Leichtgängige Klaviatur ein Nachteil für Anfänger?


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schlawina
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Hallo,

Ich war heute mit der KL beim Probespielen im Klavierhaus.
Klanglich hat mir am besten ein C. Bechstein Millenium Klavier gefallen.

Die Klaviatur ist im Vergleich zu den Yamaha, Zimmermann und Schimmel Instrumenten, die dort stehen, sehr leichtgängig. Ich könnte jetzt nicht sagen ob mich das stört oder ob ich es gut finde. Ich habs nur mal bemerkt.

Meine KL meinte das es prinzipiell schon sehr gut ist aber das sie bedenken hat ob das bei meinem Anfänger Level gut ist. Sie befürchtet das ich mit anderen Instrumenten so meine Probleme haben könnte. Ihr Yamaha Flügel ist definitiv um einiges schwerfälliger.

Ich frag mich jetzt ob das so ist als ob man mit einem Ferrari Autofahren lernt.

Was meint ihr dazu.

lg
Martin
 
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schlawina
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Hi Sabri,

Danke für deine Antwort.
Hab den anderen Thread dazu gelesen und dort stand das es an sich kein Nachteil ist. Dort steht auch das sich das statische Abgewicht in den letzten Jahren auf Wunsch der Pianisten erhöht hat (ich nehm mal an, dass das zur Leichtgängigkeit beiträgt).

Also ich denke mal das es an sich schon eine gute Sache ist aber ob das eben für Anfänger (jetzt 6 Monate auf einem Digi) auch so gut ist...

Der Klang ist wunderschön und auf Anfrage ob man was wegen der Tastatur machen könnte, hat man vorgeschlagen Gewichter zu befestigen.
Aber bei einem Klavier um >10000 Euro gleich umherzubasteln find ich auch komisch. Leider gibts in Wien keins dieser Bechstein Zentren. Hab bis jetzt nur das eine C. Bechstein Klavier in Wien gefunden.

lg
Martin
 
fisherman
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He Martin, andere verzehren sich nach so einem Klavier. Gönn Dir den Ferrari! Wer sagt denn, dass Ferraristi überhaupt mit Kleinwägen rumfahren müssen...

Ich hatte mal das Vergnügen, einen alten Bechsteinflügel (leider noch um 35 TEUR) anspielen zu dürfen, da war es genauso. Ein Blick auf die Tasten hat gereicht und schon haben sie sich gesenkt...

Wieso sollst Du kein Traumklavier haben - nur weil draussen so böse Hobel herumstehen? Mach hinne, bevor sichs ein anderer schnappt!

Könnte natürlich sein, dass in einem Bechstein Zentrum die eigene Marke etwas besser präpariert wird, bzw man einem Yamaha nicht die gleiche Sorgfalt angedeihen lässt. Eigentlich muss es sogar so sein.
 
klaviermacher
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Hallo Martin, ich würde auch auf den Klang gehen.
In erster Linie entsteht Musik durch den Klang, den man zur Verfügung hat, und der soll einem zusagen.
Als Anfänger braucht man natürlich ein Instrument, dass nicht ganz von alleine spielt, aber es soll auch nicht bockig sein. So krass sollte sich bei neuen Klavieren der Unterschied im Hochpreissegment gar nicht auswirken, als dass man nicht ordentlich Klavier darauf erlernen könnte. Je nach dem kann man aber, wie Sabri schon sagte die Spielschwere etwas erhöhen, sollte es tatsächlich zu sehr von alleine flutschen.
Übrigens - Du könntest Bernhard Balas (siehe Claviotreffen) vorweg einen Besuch abstatten - er erzeugt auch ganz hervorragende Klaviere.

LG
Michael
 
Guendola
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Ich habe diverse Jahre auf einem sehr leichtgängigen Klavier geübt und die Umgewöhnung auf den Flügel meiner Klavierlehrerin war jedesmal eine kleine Hürde. Diesem Umstand verdanke ich mein aktuelles Kleinklavier, was ich nicht bereue (siehe hier). Geschadet haben die Jahre auf dem leichtgängigen Klavier aber anscheinend nicht.
 
Petz
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Geschadet haben die Jahre auf dem leichtgängigen Klavier aber anscheinend nicht.
Wenn man Deine Aufnahmen auf dem Kemble anhört sicher nicht !!!
Ich denke viel wichtiger als das Anschlagsgewicht ist die Gleichmäßigkeit des Anschlags sprich die Güte bzw. Zustand der Mechanik und der Tasten. Mit ner Drahtkommode kommt man nicht weit wie ich aus eigener Kindheitserfahrung weiß weil ich erst zwei Jahrzehnte später nach Wiedereinstieg auf nem alten aber recht guten Flügel trotz wiener Mechanik wirklich Freude am Spielen empfand.
 
S
schlawina
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Vielen Dank für euren Input!

Ich mache mir wahrscheinlich zu viele Gedanken darüber. Habe mir heute weitere Klaviere angesehen. Unter anderen waren da auch Blüther Klaviere und die kleineren (~116cm) hatten eine ähnlich leichtgängige Tastatur.

Ich werde nächste Woche meine "Besichtigungstour" fortführen und mich dann entscheiden. Heute hab ich einen A. Heindorff Berlin gefunden. 80 Jahre aber super restauriert, wunderschön und sehr schönen Klang.

Ich werde euch auf jeden Fall am laufenden halten.

lg
Martin
 
 

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