitalleser den im Film gebrachten Argumenten dagegen halten kannst.

RUdl

Ich halte dagegen, dass es Simplifizierungen sind. Das, was in dem Film kommt, ist Ökonomie- Comic. mehr nicht. Es gibt genügend Möglichkeiten, sich zu Fragen der Wirtschaft seriöses und differenziertes Wissen anzulesen. Wer allerdings glaubt, das lässt sich auf zehn Sätze in einem Forum-Beitrag eindampfen, hat schon verloren...

((Und, Rudl, meine Kapital-Lesezeit ist -zum Glück- schon 30 Jahre Geschichte. Wollte nur andeuten, dass darin mehr Gehirnschmalz steckt als in vielem, was heute so über Kaptalismus daherschwadroniert wird... ;))).

Und, wie ICH zu diesen Themen stehe, werde ich in einem Forum ganz bestimmt nicht öffentlich präsentieren.
 
Wenn Du nichts zu diesen Themen schreiben willst, dann halte hier bitte diesbezüglich gänzlich die Klappe, statt immer wieder aus Deinem Loch gekrochen zu kommen und unkonstruktiv "Gaar nich waaahr! Du bist doof! Und Tschüß!" zu krähen.
 
Ja, Rolf, und ich habe etwas zu den großen Ursachenzusammenhängen der Musikschulmisere geschrieben. Wir sind da also genau beim Thema.
 
Ja, Rolf, und ich habe etwas zu den großen Ursachenzusammenhängen der Musikschulmisere geschrieben. Wir sind da also genau beim Thema.
ok, ohne Urknall oder Schöpfung - je nachdem - keine Musikschulen ;) -- irgendwer muss mit irgendwelchem Geld Honorare und/oder Gehälter bezahlen; günstigstenfalls sind diese finanzierbar bzw. tragbar. Allerdings bedarf es keines Rundumschlags a la Kapitalismuskritik, Globalisierung, Börse etc. um sich über die prekäre wirtschaftliche Lage von Musikschulen Klarheit zu verschaffen: sie sind überwiegend nicht von der öffentlichen Hand getragen, sondern zu oft nur via öffentl. Zuschüssen "unterstützt". Das macht es dann schwierig, wenn bis zu 70-80% der "Schule" eben wie ein "Betrieb" laufen muss. Und offenbar läuft´s da nicht immer gut, weswegen kaum wer fest eingestellt wird, sondern stattdessen für seine Lehrtätigkeit mit (geringen) Honoraren abgespeist wird.
 
@Okka:
Danke für diesen Hinweis. Ich bin an 3 MS im Rhein- Main- Gebiet jeweils auf Honorarbasis beschäftigt. An zweien bekomme ich (mit abgeschlossenem Studium) tatsächlich bloß EUR 60.- monatl. für 45Min.- Einheiten; die dritte zahlt wenigstens etwas mehr. Ich hatte das für relativ normal gehalten. Auf Lehrerkonferenzen wird mehr oder weniger plump versucht, unsere Bezahlung erst gar nicht zum Thema zu machen. Bzw. es wird wieder einmal eine Gebührenerhöhung für die Schüler angekündigt, die aber nicht bei uns Lehrkräften ankommt.
Ich denke, ich werde diesen Link mal den Schulleitungen, bzw. Vereinsvorständen zukommen lassen.
 
Doch, Rolf, man muß so weit schauen.

Früher war es normal, daß Musikschulen staatliche Einrichtungen waren, die nicht "wie ein Betrieb arbeiten" mußten, sondern von denen man sagte: Wir finden das wichtig, daß es so was gibt, und deshalb unterstützen wir das weitestmöglich staatlich, damit die Lehrkräfte gute Arbeitsbedingungen und soziale Absicherung haben.

Ab den 80er Jahren griff dann mehr und mehr der Neoliberalismus um sich mit seinem Privatisierungswahn, parallel stiegen die Staatsschulden / öffentlichen Schulden exorbitant immer weiter an. Im Zuge dessen kam erst auf, daß nun plötzlich Musikschulen "wie Betriebe" profitabel arbeiten sollten und plötzlich Lehrkräfte doch nicht mehr so superwertvoll waren, sondern getrost mit Micker-Honoraren abgespeist werden durften. Wären diese allgemeinen Entwicklungen nicht gekommen, hätten wir ja nach wie vor das alte System der im öffentlichen Dienst angestellten Musikschullehrer!

Eine Sicht wie Deine hat einen viel zu geringen Horizont.

LG,
Hasenbein
 

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