Mit 27 noch richtig klavierspielen lernen? (Lehrerin meinte, meine Denkweise sei naiv

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kleenemaus

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Hallo,

ich bin 27 Jahre alt und spiele jetz seit 3 Jahren Klavier. Habe den 1. Band der Russischen Klavierschule durchgespielt und habe auch schon einige Stücke aus dem 2. Band der russchischen Klavierschule angefangen.:)
Gestern hatte ich Klavierunterricht, bin mit meiner Klavierlehrerin sehr zufrieden (eigentlich). Wollte wieder was Neues spielen, und habe gefragt, ob sie mir nicht May be von Yiruma beibringen kann. Daraufhin sagte sie, dass dieses Stück noch zu schwer sei für mich. Na gut, dacht ich ist halt. Ich habe sie dann gefragt ob ich mal richtig schöne Stücke von Yiruma oder so spielen kann. Da meinte Sie, meine Vorstellungen sind sehr weit hergeholt bwz. naiv. Das hat mich bis heute beschäftigt. Bin jetzt sehr niedergeschlagen. Gehe eigentlich immer sehr gerne zum Klavierunterricht... Mein Mann und ich wir planen gerade ein Hausbau.. wollte das Wohnzimmer vom Architekten so gestalten lassen, dass auch ein 1,78 m großer Flügel reinpasst. Aber wenn meine Lehrerin denkt ich sei naiv, dann brauch ich doch gar nicht weitermachen. Und einen Flügel kaufen schon gar nicht. Noch spiele ich auf einem Digitalpiano.
Was sagt Ihr dazu.:-?::(
 
Nora

Nora

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Hallo kleenemaus,

mir ist nicht ganz klar, was Deine Klavierlehrerin meint, wenn sie sagt, Deine Vorstellungen sind sehr weit hergeholt oder naiv. Meint sie damit, die Stücke von Yiruma sind generell noch zu schwer für Dich?

Unabhängig davon, was sie damit sagen wollte, finde ich ihre Wortwahl auch kränkend. Hast Du nicht mal überlegt, sie darauf noch anzusprechen? Ich würde es tun und ihr auch sagen, was diese Aussage bei Dir ausgelöst hat.

Grundsätzlich würde ich mich nicht so abhängig von der Meinung einer Lehrerin machen. Es kommt doch darauf an, dass Du Spaß an der Sache hast. Ich höre bei Dir aber auch so ein bißchen raus, dass Dir die Stücke, die Dir Deine Lehrerin gibt, nicht so gut gefallen. Wenn das so ist, solltest Du unbedingt mit ihr darüber reden. Stücke zu spielen, die man nicht gut findet, ist auf die Dauer total demotivierend finde ich.

Es könnte übrigens auch sein, dass sie Deine Frage nach richtig schönen Stücken von Yiruma als Kritik an ihrer Auswahl der Stücke aufgefasst und deshalb so reagiert hat.

Viele Grüße
Nora
 
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Babette

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So ein Quatsch! Ich habe schon nach einem Jahr einen Flügel bekommen. Ich hatte das Geld, den Platz und er ist mir eine ständige Freude.

Und zu dem was Deine Lehrerin über Deine Möglichkeiten sagt, habe ich die spontant Assoziation: "Mädchen können nun mal kein Mathe" oder in Deinem Fall: "Erwachsene Anfänger können nach drei Jahren noch nichts Klavier spielen"

Oder ist das jetzt so ein Hammerstück? (ich kenne es nicht)
 
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kleenemaus

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Hallo Nora,

ich denke mal die Vorstellung, mal richtig Klavier spielen zu können ist sehr weit hergeholt.
Sie meinte auch, dass man als Erwachsener anders lernt. Als Erwachsener kommt nur bis zu einem bestimmten Punkt...
Wie lange spielst du schon Klaiver und wie alt bist du wenn ich das fragen darf?

Gruß
kleenemaus
 
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kleenemaus

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Hallo Babette,

wow nach einem Jahr einen Flügel zu haben ist schon klasse.
Was hast du für einen? Welche Größe?
Das mit dem Yiruma - May be ist nicht sooo einfach. Hört sich bei Youtube einfach an, aber wenn ich die noten sehe. Müsste ich bestimmt 4 Wochen daran üben - mit Hilfe meiner Lehrerin.

Gruß
kleenemaus
 
B

Babette

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Hallo Nora,

ich denke mal die Vorstellung, mal richtig Klavier spielen zu können ist sehr weit hergeholt.
Sie meinte auch, dass man als Erwachsener anders lernt. Als Erwachsener kommt nur bis zu einem bestimmten Punkt...
Wie lange spielst du schon Klaiver und wie alt bist du wenn ich das fragen darf?

Gruß
kleenemaus
Was verstehst Du unter richtig Klavier spielen? Den Totentanz von Liszt? Und auch der ist nicht generell ausgeschlossen.

Du kannst alles lernen, wenn Du entsprechend viel Energie in eine Sache steckst!

Ich bin übrigens 40 und spiele noch keine zwei Jahre und mein bislang anspruchvollstes Stück ist von Chopin der a-moll Walzer.
 
Nora

Nora

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Hey kleenemaus,

ich bin auch erwachsene Spätanfängerin (ohne jegliche Vorkenntnisse) und älter als Du. Und ich will auch keine Konzertpianistin werden. Meine Klavierlehrerin kommt aus dem reinen Klassikbereich. Das wollte ich auch so, denn ich möchte überwiegend klassische Stücke spielen. Trotzdem habe ich zwischendurch immer mal das Bedürfnis ein Stück zu spielen, das eher im Bereich Popmusik angesiedelt ist. Das habe ich meiner Lehrerin auch gesagt und zusammen suchen wir dann ein Stück aus, das zu meinem jeweiligen Können passt. Ich spiele jetzt 2,5 Jahre und habe vor einigen Wochen noch Moonrise von Yiruma gespielt. Natürlich nicht so perfekt wie Yiruma selbst. :cool:

YouTube - Brian Crain - Moonrise

Viele Grüße
Nora
 
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kleenemaus

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Hallo Babette,

mit richtig spielen meine ich, ohne langes üben (1-2 Tage vielleicht) einfach vom Blatt spielen, was einem gefällt.
Es kann Klassik sein oder auch moderne Stücke.
Bin schon ein halbes jahr am überlegen, wenn dann das Haus steht, ob ich mir erstmal ein altes Klaiver kaufen soll, oder gleich ein Flügel. Flügel finde ich persönlich besser, nicht nur weil er besser aussieht.
Gruß
kleenemaus
 
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kleenemaus

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Zur Zeit spiele ich von Clementi Sonatine C-dur op.36 no.1 Andante und

Ecossaise - Beethoven

Gruß
kleenemaus
 
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reva

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Gewagte Aussage

Hallo Nora,


Sie meinte auch, dass man als Erwachsener anders lernt. Als Erwachsener kommt nur bis zu einem bestimmten Punkt...
Hallo kleenemaus!

Also das finde ich schon eine gewagte Aussage. Demnach müsste ich meine KL sofort feuern und das Klavierspielen aufgeben. Ich bin jetzt 33 und spiele seit 3 Monaten. Yiruma gehört auch zu meinen Motivatoren und ich hoffe doch, dass ich in 2 -3 Jahre soweit bin, diese Stücke zu spielen.

Außerdem habe ich das Gefühl, dass es hier einige "Spät-Einsteiger" gibt, die es sicher geschafft haben. Da werden wir das doch auch noch hinbringen....:-D

Lg
Reva
 

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kleenemaus

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Hallo Reva,

naja, vielleicht hatte Sie ja nur einen schlechten Tag. Mit den klassischen Stücken, die ich immer spiele ist sie sehr zurfrieden.
Vielleicht ist Sie mit den Stücken von Yiruma nicht so ganz einverstanden, weil sie die Stücke nicht kennt. So nach dem Motto: "was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht"
Gruß
kleenemaus
 
Nora

Nora

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Wenn Du weißt, dass Du beim Klavierspielen bleibst - was würde gegen einen Flügel sprechen? Gerade Anfänger sollten sich ein sehr gutes Instrument kaufen, wenn es das Budget hergibt, finde ich. Habe ich auch getan. Auch fisherman hat sich schnell einen Flügel zugelegt, wenn ich das noch richtig im Gedächtnis habe.
 
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kleenemaus

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Ich werde auf jeden Fall dabei bleiben und mich nicht entmutigen lassen. Denn Klavier zu spielen ist mein Kindheitstrum den ich mir erfüllen werde.
Am liebsten würde ich mir auch einen Flügel kaufen. Das würde meine Motivation noch steigern. Aber ich würde nicht mehr als 10.000 Euro ausgeben wollen.
Gruß
kleenemaus
 
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Bachopin

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Hi kleenemaus,

ich glaub', sie wollte dich nur vor Yiruma schützen. ;-)

Aber ernsthaft:
Warum solltest du dir keinen guten Flügel leisten dürfen? Man sollte immer auf dem besten erreichbaren (leistbaren) Instrument spielen/üben, erst recht als Anfänger.

Und was man als früher Spätanfänger (27 ist ja kein Alter, da ist ja noch eine Konzertpianistin drin) noch alles ereichen kann, hängt nur von der eigenen Übesituation, dem investierten Übeaufwand und der Qualität der Lehrer ab.


Gruß
 
T

TiBi

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Also da bleibt mir ja auch fast die Luft weg. Ich habe selbst erst im November angefangen und bin 3 Jahre älter als Du. Auch ich habe ein Fernziel namens Yiruma. Meine KL meint, dass ich das mit Fleiß durchaus in 2-3 Jahren schaffen kann und darauf arbeiten wir hin. Sie geht auf meine Musikalischen Vorlieben ein und verbindet das Notwendige immer mit den Stücken, die toll klingen und sich fürs Vorspielen eignen.

Lass dich bitte nicht von deiner KL entmutigen- bleib dran und übe fleissig weiter, eines Tages spielen wir Yiruma dann gemeinsam, ja? :mrgreen:

PS: Ich habe gerade einen Flügel gekauft, es gibt keinen Grund es nicht zu tun!
 
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hasenbein

hasenbein

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Vielleicht solltest Du sie fragen, ob das Dein begrenzender Faktor sein :mrgreen:

(Ich kann Lehrer die Schüler entmutigen nun mal nicht leiden :twisted: )
Erstens: Ein Lehrer kann einen erwachsenen Schüler nicht entmutigen.

Es kann nur ein Schüler einfach glauben, was ein Lehrer sagt (also zu "autoritätshörig" oder "expertenhörig" sein), und sich dadurch entmutigen lassen!

Das ist ein wichtiger Unterschied!

Selbst wenn mir ein Lehrer sagt: "Du bist das untalentierteste Stück Sch***e, was mir je untergekommen ist!", ist das kein Grund, entmutigt zu sein, da ich schließlich jederzeit die Möglichkeit habe, zu anderen Lehrern (oder in ein Internetforum!!) zu gehen und dort die Aussage des 1. Lehrers verifizieren oder falsifizieren zu lassen. Denn ich bin ein erwachsener, mündiger Mensch!

Zweitens: Die Äußerung der Lehrerin von "kleenemaus" (furchtbarer Nick, by the way, klingt nach spießiger Reihenhausbewohnerin, die Diddlmäuse sammelt und ihren Mann mit "Schnuckipups" anredet...) zeigt lediglich, daß diese Lehrerin nicht individuell auf Schüler eingehen will, sondern nach Schema F ihren Stiefel durchziehen will. (Erst den 1. Band der Russischen Klavierschule, dann den 2. usw. blabla...) Im Klartext: Diese Lehrerin ist nicht gut.

Ich hoffe, sie ist wenigstens billig... :???: :-(

LG,
Hasenbein

P.S.: In Sachen Yiruma kann ich es allerdings, wie im übrigen viele Klavierlehrer, nachvollziehen, wenn Deine Lehrerin auf diese aufgeblasene Musik für Musiklaien keine Lust hat. Dies sollte sie aber auch offen und ehrlich kommunizieren und nicht so einen Schmarrn daherreden und ihre Unlust pädagogisch verbrämen!
 
fisherman

fisherman

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Holla Mädels, liebe Yirumafreundinnen*** :mrgreen:

Bälle flach halten. Beim nächsten Mal die KL anbohren, wie sie das mit dem "naiv" gemeint hat. Reden ist hier Gold, Schweigen und vermuten ist sch...

Auch fisherman hat sich schnell einen Flügel zugelegt, wenn ich das noch richtig im Gedächtnis habe.
Richtig. Nach rund zwei Jahren hat er mich gefunden. Allerdings bin ich ja schon nach wenigen Monaten über die wesentlich teurere und anspruchsvollere Sissi, aka Lady in Red "gestolpert". Wenn man weiß, dass man sich täglich dran freut, ist ein Flügel jedem Anfänger wärmstens zu empfehlen. Mit rund 10.000 kommt man da recht gut hin. Ich empfehle, für das Instrument ca. 7-8.000 einzuplanen und nochmals 2-3.000 in die klangliche Optimierung.

*** das ist gerade eine Seuche bei jungen Frauen :-D

Bin mal gespannt, was die KL sagt.
 
P

PianoPuppy

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Wollte wieder was Neues spielen, und habe gefragt, ob sie mir nicht May be von Yiruma beibringen kann. Daraufhin sagte sie, dass dieses Stück noch zu schwer sei für mich. Na gut, dacht ich ist halt. Ich habe sie dann gefragt ob ich mal richtig schöne Stücke von Yiruma oder so spielen kann. Da meinte Sie, meine Vorstellungen sind sehr weit hergeholt bwz. naiv.

mit richtig spielen meine ich, ohne langes üben (1-2 Tage vielleicht) einfach vom Blatt spielen, was einem gefällt.
Es kann Klassik sein oder auch moderne Stücke.
Hallo Kleenemaus,

Ich denk' mal du solltest dich jetzt nicht fertig machen, sondern dir mal ganz genau überlegen, was du wirklich willst und dann mit deiner KL noch einmal besprechen, wie du dorthin kommst.

Dieses Gespräch würde ich nicht zwischen Tür und Angel oder 2 Takten machen, sondern mir extra dafür Zeit nehmen.

Ich denke nicht, dass deine Lehrerin meinte, dass du Yiruma nie spielen werden kannst, immerhin lese ich aus deinem Beitrag heraus, dass es noch zu früh ist, und nicht, dass du es nie schaffen wirst.

Du solltest dir auch noch einmal gut überlegen und eventuell auch mit deiner KL besprechen, was gut spielen bedeutet. Ich denke schon, dass man nach 2 bis 3 Jahren etwas vom Blatt spielen können sollte - das geht aber meiner Meinung nach nur, wenn man das Vomblattspielen gezielt geübt hat und gilt dann sicher nur für Stücke, die einem nicht bis an die Grenzen fordern, sondern eher ein paar Stufen unter dem sind, was man normalerweise schon so einübt.

Nun zur Naivität!

Als ich angefangen habe, war ich sehr naiv. :mrgreen:

Ich habe gedacht:

Klavier halbwegs spielen lernt man innerhalb von einem Jahr.
Klavier gut spielen, innerhalb von zweien.
Klavier sehr gut spielen, innerhalb von dreien.

Natürlich bin ich auch noch davon ausgegangen, dass spielen bedeutet, Noten nehmen und spielen, wenn es etwas schwieriger ist, dann halt zwei-, oder dreimal durchgehen, aber spätestens dann sollte es klappen. ;)

Also, wenn unseren KLs ob unserer Vorstellungen so manchmal das Schmunzeln kommt, sollten wir ihnen das vielleicht nicht immer krumm nehmen - ich für meinen Teil kann nur sagen, es gibt keine Situation wo ich öfter über mich selbst lachen muss, wie in meinem Klavierunterricht. Und meine KL hat dabei auch noch ihren Spass. :cool:

Nicht den Mut verlieren, vernünftige Ziele in Absprache mit KL definieren, regelmäßig überprüfen, ob man auch dort ist, wo man sein will, und mit Freude dabei sein - dann klappt das schon. :)

LG, PP
 
 

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