Fill-Ins. Kommen die auf die 1 Zählzeit bei diesem Stück

F

Frank

Dabei seit
Juni 2009
Beiträge
295
Reaktionen
22
Hallo zusammen,
ich habe mir das Buch „Klavierspielen wie ein Barpianist nach Akkordsymbolen“ von Alfred Pfortner gekauft. Es gefällt mir sehr gut. Jedoch komme ich an einer Stellte nicht weiter. Bei dem Lied „Banks of Ohio“ (Bild 1) wurde angegeben, dass man über den Langen Noten einen Akkordlauf machen sollte. Beispiele sind dafür in Bild 2 angegeben.
Meine Frage: Frage 1
Die im Beispiel angegebenen Fill-Ins beginnen mit dem Grundton des Akkordes
Da das Fill in im Bass beginnt, benutze ich das ab dem tiefen G beginnenden Fill-In welches auch auf g‘ endet.
Ist das so richtig gedacht?

Frage 2
Ich spiele dem Melodieton h‘ (2. Takt) Fängt man dann auch auf der Zählzeit 1 mit dem Fill-in an, oder wartet man eine Viertelnote? Dann wäre ich aber nicht mehr im Rhythmus? Anders wird aber der Melodieton, den ich hier markant finde, dadurch recht unscheinbar, wenn nicht sogar verwaschen.

Frage 3
Wie ist das Fill-In hier zu spielen? Wie sind generell Fill-ins zu spielen, gleichzeitig mit der 1 oder eher versetzt?

Vielen Dank
 

Anhänge

cwtoons

cwtoons

Dabei seit
Apr. 2011
Beiträge
8.683
Reaktionen
6.772
Die gezeigten und vorgeschlagenen Fill-Ins sind Arpeggien. Man kann sie genauso wie notiert übernehmen und spielen, man kann sich aber auch eigene ausdenken.

Weil der lange, bis in den nächsten Takt übergebundene 4/4-Ton zur Melodie gehört, würde ich ihn erst spielen und damit die Melodie komplettieren. Anschließend, auf "2", würde ich den Fill-In - der ja keinen Melodiecharakter hat sondern eine Verzierung darstellt - starten.

Für das Starten und Ausgestalten einer festen oder improvisierten Verzierung gibt es keine Regel, die ihren Anfang festlegt. Man spielt so etwas so, dass es sich gut und passend anhört und so, dass es einem gefällt.

CW
 
F

Frank

Dabei seit
Juni 2009
Beiträge
295
Reaktionen
22
Vielen Dank für die Hilfe.
Ich versuchte mal das ganze zu notieren.


Was mich jedoch stört, ist da wo der rote Kreis ist. Ich finde da müsste ich wieder auf G rauskommen und zwar als Viertelnote.

Der blaue Kreis stört mich auch, da ich hier zweimal die gleiche Note habe.

Wie kann man das besser machen, bzw. welche Regel müsste man da beachten?

Vielen Dank
 

Anhänge

F

Frank

Dabei seit
Juni 2009
Beiträge
295
Reaktionen
22
Für den Takt 7-8 habe ich folgende Lösungsvorschlag.
Aber für den Takt 3- 4 fällt mir nichts ein.
Ich meine da müsste als Abschluss des "Fill-INs" auf einer Viertelnote geändet werden.
So ist kein Abschluß des Fill ins zu erkennen und kein Anfang des neuen Melodieanfangs.

Was kann ich da tun?

Ich würde grerne mit diesen Fil-In Arpegio Bausteinen arbeiten, da ich diese auch einigermaßen spielen kann. Und keine spezielles Fill-In für dieses Lied finden.
Deshalb wäre ich Dankbar, wenn ihr mir Helfenkönntet wie ich diese einbinden kann.
 

Anhänge

Zuletzt bearbeitet:
hasenbein

hasenbein

Dabei seit
Mai 2010
Beiträge
8.475
Reaktionen
7.205
Solche Probleme entstehen, wenn man "Malen nach Zahlen" macht bzw. "genau der Anleitung folgt", ohne zu verstehen.

Was Du machst, ist also in etwa, als wenn Du, als Computerlaie, Deinen rumspinnenden Computer wieder flottmachen willst und eine Anleitung dafür im Netz auftreibst, die Du, ohne zu checken, was das alles soll, im "Computer-BILD-Style" genau Punkt für Punkt abarbeitest, und hoffst, dass Du Dich nirgends vertippt hast und am Ende alles heile ist.

Oder als wenn Du als Nicht-Koch doch mal kochen willst und genau nach Rezept die Zutaten zusammenkippst etc. und hoffst, dass es nachher einigermaßen schmeckt.

Man muss das Prinzip verstehen, das dahinter steckt! Dann checkt man nicht nur, warum eigentlich in dem Buch diese und nicht andere Arpeggien als Vorschläge stehen, sondern man kann in der Tat auch einfach andere Arpeggien / Begleitfiguren spielen.

Es geht nicht um "Regeln beachten", sondern um Hören, Verstehen, Probieren! Das ist etwas ganz anderes.

Daher ist das Selbststudium nach solchen eigenartigen Büchern (eine derartige Begleitfigur wie oben wäre nämlich eigentlich keine, die bei dem Lied "Banks Of Ohio" sonderlich gut passt...) auch eine Sache, von der ich nur abraten kann, es sei denn, jemand ist sowieso schon in der Lage, Dinge zu hören und nachzuspielen, und hat schon eine gute Klangvorstellung von solchen Begleitungen.

Zweimal den gleichen Ton am Anfang der Begleitfigur zu spielen, um mal noch konkret auf Eure Diskussion einzugehen, klingt und wirkt ganz anders als die vom Buch vorgegebenen Begleitfiguren, scheidet also als Möglichkeit, wenn's "im Prinzip so klingen soll wie...", schon mal aus.
Das habt Ihr doch sicherlich auch wahrgenommen. Löffelchen auf und Rübe an, dann klappt das schon!
 
F

Frank

Dabei seit
Juni 2009
Beiträge
295
Reaktionen
22
@hasenbein,

ich finde dein Vergleich hingt etwas. Selbst der Computermonteuer schaut bei Zeiten in die Beschreibung/Anleitung. Keiner kann alles wissen. Aufgrund der Anleitung kann er dann schlussfolgern.
Das habe ich doch mit dem Bildchen "Lösung für Beispiel2" ebenfalls versucht.

Es kann ja welche Gesetzmäßigkeiten geben, die ich nicht kenne aber das Leben ein stück einfacher machen kann. Keiner sollte Zeit vergeuden und das Rat neu erfinden. Ob ein Buch nun etwas taugt oder nicht, weiß man am Anfang ja leider nicht. Man liest es im Laden zwar Quer, aber der Teufel steckt nun mal im Detail.

Letztendlich ist dies ja auch eine Matheaufgabe wo der Fehler vielleicht auch in der Aufgabenstellung steckt, da die Fill-Ins im 3/4 Takt sind und das Lied im 4/4 Takt.

Dennoch habe ich für mich gelernt, dass dieses "Fill-In" zwar einfach zu sielen ist, (und für mich als Anfänger auch gut klingt), jedoch am besten so gespeilt wird dass:
1) es erst eine Viertelnote nach der Liedmelodie beginnt und auf einer Viertelnote bevor die Melodie wieder anfängt enden sollte.
2) es auf C beginnt und auf C wieder enden sollte wenn alles mit C-Dur harmoniesiert ist.
3) Wenn die Harmonie im nächsten Takt z.B. auf G-Dur startet, kann ich ja auch C-E-G-C-E-G
statt C-E-G-C-E-G-C spielen

Aufgrund dieser Voraussetzungen bleiben ja nicht mehr viel Möglichkeiten. Leider
 
Zuletzt bearbeitet:
Peter

Peter

Bechsteinfan
Mod
Dabei seit
März 2006
Beiträge
21.616
Reaktionen
20.537
Aufgrund der Anleitung kann er dann schlussfolgern.
Und das ist es, was Du nicht kannst.
Du suchst nach wie vor nach Regeln (erinnere ich mich richtig: Du kommst vom Schach?).
Suche besser nach Möglichkeiten. Nirgend wo sind so sehr Regeln dazu da, um gebrochen zu werden, wie in der Kunst.
Zitat von Hasi:
Es geht nicht um "Regeln beachten", sondern um Hören, Verstehen, Probieren!
Das musst Du Dir wirklich mal zu Herzen nehmen. Spiele mit dem Instrument, wörtlich. Packe nicht gleich alles in Noten. Lerne mehr am Klavier und weniger auf dem Papier.
Mache Dir Deine eigenen Regeln.
 
F

Frank

Dabei seit
Juni 2009
Beiträge
295
Reaktionen
22
Ich weiß jetzt was ich wissen wollte.:super:

- Ich spiele ein Stück aus einem Songbook oder Fakebook.
- Jetzt ist da eine lange Pause bzw. eine lange Note, wo ich gerne ein Fill-In spielen würde.

Problemstellung:

Jetzt ist für mich das Problem zu erkennen, welches Fill-In genau da rein passt, bzw. wie ich das vorhandene abändern sollte.
(Ich kann es halt nur rechnerisch, da ich nicht so schnell spielen kann, dass ich merke wenn ich rhythmisch falsch bin).

1) Der "Rahmen" ist dadurch gegeben, dass das Fill-In auf dem Grundton des Akkordes anfangen soll,
und auf dem Grundton enden soll
2) Weiterhin wechseln sich immer 3 Töne ab (1. 3. und 5. Ton des Akkordes)
3) Das Fill-In eine Viertel Note (nach der Melodie beginnt und eine Viertelnote vor dem Einsetzen der
Melodie wieder endet)

Rangiermöglichkeiten
4) Nun kann man das Fill-In schnell abändern, in dem man
4.1 Den ersten Ton als Viertel oder als Achtel spielt
4.2 Den ersten Ton weglässt, da ja C und dann nochmals C eine Oktave höher gespielt wird.


Dies ist ja doch sehr komplex

Frage 1:
Wie kann man schnell erkennen wie lange das Fill-In sein kann? (In Viertelnoten gedacht)
Das in Takt 4 zu Takt fünf darf 4 Viertelnoten lang sein.
Das in Takt 8 darf 5 Viertelnoten lang sein.
Deshalb habe ich in Takt 4 mit dem Fill-In schon begonnen, auf dem Melodieton
und in Takt 8 eine Viertelnote nach dem Melodieton

Frage 2
Wie kann man schnell erkenne wie man das Fill-In bzw abändert.

Auf was schaut ihr bei so etwas? Welche Gedächtnisstütze\Eselsbrücken nehmt Ihr dazu?


Mein Idee steht im Anhang. Ich finde so könnte es gehen. Oder

Vielen Dank für die Hilfe
 

Anhänge

Peter

Peter

Bechsteinfan
Mod
Dabei seit
März 2006
Beiträge
21.616
Reaktionen
20.537
Auf was schaut ihr bei so etwas? Welche Gedächtnisstütze\Eselsbrücken nehmt Ihr dazu?
Auf meinen persönlichen Geschmack, auf bereits oft Gehörtes und das Ganze im Rahmen meiner Möglichkeiten.
Ganz sicher nehme ich nicht so was zu Hilfe:
1) Der "Rahmen" ist dadurch gegeben, dass das Fill-In auf dem Grundton des Akkordes anfangen soll,
und auf dem Grundton enden soll
2) Weiterhin wechseln sich immer 3 Töne ab (1. 3. und 5. Ton des Akkordes)
3) Das Fill-In eine Viertel Note (nach der Melodie beginnt und eine Viertelnote vor dem Einsetzen der
Melodie wieder endet)
Warum steckst Du Dir solche Rahmen? Ein Fill-In (ich finde den Namen in dem Fall absolut unpassend, es ist einfach nur eine Begleitung) kann rhythmisch völlig variieren und kann auch Akkordfremde Töne enthalten.
 
 

Top Bottom