Klaviere mit besonders leichtem Anschlang - alte oder neue?

  • #41
@agraffentoni
Ach so ... Ich glaub, an die Optik kann man sich gewöhnen.

Für mich sieht una corda am Flügel auch seltsam aus ... mein linkes Pedal macht halt was anderes ...
 

  • #42
Glaubst du, dass normale Klaviaturen extra schwergängig sind und nicht einfach so leicht(gängig), wie es der Hersteller hinbekommt?
Ja und nein.
Klar, je weniger Reibungsverluste in der Mechanik sind, je besser und effizienter sie gebaut ist, desto besser.
Aber ein Hersteller hätte schon Möglichkeiten. Er könnte die Hämmer etwas leichter machen - wirklich nötig ist die Masse für den Klang zuhause nicht. Und da 1 g im Hammer 5 bis 6 g Niedergewicht ausmacht ...
Außerdem könnten die Tasten mehr Gewichte bekommen - zu Lasten des Niedergewichts.

Also nein, ich glaube nicht, dass die Instrumente grundsätzlich so leichtgängig wie möglich gemacht werden. Es kann aber in manchen Fällen durchaus darauf hinauslaufen. zB wenn Fertigungstoleranzen aufgeweicht werden, um Kosten zu sparen und trotzdem gerade noch so ein passendes Spielgewicht zu erreichen.
 
  • #43
Für mich sieht una corda am Flügel auch seltsam aus ... mein linkes Pedal macht halt was anderes ...
Una corda am Flügel ändert doch optisch so gut wie gar nichts. Ein kleiner Spalt ist nun ganz links anstatt ganz rechts. (und bei Ibach umgekehrt)
 

  • #44
AlleTasten werden sichtbar verschoben.
Ich besitze eben keinen Flügel, sondern nur ein altes Pianino und daher ist der Anblick einfach ungewohnt.
 
  • #45
Klar, je weniger Reibungsverluste in der Mechanik sind, je besser und effizienter sie gebaut ist, desto besser.
Aber ein Hersteller hätte schon Möglichkeiten. Er könnte die Hämmer etwas leichter machen - wirklich nötig ist die Masse für den Klang zuhause nicht. Und da 1 g im Hammer 5 bis 6 g Niedergewicht ausmacht ...
Außerdem könnten die Tasten mehr Gewichte bekommen - zu Lasten des Niedergewichts.
Das klingt mir nach: So leicht wie sinnvoll.

Da scheint mir dann aber kein sinnvoller Spielraum einer weiteren Erleichterung durch eine Verstellung zu sein.
So dass eine variable Verstellung nur durch Auflastung / Erschwerung sinnvoll machbar scheint.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #46
Eine Klaviertaste ist erstmal nur ein Hebel.
Dieser hat einen Drehpunkt, und über diesem Drehpunkt könnte man ein verschiebbares Gewicht anbringen.

Wird dieses Gewicht Richtung Mechanik verschoben (vom Spieler aus gesehen hinter den Drehpunkt), erhöht sich das Niedergewicht. wird dieses Gewicht vom Spieler aus betrachtet vor dem Drehpunkt geschoben, dann sinkt das Niedergewicht.
Das Gewicht "verlängert" den Hebel ... entweder auf der Mechanik- oder auf der Spielerseite.

Man müsste es natürlich genau durchrechnen, aber dafür reicht wahrscheinlich eine Verschiebezone von wenigen Millimetern beidseitig des Drehpunktes.

Ein solches System könnte auch mehr als Auflastung, aber es würde wohl sehr empfindlich reagieren, wenn an der Mechanik was verstellt würde (oder die Mechanik durch Gebrauch leicht ausleiert).

Es wird auf jeden Fall Gründe haben, warum Kawai und Hellas das nicht so gemacht haben. Vielleicht würde das mit kleinen verschiebbaren Gewichten zu Wartungsintensiv. Immerhin müssten die in einer Mechanik sitzen, die sie alle gleichzeitig verschiebt und wahrscheinlich hätte man verschiedene Verschiebungen im Bass-, Mittel-, und Diskantbereich nötig.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #47
AlleTasten werden sichtbar verschoben.
Das eine ist das Aussehen in der verstellten Position, das andere ist, was man während der Verstellung sieht.

Du musst bei einem Flügel sehr genau schauen, wenn du an den Tasten erkennen willst, ob das linke Pedal gedrückt ist oder nicht.
Wenn die Tasten nach vorne verschoben werden, ist das hingegen deutlich sichtbar.

Das Gewicht "verlängert" den Hebel ... entweder auf der Mechanik- oder auf der Spielerseite.
Nein, nicht einmal unter Anführungszeichen. Das Gewicht wird vom Niedergewicht abgezogen. Sitzt das Gewicht hinter dem Waagebalken, ist es negativ. Ein längerer Hebel hat andere Auswirkungen.

Man müsste es natürlich genau durchrechnen, aber dafür reicht wahrscheinlich eine Verschiebezone von wenigen Millimetern beidseitig des Drehpunktes.
Das kann man auch überschlagsmäßig rechnen und erkennen, dass das nicht stimmt (bzw. ist die Rechnung sehr leicht). Wenn zB die Taste 25 cm lang ist und du eine Verschiebezone von +/- 5mm hast, dann musst du 50 g (!) in die extremste Position setzen, um das Niedergewicht um 1 g zu ändern.
 
  • #48
Das klingt mir nach: So leicht wie sinnvoll.

Da scheint mir dann aber kein sinnvoller Spielraum einer weiteren Erleichterung durch eine Verstellung zu sein.
Naja, was "sinnvoll" ist, hängt von den Präferenzen des Pianisten ab, siehe Horowitzflügel.
 
  • #49
Naja, was "sinnvoll" ist, hängt von den Präferenzen des Pianisten ab, siehe Horowitzflügel.
Die andere Dimension ist, was ökonomisch sinnvoll für einen Hersteller ist, um es anzubieten.
 

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