neu Melodie


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Hacon
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Ist euch schon mal einfach so im Kopf ne neue Melodie eingefallen bzw. könnt ihr bewusst im Kopf komonieren als hättet ihr ein Klavier?
 
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rappy
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Ich komponier vieles im Kopf, vor allem die meisten Themen fallen mir im Kopf ein. Mein erstes größeres Werk ist eine Sinfonie im klassischen Stil und die ersten 3 Sätze hab ich völlig ohne Klavier geschreiben, und zwar im Urlaub oder auf Zugreisen, wenn ich nix zu tun hatte etc.
Die ersten Takte des 2. Satzes der Posaunensonate (welche sich wiederholen), die ich gestern online gestellt habe (also den Anfang...) habe ich auch im Sommerurlaub geschrieben.

Mir gelingen viele Sachen so besser, weil ich dann mehr ins Detail gehe, wenn ich die Noten vor mir habe und schreibe, und zudem mehr horizontal denke (in Linien).
Bei sehr außergewöhnlicher Harmonik (z. B. moderner Stil) oder "virtuosen" Klavierparts benutze ich allerdings selbstverständlich das Klavier.
 
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Amfortas
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Also meistens habe ich zumindest das Thema im Kopf und geh dann damit ans Arbeiten. Mal ohne, mal mit Klavier.
Am Klavier ist es denk ich leichter, da muss man nicht zu viel denken. Aber ich hab diesen Moment gerne, an dem ich mit einem neuen Stück ans Klavier gehe und es zum ersten mal ganz spiele und dann einmal richtig höre wie es klingt (weiß ja schon in etwa wie es klingt, sonst hätte ichs ja nicht schreiben können).
Zum komponieren ohne Klavier muss man sich die Töne halt alle gut vorstellen können und Kenntnisse in Harmonielehre haben. Beim komponieren ohne Klavier habe ich aber gerne eine Stimmgabel oder ähnliches da, damit ich den Anfangston richtig aufschreibe (bin ja kein absolut hörer, oder ich weiß es nur noch nicht und nutze meine absoluten Kräfte nicht ;) )

Ich muss aber dazu sagen, dass meien Stücke auch selten sehr sehr lang sind. Mein längstes ohne Klavier waren in etwa 40 takte, also keine ganze Sinfonie. Meistens mache ich dann auch, wenn ich solche Teile (in dem fall 40 Takte) habe, weiter und schreibe dann noch am Klavier weitere Teile zu dem Stück.



oli
 
C
Christoph
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Ist euch schon mal einfach so im Kopf ne neue Melodie eingefallen bzw. könnt ihr bewusst im Kopf komonieren als hättet ihr ein Klavier?

dass muss so sein;)

Schon der gute Schumann schrieb:

"Fängst du an zu komponieren, so mache alles im Kopf! Erst wenn du ein Stück ganz fertig hast, probiere es am Instrumente!"
Robert Schumann


Viele weise Sachen von sich gegeben der Mann!
 
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Hacon
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Ich finde es ja sehr interessant was ich hier so zu höhren bekomme, ich mach das nämlich nun wirklich anders.

@rappy: Das heißt das aber auch, dass du du ein absolutes Gehör hast.
Hast du Musik studiert oder irgend eine gute musikalische Ausbildung hinter dir?

Also meistens habe ich zumindest das Thema im Kopf und geh dann damit ans Arbeiten
ich versuch auch manchmal mir ein Thema im Kopf zu komponieren, aber leider kommt da nie was dabei raus. Ich spiel immer bisschen am Klavier rum und dann kommt meistens auch schon ein Thema bei raus,welches ich dann ausbauen kann.

Mein längstes ohne Klavier waren in etwa 40 takte, also keine ganze Sinfonie.
Ich hab eigentlich erst ein Stück komponiert, des hat jetzt 43 Takte und is noch nich ganz fertig(sind immerhin schon 3 Seiten). Das Problem ist nur dass da mit Sicherheit wieder zig Fehler drin sind die wieder nur meine Klavierlehrerin sieht;)

Schon der gute Schumann schrieb:


"Fängst du an zu komponieren, so mache alles im Kopf! Erst wenn du ein Stück ganz fertig hast, probiere es am Instrumente!"
Robert Schumann
@christoph: Der Mann hatte aber auch ein absolutes Gehör.
 
A
Amfortas
Guest
Ich hab eigentlich erst ein Stück komponiert, des hat jetzt 43 Takte und is noch nich ganz fertig(sind immerhin schon 3 Seiten). Das Problem ist nur dass da mit Sicherheit wieder zig Fehler drin sind die wieder nur meine Klavierlehrerin sieht;) QUOTE]


Fehler? Was für eine Art von Fehlern? Wenn es gut klingt sind kleine harmonische Fehler egal, Komponist hat schließlich das recht zu schreiben was er will. Und da sogar z.B. Quint- oder Oktavparalelen erlaubt sind, wenn sie einem zweck dienen, denk ich, kann man keine wirklichen Fehler amchen (wobei man es dir natürlich sagen wird, weil bei Prüfungen würden solche Sachen natürlich negativ bewertet werden)


oli
 
R
rappy
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Doch, wer Fehler macht, muss sie sehen und begründen können. Oktav- und Quintparellen sind nicht ohne Grund im traditionellen Satz unüblich. Auch aufwärtsgeführten Septimen oder abwärtsgeführten Terzen sollte man sich bewusst sein.
Bei jedem Verstoß gegen die traditionellen Stimmführungsregeln einfach zu sagen "Ich wollte das aber so" wäre zu einfach.

@Hacon: Ja. Ich kann leider nicht beurteilen, wie schwierig die Sache ohne absolutes Gehör wäre. Einerseits stelle ich es mir persönlich sehr schwer vor, andererseits heißt es immer, ein absolutes Gehör wäre nicht notwendig und viele berühmte Komponisten hatten keins.
 
A
Amfortas
Guest
Genau das meinte ich mit "wenn sie einem Zweck dienen".
Ich selber achte sehr darauf, möglichst wenig fehler dieser Art zu schreiben. Und wenn einer vorkommt, dann muss man ihn natürlich erklären/begründen (Die frage ist natürlich, was eine gute begründung für einen Fehler ist, allein zu sagen, dass es so ebsser klingt langt denk ich nicht, da muss schon mehr gesagt werden)



oli


P.S.: Deswegen bin ich sehr dankbar, dass ich bei fehlern sofort kritisiert werde, weil amnchmal fallen sie einem selber gar nicht mehr richtig auf
 
M
matt bellamy
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Ich hab mal ne kleine Frage: was macht das Thema im Umfragen-Forum (bin irritiert:confused: )
 
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Hacon
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Das mit den Fehlern habt ihr falsch verstanden. Ich meine damit Fehler beim Aufschreiben.Die ersten 16 Takte hat meine Klavierlehrerin schon gesehen und da war folgendes falsch:

Ich hab einen 6/8 Takt gewählt, obwohl ich von der Betonung her einen 3/4 Takt hätte nehmen müssen. Dann habe ich einen Rhytmus aufgeschrieben, der sich ein bisschen komisch angehört hat, weil ich ihn in den 6/8 Takt reingequetscht hab, in wirklichkeit war jedoch ein Taktartwechsel zu einem 3/4 Takt angebracht.
Und schließendlich habe ich etwas kaotisch Kreuze und Auflösungszeichen gesetzt obwoh ich eine normale Tonart hätte nehmen können.

Solche Fehler hab ich gemeint.

@rappy: Ich kann mir ja vorstellen das manchen eine neue Melodie einfällt, aber aufschreiben kann man die ohne Gehör nur mit Hilfe eines Instruments.

@matt bellamy: Ich wollte eigentlich ne Umfrage stellen, hab mich dann aber doch für ne normale Frage entschieden und hab vergessen aus dem Umfragen-Forum rauszugehen;)
 
Guendola
Guendola
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Ich schreibe beim Komponieren ziemlich schnell auf, da ich sonst durcheinander komme. Es kommen einfach zuviele Ideen auf einmal, wenn ich erstmal ein Thema habe. Wenn die Idee aber festgelegt ist, will ich sie auch hören und spiele sie dann, egal wie unfertig sie ist. Ab dann komponiere ich auch im Kopf. Meistens schreibe ich aber mit einer Hand am Instrument (Klavier oder Gitarre) und der anderen am Computer.
 

A
Amfortas
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Schreibst dus dann gleich in den PC rein?
Weil ich schreibs immer auf Papier (egal ob ich im Kopf oder am Klavier komponier) Da kann ich leichter damit umgehn.
Erst wenns dann ganz fertig ist schreib ichs irgendwann in den pc. Manchmal auch nicht. Kommt ganz drauf an, ich kann aus meinen handgeschriebenen Noten ja auch spielen. Und wenn ich im nachhinein noch Änderungen mache, muss ich die alten Durcke nicht weg werfen, sondern kann einfach ausradieren und anders hinschreiben. Sonst müsst ichs erst in den Pc schreiben und dann neu ausdrucken und das alte Ausgedruckte wegwerfen.


oli
 
Guendola
Guendola
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Schreibst dus dann gleich in den PC rein?

Mit Papier kann ich auch leichter umgehen, aber PC hat den Vorteil, daß ich mir sofort die Passagen anhören kann, die ich nicht selber spielen kann. Außerdem schreibe ich Stücke meistens für mehrere Instrumente. Richtung liegt zwischen New Music, Experimentalmusik und Rock, falls es jemanden interessiert.
 
A
Amfortas
Guest
Gerade für mehrere Instrumente ist es mir aufm Papier lieber, da hab ioch übersicht. Ich weiß ja eh in etwa wie es klingt.

Ich schreib aber auch bisher höchstens für 2 Instrumente.



oli
 
 

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