Klang von Digitalpianos im direkten Vergleich

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Martin Major
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Angeregt durch hpeterh's digitalpianorätsel habe ich hier folgendes vor:

Ich stelle hier ein kurzes Midi zur Verfügung, das Besitzer von Digital- oder Softwarepianos rendern und mit Erklärung zu den von ihnen benutzten Einstellungen als .mp3 hochladen mögen. Auf diese Weise bekommen wir hoffentlich eine ansehnliche Sammlung von Beispielen des selben Musikstücks auf verschiedenen Digital- und Softwarepianos.

Selbstverständlich ist hier jeder eingeladen, auch ein MIDI zum Rendern zur Verfügung zu stellen. Ich werde dann in diesem Originalpost versuchen, stets eine aktuelle übersichtliche Liste der Midis und der jeweiligen Variationen zu erstellen.

Natürlich sind die Einstellungsmöglichkeiten bei jedem Digital- oder Softwarepiano vielfältig und höchst unterschiedlich, dennoch können Angaben dazu anderen durchaus einen vagen Einblick verschaffen, wie der jeweilige Klang zustandekommt, insbesondere dann, wenn sie das betreffende Instrument selbst besitzen.


Midis:

Satie meets Kriminaltango (Martin Major)


MP3s:

Satie meets Kriminaltango (Martin Major) (Beschreibung: Roland HP207e Ditigalpiano)
Satie meets Kriminaltango (Martin Major) (Beschreibung: Native Instruments Upright (gesampeltes Steingräber))
 
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axl
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Als Digiplayer ist man hier der absolute Outlaw und darf zufrieden sein wenn man nicht sofort geteert und gefedert wird, so dass dies wohl generell das falsche Portal für diese Idee sein dürfte. Dennoch mache ich, stets an Wunder glaubend, einfach mal mit.

Allerdings folge ich deiner Einladung und stelle ein mir geeigneter scheinendes File als ein Midi und MP3 ein: Chopin - Fantasie Impromptu.

Link MIDI

Link MP3

[mp3="http://api.ning.com/files/u8O-O4gbGUaP-aCrWWLeTtcLDtRG*EU7EYXWSWqGiVY_/FantasieImpromptu.mp3"]NAME[/MP3]

Eingespielt auf Yamaha CVP-509, sämtliche Einstellungen Zero / Flat ( Effekte, Hall, EQ, Kompressor etc. )
 
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Martin Major
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mit diesem impromptu bewirbt native instruments auch das vienna concert grand, und versagt dabei grandios, weil es so abscheulich klingt ;-)

ich stelle dann morgen jeweils eine version davon am roland und vom native instruments upright online.
 
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Erdferkel
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Als Digiplayer ist man hier der absolute Outlaw und darf zufrieden sein wenn man nicht sofort geteert und gefedert wird
:-) Im Nassrasurforum wird man auch nicht ernst genommen, wenn man sich nicht mindestens mit einem 7/8-Zoll-Messer rasiert.
Im österreichischen Esotherikforum ist man völlig falsch, wenn man seinen Sand selbst mit Tachyonen auflädt, obwohl man gar kein Guru ist.
Und im Katzenforum war ich unten durch, als herauskam, dass ich gar keine Katze, sondern einen Hund habe.
 
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axl
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:-) Im Nassrasurforum wird man auch nicht ernst genommen, wenn man sich nicht mindestens mit einem 7/8-Zoll-Messer rasiert.
Im österreichischen Esotherikforum ist man völlig falsch, wenn man seinen Sand selbst mit Tachyonen auflädt, obwohl man gar kein Guru ist.
Und im Katzenforum war ich unten durch, als herauskam, dass ich gar keine Katze, sondern einen Hund habe.

Sehr hilfreich und very Topic. :rolleyes: Hier ist jedoch das Klavierforum in dem trotz des Namens sogar Flügel toleriert werden. Auf der Portalseite steht übrigens u. A.:

PDF-Noten Pop Rachmaninoff Ravel Rock Satie Scarlatti Schlager Schubert Schumann Soul Tango Titanic Yamaha Digitalpiano Kawai Digitalpiano Roland Digitalpiano
 
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Klavierretter
Klavierretter
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Ich hab mal die beiden Midi-Files ganz banal in GarageBand importiert und mit dem Apple Standard PianoSample abgespielt. Bis auf ein klein wenig Hall ist alles in Grundeinstellung geblieben.
Tango.mp3
Fantasie.mp3
 
P
peterk
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Hallo!

Hab zwar kein Digitalpiano aber diese Seite http://www.purgatorycreek.com (Dank an sephilosophia) hat mir ganz ordentlich weitergeholfen und liefert doch einiges in die hier gefragte Richtung.

Gruß, Peter
 
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DoctorGradus
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Diese Soundbeispiele berücksichtigen natürlich nicht unbedingt die Rückkopplung eines lebenden Spielers am Instrument, sind also beschränkt.

D.h. ein auf einem Roland gerendertes Midi das auf einem Yamaha eingespielt wurde, klingt vielleicht anders, wie wenn es auf dem Roland Klavier eingespielt wurde.

Im Übrigen bin ich dafür Flügelspieler zu Federn. Denn nur die können die Federn auch einsetzen :-)
 
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Guendola
Guendola
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In meinem Blog hier im Forum gibt es einige Aufnahmen meines Yamaha YDP-131. Die neuesten Aufnahmen sind allerdings auf einem Kleinklavier und die ältesten habe ich mit zwei oder drei unterschiedlichen VST-Instrumenten realisiert. Das Kleinklavier setzt sich deutlich genug ab, man wird es nicht für ein Digitalpiano halten.

PS: Die Aufnahmen von Axl kann ich mir nicht anhören, da man sich auf der Website registrieren muß.
 
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DoctorGradus
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Das ist ja eben der Vorteil. Es ist immer der "gleiche" Spieler mit gleicher Spielart.

Es gibt nicht wieder, dass ein echter Spieler am echten Instrument versucht die klanglichen Möglichkeiten des Instruments auszureizen.

Gitarristen sind gewohnt, dass keine 2 Gitarren gleich sind und kämen nie auf die Idee einen Spielroboter zu bauen, der auf einer Gitarre programmiert wird, und dem man dann zum Objektiven Vergleich alle anderen Gitarren in die Hand drückt. An der Gitarre sind auch die Möglichkeiten zur Klangmodulation offensichtlicher, dennoch gibt es die auch an einem Klavier.
 
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axl
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Es gibt nicht wieder, dass ein echter Spieler am echten Instrument versucht die klanglichen Möglichkeiten des Instruments auszureizen.

Gitarristen sind gewohnt, dass keine 2 Gitarren gleich sind und kämen nie auf die Idee einen Spielroboter zu bauen, der auf einer Gitarre programmiert wird, und dem man dann zum Objektiven Vergleich alle anderen Gitarren in die Hand drückt. An der Gitarre sind auch die Möglichkeiten zur Klangmodulation offensichtlicher, dennoch gibt es die auch an einem Klavier.

Hier geht es aber nicht um ein Klavier, sondern um ein Digi mit recht begrenzten tonalen Gestaltungsmöglichkeiten. Daher wird der Vergleich den Zweck erfüllen.
 
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DoctorGradus
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Ich glaube die Krux ist, dass ich das Digi als Instrument ansehe, andere sehen es eher als Imitat an, einen seelenlosen Kasten in dem irgendwelche Samples gespeichert sind.

Wenn mans so sieht reicht es natürlich aus ein paar Midis durchzujagen. Sieht man es als Instrument an, hilft nur Probespielen oder probespielen lassen. Denn ein Instrument wird durch einen Musiker erst zum Leben erweckt. Nur der kann über die Feedbackschlaufe Finger-Instrumenet-Ohr-Finger den Klang modulieren.

Feedback ist wenn man ein Instrument spielt ein wesentlicher Faktor der sich auf den Klang wirklich stark auswirkt. Zur Illustration der Wichtigkeit: Ich habe mir mal den Spaß erlaubt mein EPiano über MIDI an meinen PC anzuschließen um es mit der Betriebssystemssoftware zu vertonen und an meine Lautsprecher auszugeben. Das Programm ist für sowas nicht gedacht und braucht einfach sehr lange (wenige Millisekunden) um einen Klang zu erzeugen. Jedenfalls kamen die Töne mit Verzögerung aus dem Lautsprecher. Spielen war fast unmöglich, obwohl ich von den Stücken der Meinung war, ich könnt sie blind und auswendig spielen. Wohlgemerkt handelte es sich nur um kurze Verzögerungen.

Anderes Beispiel: Ich spiele ein Stück, bei dem ich in einer Passage auf meinem Digi ordentlich Pedal einsetzen muss. Auf dem echten Klavier auf dem ich übe brauche ich viel weniger bis fast kein Pedal. Für mich kein Problem, da ich das Pedal nach Gehör benutze. Ich spiele jetzt auf dem Digi von Hersteller R, wenn nun Hersteller Y oder K sein Piano etwas anders baut, dann würde ein von mir auf R eingespieltes Midi vielleicht nur Klangbrei erzeugen.

Ich will ja nicht sagen, dass es nicht interessant ist mit ein paar Midis die Samples zu vergleichen, ich will halt aufzeigen, dass es nur äußerst eingeschränkte Schlüsse zulässt.
 
Klavierretter
Klavierretter
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Damit hat der Doktor wohl recht... mit den Midis lässt sich "nur" der eigentliche Klavierklang vergleichen. Mehr nicht.
Ich habe jedenfalls sehr lange an meinem CLP 170 herumgespielt, bis ich das Pedal am Digi sowie am akustischen Flügel gleich einsetzen kann. In den Werkseinstellungen hat das Pedal einfach zu wenig Wirkung... jetzt kann ich den gleichen "Brei" erzeugen, wenn ich will.
Nach weiteren Eistellungsoptimierungen ist es mittlerweile so, dass wenn man sich im Haus weit genug von den Instrumenten entfernt, man schon genau hinhören muss um zu wissen, ob mein Sohn am Flügel sitzt oder das Digi mit voller Lautstärke malträtiert. Und auf der Straße hört man praktisch gar keinen Unterschied mehr.
Allerdings wird einem der Unterschied schon sehr deutlich, wenn man selber an den Tasten sitzt :)
 
H
hpeterh
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Pianissimo

Fantasie-Impromptu, gerendert mit "Pianissimo". (Auch im Clavio Shop erhältlich)
Alle Einstellungen default ausser 72BPM.

http://hphsite.de/klavier/Fantasie-Impromptu.mp3
[mp3="http://hphsite.de/klavier/Fantasie-Impromptu.mp3"]mp[/mp3]

Pianissimo unterstützt, wie die meisten Libraries, kein Halbpedal.
Halbpedal wird jedoch in diesem MIDI sehr oft benutzt. U.U. klingt es deshalb etwas "hallig".

Hier ist nochmal eine Einspielung von meinem Kawai:

http://hphsite.de/klavier/ENC023.MP3
[mp3="http://hphsite.de/klavier/ENC023.MP3"]mpp3[/mp3]

Im MIDI File befindet sich ein Befehl, der den Chorus auf 0 rücksetzt.
Den hab ich gelöscht.
Es gibt ausserdem eine ganze Reihe von SYSEX Befehlen, die den Sound verändern, ich hoffe aber dass mein Kawai die ignoriert....

Verwendet hab ich den "Concert Grand" Piano Sound, aber den Parameter "Brightness" erniedrigt und den Parameter "Sustain" erhöht.

Gefällt mir ganz gut nun, der Sound.

Ausserdem hab ich nun, -nachdem ich diese Aufnahme gemacht habe- noch gesehen, dass auf Track 15 und 16 ebenfalls Noten sind. Die Lautstärke dieser Tracks ist auf Null gesetzt, aber trotzdem beanspruchen sie Polyphonie. Das File ist deshalb, so wie es ist, als Testfile nicht so gut geeignet, eigentlich müsste man es zunächst mal von allen überflüssigen, störenden und proprietären Events befreien......

Ich habs jetzt mal mit dem Programm "GNMIDI" analysiert.
Die maximale Polyphony ist 256 ;-) Wie das kommt ist mir unklar.
Reverb ist für die beiden hörbaren Tracks auf 30 gesetzt.
Das müsste man erstmal alles bereinigen.

Das ist natürlich wunderschön gespielt (sonst hätt ich nicht so viel Mühe drauf verwandt) aber so wie es ist, ist es für Yamaha optimiert und insbesondere Geräte, auf denen "XGlight" draufsteht, könnten damit ziemlich stark im Klang umprogrammiert werden.

Ich hab die obengenannten Probleme behoben und nochmal eingespielt:
http://hphsite.de/klavier/ENC024.MP3
[mp3="http://hphsite.de/klavier/ENC024.MP3"]mpp[/mp3]

Hier ist das MIDI:
http://hphsite.de/klavier/Fantaisie3Imprompt.MID

Das sollte auf jedem Kawai funktionieren, auf anderen auch, aber evtl. klingt es anders.


Peter
 
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