Frage zur Ausführung im Schubert Klavierstück No. 1 D 946

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Rachmaninov22
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Muss ich die letzte Note im Takt im Violinschlüssel jeweils zusammen mit der dritten Triolennote spielen oder kurz danach? :)
 

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koelnklavier
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Bei Schubert ist das durchaus eine Überlegung wert. Auch in den Liedern gibt es etliche solcher Stellen, wo man im Einzelfall unterscheiden muß, wie es am stimmigsten zu lösen ist.

In diesem konkreten Fall rate ich, die 16tel auch als 16tel aufzufassen und nicht an die Triole anzugleichen. Die Schwierigkeit ist allerdings, die 16tel nicht so scharf zu nehmen wie ein Triolen-16tel. Aber im Tempo nivelliert sich das nachher eh'.
 
Guendola
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Das sieht doch sehr nach Triolen zu "normalen" Achteln aus. Die jeweils zweite Achtelnote bzw. im dritten Takt die zweite punktierte Achtelnote wird also jeweils über dem vierten Ton links gespielt.

Wenn du mal auszählst, wirst du feststellen, daß links rein rechnerisch drei Viertel zusammenkommen, da es aber Triolen sind, eben nur zwei. Oben sind es immer zwei Viertel.
 
Haydnspaß
Haydnspaß
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Also ich spiele bei diesem Stück die Sechzehntel der RH mit dem letzten Triolenachtel der LH zusammen. Ich glaube auch kaum, daß es einen hörbaren Unterschied machen würde, wenn man es bei einem Tempo von Viertel=160 anders spielt.

Als Beispiel Andreas Staier (- ich höre kein Nachklappen)

http://de.youtube.com/watch?v=rOaxB6CW3to


Grundsätzlich ist es oft strittig, ob punktierte Rhythmen und Triolen-Begleitung angeglichen werden sollen bzw. dürfen. Kann man nur im Einzelfall entscheiden. Bei langsamen Sätzen würde ich eher nicht angleichen, bei schnelleren überwiegend schon. Manchmal kann man auch aus der Handschrift erkennen, ob die entsprechenden Noten übereinander oder versetzt notiert sind. Hinweise dazu finden sich oft in Urtextausgaben.
 
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KlimperBerlin
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Ich hab immer gelernt: bis Bach -- Punktierung an die Triole angleichen, bei späteren Autoren: korrekt spielen. Und bei diesem Schubert würde ich sagen, auf jeden Fall die 16tel scharf spielen, so scharf wie möglich. Auch wenn man den Unterschied kaum hört, verändert es Deine Spielhaltung. Die Punktierung spielt ja im ganzen Stück eine superwichtige Rolle, gerade im fantastischen Mittelteil. Dieser ist ja eigentlich ruhig und idyllisch, aber durch die ständige Präsenz der Punktierungen erzeugt der Franzl diese untergründige nervöse Anspannung, die sich dann in diesen rausplatzenden Läufen und Tremoli entlädt.
 
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Klongard
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Wiener Urtext sagt im Vorwort, dass eine Angleichung intendiert ist, lediglich in langsamen Tempi sei es sinnvoll, keine vorzunehmen, was für mich praktisch auch Sinn macht, damit die Sechzehntel noch als Melodienote hörbar ist im Tempo.
 
 

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