Klavieranfänger möchte sich in klassiche Klaviermusik einarbeiten

  • Ersteller des Themas Anticlock
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Anticlock
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Hallo,
ich lerne jetzt seit knapp 6 Wochen Klavier und würde mich parallel dazu gern in die klassische Musik einarbeiten, da meine üblichen Interessen beim Musikhören doch bisher in anderen Bereichen gelegen haben.
Insbesondere interessiere ich mich natürlich für Solo-Klavier, also Sonaten o.ä. Jetzt könnte ich natürlich simplerweise einfach irgendwo bei Beethoven und Mozart anfangen, aber es wäre schön, wenn mich jemand freundlicherweise etwas einführen könnte (oder mir geeignete Links oder Literatur nennt), auch in Bezug auf die geeigneten Aufnahmen (Pianisten, evtl. gute Zusammenstellungen) und hinsichtlich der Schwierigkeitsgrade - man möchte ja irgendwann in ferner, FERNER Zukunft auch mal etwas bekannteres spielen, und dass ich da nicht mit dem Waldstein kommen kann, ist auch mir klar.
Vielen Dank im voraus für jede Hilfe!
 
walsroderpianist
walsroderpianist
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Hallo Anticlock,

ein Standardwerk, das praktisch die ganze Geschichte der Klaviermusik abdeckt, ist: Klaus Wolters. Handbuch der Klavierliteratur. Da sind auch die Schwierigkeitsgrade der Werke aufgeführt ( soweit dies objektiv möglich ist).
Grüße
 
A
Anticlock
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Danke schonmal für die Antworten!
Gibt es auch gute/empfehlenswerte CD-Boxen/Compilations/Zusammenstellungen für den angehenden Weltklassepianisten ;) ? Stücke/Komponisten, die man kennen muss?
 
Bassplayer
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Das Hören alleine mag Dir einen ästhetischen und stilistischen Überblick verschaffen. Nachvollziehen können wirst Du klassische Musik aber eher nur dann, wenn Du Dich inhaltlich damit beschäftigst. Z. B. mit Form-Fragen wie etwa folgende: wie ist ein Sonatensatz aufgebaut?. Sonst ist das ähnlich wie Gespräche in einer Fremden Sprache anhören, von denen man keine Vokabel kennt. Andererseits kann Dein(e) Klavierlehrer(in) Dir anhand der Stücke, die Du lernst, erklären, worum es geht.
 
Haydnspaß
Haydnspaß
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Nachvollziehen können wirst Du klassische Musik aber eher nur dann, wenn Du Dich inhaltlich damit beschäftigst. Z. B. mit Form-Fragen wie etwa folgende: wie ist ein Sonatensatz aufgebaut?

Manchmal hab ich das Gefühl, daß Musik für die Leute, die sich so sehr mit dem theoretischen Formenklimbim aufhalten, eine Fremdsprache ist. Wozu braucht man das?

Musik hören funktioniert auch ohne theoretisches Wissen: oh, das klingt aber spannend, huch, wohin gehts jetzt, ah, witzig etc.

Woher diese Wirkungen kommen, das kann die Theorie vielleicht helfen zu ergründen. Aber zum Erfahren braucht man sie bestimmt nicht. Schon garnicht eine Theorie, die es zum Zeitpunkt, als ein Stück komponiert wurde, noch garnicht gab.
 
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P
PianoPuppy
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Wenn Englisch kein Problem ist, hier eine schöne Einführung in das Hören von klassischer Musik: Open Yale Courses | Listening to Music

Bezüglich Aufnahmen kann ich dir nur empfehlen, dich mal ein bisschen auf Youtube herumzutummeln. Einen ersten Überblick über Leben und Werk der diversen Komponisten erhältst du auf Wikipedia - auf YT kannst du dir dann die Stücke anhören, wenn dich ein Stück gepackt hat, einfach mehrere Interpretationen anhören und dann mal Großeinkauf: CDs, Biographien, Musikgeschichte etc. Ich würde mich hier auch nicht nur auf Klavier konzentrieren - quer durchs Gemüsebeet, in alle Epochen und Genres mal reinhören und dabei auch Vokalmusik nicht vergessen.

LG, PP
 
Bassplayer
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Manchmal hab ich das Gefühl, daß Musik für die Leute, die sich so sehr mit dem theoretischen Formenklimbim aufhalten, eine Fremdsprache ist. Wozu braucht man das?
Musik hören funktioniert auch ohne theoretisches Wissen: oh, das klingt aber spannend, huch, wohin gehts jetzt, ah, witzig etc.
Woher diese Wirkungen kommen, das kann die Theorie vielleicht helfen zu ergründen. Aber zum Erfahren braucht man sie bestimmt nicht. Schon garnicht eine Theorie, die es zum Zeitpunkt, als ein Stück komponiert wurde, noch garnicht gab.


Begrüßung lasse ich mal weg, darauf hat Haydnspaß ja auch keinen Wert gelegt...

Bei manchen Leuten muss man das Gefühl haben, dass sie keine Ahnung haben und das meinen verteidigen zu müssen. Das legen Vokabeln wie "Formenklimbim" nahe?

Wenn man einen Sonatensatz hört und kann in der Exposition die Themen erkennen, ist sich über deren Verarbeitung in der Durchführung bewusst und merkt, dass irgendwann die Reprise einsetzt, ist das für die meisten Hörer ein höherer Genuss, die Musik mit ihren Strukturen wahrzunehmen, anstatt die einzelnen Töne in ein Ohr rein und aus dem anderen rausplätschern zu lassen. Und das funktioniert eben meistens nicht ohne theoretisches Wissen, bzw. vieles entgeht einem beim Hören, wenn man gar nichts darüber weiß. Und natürlich waren sich die Komponisten darüber bewusst, was sie tun! Oder denkst Du, Bach wusste nicht was eine Fuge ist und Mozart nicht, wie seine Sonatensätze strukturiert sind? Interessante Vorstellung!
 
Haydnspaß
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Oder denkst Du, Bach wusste nicht was eine Fuge ist und Mozart nicht, wie seine Sonatensätze strukturiert sind? Interessante Vorstellung!

Bach wußte natürlich, was eine Fuge ist und er kannte die ganzen Stimmführungsregeln seiner Zeit. Er kannte aber Grabner nicht, und hätte sich auch schiefgelacht über dessen komische Theorien.

Dasselbe gilt für Mozart und die "Sonatensatzform".

Bei Gliederung und Benennung der drei Formteile handelt es sich um das Ergebnis jahrzehntelanger musikwissenschaftlicher Theoriefindung zu einer Gattung mit langer Entwicklungsgeschichte; die heute gebräuchliche Begrifflichkeit wurde erst Anfang des 20. Jahrhunderts (u. a. von Hugo Leichtentritt)[1] im heute gebräuchlichen Sinne etabliert. Ein wesentlicher Teil der Werke, auf welche die Sonatenform angewendet wird, ist also lange Zeit früher entstanden.

zitiert aus dem wikipedia-Artikel zur "Sonatensatzform"
 
cwtoons
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Hallo Anticlock,
einfach irgendwo bei Beethoven und Mozart anfangen
Genau! Sehr gute Idee! Die beiden haben genug Musik für jeden Level geschrieben.

Und jetzt könntest Du noch Bach, Chopin, Liszt und Bartok dazunehmen. Dann hast Du
erstens: schon `mal ganz, ganz grob vier Jahrhunderte abgedeckt und
zweitens: Jede Menge zu tun, z. B. hören, hören und hören.

Der Rest wird sich nach dabei herausbildender Interessenlage von selbst ergeben.

Ich glaube nicht, dass nach sechs Wochen am Klavier ein Masterplan für klassische Musik erstellbar ist. Und ich glaube nicht, dass die Beschäftigung mit Sonatenhauptsatzform, Kunst der Fuge und verquasten Obertonreihen klassischer sudanesischer Folklore Dich jetzt schon wesentlich weiter bringen wird.

Viel Erfolg,
CW
 

Bassplayer
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Hallo Haydnspaß,

ich behaupte auch nicht, dass er Musikpsychologie studieren muss, eine Doktorarbeit in Komposition schreiben oder Harmonielehrebücher wälzen.

Ich möchte nur wiederholen, dass es meistens hilfreich ist, sich mit FORMENLEHRE etwas auszukennen, wenn man das Anliegen des Threaderstellers verfolgt, sich einen Überblick über klassische (Klavier-)Musik zu verschaffen oder diese bewusst zu hören. Was passiert bei einer Fuge? Warum heißt dieser Sonatensatz Rondo? Wieso Variationen? Wieso Suite? Was ist Zwölftonmusik? Das von mir verlinkte überschaubare Buch macht das an Beispielen (z. B. 1. Satz Beethovens Pathetique) deutlich.

Auch wenn Mozart die heute gebräuchlichen Begriffe zur Sonatensatzform nach diesem Wiki-Artikel vielleicht nicht kannte, so war er sich über die durch diese Begriffe bezeichneten Strukturen gleichwohl bewusst und hat solche Formteile dementsprechend bewusst angelegt, ansonsten wären die Begriffe später nie entstanden. Oder denkst Du daürber anders? Und dieses Strukturen zu erkennen, einzusortieren, macht meistens beim Zuhören Spaß.

Wovon ich nicht geredet habe, ist Emotionen bei Musik einzuordnen oder zu erklären. Die können höchst subjektiv sein und das funktioniert ohne theoretisches Wissen, wie Du bereits sagtest. Ich habe aber nichts anderes behauptet. Insofern hattest Du mich offensichtlich falsch verstanden, als Du über "spannend" und "witzig" sprachst. Aber wie solltest Du meinen Hinweis an den Threadersteller auch verstehen, wenn Du in Reaktion auf meinen Beitrag empfiehlst, auf theoretisches Wissen über Musik zu verzichten?!

Gruß
Bassplayer
 
Haydnspaß
Haydnspaß
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Hallo Haydnspaß,

ich behaupte auch nicht, dass er Musikpsychologie studieren muss, eine Doktorarbeit in Komposition schreiben oder Harmonielehrebücher wälzen.

Hallo Bassplayer,

ich denke, es gibt keinen Grund, sich zu streiten. Ich hab mich nur etwas provoziert gefühlt ob deiner Behauptung, man könne Musik nicht verstehen (wie eine fremde Sprache), wenn man die theoretischen Grundlagen nicht kennt.

Konkretes Beispiel: wenn jemand Für Elise hört und ihm das Stück spontan gefällt, würdest du dann sagen, er versteht es nicht, wenn er nicht weiß, daß das Stück in a-moll beginnt, dann in der Paralleltonart C-dur weitergeht, wieder zurück zu a-moll, dann ein neuer Teil in F-dur der wieder zurückmoduliert, später noch ein Teil in d-moll und daß es sich bei der Form des Stücks um ein sogenanntes Rondo handelt?

Ich finde, man soll Musik erstmal hören (mit den Ohren) und erleben, was sie mit einem macht.
Theorie kommt viel, viel später...

Gruß
Haydnspaß
 
Bassplayer
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Hallo Haydnspaß,

nein, wir brauchen nicht zu streiten.
Ich denke, der Infosuchende weiß jetzt genug über verschiedene Aspekte/Herangehensweisen, um seinen Weg oder die Reihenfolge seiner Wege in die Klassische Musik zu erfahren.

PS: zu Deiner Frage zu Für Elise: Wenn er das Stück selbst spielt, wären die Tonarten schon nicht verkehrt; für das Hören stimme ich Dir zu, dass er wie bereits gesagt, keine Harmonielehre braucht. Meiner Meinung nach kann es für das Hören aber schon interessant sein, die verschiedenen Teile des Rondos auseinander halten zu können. Es erfordert nur grobes Verständnis und bringt recht einfach Struktur in den Eindruck vom Stück. Als wir in der Schule Klassik gehört haben, hat es das Interesse und den Zugang der Schüler für solche Stücke gesteigert, diese mit ein bisschen Wissen kennen zu lernen. Der Threadersteller kann es ja am Beispiel für Elise ausprobieren, ob er A-B-A-C-A erkennt und ihm das Wissen um diesen Aufbau beim Hören etwas bringt/gefällt oder nicht. Wenn nicht, möge er meine Beiträge hier gerne ignorieren.

Gruß, peace,
Bassplayer
 
ChrisSilver
ChrisSilver
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Ich finde, man soll Musik erstmal hören (mit den Ohren) und erleben, was sie mit einem macht.
Theorie kommt viel, viel später...

Die Einstellung, das "Verstehen" von Musik anhand von Theorie höher zu stellen
als das Kennenlernen von Musik durch das ungeschulte Ohr, erinnert mich an
ein Zitat aus dem music.board Forum:
Zitat von glasgow:
Ich hatte auch schon mal klassischen Unterricht, allerdings ist das einfach nicht die Richtung, in die ich will. Die Improvisation finde ich spannender.

Auch habe ich schon einmal ein paar Stunden Jazzpiano-Unterricht gehabt. In dieser Zeit habe ich aber nicht den richtigen Zugang zu der Materie gefunden: als ich meinen Lehrer nach Skalen gefragt habe, die man über bestimmte Chords spielen kann, meinte er, so würde man das nicht machen... *grübel-Smiley* Man müsse am besten alles über das Hören lernen. Dann würde man mit der Zeit schon ein Gespür dafür kriegen...
Aber dafür bin ich zu sehr Systematiker - ich möchte schon ganz gerne wissen, was ich da tue, und nicht nur darauf hoffen, mit Glück die richtigen Töne zu treffen... ich möchte eben das System beherrschen!

Ich spreche in diesem Zusammenhang von Jazzpiano. In diesem Fall ist es unsinnig,
die Musik nur auf intellektueller Ebene zu begreifen. Mit der Zeit erweitert
man seine geistige Herangehensweise allmählich. Das Beispiel zeigt schön auf, dass
man als ungeübter Hörer (zumindest im Jazz) dazu neigen kann, Musik zu
"overthinken".

Der Glaube an die Macht der Theorie verleitet Jazz-Schüler dazu, auf einen
Lehrer zu verzichten; sie ignorieren, dass der Jazz ein Lebensgefühl darstellt,
entwickeln keinen persönlichen Stil und spielen mechanisch.

Musik muss nicht sofort theoretisch begreifbar gemacht werden. Ich denke,
dass das bei Beethoven genauso Zeit hat wie im Jazz. Aber vermutlich muss
sich da jeder selbst eine Meinung bilden.
 
.marcus.
.marcus.
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Danke schonmal für die Antworten!
Gibt es auch gute/empfehlenswerte CD-Boxen/Compilations/Zusammenstellungen für den angehenden Weltklassepianisten ;) ? Stücke/Komponisten, die man kennen muss?
Wenn Geld keine Rolle spielt, dann wäre das hier zu empfehlen: Great Pianists of the 20th Century
Das sind 100 Doppel-CDs mit allen Pianisten, die Rang und Namen haben. Viele, viele, viele Stunden herausragendes Klavierspiel.

Wenn man sichs nicht kauft, dann ist immerhin die Interpretenliste interessant.

lg marcus
 
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Bassplayer
Bassplayer
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Ich möchte noch ein Beispiel posten, wo für mich Informationen hilfreich waren, Zugang zu einem Stück zu erlangen:

Vivaldi Vierjahreszeiten. Im Begleitheft der CD ( Einspielung von A. S. Mutter) steht zum ersten Satz: "Frühlingserwachen - Gesang der Vögel - Die Quellen sprudeln - Donner - Gesang der Vögel" und zu den anderen Sätzen entsprechende Erläuterungen.
Vielleicht interessiert einen Hörer das alles gar nicht. Vielleicht kriegt ein aufmerksamer Hörer das alles auch ohne Textangaben, Theorie etc. mit, obwohl er sich nie mit klassischer Musik befasst hat. Es kann aber sein, dass jemand die Aufmerksamkeit auf den Klang der Violine, die Virtousität, seine Emotionen oder sonst was beschränkt und ihm entsprechende Bilder und Intentionen des Komponisten sich erst mit den Angaben erschließen. Für mich waren diese Angaben jedenfalls hilfreich. Und auf sowas möchte ich einen Klassik-Neuling hinweisen.
 
A
Anticlock
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Vielen Dank besonders an Pianopuppy für den OY-Kurs! Sehr interessant!
Danke auch an alle anderen Vorschläge und Links.

.marcus.: Hehe, " 1 neu ab EUR 3.999,90 1 gebraucht ab EUR 1.800,00 ". :D Leider keine Interpetenliste zu sehen.
 
rolf
rolf
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Musik muss nicht sofort theoretisch begreifbar gemacht werden. Ich denke,
dass das bei Beethoven genauso Zeit hat wie im Jazz. Aber vermutlich muss
sich da jeder selbst eine Meinung bilden.
oder falls man sich nicht gleich eine meinung bilden will, dann kann doch auch erstmal ganz naiv das Instrument anschauen: da sind so viele Tasten, mit denen kann man erträgliche und schwer erträgliche Zusammenklänge produzieren... anders gesagt: schon die Orientierung auf den Tasten fordert und bietet "theoretische" Orientierung (es ist allgemein besser, ungefähr zu wissen, wo man herumläuft, als gänzlich orientierungslos durch die Gegend zu irren) :) In diesem ganz praktischen sinne ist "Theorie" von Anfang an durchaus zu empfehlen, nämlich eine fürs Klavier praxisorientierte (und das umso mehr, je mehr man sich zur Improvisation, egal ob mit ob ohne Lebensgefühl, hingezogen fühlt) ---- also nicht trocken "Theorie" aus dem dtv-Atlas der Musik (der übrigens als Übersicht ok ist) am Papier pauken, sondern ganz einfach mit Intervallen und Akkorden praktisch beginnen, dieselben nicht nur als "halt-die-und-die-Tasten-da" sehen, sondern peu a peu erkennen und begreifen, was man da tut: und irgendwann hat man das Zeugs drauf, und muss nicht mehr überlegen, um irgendeine Akkordfortschreitung sowohl in D-Dur als auch in As-Dur sofort spielen zu können.

von einer gleichsam weltanschaulichen Trennung von "Theorie" und "Praxis" halte ich gar nichts.
 
 

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