Kann ich mein E-Piano irgendwie klanglich modifizieren?

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xLacrimosax3

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24. Juli 2019
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Hallo Leute,
ich habe ein Roland301 digital Piano und habe es ehrlich gesagt satt. Ich habe es bereits 10 Jahre und es dient mir gut, aber der Klang gefällt mir überhaupt nicht mehr. Ich liebe eher den alten Klang, besonders die des Barocks und Vorklassik. Man kann ja historische Nachbauten der alten Klaviere kaufen, aber das ist ja mehr als nur teuer und ich als Student hab einfach nicht das Geld dazu. Deshalb frage ich mich ob man irgendwie neue Sounds darauf tun kann oder es eine andere Möglichkeit gibt. Zudem frage ich mich, ob es elektronische Lösungen gibt, sodass man den "alten" Klang der ersten Klaviere machen kann. Natürlich würde es elektronisch niemals 1 zu 1 so klingen, aber ich suche etwas, was dem so nahe kommt wie möglich. Gibt es dafür eine Lösung? Vielen Dank!
 
Ja, es gibt Software-Sampler, mit welchen sich digitalisierte Klavier-, Cembalo- und Orgelklänge (und Klänge vieler weiterer Instrumente) über eine MIDI-fähige Klaviatur abspielen lassen.
 
Was natürlich eine Verbindung zu einem Computer nötig macht. Dann ist es mit anschalten und losspielen nicht mehr getan.
 
Hallo Leute,
ich habe ein Roland301 digital Piano und habe es ehrlich gesagt satt. Ich habe es bereits 10 Jahre und es dient mir gut, aber der Klang gefällt mir überhaupt nicht mehr. Ich liebe eher den alten Klang, besonders die des Barocks und Vorklassik. Man kann ja historische Nachbauten der alten Klaviere kaufen, aber das ist ja mehr als nur teuer und ich als Student hab einfach nicht das Geld dazu. Deshalb frage ich mich ob man irgendwie neue Sounds darauf tun kann oder es eine andere Möglichkeit gibt. Zudem frage ich mich, ob es elektronische Lösungen gibt, sodass man den "alten" Klang der ersten Klaviere machen kann. Natürlich würde es elektronisch niemals 1 zu 1 so klingen, aber ich suche etwas, was dem so nahe kommt wie möglich. Gibt es dafür eine Lösung? Vielen Dank!

Schau mal nach Modart Pianoteq. Da gibt es auch sehr schöne historische Instrumente.
Mit einem mittelprächigen Notebook und USB-Masse-Entkoppler könntest Du das dann direkt über das Digitalpiano spielen - wenn Line-In vorhanden auch über die internen Speaker des Pianos.
 
Dann ist es mit anschalten und losspielen nicht mehr getan.
Das ist bei mir ohnehin nicht drin ... ich muss auf jeden Fall die Anschlagsdynamik noch verstellen, weil mein KAWAI CN290 sonst noch weiter von einem Klavier weg ist.

Man sollte sich fragen, ob einem ein subjektiv als "schön" oder "passend" empfundener Klang nicht den extra Zeitaufwand wert ist.

Pflicht wäre für die Nutzung der beinahe unbegrenzten Möglichkeiten der digitalen Klangerzeugung allerdings ein MIDI-fähiges Soundinterface.
Die gibts aber auch schon für unter €100,-.
Und das wichtigste überhaupt bei der Arbeit mit Midi ... die Latenzen. Du willst das Signal am Ohr ja passend zum Signal an der Hand bekommen, son Klavier reagiert ja auch prompt.
Zumindest bei mir erlaubt das nur extrem kleine Latenzen ... viel geringer, als ich es für Aufnahmen brauche.
Sowohl die Samplersoftware als auch der ganze Signalweg sollten möglichst latenzfrei sein. Auch wenn einem die Werte winzig vorkommen 5ms fallen auf, wenn es um die jahrelang eingeübte Synchronität zwischen Handbewegung und Ton geht.

Dann hat man aber im Prinzip die Möglichkeit, genau den Flügel zu spielen, der von Zeitpunkt X bis Y in der Carnegie-Hall stand (nur als Beispiel ... ich habe keine Ahnung, ob es genau das gibt) ... und man kann mit wenigen Clicks auch einfach zu dem Wechseln, der momentan in der Villa Hammerschmidt steht (und wieder habe ich keine Ahnung ... steht da ein Flügel?), oder zu einem der Flügel in der Rudolf-Oetker-Halle in Bielefeld.
Oder zum "Beatles Klavier".
Einige der Samplesätze kosten allerdings eine hübsche Stange Geld ... aber es ist noch immer bedeutend weniger, als ein (vergleichbarer) Flügel.

@xLacrimosax3
Wie ist denn der Klang deines ePianos über Kopfhörer? ... vielleicht liegts an den Speakern/Boxen ... oder den falschen Kopfhörern.

Ich persönlich fand Roland immer zu brummig ... die Rolands, die ich getestet habe, hatten mir zu viel Bass und in den höhen waren sie mir zu schwach (alles über die internen Speaker).
 
Das ist bei mir ohnehin nicht drin ... ich muss auf jeden Fall die Anschlagsdynamik noch verstellen, weil mein KAWAI CN290 sonst noch weiter von einem Klavier weg ist.

Man sollte sich fragen, ob einem ein subjektiv als "schön" oder "passend" empfundener Klang nicht den extra Zeitaufwand wert ist.

Pflicht wäre für die Nutzung der beinahe unbegrenzten Möglichkeiten der digitalen Klangerzeugung allerdings ein MIDI-fähiges Soundinterface.
Die gibts aber auch schon für unter €100,-.
Und das wichtigste überhaupt bei der Arbeit mit Midi ... die Latenzen. Du willst das Signal am Ohr ja passend zum Signal an der Hand bekommen, son Klavier reagiert ja auch prompt.
Zumindest bei mir erlaubt das nur extrem kleine Latenzen ... viel geringer, als ich es für Aufnahmen brauche.
Sowohl die Samplersoftware als auch der ganze Signalweg sollten möglichst latenzfrei sein. Auch wenn einem die Werte winzig vorkommen 5ms fallen auf, wenn es um die jahrelang eingeübte Synchronität zwischen Handbewegung und Ton geht.

Dann hat man aber im Prinzip die Möglichkeit, genau den Flügel zu spielen, der von Zeitpunkt X bis Y in der Carnegie-Hall stand (nur als Beispiel ... ich habe keine Ahnung, ob es genau das gibt) ... und man kann mit wenigen Clicks auch einfach zu dem Wechseln, der momentan in der Villa Hammerschmidt steht (und wieder habe ich keine Ahnung ... steht da ein Flügel?), oder zu einem der Flügel in der Rudolf-Oetker-Halle in Bielefeld.
Oder zum "Beatles Klavier".
Einige der Samplesätze kosten allerdings eine hübsche Stange Geld ... aber es ist noch immer bedeutend weniger, als ein (vergleichbarer) Flügel.

@xLacrimosax3
Wie ist denn der Klang deines ePianos über Kopfhörer? ... vielleicht liegts an den Speakern/Boxen ... oder den falschen Kopfhörern.

Ich persönlich fand Roland immer zu brummig ... die Rolands, die ich getestet habe, hatten mir zu viel Bass und in den höhen waren sie mir zu schwach (alles über die internen Speaker).

Kennst Du Modarts Pianoteq? - Ist kein Sample-Player ... . :001:
Latenz mit i5 ist bei 3ms. Läuft auch mit einem i3 noch problemlos.
 
Mir ging es nach ein paar Jahren mit einem Sampler-Roland-Digi auch so, dass ich den Sound irgendwann nicht mehr hören konnte, weil eben immer wieder die gleichen Samples abgefeuert werden, auch wegen sie noch so differenziert aufgenommen und kombiniert werden. Da schaltet das Ohr irgendwann übersättigt auf Durchzug. Das ist auch der Grund, warum man reale Instrumente als "lebendiger" und als "inspirierend" wahrnimmt. Kein Anschlag klingt wie der andere. Die Modeling-basierten Software-Instrunente wie zB Pianoteq sind diesbezüglich besser, weil der Ton zu jedem Anschlag neu erstellt wird.
 
Die Modeling-basierten Software-Instrunente wie zB Pianoteq sind diesbezüglich besser, weil der Ton zu jedem Anschlag neu erstellt wird.
Was Modelling kann, merke ich momentan im E-Gitarren Bereich (Amps, Boxen, Effektgeräte, Gitarren ... du musst wirklich nur noch eine saubere clean-Spur einspielen und den ganzen Sound macht das Modelling ... die Eigene Hardware ist (fast) egal).

Das ist schon echt geil.
Beim Klavier habe ich es bisher nicht getestet ... aber irgendwie klar, dass sowas nicht nur mit einem Instrument gemacht wird.
 
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ich habe ein Roland301 digital Piano und habe es ehrlich gesagt satt. Ich habe es bereits 10 Jahre und es dient mir gut, aber der Klang gefällt mir überhaupt nicht mehr. Ich liebe eher den alten Klang, besonders die des Barocks und Vorklassik. Man kann ja historische Nachbauten der alten Klaviere kaufen, aber das ist ja mehr als nur teuer und ich als Student hab einfach nicht das Geld dazu. Deshalb frage ich mich ob man irgendwie neue Sounds darauf tun kann oder es eine andere Möglichkeit gibt. Zudem frage ich mich, ob es elektronische Lösungen gibt, sodass man den "alten" Klang der ersten Klaviere machen kann. Natürlich würde es elektronisch niemals 1 zu 1 so klingen, aber ich suche etwas, was dem so nahe kommt wie möglich. Gibt es dafür eine Lösung? Vielen Dank!

Pianoteq hat einiges an historischen Klavieren... und es gibt eine wichtige Neuerung!

Pianoteq 8 läuft jetzt auf Apple IOS! Und zwar grandios gut, wenn man ein einigermassen aktuelles Iphone oder Ipad hat. Ich habe ein Standard Ipad 8 2020 (A12 Chip glaube ich...) das läuft quasi genau wie auf dem PC!

Und ein Tablet auf den Notenständer stellen geht quasi überall.

Wenn man mit ein bisschen Latenz leben kann geht sogar Bluetooth von meinem KDP 120.... besser ist aber ein sogenanntes "Camera Connecion Kit", bzw. bei mir auch das billigste Amazon Kabel USB B auf Lightning...
 
In welchem Gesamtzustand ist das Instrument denn?
Wie wäre es mit einer Investition in externe Lautsprecher?
Ein Türöffner in neue Welten für kleines Geld könnte ein Cubasebundle sein. das kommt halt drauf an, was du sonst noch so machen möchtest. Was die da so alles in der Halionbibliothek haben weiß ich auch nicht nicht auswendig, die haben aber eine sehr gute Hotline, da kann man ja mal fragen was da an Paketen so gibt. Die bei Thomann wissen auch sehr gut Bescheid, was externe Geräte angeht
 
Ich habe auch keine Empfehlung ausgesprochen.
Wo ist dein Problem?

Ich hab kein Problem. :-)
Ist halt teilweise nicht ganz so aktuell, was Du da so beschreibst. Kann ein unbedarfter Leser möglicherweise nicht richtig einschätzen und kauft was Falsches bzw. Unnötiges..
Beispiel:
Wenn das E-Piano noch keinen USB-Port hat, sonden noch "old-style" Midi-Din-Anschlüsse, so gibt es dafür z.B. so etwas:


Weiteres Beispiel:
Selbst ein höherwertiges Audio-Interface kann man - wenn es z.B. um niedrige Latenzen = ASIO-Kompatibilität geht, einsparen mit dem freeware-Audiotreiber ASIO4all. Mit dem läuft ein eingebautes Audiointerface eines Rechners mehr als flott für den oben angefragten Zweck.
 
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