Klavierwechsel - Händler oder von privat? Wie alt? Marke? Bitte um Eure Tips!

  • Ersteller des Themas Gelöschte Mitglieder 29216
  • Erstellungsdatum
G
Gelöschte Mitglieder 29216
Dabei seit
3. Dez. 2020
Beiträge
6
Reaktionen
2
Hallo,

nachdem ich Jahrzehnte ein Kemble besitze, bin ich älter und kritischer geworden. Der Anschlag ist mir zu hart, der Ton auch.
Ich überlege nun, ob ich mir das Kemble wieder herrichten lassen soll. Nur: Würde das an Anschlag/Ton etwas ändern?
Verstimmt ist es erstaunlich wenig über die lange Strecke, die es nicht gestimmt worden ist. (spricht das für Qualität???)


Ich weiß nun nicht, wie ich am besten herangehen soll:
Über Kleinanzeigen schauen? Dort werden ja, gerade ältere, Klaviere recht günstig "verschachert".

Oder über einen Händler?
Ich habe heute z.B. ein altes (ca 1930) Klavier von Glass/Heidelberg angespielt und es hat mir sehr gefallen. Der Klang sehr voll und "rund". ABER: Ist durch das Alter des Klaviers irgendetwas zu beachten?? Verstimmt es leichter zB ?

Was spricht dagegen, solch ein altes Modell von privat günstig zu erwerben und dann herrichten zu lassen?

Könnt Ihr mir weiterhelfen? Danke!!!!
 
agraffentoni
agraffentoni
Dabei seit
13. Jan. 2011
Beiträge
9.367
Reaktionen
5.285
G
Gelöschte Mitglieder 29216
Dabei seit
3. Dez. 2020
Beiträge
6
Reaktionen
2
Danke!
Wo finde ich einen guten Klaviertechniker? (Der mir dann nicht gleich ein neues Instrument verkaufen will) Ich wohne in München - hättest Du vielleicht sogar einen Tip?
 
Ambros_Langleb
Ambros_Langleb
Dabei seit
19. Okt. 2009
Beiträge
9.493
Reaktionen
12.348
Was spricht dagegen, solch ein altes Modell von privat günstig zu erwerben und dann herrichten zu lassen?

Dass man als Nichtfachmann nur schwer beurteilen kann, ob und welche Mängel tatsächlich vorliegen und ob ihre Beseitigung aussichtsreich ist und zu welchen Kosten. Um die Begutachtung eines solchen Instuments kommst du nicht herum, womit du schon mal den ersten Hunderter los bist (möglicherweise nicht, wenn du gleich einen Reparaturauftrag erteilst). Wenn du zur Gattung Scipio der Zauderer gehörst, ist der erste Tausender bald erreicht. Ich würde das nur dann machen, wenn mich ein Instrument unbedingt anspricht, ich aber eine Rückversicherung gegen einen Reinfall haben möchte.

Ich würde @agraffentoni folgen und erstmal das Kemble inspizieren lassen (Anschlag hart, Ton auch: lässt sich vielleicht mit Abziehen und Regulieren beheben). Vor allem, wenn das Kemble schon ein Yamaha ist, sollte die Diagnose weder schwer noch teuer sein.
 
Henry
Henry
ehemals Alb/Styx
Dabei seit
19. Jan. 2016
Beiträge
10.717
Reaktionen
6.957
nachdem ich Jahrzehnte ein Kemble besitze, bin ich älter und kritischer geworden. Der Anschlag ist mir zu hart, der Ton auch.
Ich überlege nun, ob ich mir das Kemble wieder herrichten lassen soll. Nur: Würde das an Anschlag/Ton etwas ändern?
Verstimmt ist es erstaunlich wenig über die lange Strecke, die es nicht gestimmt worden ist. (spricht das für Qualität???)

Kemble ist englische Yamahaproduktion, also schon ein recht anständiges Instrument. Die Yamahafilze neigen da zu sehr hart zu sein, so daß das Instrument durchaus "nageln" kann.

Hier müßt man sich einfach mal die Hammerkopffilze genau betrachten, ob es Sinn macht die zu intonieren oder ob möglicherweise ein neuer Filz bzw. neue Hammerköpfe mehr bringen würden.

Ziemlich verstimmt wird es schon sein, wenn auch nicht unbedingt merklich - solche Instrumente pflegen nicht innerhalb der Chore zu verrutschen, die verstimmen sich RELATIV gleichmäßig nach unten, so daß man dann statt der gewohnten 440+ nur noch irgendwas im Bereich von 432- 438 Hz vorfindet.

Deutlich macht sich das in den Oktaven - die passen dann irgendwie nicht mehr so recht zusammen, da der Diskant schneller an Höhe verliert als der Baß.
 
Henry
Henry
ehemals Alb/Styx
Dabei seit
19. Jan. 2016
Beiträge
10.717
Reaktionen
6.957
G
Gelöschte Mitglieder 29216
Dabei seit
3. Dez. 2020
Beiträge
6
Reaktionen
2
Genau so ist es... bist Du zufällig aus München und Klavierbauer? ;)
 
G
Gelöschte Mitglieder 29216
Dabei seit
3. Dez. 2020
Beiträge
6
Reaktionen
2
Dass man als Nichtfachmann nur schwer beurteilen kann, ob und welche Mängel tatsächlich vorliegen und ob ihre Beseitigung aussichtsreich ist und zu welchen Kosten. Um die Begutachtung eines solchen Instuments kommst du nicht herum, womit du schon mal den ersten Hunderter los bist (möglicherweise nicht, wenn du gleich einen Reparaturauftrag erteilst). Wenn du zur Gattung Scipio der Zauderer gehörst, ist der erste Tausender bald erreicht. Ich würde das nur dann machen, wenn mich ein Instrument unbedingt anspricht, ich aber eine Rückversicherung gegen einen Reinfall haben möchte.

Ich würde @agraffentoni folgen und erstmal das Kemble inspizieren lassen (Anschlag hart, Ton auch: lässt sich vielleicht mit Abziehen und Regulieren beheben). Vor allem, wenn das Kemble schon ein Yamaha ist, sollte die Diagnose weder schwer noch teuer sein.
Woher weiß ich, ob es von Yamaha ist? Gekauft wurde es ca 1991/92, damals neu
 

G
Gelöschte Mitglieder 29216
Dabei seit
3. Dez. 2020
Beiträge
6
Reaktionen
2
Kann man deine Dienste als Klavierbauer auch in Anspruch nehmen? Bierchen geht in Ordnung. ;) oder Kaffee. Oder beides. :)
 
 

Top Bottom