Gottesdienste in Zeiten vom Coronavirus


MinimalPiano
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Ich mache öfters Musik in der Kirche und die letzten Gottesdienste waren per Aufnahme. Letztes Mal war sogar nur Instrumental.
Ist also nicht überall gleich, es kommt wie in der Privatwirtschaft auf eine kompetente Leitung drauf an.
 
Henry
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Instrumentalmusik und/oder Gesang vom Kantor oder Chor (je nachdem) findet bei uns schon statt.

Für die Lektorendienste hab ich mich aber derzeit nicht eingetragen, da ich unsicher bin ob die Kirchen nicht wieder schließen müssen - und Onlinelesungen sind mir ein Gräul.
 
Ambros_Langleb
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Henry
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Es gab in der Tat einen Fall wo durch den Gottesdienst einer Freikirche Infektionen verbreitet wurden.

Das war allerdings nach dem ersten Lockdown.

Allerdings soll es kürzlich wieder zu einem solchem Fall gekommen sein - ich weiß jetzt bloß nicht wo.

Die römisch -katholische Kirche in Bayern jedenfalls ist mit den Sicherheitsmaßnahmen sehr restriktiv.

Wenn sich im Münchner Osten beispielsweise keine Ordner finden, fällt der Gottesdienst halt aus - ich hätt mir den Heilig Abend auch besinnlicher und ruhiger vorgestellt als zur Abendmesse um 19:30 als einziger Ordner in unserer Gemeinde für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen.

Silvester waren wir zu fünft - mich als Ordner zur Verfügung zu stellen war allerdings die einzige Möglichkeit meine Familie irgendwie noch rein zu bekommen, da hier versäumt wurde, sich rechtzeitig anzumelden.
 
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Die Sonntags-Veranstaltungen, an denen ich in letzter Zeit teilgenommen hatte, erinnerten eher an Trauer- und Gedenkveranstaltungen an gestorbene Gottesdienste. Die Atmosphäre wirkt auf mich wie "Krankenhaus" und "Sterbehospiz" statt "Freikirche".

Als der Pastor von der Kanzel predigte, welches künftig die richtige zu tragende Maske sei, habe ich mir die Frage gestellt, wann der Punkt erreicht ist, an dem ich gegen das 1. Gebot verstoße. Und mich nach reiflicher Überlegung entschlossen, als Laie auf Nummer sicher zu gehen und der institutionalisierten Religion wieder den Rücken zu kehren, welche ja mit dem Staat doch wesentlich stärker verstrickt ist, als mir persönlich lieb ist.

Alle wollen ihr altes Leben zurück, ich habe es nun mehr oder weniger wieder. Denn mein altes Glaubenleben war nicht mehrmals pro Woche im Gemeindehaus engagiert mitarbeiten. Das war nur ein wilder Ritt, der seit meiner Taufe weniger als ein Jahr lang ging. Das "neue Normal" geht bereits länger und schneidet verglichen damit wesentlich schlechter ab.
 
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MartinH
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Was meinst Du mit "Nummer sicher"? Fürchtest Du um Dein Seelenheil?
An einer solchen Krisensituation würde ich alles weniger bewerten. Wobei man sich natürlich fragen muss, inwieweit eine irgendwann neue kirchliche Normalität überhaupt noch mit der alten vergleichbar ist.
 

Henry
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agraffentoni
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Passiert auch gerne in der St. Nebeskirche, wo mit Maßkrügen zusammen geläutet wird...
 
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Was meinst Du mit "Nummer sicher"? Fürchtest Du um Dein Seelenheil?
Wenn ich die Sakramente nicht mehr erhalte, dann frage ich mich schon, was ich in einem solchem "Gottesdienst" noch mache.

An einer solchen Krisensituation würde ich alles weniger bewerten. Wobei man sich natürlich fragen muss, inwieweit eine irgendwann neue kirchliche Normalität überhaupt noch mit der alten vergleichbar ist.
Als Spätgetaufter habe ich die "alte kirchliche Normalität" nur sehr kurz erlebt. Wie jemand, der sich voller Freude in eine neue Beziehung gestürzt hat und dann plötzlich im Alltag aufwacht ist: voller Vorschriften und Einschränkungen durch den alles kontrollierenden Partner.

Die "neue Normalität" zeichnet sich vor allem durch die Absage aller Kleingruppen und die Beschränkung auf (vorwiegend aber nicht nur sonntägliche) Großaufläufe aus. Das war mir zunächst ein Rätsel, welches ich nicht mit den Verordnungstexten und Zielen des Infektionsschutzes in Übereinstimmung bringen konnte. Die da facto "Kontaktmaximierung" wirkte geradezu widersinnig auf mich.

Doch je mehr von der Kanzel abseits des Evangeliums gepredigt wurde, desto klarer wurde mir, daß es den gutmeinenden Ältesten um Kontrolle der Herde geht und das geht halt nur gut in einem solchen Frontal-Setting. Edit: Ich denke, was hier passiert ist, ist etwas, was oft in einer Krise passiert: Der Selbsterhalt der Institution wird über alles andere gestellt, inklusive der eigentlichen Aufgabe und den Interessen der Mitglieder.
 
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altermann
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Ab kommenden Sonntag beginnen bei uns wieder Präsenzgottesdienste. Verantwortungslos, so bezeichne ich es. Mein persönlicher Protest, Präludium und Postludium werde ich nicht spielen. Mal schauen, ob die Gläubiger die Orgelmusik vermissen. :017:
 
Tastatula
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Ich finde, alle Leute sollten sich in der Kirche treffen, egal, zu welchem Anlass: Wenn man endlich mal wieder ein paar Freunde sehen will, wenn man endlich mal wieder ein Konzert spielen will, oder einen runden Geburtstag feiern will.
Covid kennt das Grundgesetz und richtet sich danach! Sehr höflich!
Super, die Kirche ist einer der wenigen coronafreien Schutzräume! Das Weihwasser hält die Viren fern!
Laßt uns aufbrechen! Machen wir ein Claviotreffen? :008:
 
 

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