Komisches gefühl bei läufen

E

Erikly

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Hallo

Ich habe mir vor kurzem Die Schule der Geläufigkeit von Czerny zugelegt und bin auch kräftig am üben;-).
Nur ist mir eines bei den Läufen, vorallem nach unten, aufgefallen.

Ich habe das Gefühl, dass ich die Tasten immer so leicht zu mir zu streiche, also, dass ich mit dem Finger auf der jeweiligen Taste eine ganz kleine Bewegung zu mir mache.
Das ist irgendwie leicht unangenehm, weil es eine Reibung gibt.
Ist es besser sich wirklich zu zwingen die Taste direkt von oben zu drücken, also den Finger direkt senkrecht auf die Taste fallen zu lassen?
Ich hab das schon versucht, allerdings komme ich da nicht auf die Geschwindigkeit.
Oder gewöhnt man sich an diese leichte Streichbewegung, wenn ich das mal so nennen darf.
Hab leider keinen, den ich dazu persönlich dazu befragen könnte.

Vielen Dank für eure Ratschläge
 
K

koelnklavier

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An Deiner Stelle würde ich bei schnellen Passagen darauf achten, daß die Finger sich nur in der Vertikalen bewegen. Damit "beförderst" du die Taste auf dem schnellsten Weg nach unten. Die Streichbewegung zu Dir hin splittet die Bewegung in eine vertikale und in eine horizontale Komponente auf ("Kräfteparallelogramm"). Es geht also neben Zeit auch Anschlagsenergie verloren.

In Cantabile-Passagen kann deswegen eine solche Streichbewegung durchaus von Nutzen sein. Aber das ist hier ja gerade nicht das Thema.
 
Haydnspaß

Haydnspaß

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Nur ist mir eines bei den Läufen, vorallem nach unten, aufgefallen.

Ich habe das Gefühl, dass ich die Tasten immer so leicht zu mir zu streiche, also, dass ich mit dem Finger auf der jeweiligen Taste eine ganz kleine Bewegung zu mir mache.
Das ist irgendwie leicht unangenehm, weil es eine Reibung gibt.
Ich mache das auch manchmal, speziell beim schnellen non-legato.
Wenn man bewußt legato spielen will, sollte man aber weniger die Finger bewegen als die Hand in Richtung des Laufs schieben (armgesteuert).
 
I

Incoronazione

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>Wenn man bewußt legato spielen will, sollte man aber weniger die Finger >bewegen als die Hand in Richtung des Laufs schieben (armgesteuert).

mmmmmh ... sehe ich anders. Im Gegenteil. Je stärker die Finger selbst involviert sind, desto besser. Mein Sohn hat auch immer dazu geneigt, anfangs bei drei, vier oder fünfklängen bspw. die Hand und das Armgelenk mitzubewegen. Das war dann eine seltsame Bewegung, die zwar funktioniert hat,die aber nicht gerade sehr pianistisch ausgesehen hat. Da hab ich gesagt er soll demonstrativ mit der rechten hand die linke hand festhalten, richtig kräftig festhalten, um die handbewegung direkt zu stoppen. je intensiver man mit den fingern spiel und je weniger mit dem handgelenkt, desto kräftiger werden die finger, speziell 4 und 5.
 
Guendola

Guendola

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>Wenn man bewußt legato spielen will, sollte man aber weniger die Finger >bewegen als die Hand in Richtung des Laufs schieben (armgesteuert).

mmmmmh ... sehe ich anders. Im Gegenteil. Je stärker die Finger selbst involviert sind, desto besser. Mein Sohn hat auch immer dazu geneigt, anfangs bei drei, vier oder fünfklängen bspw. die Hand und das Armgelenk mitzubewegen. Das war dann eine seltsame Bewegung, die zwar funktioniert hat,die aber nicht gerade sehr pianistisch ausgesehen hat. Da hab ich gesagt er soll demonstrativ mit der rechten hand die linke hand festhalten, richtig kräftig festhalten, um die handbewegung direkt zu stoppen. je intensiver man mit den fingern spiel und je weniger mit dem handgelenkt, desto kräftiger werden die finger, speziell 4 und 5.
Da bin ich aber ganz anderer Meinung! Die Kraft zum Spielen kommt nämlich aus dem ganzen Körper und Finger, Handgelenke, Ellenbögen und Schultern arbeiten da ganz flexibel zusammen. Gerade bei Akkkorden bewegen sich die Finger nur minimal.

Für Läufe wie z.B. Tonleitern eignen sich sogenannte Fesselübungen ganz gut: Man legt alle Finger auf nebeneinander liegende Tasten und drückt alle bis nach unten durch, hält sie dort mit so wenig Kraft wie möglich. Nun läßt man jeweils eine Taste los und schlägt sie an (p, mf und f üben), die anderen finger bleiben möglichst locker unten. Das kann man auch schnell spielen, muß man aber nicht. Eine andere Übung besteht darin, daß man mit nur einem Finger eine Taste unten hält und die anderen Finger spielen in beliebiger Reihenfolge - am besten so, daß jeder Finger einmal nach jedem anderen Finger dran ist. Das übt man nur langsam. Beides in allen Tonarten, denn mit schwarzen Tasten ist die Bewegung ja gleich anders.
 
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